BRANCHENREPORTSEPTEMBER 2026
ValIndex Intelligence · Alain Walder, M.A. HSG|Daten per 2026-09|20 Quellen zitiert
MEM: High-Tech, Luft-/Raumfahrt & Lieferkette

Photonik

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor photonik CHF ~3.6 Mrd., ~450 Unternehmen, ~18 000 Mitarbeitende. (Daten per 2026-09.) Wachstum 6,4%. Exportquote: ~82%. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Bewertungsüberblick
Deal-Multiplikator (EBITDA)
7.0 - 10.0×
Markttrend
Steigend

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

Wichtigste Erkenntnisse
  • Marktgrösse: CHF ~3.6 Mrd.
  • Deal-Multiplikatoren: 7.0 - 10.0× EBITDA (Trend: steigend)
  • Wachstumsrate: 6,4%
  • Aktive Unternehmen: ~450
  • Top-Trend: Bystronic kaufte eine Coherent-Division und erwarb dabei die Marke Rofin

1.0Marktüberblick

CHF ~3.6 Mrd.
Indikativer Umsatz der Schweizer Photonik — Laser, Optik, Faser, Sensorik und Bildgebung. Eine offizielle Schweizer Umsatzreihe für Photonik existiert nicht: Das BFS ordnet optische Erzeugnisse der NOGA-Abteilung 26 und Laserwerkzeugmaschinen der Abteilung 28 zu und publiziert STATENT nur auf Abteilungsebene.
~450
Geschätzte Zahl der Schweizer Photonikhersteller, Integratoren und F&E-Firmen. Als weiche Zahl zu behandeln: Die STATENT 2024 des BFS (publiziert am 20.08.2026) weist für die gesamte NOGA-Abteilung 26 2 117 Arbeitsstätten aus, die auch Elektronik, Instrumente und Uhrmacherei umfasst; für Photonik existiert kein eigener Code.
~18 000
Geschätzte direkte Beschäftigung in Schweizer Photonikfertigung, F&E und Applikationsengineering. Zur Einordnung: Die gesamte NOGA-Abteilung 26 zählte in der STATENT 2024 119 010 Beschäftigte, +6,4% gegenüber 2022 und +9,7% gegenüber 2012 — die grösste Schweizer Industrieabteilung und eine der wenigen noch wachsenden.
~82%
Geschätzte Exportquote. Schweizer Laserquellen, Optiken und photonische Sensoren gehen weltweit an Maschinenbauer, Halbleiterfabs und Medizintechnikhersteller; der Binnenmarkt ist im Verhältnis zur Produktion klein.
6,4%
Beschäftigungswachstum in der NOGA-Abteilung 26 zwischen STATENT 2022 und 2024, als nächstliegender amtlicher Näherungswert verwendet, da keine Schweizer Photonikreihe existiert. Die im Februar 2026 geführten 5,4% liessen sich nicht belegen. Das schärfere aktuelle Signal ist transaktional: Bystronic schloss die Übernahme des Coherent-Geschäftsbereichs Tools for Materials Processing Ende Januar 2026 ab.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) ist der Schweizer Photonik-Markt CHF ~3.6 Mrd. gross — Indikativer Umsatz der Schweizer Photonik — Laser, Optik, Faser, Sensorik und Bildgebung. Eine offizielle Schweizer Umsatzreihe für Photonik existiert nicht: Das BFS ordnet optische Erzeugnisse der NOGA-Abteilung 26 und Laserwerkzeugmaschinen der Abteilung 28 zu und publiziert STATENT nur auf Abteilungsebene..
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) werden ~82% der Schweizer Photonik-Produktion exportiert (Geschätzte Exportquote. Schweizer Laserquellen, Optiken und photonische Sensoren gehen weltweit an Maschinenbauer, Halbleiterfabs und Medizintechnikhersteller; der Binnenmarkt ist im Verhältnis zur Produktion klein.).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz ~450 Photonik-Unternehmen — Geschätzte Zahl der Schweizer Photonikhersteller, Integratoren und F&E-Firmen. Als weiche Zahl zu behandeln: Die STATENT 2024 des BFS (publiziert am 20.08.2026) weist für die gesamte NOGA-Abteilung 26 2 117 Arbeitsstätten aus, die auch Elektronik, Instrumente und Uhrmacherei umfasst; für Photonik existiert kein eigener Code..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Die Schweizer Photonik sind zwei Geschäfte unter einem Etikett, und 2026 zeigen sie in verschiedene Richtungen. Das eine ist die Lasermaterialbearbeitung — Werkzeugmaschinen, die schneiden, schweissen und markieren, verkauft an Blechbearbeiter und die allgemeine Fertigung und damit mitten im Swissmem-Zyklus, der die Kapazitätsauslastung der Tech-Industrie im 2. Quartal 2026 auf 81,1% gegenüber einem langjährigen Mittel von 85,6% brachte. Das andere sind Optik, photonische Komponenten und Sensorik, verkauft an Halbleiterfabs, Medizintechnik und Instrumentenbau, wo die Nachfragekurve mit jener des Werkzeugmaschinenbaus nichts zu tun hat.

