1.0Marktüberblick
- CHF ~5,6 Mrd.
- Indikativer Umsatz der Schweizer Verbrennungsantriebe — grosskalibrige Schiffs- und Stationärmotoren, Turbolader, Einspritztechnik, Kolbenkompressoren und die zugehörige Prüftechnik. Eine offizielle Reihe existiert nicht; die Tätigkeit liegt in der NOGA-Abteilung 28 (Maschinenbau), die das BFS nur auf Abteilungsebene publiziert.
- ~480
- Schätzung, keine Zählung. Die übergeordnete Grundgesamtheit ist die NOGA-Abteilung 28 „Maschinenbau“, die das BFS in der STATENT 2024 (publiziert am 20.08.2026) auf 1 968 Arbeitsstätten beziffert — 21,3% weniger als 2012 — über den gesamten Schweizer Maschinenbau.
- ~14 500
- Schätzung. Die NOGA-Abteilung 28 insgesamt beschäftigte in der STATENT 2024 79 054 Personen, praktisch unverändert gegenüber 2012 bei -1,1%, während die Zahl der Arbeitsstätten um 21,3% fiel. Dieselbe Leistung aus einem Fünftel weniger Standorten ist die strukturelle Geschichte hinter dieser Nische.
- ~85%
- Geschätzte Exportquote, und plausibel die höchste der Schweizer Industrie: Für Zweitakt-Schiffsmotoren oder grosse Turbolader gibt es keinen Heimmarkt. Jede Einheit geht an eine Werft oder ein Kraftwerk im Ausland.
- -2,1%
- Swissmem-Exportveränderung für den Maschinenbau im 1. Halbjahr 2026, gegenüber Gesamtexporten von +1,7% und elektrischen Maschinen mit +5,5%. Der Maschinenbau ist eine von nur zwei noch schrumpfenden Produktgruppen. Die in der Februar-2026-Ausgabe dieses Berichts geführten -4,7% liessen sich nicht belegen.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) ist der Schweizer Verbrennungsmotoren-Markt CHF ~5,6 Mrd. gross — Indikativer Umsatz der Schweizer Verbrennungsantriebe — grosskalibrige Schiffs- und Stationärmotoren, Turbolader, Einspritztechnik, Kolbenkompressoren und die zugehörige Prüftechnik. Eine offizielle Reihe existiert nicht; die Tätigkeit liegt in der NOGA-Abteilung 28 (Maschinenbau), die das BFS nur auf Abteilungsebene publiziert..
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) werden ~85% der Schweizer Verbrennungsmotoren-Produktion exportiert (Geschätzte Exportquote, und plausibel die höchste der Schweizer Industrie: Für Zweitakt-Schiffsmotoren oder grosse Turbolader gibt es keinen Heimmarkt. Jede Einheit geht an eine Werft oder ein Kraftwerk im Ausland.).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz ~480 Verbrennungsmotoren-Unternehmen — Schätzung, keine Zählung. Die übergeordnete Grundgesamtheit ist die NOGA-Abteilung 28 „Maschinenbau“, die das BFS in der STATENT 2024 (publiziert am 20.08.2026) auf 1 968 Arbeitsstätten beziffert — 21,3% weniger als 2012 — über den gesamten Schweizer Maschinenbau..
2.0Branchenüberblick
Vier der acht Unternehmen der Februar-2026-Ausgabe dieses Berichts existieren unter den angegebenen Namen nicht im Handelsregister. Eine Sauber Motorsport AG gibt es nicht — die in Hinwil (ZH) eingetragene Einheit ist die Audi F1 Campus AG, SHAB 6. August 2026. Eine Wärtsilä Switzerland AG in Winterthur gibt es nicht; das Register führt die Wärtsilä Services Switzerland AG in Frauenfeld (TG), SHAB 20. April 2026. Eine Jenoptec SA in Peseux gibt es nicht. Und eine Franke Motorenwerke AG in Aarburg gibt es nicht — die Aarburger Einheit ist die Franke Holding AG (SHAB 13. Juli 2026), eine Küchen- und Sanitärsystemgruppe ohne Motorengeschäft. Zwei weitere Namen liegen nahe, sind aber nicht exakt: Das Register führt die WinGD AG statt „Winterthur Gas & Diesel“ und die Liebherr Maschinen Bulle AG statt „Liebherr Machines Bulle SA“.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Eine wirklich seltene globale Fähigkeit: Weltweit können sehr wenige Unternehmen grosskalibrige Zweitakt-Schiffsantriebe auslegen, und die WinGD AG in Winterthur ist eines davon.
- Der Maschinenbau ist eine von nur zwei noch schrumpfenden Schweizer Tech-Produktgruppen — Exporte -2,1% im 1. Halbjahr 2026 gegenüber Gesamtexporten von +1,7% und elektrischen Maschinen mit +5,5%.
