1.0Marktüberblick
- 1 670
- Von der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde (RAB) zugelassene Revisionsunternehmen Ende 2025, gegenüber 1 738 ein Jahr zuvor; 19 davon sind staatlich beaufsichtigt und dürfen Gesellschaften des öffentlichen Interesses prüfen. Sie gehören zur breiteren Klasse von 12 772 Unternehmen für Buchführung, Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Treuhand mit 57 411 Beschäftigten (NOGA 692000, BFS STATENT 2024), die Revisionsunternehmen nicht separat ausweist. Die rund 8 000 Firmen, rund 50 000 Beschäftigten und CHF 8-10 Mrd. Marktgrösse der Ausgabe vom Februar 2026 hatten keine Quelle und wurden zurückgezogen.
- -0,3%
- Veränderung der durchgeführten gesetzlichen Revisionen 2025: 90 751 gegenüber 91 002 im Jahr 2024, davon 79 337 eingeschränkte und 11 414 ordentliche Revisionen (RAB-Tätigkeitsbericht 2025). Die Zahl der zugelassenen Revisionsunternehmen sank um 3,9%. Bei den grössten Firmen wächst der Umsatz weiter: BDO +4,2% im Jahr 2025, KPMG in der Wirtschaftsprüfung +4,7% im Geschäftsjahr 2025. Die +2,5% der Ausgabe vom Februar 2026 hatten keine Quelle.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 1 670 Wirtschaftspruefung & Revision-Unternehmen — Von der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde (RAB) zugelassene Revisionsunternehmen Ende 2025, gegenüber 1 738 ein Jahr zuvor; 19 davon sind staatlich beaufsichtigt und dürfen Gesellschaften des öffentlichen Interesses prüfen. Sie gehören zur breiteren Klasse von 12 772 Unternehmen für Buchführung, Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Treuhand mit 57 411 Beschäftigten (NOGA 692000, BFS STATENT 2024), die Revisionsunternehmen nicht separat ausweist. Die rund 8 000 Firmen, rund 50 000 Beschäftigten und CHF 8-10 Mrd. Marktgrösse der Ausgabe vom Februar 2026 hatten keine Quelle und wurden zurückgezogen..
2.0Branchenüberblick
Die gesetzliche Revision ist der rechtliche Kern dieses Markts. Schweizer Gesellschaften müssen ihre Jahresrechnung ordentlich prüfen lassen, wenn sie Publikumsgesellschaften sind, eine Konzernrechnung erstellen müssen oder in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren zwei von drei Grössen überschreiten — CHF 20 Mio. Bilanzsumme, CHF 40 Mio. Umsatz und 250 Vollzeitstellen (Art. 727 OR). Alle anderen brauchen eine eingeschränkte Revision, ausser sie haben höchstens zehn Vollzeitstellen und sämtliche Aktionäre verzichten darauf (Art. 727a OR); seit dem 1. Januar 2025 gilt ein solcher Verzicht nur für künftige Geschäftsjahre und muss vor Beginn des Geschäftsjahres mit der letzten Jahresrechnung beim Handelsregister angemeldet werden. Der Verzicht prägt den Markt: auditorstats.ch zählte im September 2026 91 420 Gesellschaften mit Revisionsstelle unter 582 334, die eine bestellen könnten, eine Revisionsquote von 15,7%, und die Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde (RAB) erfasste 2025 90 751 Revisionen — 79 337 eingeschränkte und 11 414 ordentliche.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Eine gesetzlich vorgeschriebene Leistung: Gesellschaften über den Schwellenwerten der ordentlichen Revision und alle anderen ohne Opting-out müssen ihre Jahresrechnung prüfen lassen (Art. 727 und 727a OR)
- Fragmentierung: 619 von 1 670 zugelassenen Revisionsunternehmen (37%) haben nur eine zugelassene Revisionsperson
- Pensionierungen schaffen Verkäufer: 25% der Revisionsunternehmen, deren Zulassung 2025 ablief, erneuerten sie nicht, was die RAB mit Pensionierung, Geschäftsaufgabe und Fusionen in Verbindung bringt
- Das Opting-out begrenzt den Markt: Nur 91 420 von 582 334 Gesellschaften, die eine Revisionsstelle bestellen könnten, haben eine (auditorstats.ch, September 2026)→ §4.0
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8.0Regionale Cluster
Zürich
Das nationale Zentrum: 2 368 von 12 772 Unternehmen für Buchführung, Revision, Steuerberatung und Treuhand und 15 015 von 44 449 Vollzeitäquivalenten im Jahr 2024 (BFS STATENT), 6,3 pro Firma gegenüber 3,5 landesweit. PwC, KPMG, Deloitte, BDO und Grant Thornton haben hier ihren Sitz.