3.0Branchen-Check (SWOT)

Interne Faktoren
Stärken5
  • Eine vollständige Photonik-Wertschöpfungskette in einem kleinen Land: Laserquellen und -systeme (TRUMPF Schweiz AG in Grüsch, Bystronic Laser AG in Niederönz), Optik und Module (FISBA AG in St. Gallen), Sensorik (Axetris AG in Sarnen) und quantensichere Kommunikation (id Quantique SA in Genf).
Schwächen5
  • Das Etikett verdeckt zwei verschiedene Zyklen. Die Lasermaterialbearbeitung verkauft in den Swissmem-Zyklus, in dem die Kapazitätsauslastung im 2. Quartal 2026 bei 81,1% gegenüber einem langjährigen Mittel von 85,6% lag, während photonische Komponenten für Halbleiterfabs auf einer völlig anderen Nachfragekurve laufen.
Externe Faktoren
Chancen5
  • Die von Bystronic genannte Logik der Rofin-Übernahme — Expansion aus dem Blech in Medizinprodukte, Halbleiter und allgemeine Fertigung sowie die Ergänzung um Mikromaterialbearbeitung, Markieren, Beschriften und Bohren — kartiert genau jene Nachbarschaften, in denen Schweizer Photonik-IP für einen Käufer am meisten wert ist.
Risiken5
  • Die Werkzeugmaschinenhälfte der Nische ist demselben Abschwung ausgesetzt, der die Swissmem-Kapazitätsauslastung im 2. Quartal 2026 4,5 Punkte unter das langjährige Mittel drückte, und das Blech-Laserschneiden ist ein preiskompetitiver Weltmarkt.
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
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8.0Regionale Cluster

Ostschweiz und Graubünden

SGGR

Optik und Lasersysteme am qualifizierten Ende des Marktes. Die FISBA AG in St. Gallen baut Präzisions- und Mikrooptik sowie Laserstrahlformungsmodule für Medizin-, Industrie- und Verteidigungskunden; die TRUMPF Schweiz AG in Grüsch (GR) ist der Ankerarbeitgeber des Prättigaus und der Schweizer Arm des deutschen Laserkonzerns. Dasselbe Tal trägt das Halbleiterausrüstungs-Cluster, sodass beide Nischen um dieselben Optikingenieure konkurrieren.

Zentralschweiz

OWNW

Prozesslaser und photonische Sensorik unter einem Konzerndach. Die Leister AG und die Axetris AG sind beide in Sarnen (OW) eingetragen — Leister in Prozesswärme, Kunststoffschweissen und Lasersystemen, Axetris in Mikrooptik, Infrarotquellen und Gassensormodulen. Kägiswil, in früheren Ausgaben dieses Berichts als Standort angegeben, ist ein Dorf von Sarnen. Die Optotune Holding AG ist in Stans (NW) eingetragen.

