1.0Marktüberblick
- 529
- Fintech-Unternehmen in der Schweiz und in Liechtenstein Ende 2025 (IFZ FinTech Study 2026, Hochschule Luzern). Das BFS hat keine statistische Klasse für Fintech; eine amtliche Beschäftigtenzahl gibt es daher nicht.
- +4%
- Wachstum der Zahl der Fintech-Unternehmen 2025 (IFZ). Seit 2015 hat sich die Zahl mehr als verdreifacht, doch Markteintritte und -austritte halten sich inzwischen ungefähr die Waage.
- CHF 185 Mio.
- Risikokapital für Schweizer und Liechtensteiner Fintechs 2025, davon CHF 129 Mio. für Bankeninfrastruktur (IFZ FinTech Study 2026, via Netzwoche).
- 35%
- Anteil der Fintechs mit Datenanalyse, Big Data und KI 2025, nach 28%: neu die grösste Technologieklasse, vor Blockchain (34%) (IFZ).
- 400 000
- Kundinnen und Kunden der Neobank Yuh Ende 2025, vor neon mit rund 250 000; erst gut 1% der Bevölkerung nutzt eine Neobank als Hauptbank (IFZ, April 2026).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 529 Fintech & WealthTech-Unternehmen — Fintech-Unternehmen in der Schweiz und in Liechtenstein Ende 2025 (IFZ FinTech Study 2026, Hochschule Luzern). Das BFS hat keine statistische Klasse für Fintech; eine amtliche Beschäftigtenzahl gibt es daher nicht..
2.0Branchenüberblick
Die IFZ FinTech Study 2026 der Hochschule Luzern zählte Ende 2025 529 Fintech-Unternehmen in der Schweiz und in Liechtenstein, 4% mehr als ein Jahr zuvor und mehr als dreimal so viele wie 2015. Das Wachstum hat sich verlangsamt: Neugründungen und Austritte durch Liquidation, Fusion oder Neuausrichtung halten sich ungefähr die Waage, und die Studie beschreibt eine Phase der Konsolidierung und Spezialisierung. Das BFS hat keine statistische Klasse für Fintech; es gibt daher keine amtliche Zahl zu Beschäftigten oder Umsatz und keine amtliche Marktgrösse.
Die Konsolidierung der Schweizer Vermögensverwalter
Eine in den Ruhestand tretende Gründergeneration, eine Branche von rund CHF 900 Milliarden und 1'349 bewilligte Firmen — die meisten zu klein, um übergeben zu werden.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Globale Vermögensverwaltungs- und Private-Banking-Kunden im Inland
- Kleiner Heimmarkt für Konsumenten-Fintech
- Neue Bewilligungen für Zahlungsmittel- und Krypto-Institute→ §4.0
- Langsame Entscheidungen der Banken und lange Verkaufsprozesse
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Firmenbewertung Fintech & WealthTech Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 7.0 - 9.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 8.0 - 12.0×
- Markttrend
- Steigend
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Zürich
Der grösste Fintech-Standort der Schweiz (IFZ); Avaloq, Sygnum, Crypto Finance und neon haben hier ihren Sitz. Im IFZ-Hub-Ranking liegen Zürich und Genf direkt hinter Singapur.
Zug
Der zweitgrösste Fintech-Standort (IFZ), mit Schwerpunkt Blockchain und digitale Vermögenswerte; AMINA Bank und Bitcoin Suisse haben hier ihren Sitz.
Genf
Temenos hat ihren Sitz in Lancy; der Genfer Private-Banking-Platz ist eine Kundenbasis für Vermögensverwaltungstechnologie.
Aargau
Die Hypothekarbank Lenzburg und ihre IT-Tochter Finstar stellen die Bankplattform hinter neon und weiteren Fintechs.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Fintech-Unternehmen in der Schweiz wert?
Die Multiplikatorentabelle von ValIndex setzt Schweizer Fintech und Wealthtech bei 8,0–12,0× EBITDA in Transaktionen und 7,0–9,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Profitable Unternehmen mit hohen wiederkehrenden Erträgen und Bankkunden liegen am oberen Ende; verlustreiche oder projektbasierte Unternehmen werden oft nach Umsatz oder gar nicht bewertet.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Fintechs?
Käufer bewerten: (1) wiederkehrende Jahreserträge; (2) Kundentreue und Vertragslaufzeiten; (3) regulatorische Bewilligungen; (4) eine skalierbare, sichere Plattform; (5) die Profitabilität; (6) die Unabhängigkeit von den Gründern und von einem einzelnen Bankkunden.
▶Wie gross ist die Schweizer Fintech-Branche?
Die IFZ FinTech Study 2026 zählte Ende 2025 529 Fintech-Unternehmen in der Schweiz und in Liechtenstein, 4% mehr als ein Jahr zuvor. Eine amtliche Zahl zu Beschäftigten oder Umsatz gibt es nicht; Fintechs nahmen 2025 CHF 185 Mio. Risikokapital auf.
▶Welches sind die wichtigsten Schweizer Fintech-Unternehmen?
Zu den führenden Akteuren gehören Temenos in Lancy und Avaloq in Zürich (Kernbankensoftware), die Kryptobanken Sygnum in Zürich und AMINA in Zug, Crypto Finance in Zürich, Bitcoin Suisse in Zug, die Hypothekarbank Lenzburg mit Finstar und die Smartphone-Bank neon in Zürich.
▶Was sind die wichtigsten Trends im Schweizer Fintech?
Fünf Trends: (1) Konsolidierung nach einem Jahrzehnt des Wachstums; (2) KI überholt Blockchain als wichtigste Technologie; (3) Infrastruktur für Banken als grösstes Segment; (4) Neobanken gewinnen an Grösse; (5) neue Bewilligungen für Zahlungsmittel- und Krypto-Institute.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Schweizer Fintechs?
Die Hauptrisiken sind: (1) die Abhängigkeit von wenigen Bankkunden; (2) lange Verkaufszyklen; (3) knappe Anschlussfinanzierung; (4) regulatorische Änderungen; (5) Abschwünge am Kryptomarkt; (6) Schlüsselpersonenrisiken. Die Due Diligence sollte wiederkehrende Erträge, Kundenverträge, Bewilligungen, IT-Sicherheit, die Liquiditätsreichweite und die Kapitalstruktur prüfen.
▶Wie ändert sich die Schweizer Fintech-Regulierung?
Am 22. Oktober 2025 schlug der Bundesrat vor, die Fintech-Bewilligung durch eine neue Bewilligung für Zahlungsmittelinstitute abzulösen und eine Bewilligung für Krypto-Institute einschliesslich Stablecoin-Emittenten zu schaffen. Die Vernehmlassung endete am 6. Februar 2026; eine Botschaft an das Parlament wird frühestens im zweiten Halbjahr 2026 erwartet.
▶Wo sind die Schweizer Fintech-Unternehmen angesiedelt?
Zürich ist der grösste Fintech-Standort, gefolgt vom Kanton Zug (IFZ). In Genf ist Temenos ansässig, und Zürich und Genf liegen im IFZ-Hub-Ranking direkt hinter Singapur.