Basel
715 Unternehmen, doch die 287 in Basel-Stadt melden 3 805 Vollzeitäquivalente, 13,3 pro Firma — passend zum eingetragenen Sitz der Ernst & Young AG in Basel. Die 428 Firmen in Basel-Landschaft kommen im Schnitt auf 1,8.
Genferseeregion und Wallis
2 537 Unternehmen und 7 024 Vollzeitäquivalente — Genf 1 025, Waadt 1 086 und Wallis 426. Hier sitzt das französischsprachige Mittelfeld: Berney Associés Audit in Genf, FORVIS MAZARS in Vernier und Fiduciaire FIDAG in Martigny.
Zentralschweiz
1 765 Unternehmen und 4 515 Vollzeitäquivalente, mit Zug (678 Firmen) und Luzern (516) als grössten Kantonen. Balmer-Etienne hat ihren Sitz in Luzern, mit Zweigniederlassungen in Stans und Hünenberg.
Ostschweiz
1 526 Unternehmen und 4 237 Vollzeitäquivalente, angeführt von St. Gallen mit 704 Firmen. Die OBT AG hat ihren Sitz in St. Gallen, mit Zweigniederlassungen von Frauenfeld und Herisau bis Chur und Samedan.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Was ist ein Revisions- oder Buchhaltungsunternehmen in der Schweiz wert?
Ein durchschnittliches Schweizer Revisions- und Buchhaltungsunternehmen wird steuerlich (statutarisch) mit 3,5 - 5,5× EBITDA und in tatsächlichen Transaktionen mit 4,5 - 7,0× EBITDA bewertet. Die Spanne zwischen statutarischen und Transaktionsmultiplikatoren ist eine Arbitrage-Möglichkeit für informierte Käufer. Der aktuelle Markttrend ist die Konsolidierung, mit einer als mittel bewerteten Arbitrage-Spanne. In dieser Nische ruht der Multiplikator auf wiederkehrenden Revisions- und Buchhaltungsmandaten; der Preis hängt deshalb davon ab, wie viele Mandate ordentliche statt eingeschränkte Revisionen sind, ob die zugelassenen Revisoren nach dem Verkauf bleiben, wie viele Kunden auf die eingeschränkte Revision verzichten könnten und wie viel Treuhand- und Steuerumsatz mit dem Revisionsbestand verbunden ist.
▶Welche Faktoren beeinflussen die Bewertung eines Revisionsunternehmens?
Zu den wichtigsten Bewertungstreibern zählen: Eine gesetzlich vorgeschriebene Leistung: Gesellschaften über den Schwellenwerten der ordentlichen Revision und alle anderen ohne Opting-out müssen ihre Jahresrechnung prüfen lassen (Art. 727 und 727a OR); Eine grosse wiederkehrende Basis von 90 751 gesetzlichen Revisionen 2025, davon 11 414 ordentliche (RAB). Bewertungsmindernd wirken: Fragmentierung: 619 von 1 670 zugelassenen Revisionsunternehmen (37%) haben nur eine zugelassene Revisionsperson; Kleine Firmen spielen bei ordentlichen Revisionen kaum eine Rolle: Unternehmen mit höchstens zwei zugelassenen Revisoren sind 62% der Unternehmen, führen aber 2,5% der ordentlichen Revisionen durch. Deal-Multiplikatoren liegen typischerweise bei 4.5 - 7.0× EBITDA, die tatsächlichen Preise variieren jedoch deutlich je nach Kundenkonzentration, Managementqualität, Umsatzstabilität und geografischer Reichweite in den 26 Schweizer Kantonen.
▶Wie viele Revisions- und Buchhaltungsunternehmen gibt es in der Schweiz?