Berner Mittelland

BE

Der Schwerpunkt der Laserwerkzeugmaschinen — und heute ein Konsolidierungsstandort. Die Bystronic Laser AG und die Bystronic Sales AG sind in Niederönz eingetragen, und von hier aus schloss die Gruppe Ende Januar 2026 die Übernahme des Geschäftsbereichs Tools for Materials Processing der Coherent Corp. ab. Die COHERENT Switzerland AG ist in Belp eingetragen, im selben Kanton — nicht in Zürich, wie frühere Ausgaben dieses Berichts angaben.

Zürich und Genferseeraum

ZHGEVD

Komponenten, Integration und Quanten. Die Optotune Switzerland AG in Dietikon (ZH) baut durchstimmbare und adaptive Optik, die Lumentum Switzerland AG ist in Schlieren (ZH) eingetragen, daneben die Photonikforschung der ETH Zürich. Im Westen liefert die id Quantique SA in Genf quantensichere Kommunikation, und die LIGENTEC SA in Ecublens (VD) baut photonisch integrierte Schaltungen aus dem EPFL-Ökosystem heraus, mit dem CSEM in Neuenburg darunter.

Quellen

Zefix — Swiss Central Business Name Index (register seats of TRUMPF Schweiz, Bystronic Laser, COHERENT Switzerland, Leister, Axetris, FISBA, id Quantique, Optotune; liquidation of Qnami AG)Bystronic — agreement to acquire Coherent Corp.'s Tools for Materials Processing business unit (October 2025): ~400 employees, ~USD 100m revenue, Gilching near Munich, Rofin brand, price undisclosedBystronic newsroom — completion of the Coherent Tools for Materials Processing acquisition at the end of January 2026Bystronic — laser cutting, bending and automation systems, Niederönz (BE)Coherent — photonics and laser technology groupTRUMPF — group annual reportLeister — process heat, plastic welding and laser systems, Sarnen (OW); parent of Axetris AGFISBA — precision optics, micro-optics and laser beam shaping, St. GallenID Quantique — quantum-secure communication and single-photon detection, GenevaOptotune — tunable and adaptive optics, Dietikon (ZH)LIGENTEC — photonic integrated circuits, Ecublens (VD)Swissphotonics — Swiss national thematic network for photonicsEPIC — European Photonics Industry ConsortiumPhotonDelta — European photonics industry data and reportingETH Zurich — photonics researchCSEM — Swiss Center for Electronics and Microtechnology, NeuchâtelBFS STATENT — establishments and employment by NOGA division (2024, published 20.08.2026); optical products sit in division 26, laser machine tools in division 28Swissmem — Tech Industry Key Figures Q2/2026 (capacity utilisation 81.1% vs 85.6% long-run average)Swissmem — Selective recovery with significant downside risks in the tech industry (Q2 2026)SECO — Swiss-US trade relations and tariff timeline
ValIndex Intelligence · Alain Walder, M.A. HSG|Daten per 2026-09|20 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Photonik-Unternehmen in der Schweiz wert?

Ein durchschnittliches Schweizer Photonik-Unternehmen wird mit 5.5 - 7.5× EBITDA bei der steuerlichen Bewertung und 7.0 - 10.0× EBITDA bei tatsächlichen Transaktionen bewertet. Die Differenz zwischen steuerlichen und Deal-Multiplikatoren stellt eine wesentliche Arbitrage-Möglichkeit für informierte Käufer dar. Der aktuelle Markttrend ist steigend, mit einer als mittel bewerteten Arbitrage-Spanne. Die tatsächliche Bewertung hängt stark von wiederkehrenden Umsätzen, Kundendiversifikation, Führungstiefe und Anlagenmodernität ab.

Welche Faktoren beeinflussen die Bewertung eines Photonik-Unternehmens?