- Zweistoff- und Alternativtreibstoffmotoren — Methanol- und Ammoniakantrieb ist die direkte Folge des IMO-Ziels von mindestens 40% weniger Kohlenstoffintensität bis 2030 und verlangt neue Auslegungen statt gedrosselter alter.
- Die Elektrifizierung entzieht den Strassenfahrzeugmarkt auf einer sichtbaren Kurve vollständig — der CO2-Ausstoss neuer Schweizer Lieferwagen und leichter Nutzfahrzeuge fiel 2025 von 192,4 auf 174,9 g/km, rund 9% in einem einzigen Jahr.
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8.0Regionale Cluster
Winterthur
Gemessen an seiner Grösse die dichteste Konzentration von Grossmotorenkompetenz in Europa. Die WinGD AG konstruiert hier Zweitakt-Schiffsantriebe, die Burckhardt Compression AG baut Kolbenkompressoren mit ihrer Holding- und Immobiliengesellschaft am selben Sitz, und die Kistler Instrumente AG fertigt die Zylinderdrucksensoren, auf die sich Motorenentwickler weltweit stützen. Drei eingetragene Gesellschaften, ein Strassennetz, ein tiefer Ingenieurarbeitsmarkt.
Baden und Aargau
Aufladung. Die Accelleron Industries AG ist in Baden eingetragen, mit der Accelleron Schweiz AG und der Accelleron Verwaltungs AG am selben Sitz — das SIX-kotierte Turboladergeschäft und jene Komponente, ohne die ein grosskalibriger Motor seine Nennleistung nicht erreicht. Frühere Ausgaben dieses Berichts platzierten in diesem Kanton überhaupt keinen Akteur.
Freiburg und Bern
Motoren und Einspritzung. Die Liebherr Maschinen Bulle AG baut in Bulle Diesel- und Gasmotoren, in der Nähe die Liebherr-Baumaschinen AG in Reiden (LU), und die DUAP AG fertigt in Herzogenbuchsee Düsen, Pumpen und Injektoren. Das ist das mechanische, hochpräzise Ende der Kette und nicht das Systemende.
Zürcher Oberland und Thurgau
Motorsportentwicklung und Schiffsservice. Die Audi F1 Campus AG ist in Hinwil eingetragen — frühere Ausgaben dieses Berichts nannten „Sauber Motorsport AG“, die im Register nicht erscheint — und die Wärtsilä Services Switzerland AG in Frauenfeld (TG), die verbleibende Schweizer Wärtsilä-Einheit, nachdem die Winterthurer Gesellschaft aus dem Register verschwunden ist.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Was ist ein Verbrennungsmotoren-Unternehmen in der Schweiz wert?
Ein durchschnittliches Schweizer Verbrennungsmotoren-Unternehmen wird mit 3.0 - 4.5× EBITDA bei der steuerlichen Bewertung und 4.0 - 6.0× EBITDA bei tatsächlichen Transaktionen bewertet. Die Differenz zwischen steuerlichen und Deal-Multiplikatoren stellt eine wesentliche Arbitrage-Möglichkeit für informierte Käufer dar. Der aktuelle Markttrend ist sinkend, mit einer als niedrig bewerteten Arbitrage-Spanne. Die tatsächliche Bewertung hängt stark von wiederkehrenden Umsätzen, Kundendiversifikation, Führungstiefe und Anlagenmodernität ab.
▶Welche Faktoren beeinflussen die Bewertung eines Verbrennungsmotoren-Unternehmens?
Zu den wichtigsten Bewertungstreibern zählen: Eine wirklich seltene globale Fähigkeit: Weltweit können sehr wenige Unternehmen grosskalibrige Zweitakt-Schiffsantriebe auslegen, und die WinGD AG in Winterthur ist eines davon; Auch die Komponentenkette darum herum ist schweizerisch — die Accelleron Industries AG in Baden für die Aufladung, die Kistler Instrumente AG in Winterthur für die Zylinderdruckmessung, die DUAP AG in Herzogenbuchsee für die Einspritzung. Bewertungsmindernd wirken: Der Maschinenbau ist eine von nur zwei noch schrumpfenden Schweizer Tech-Produktgruppen — Exporte -2,1% im 1. Halbjahr 2026 gegenüber Gesamtexporten von +1,7% und elektrischen Maschinen mit +5,5%; Die Konsolidierung ist in der Statistik bereits sichtbar: Die NOGA-Abteilung 28 verlor zwischen 2012 und der BFS-STATENT 2024 21,3% ihrer Arbeitsstätten, während die Beschäftigung mit -1,1% praktisch unverändert blieb. Deal-Multiplikatoren liegen typischerweise bei 4.0 - 6.0× EBITDA, die tatsächlichen Preise variieren jedoch deutlich je nach Kundenkonzentration, Managementqualität, Umsatzstabilität und geografischer Reichweite in den 26 Schweizer Kantonen.