Das hängt von der Definition ab. Die Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde (RAB) zählte Ende 2025 1 670 zugelassene Revisionsunternehmen, nach 1 738, und 10 277 zugelassene Personen; 19 Unternehmen sind staatlich beaufsichtigt und dürfen Gesellschaften des öffentlichen Interesses prüfen. Diese Unternehmen führten 2025 90 751 gesetzliche Revisionen durch. Die breitere statistische Klasse der Unternehmen für Buchführung, Revision, Steuerberatung und Treuhand (NOGA 692000) zählte 2024 12 772 Unternehmen mit 57 411 Beschäftigten (BFS STATENT), trennt aber Revisionsunternehmen nicht von Treuhandbüros. auditorstats.ch zählt im Handelsregister 1 653 zugelassene Revisionsunternehmen und 91 420 geprüfte Gesellschaften (September 2026). Die rund 8 000 Firmen der Ausgabe dieses Berichts vom Februar 2026 entsprechen keiner dieser Quellen.
▶Wie sieht die Nachfolgesituation bei Schweizer Revisionsunternehmen aus?
In der Revision zeigt sich die Nachfolge in den Zulassungsdaten der RAB. Jedes Jahr lässt ein grosser Teil der Unternehmen seine Zulassung auslaufen — 25% jener, deren Zulassung 2025 ablief, und über die letzten fünf Jahre zwischen 19% und 27% —, was die RAB wahrscheinlich auf Pensionierung, Geschäftsaufgabe und Fusionen zurückführt. Die potenziellen Verkäufer sind meist klein: 619 zugelassene Unternehmen haben nur eine zugelassene Revisionsperson, und es kommen wenige junge Revisoren nach, mit nur neun Zulassungsinhabern unter 26 Jahren. Mittelgrosse Gruppen wie BDO, OBT, Balmer-Etienne, Grant Thornton und Berney tragen die übernommenen Praxen im Handelsregister ein. Keine veröffentlichte Quelle misst das Alter der Inhaber oder die Nachfolgepläne von Schweizer Revisionsunternehmen, und die Zahlen der Ausgabe vom Februar 2026 — über 80% der kleinen Praxen mit Inhabern über 55, 25-30% der Treuhand-Suisse-Mitglieder mit Nachfolgebedarf innert 5-7 Jahren und Buchhaltungspraxen, die für 0,5-1,0x Umsatz verkauft werden — hatten keine Quelle und wurden zurückgezogen. Ein Käufer sollte prüfen, ob die zugelassenen Revisoren des Zielunternehmens nach dem Verkauf bleiben, da Zulassung und Mandate von ihnen abhängen; wie viele Mandate ordentliche statt eingeschränkte Revisionen sind; wie viele Kunden auf die eingeschränkte Revision verzichten könnten; und wie viel Treuhand- und Steuerumsatz mit dem Revisionsbestand verbunden ist. Transaktionsmultiplikatoren liegen in der Branche typischerweise bei 4.5 - 7.0× EBITDA.
▶Was sind die wichtigsten Trends bei Schweizer Revisions- und Buchhaltungsunternehmen?
Vier Trends prägen den Sektor 2026: (1) Weniger zugelassene Firmen, mehr zugelassene Revisoren — Die RAB zählte Ende 2025 1 670 zugelassene Revisionsunternehmen, nach 1 738, während die Zahl der zugelassenen Personen von 10 016 auf 10 277 stieg. (2) Stagnierendes Revisionsvolumen, konzentriert an der Spitze — Die durchgeführten Revisionen gingen von 91 002 im Jahr 2024 auf 90 751 im Jahr 2025 zurück. (3) Das Opting-out wurde strenger — Gesellschaften mit höchstens zehn Vollzeitstellen können mit Zustimmung sämtlicher Aktionäre auf die eingeschränkte Revision verzichten. (4) Technologie und Privatkapital erreichen die Revision — Die RAB meldet, dass die fünf grössten staatlich beaufsichtigten Unternehmen ihre automatisierten Prüfwerkzeuge und -techniken in drei Jahren um 39% ausbauten und dass sich der Einsatz von KI weiter verbreitet.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Revisionsunternehmens?