Zu den wichtigsten Bewertungstreibern zählen: Eine vollständige Photonik-Wertschöpfungskette in einem kleinen Land: Laserquellen und -systeme (TRUMPF Schweiz AG in Grüsch, Bystronic Laser AG in Niederönz), Optik und Module (FISBA AG in St. Gallen), Sensorik (Axetris AG in Sarnen) und quantensichere Kommunikation (id Quantique SA in Genf); Die NOGA-Abteilung 26, die optische Erzeugnisse enthält, zählte in der STATENT 2024 des BFS 119 010 Beschäftigte in 2 117 Arbeitsstätten — die grösste Schweizer Industrieabteilung, +6,4% in zwei Jahren, während der Maschinenbau verlor und die elektrischen Ausrüstungen über zwölf Jahre um 24,0% schrumpften. Bewertungsmindernd wirken: Das Etikett verdeckt zwei verschiedene Zyklen. Die Lasermaterialbearbeitung verkauft in den Swissmem-Zyklus, in dem die Kapazitätsauslastung im 2. Quartal 2026 bei 81,1% gegenüber einem langjährigen Mittel von 85,6% lag, während photonische Komponenten für Halbleiterfabs auf einer völlig anderen Nachfragekurve laufen; Amtliche Schweizer Photonikstatistiken existieren auf keiner brauchbaren Ebene. Optische Erzeugnisse liegen in der NOGA-Abteilung 26 zusammen mit Elektronik, Instrumenten und Uhrmacherei, Laserwerkzeugmaschinen in der Abteilung 28, und das BFS publiziert nur auf Abteilungsebene. Deal-Multiplikatoren liegen typischerweise bei 7.0 - 10.0× EBITDA, die tatsächlichen Preise variieren jedoch deutlich je nach Kundenkonzentration, Managementqualität, Umsatzstabilität und geografischer Reichweite in den 26 Schweizer Kantonen.

Wie viele Photonik-Unternehmen gibt es in der Schweiz?

Eine offizielle Zahl der Schweizer Photonikunternehmen existiert nicht; die häufig zitierten rund 450 Firmen — auch in der Februar-2026-Ausgabe dieses Berichts — sind eine Schätzung und keine Messung. Die Photonik hat keinen eigenen NOGA-Code: Optische Erzeugnisse liegen in der Abteilung 26 neben Elektronik, Instrumenten und der Schweizer Uhrmacherei, Laserwerkzeugmaschinen in der Abteilung 28, und das BFS publiziert STATENT nur auf Abteilungsebene. Zur Einordnung: Die am 20. August 2026 publizierte STATENT 2024 weist für die gesamte Abteilung 26 2 117 Arbeitsstätten und 119 010 Beschäftigte aus — +6,4% Beschäftigung seit 2022 und +9,7% seit 2012, die grösste Schweizer Industrieabteilung und eine der ganz wenigen noch wachsenden. Das Handelsregister ist die verlässliche Prüfung jedes Einzelnamens. Es bestätigt die TRUMPF Schweiz AG in Grüsch (GR), die Bystronic Laser AG in Niederönz (BE), die COHERENT Switzerland AG in Belp (BE), die Leister AG und die Axetris AG in Sarnen (OW), die FISBA AG in St. Gallen, die id Quantique SA in Genf und die Optotune Switzerland AG in Dietikon (ZH). Es zeigt auch den Schwund: Die Qnami AG befindet sich seit SHAB vom 10. Juni 2026 in Liquidation, und für die IRsweep AG, in früheren Ausgaben dieses Berichts unter den acht Hauptakteuren geführt, besteht überhaupt kein Schweizer Registereintrag.

Wie sieht die Nachfolgesituation im Schweizer Photonik-Sektor aus?

