1.0Marktüberblick
- 5 118
- Private Anbieter von Aus- und Weiterbildung 2024 – Sprachschulen (1 622), Informatikunterricht (234) und sonstiger Unterricht (3 262), NOGA 85.59, BFS STATENT – 51% mehr als 2011 (3 384). Privatschulen und Verlage sind nicht enthalten.
- 16 360
- Beschäftigte 2024, BFS STATENT, aber nur 7 288 Vollzeitäquivalente – 1,4 pro Unternehmen. Die meisten Kursleitenden arbeiten Teilzeit oder unterrichten neben einem anderen Beruf; 68% sind Frauen.
- +1,6%
- Beschäftigungswachstum 2024 (16 095 auf 16 360), BFS STATENT. Seit 2020 ist die Beschäftigung um 9,1% gewachsen, doch die Sprachschulen schrumpften, während der sonstige Unterricht um 22% wuchs.
- 1,4
- Vollzeitäquivalente pro Weiterbildungsunternehmen 2024 (BFS STATENT): Die Branche besteht vor allem aus Ein-Personen-Firmen und kleinen Schulen.
- 180 000+
- Personen pro Jahr in Kursen der Klubschule Migros, der bekanntesten Erwachsenenbildungsmarke der Schweiz, an rund 30 Standorten.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 5 118 Bildung & Weiterbildung-Unternehmen — Private Anbieter von Aus- und Weiterbildung 2024 – Sprachschulen (1 622), Informatikunterricht (234) und sonstiger Unterricht (3 262), NOGA 85.59, BFS STATENT – 51% mehr als 2011 (3 384). Privatschulen und Verlage sind nicht enthalten..
2.0Branchenüberblick
Die private Weiterbildung ist in der Schweiz eine Branche vieler sehr kleiner Anbieter. Das BFS zählt 2024 5 118 Unternehmen in Sprachunterricht, Informatikunterricht und sonstigem Unterricht mit 16 360 Beschäftigten (STATENT) – aber nur 7 288 Vollzeitäquivalenten, 1,4 pro Unternehmen. Die Zahl der Anbieter ist seit 2011 um 51% gewachsen, viel schneller als die Beschäftigung (+27%): Laufend treten neue Ein-Personen-Trainer und Coaches in den Markt ein. Das Weiterbildungsgesetz (WeBiG), seit 2017 in Kraft, überlässt die Weiterbildung vor allem den Einzelnen und den Arbeitgebern; die Nachfrage folgt daher den Weiterbildungsbudgets der Unternehmen und den privaten Ausgaben. Der Umsatz wird nicht veröffentlicht.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Stetige Nachfrage nach Weiterbildung von Arbeitgebern und Privatpersonen
- Sehr kleine Firmen: 1,4 Vollzeitäquivalente pro Unternehmen
- Firmenweiterbildung in digitalen und KI-Kompetenzen
- Apps und KI-Tutoren ersetzen Sprachkurse
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Firmenbewertung Bildung & Weiterbildung Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 4.0 - 6.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 5.0 - 8.0×
- Markttrend
- Steigend
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Zürich
1 179 Unternehmen mit 5 202 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT, NOGA 85.59) – 32% der Beschäftigung. EF und Miduca (Klubschule Migros) sind in Zürich eingetragen.
Westschweiz
1 193 Unternehmen – die meisten aller Regionen – mit 4 558 Beschäftigten.
Nordwestschweiz
679 Unternehmen mit 1 934 Beschäftigten.
Ostschweiz
644 Unternehmen mit 1 513 Beschäftigten.
Bern und Solothurn
596 Unternehmen mit 1 358 Beschäftigten; Feusi hat seinen Sitz in Bern.
Zentralschweiz
549 Unternehmen mit 1 143 Beschäftigten.
Tessin
260 Unternehmen mit 634 Beschäftigten.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Aus- oder Weiterbildungsunternehmen in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Schweizer Bildungs- und Weiterbildungsunternehmen bei 5,0–8,0× EBITDA in Transaktionen und 4,0–6,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Schulen mit akkreditierten Programmen, wiederkehrenden Firmenverträgen und einem Team von Kursleitenden liegen am oberen Ende; Ein-Personen-Firmen, die am Gründer hängen, tiefer.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Weiterbildungsanbieters?
Käufer bewerten: (1) wiederkehrende Firmenverträge; (2) anerkannte Abschlüsse und Akkreditierungen; (3) Marke und Kundengewinnung; (4) den Verbleib der Kursleitenden; (5) die Abhängigkeit vom Gründer; (6) Online- und Blended-Formate.
▶Wie gross ist die Schweizer private Weiterbildungsbranche?
BFS STATENT zählt 2024 5 118 Unternehmen mit 16 360 Beschäftigten in Sprachunterricht, Informatikunterricht und sonstigem Unterricht, aber nur 7 288 Vollzeitäquivalente. Die Beschäftigung wuchs 2024 um 1,6%. Der Umsatz wird nicht veröffentlicht.
▶Welches sind die wichtigsten Weiterbildungsanbieter der Schweiz?
Die bekanntesten sind EF Education First (Zürich, im Besitz der Familie Hult), die Klubschule Migros (geführt von der Miduca AG, mehr als 180 000 Menschen pro Jahr) und private Bildungsgruppen wie Feusi in Bern. Die meisten übrigen Anbieter sind sehr klein.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Weiterbildung?
Fünf Trends: (1) mehr, kleinere Anbieter; (2) Sprachschulen schrumpfen; (3) Coaching und berufliche Kurse wachsen; (4) grosse Marken bauen um, etwa die Klubschule Migros unter Miduca; (5) Gründernachfolge in etablierten Schulen.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Weiterbildungsunternehmens?
Die grössten Risiken sind: (1) Abhängigkeit vom Gründer als wichtigstem Trainer; (2) Arbeitgeber kürzen Weiterbildungsbudgets; (3) Online- und KI-Konkurrenz, besonders bei Sprachen; (4) Verlust von Akkreditierungen oder Kursleitenden; (5) tiefe Eintrittshürden. Die Due Diligence sollte Verträge, Akkreditierungen und Vereinbarungen mit Kursleitenden prüfen.
▶Wachsen die Schweizer Sprachschulen?
Nein. Sprachschulen beschäftigten 2024 6 750 Personen, weniger als 2020 (6 941), und ihre Zahl sank von 1 687 auf 1 622 (BFS STATENT). Wachstum gibt es bei Coaching, beruflichen und sonstigen Kursen.
▶Wo sind die Schweizer Weiterbildungsanbieter angesiedelt?
Zürich hat die meisten Beschäftigten (5 202 in 1 179 Unternehmen 2024), gefolgt von der Westschweiz (4 558 in 1 193), der Nordwestschweiz (1 934), der Ostschweiz (1 513), Bern und Solothurn (1 358), der Zentralschweiz (1 143) und dem Tessin (634).