Die wichtigsten Akquisitionsrisiken sind: (1) Das Opting-out begrenzt den Markt: Nur 91 420 von 582 334 Gesellschaften, die eine Revisionsstelle bestellen könnten, haben eine (auditorstats.ch, September 2026); (2) Strengere Durchsetzung: 112 Verweise und fünf Zulassungsentzüge 2025, gegenüber 80 und zwei im Vorjahr; (3) Grosse Firmen dominieren die ordentliche Revision: Fünf Unternehmen mit mehr als 100 zugelassenen Revisoren führen 61,5% davon durch. Käufer sollten Kundenkonzentration, regulatorische Compliance und Schlüsselpersonen-Abhängigkeiten sorgfältig prüfen. Deal-Multiplikatoren von 4.5 - 7.0× EBITDA können bei erhöhtem Risikoprofil abschlägig ausfallen.
▶Wie sieht die typische Kostenstruktur eines Schweizer Revisionsunternehmens aus?
Eine indikative Kostenaufteilung für ein Schweizer Revisions- und Buchhaltungsunternehmen ist: Personal (Revisoren, Buchhalter, Steuerfachleute): 50%, Büro & Infrastruktur: 10%, Technologie & Prüfsoftware: 8%, Zulassung, Haftpflichtversicherung & Qualitätsmanagement: 4%, Aus- & Weiterbildung: 3%, Übriger Betriebsaufwand (Reisen, Marketing, Administration): 5%, Gewinnmarge (EBITDA): 20%. Indikative Aufteilung für ein mittelgrosses Schweizer Revisions- und Buchhaltungsunternehmen; keine veröffentlichte Quelle misst Kostenstrukturen oder Margen der Branche, und die in der Ausgabe vom Februar 2026 genannten Gewinnentnahmen der Inhaber von 25-35%, Technologiekosten der Big Four von 12-15% und Revisionsmargen von 25-30% hatten keine Quelle und wurden zurückgezogen. Die veröffentlichten Zahlen zeigen Personal als Hauptkostenblock: KPMG meldete im Geschäftsjahr 2025 CHF 561,6 Mio. Nettoumsatz bei 2 627 Mitarbeitenden, rund CHF 214k pro Kopf, und die RAB verweist auf den wachsenden Einsatz automatisierter Prüfwerkzeuge bei den grössten Firmen. Qualitätsmanagement nach ISQM 1 und 2 sowie die Inspektions- und Meldepflichten der RAB verursachen weitgehend fixe Kosten. Für einen Käufer ist die Frage, welche Kosten an den zugelassenen Revisoren hängen, denn Zulassung und Revisionsmandate des Unternehmens hängen von ihnen ab.
▶Wo sind die Revisions- und Buchhaltungsunternehmen der Schweiz konzentriert?
Die Revisions- und Buchhaltungsunternehmen der Schweiz konzentrieren sich auf fünf Regionen: (1) Zürich (ZH) — Das nationale Zentrum: 2 368 von 12 772 Unternehmen für Buchführung, Revision, Steuerberatung und Treuhand und 15 015 von 44 449 Vollzeitäquivalenten im Jahr 2024 (BFS STATENT), 6,3 pro Firma gegenüber 3,5 landesweit. (2) Basel (BS/BL) — 715 Unternehmen, doch die 287 in Basel-Stadt melden 3 805 Vollzeitäquivalente, 13,3 pro Firma — passend zum eingetragenen Sitz der Ernst & Young AG in Basel. (3) Genferseeregion und Wallis (GE/VD/VS) — 2 537 Unternehmen und 7 024 Vollzeitäquivalente — Genf 1 025, Waadt 1 086 und Wallis 426. (4) Zentralschweiz (LU/ZG/SZ/NW/OW/UR) — 1 765 Unternehmen und 4 515 Vollzeitäquivalente, mit Zug (678 Firmen) und Luzern (516) als grössten Kantonen. (5) Ostschweiz (SG/TG/GR/AR/AI) — 1 526 Unternehmen und 4 237 Vollzeitäquivalente, angeführt von St. Gallen mit 704 Firmen. Weil die grössten Firmen ihren Sitz in Zürich und Basel haben, weisen diese Kantone deutlich mehr Vollzeitäquivalente pro Unternehmen aus als der Rest des Landes.