Die Nachfolge in der Schweizer Photonik hängt an einer Frage, die das Etikett verdeckt: In welchem der beiden Geschäfte steht das Unternehmen tatsächlich. Ein Zulieferer für Laser-Lohnfertigung wird auf dem Swissmem-Zyklus bewertet, in dem die Kapazitätsauslastung im 2. Quartal 2026 bei 81,1% gegenüber einem langjährigen Mittel von 85,6% lag. Eine Firma, deren Optik, Laserprozess oder Sensormodul in ein Halbleiterwerkzeug oder eine Medizingeräteplattform qualifiziert ist, wird auf etwas ganz anderem bewertet, denn diese Qualifikation wird nicht über den Preis requalifiziert und verschwindet nicht im Abschwung. Die Transaktionslage belegt das besser als jeder Multiplikator: Bystronic unterzeichnete im Oktober 2025 und schloss Ende Januar 2026 die Übernahme des Geschäftsbereichs Tools for Materials Processing der Coherent Corp. ab — rund 400 Mitarbeitende, etwa USD 100 Millionen Umsatz, profitabel — ausdrücklich, um aus dem Blech heraus in Medizinprodukte, Halbleiter und allgemeine Fertigung zu gehen und Mikromaterialbearbeitung, Markieren, Beschriften und Bohren zu ergänzen. Das ist ein strategischer Käufer, der für Nachbarschaft zahlt — und genau diese Nachbarschaft sollte ein Schweizer Eigentümer belegen können. Übertragen wird bei einer Übergabe nicht die Ausrüstung, sondern die Qualifikationsakte und die dahinterstehende Kundenbeziehung; beides liegt meist bei zwei oder drei Personen. Das Handelsregister liefert die warnende Hälfte: Die Qnami AG befindet sich seit SHAB vom 10. Juni 2026 in Liquidation, und für die IRsweep AG, in früheren Ausgaben dieses Berichts unter den acht wichtigsten Schweizer Akteuren geführt, besteht überhaupt kein Registereintrag. Eigentümer sollten Kundenqualifikationen so bewusst dokumentieren wie die Finanzzahlen, zwei bis drei Jahre Überlappung einplanen und sich darüber im Klaren sein, welchen Zyklus ihr Käufer bewerten wird. Transaktionsmultiplikatoren liegen in der Branche typischerweise bei 7.0 - 10.0× EBITDA.

Was sind die wichtigsten Markttrends im Schweizer Photonik-Sektor?

Vier Trends prägen den Sektor 2026: (1) Bystronic kaufte eine Coherent-Division und erwarb dabei die Marke Rofin — Im Oktober 2025 unterzeichnete Bystronic eine Vereinbarung zur Übernahme des Geschäftsbereichs Tools for Materials Processing der Coherent Corp. — rund 400 Mitarbeitende, etwa USD 100 Millionen Umsatz, profitabel, Hauptsitz in Gilching bei München — und schloss die Transaktion Ende Januar 2026 ab. (2) Der strategische Wert ist vom Schneiden zur Mikrobearbeitung gewandert — Bystronic hält fest, dass die Übernahme das Portfolio um Mikromaterialbearbeitung, Markieren, Beschriften und Bohren erweitert — Laseranwendungen, die neben der Halbleiter- und Medizinfertigung stehen und nicht neben dem Blech. (3) Zwei Zyklen unter einem Etikett — Swissmem meldete für das 2. Quartal 2026 eine Kapazitätsauslastung der Tech-Industrie von 81,1%, 4,5 Punkte unter dem langjährigen Mittel 2015-2025 von 85,6%; Laserwerkzeugmaschinen stehen mitten in diesem Zyklus. (4) Das Register dünnt das Deep-Tech-Ende aus und korrigiert die Karte — Die Qnami AG, das Quantensensorik-Spin-off, befindet sich seit SHAB vom 10. Juni 2026 in Liquidation, und für eine IRsweep AG, die frühere Ausgaben dieses Berichts unter den acht wichtigsten Schweizer Akteuren führten, besteht kein Schweizer Handelsregistereintrag.

Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Photonik-Unternehmens?

Die wichtigsten Akquisitionsrisiken sind: (1) Die Werkzeugmaschinenhälfte der Nische ist demselben Abschwung ausgesetzt, der die Swissmem-Kapazitätsauslastung im 2. Quartal 2026 4,5 Punkte unter das langjährige Mittel drückte, und das Blech-Laserschneiden ist ein preiskompetitiver Weltmarkt; (2) Konsolidierung schneidet in beide Richtungen. Dass Bystronic eine Coherent-Division kauft, zeigt aktive Strategen — es bedeutet aber auch, dass für einen unabhängigen Schweizer Zulieferer Kunde und Wettbewerber dasselbe Unternehmen werden können; (3) Die US-Zolleskalation 2025-2026 — 39% im August 2025, Deckelung auf 15% im November 2025, Section-232-Zölle von 10-50% auf Stahl, Aluminium und Kupfer ab April 2026 — verteuert Inputs und erschwert transatlantische Maschinenlieferungen. Käufer sollten Kundenkonzentration, regulatorische Compliance und Schlüsselpersonen-Abhängigkeiten sorgfältig prüfen. Deal-Multiplikatoren von 7.0 - 10.0× EBITDA können bei erhöhtem Risikoprofil abschlägig ausfallen.

Wie sieht die typische Kostenstruktur von Schweizer Photonik-Unternehmen aus?

Die typische Kostenaufschlüsselung eines Schweizer Photonik-Unternehmens ist: Optische Komponenten & Spezialmaterialien (Kristalle, Beschichtungen, Fasern): 30%, Personalkosten (Optikingenieure, Physiker, Techniker): 33%, F&E und Produktentwicklung: 11%, Reinraum- & Präzisionsmontagebetrieb: 7%, Anlagenabschreibungen & Gemeinkosten: 10%, Gewinnmarge (EBITDA): 9%. Indikative Aufteilung für einen Schweizer Photonikhersteller. Optische Komponenten und Spezialwerkstoffe — Kristalle, Beschichtungen, Fasern — dominieren die Inputseite, weil optisch taugliches Material nicht nach unten substituiert werden kann, ohne die Qualifikation zu verlieren, auf der das Produkt verkauft wurde. F&E beansprucht aus demselben Grund einen grösseren Anteil als in der allgemeinen Fertigung: Eine photonische Baugruppe verdient erst dann Umsatz, wenn sie in ein Kundenwerkzeug oder -gerät freigegeben ist. Zu beachten: Die Nische umspannt zwei Kostenrealitäten — Laser-Maschinenbauer stehen im Swissmem-Zyklus, in dem die Kapazitätsauslastung im 2. Quartal 2026 bei 81,1% gegenüber einem langjährigen Mittel von 85,6% (2015-2025) lag, während Komponenten- und Sensorhersteller mit Halbleiterfab-Kunden vor einer anderen Nachfragekurve stehen. Die NOGA-Abteilung 26, die optische Erzeugnisse enthält, legte zwischen STATENT 2022 und 2024 um 6,4% bei der Beschäftigung zu. Diese Benchmarks sind wichtig für Käufer zur Beurteilung der operativen Effizienz und des Margensteigerungspotentials nach der Übernahme.

Welche Regionen sind die wichtigsten Photonik-Cluster der Schweiz?

Die wichtigsten Photonik-Cluster der Schweiz sind: (1) Ostschweiz und Graubünden (SG, GR) — Optik und Lasersysteme am qualifizierten Ende des Marktes. Die FISBA AG in St. Gallen baut Präzisions- und Mikrooptik sowie Laserstrahlformungsmodule für Medizin-, Industrie- und Verteidigungskunden; die TRUMPF Schweiz AG in Grüsch (GR) ist der Ankerarbeitgeber des Prättigaus und der Schweizer Arm des deutschen Laserkonzerns. (2) Zentralschweiz (OW, NW) — Prozesslaser und photonische Sensorik unter einem Konzerndach. (3) Berner Mittelland (BE) — Der Schwerpunkt der Laserwerkzeugmaschinen — und heute ein Konsolidierungsstandort. (4) Zürich und Genferseeraum (ZH, GE, VD) — Komponenten, Integration und Quanten. Die Optotune Switzerland AG in Dietikon (ZH) baut durchstimmbare und adaptive Optik, die Lumentum Switzerland AG ist in Schlieren (ZH) eingetragen, daneben die Photonikforschung der ETH Zürich. Regionale Konzentration beeinflusst Bewertungen, da Unternehmen in etablierten Clustern von Zulieferer-Ökosystemen, spezialisierten Talentpools und Branchennetzwerken profitieren.

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