▶Wie viele Verbrennungsmotoren-Unternehmen gibt es in der Schweiz?
Eine offizielle Zahl der Schweizer Verbrennungsmotorenunternehmen existiert nicht, und die hier genannten rund 480 Firmen sind eine Schätzung und keine Messung. Die Tätigkeit hat keinen eigenen NOGA-Code: Grossmotoren, Turbolader, Einspritzsysteme und Kolbenkompressoren liegen alle in der NOGA-Abteilung 28, Maschinenbau, und das BFS publiziert STATENT nur auf Abteilungsebene. Gemessen wird die Abteilung 28, und sie trägt die strukturelle Geschichte: Die am 20. August 2026 publizierte STATENT 2024 weist 1 968 Arbeitsstätten und 79 054 Beschäftigte aus, die Beschäftigung seit 2012 mit -1,1% praktisch unverändert, die Arbeitsstättenzahl aber 21,3% tiefer. Dieselbe Leistung aus einem Fünftel weniger Standorten ist, wie Konsolidierung in der Statistik aussieht. Das Handelsregister ist die verlässliche Prüfung jedes Einzelnamens und hier ungewöhnlich folgenreich: Vier der acht in der Februar-2026-Ausgabe dieses Berichts geführten Unternehmen existieren unter den angegebenen Namen nicht. Eine Sauber Motorsport AG gibt es nicht — die in Hinwil (ZH) eingetragene Einheit ist die Audi F1 Campus AG, SHAB 6. August 2026. Eine Wärtsilä Switzerland AG in Winterthur gibt es nicht; verblieben ist die Wärtsilä Services Switzerland AG in Frauenfeld (TG). Eine Jenoptec SA in Peseux gibt es nicht. Und eine Franke Motorenwerke AG gibt es nicht — die Aarburger Einheit ist die Franke Holding AG, eine Küchen- und Sanitärsystemgruppe ohne Motorengeschäft. Zwei weitere Namen liegen nahe, sind aber ungenau: Das Register führt die WinGD AG statt „Winterthur Gas & Diesel“ und die Liebherr Maschinen Bulle AG statt „Liebherr Machines Bulle SA“. Was übrig bleibt, ist eine kleinere, kohärentere Nische mit Schwerpunkt auf Schiffs- und Stationärantrieb — WinGD AG, Accelleron Industries AG, Burckhardt Compression AG, Kistler Instrumente AG, DUAP AG — und nicht auf Fahrzeugmotoren.
▶Wie sieht die Nachfolgesituation im Schweizer Verbrennungsmotoren-Sektor aus?
Die Nachfolge im Schweizer Verbrennungsantrieb entscheidet sich gegen zwei gegenläufige Kurven. Das Strassenfahrzeugende schrumpft auf einer messbaren Linie: Die durchschnittlichen CO2-Emissionen neuer Schweizer Personenwagen fielen 2025 auf 101,6 g/km, rund 11% in einem Jahr, neue Lieferwagen und leichte Nutzfahrzeuge von 192,4 auf 174,9 g CO2/km, und reinelektrische Fahrzeuge erreichten 20,8% der Neuzulassungen schwerer Nutzfahrzeuge, weit über dem europäischen Durchschnitt. Das Schiffs- und Stationärende wird von der IMO-Strategie 2023 in die andere Richtung gezogen, die verlangt, dass Treibstoffe mit null oder nahe null Treibhausgasemissionen bis 2030 mindestens 5% — angestrebt 10% — der Energie der internationalen Schifffahrt erreichen und die Kohlenstoffintensität bis 2030 um mindestens 40% sinkt. Eine Flotte, die auf Methanol oder Ammoniak laufen muss, braucht neue Motoren. Auf welcher Kurve ein Geschäft liegt, ist daher die erste Frage einer Käuferschaft, und die Verkäuferschaft sollte sie mit dem Auftragsbuch beantworten und nicht mit einer Technologiebeschreibung. Darüber hinaus setzen drei Dinge den Preis. Erstens der Aftermarket. Ein Grossmotor läuft jahrzehntelang, und sein Ersatzteil-, Revisions- und Umrüstumsatz ist rentenähnlich und weit margenstärker als die Erstausrüstung; diesen Strom herauszulösen und die installierte Basis samt Erneuerungsrate zu zeigen, ist meist mehr wert als jedes Wachstumsargument. Zweitens die Ingenieurbank, und diese Nische ist dünner besetzt als die meisten. Verbrennungsentwicklung, Tribologie und grosskalibrige mechanische Auslegung liegen bei Einzelpersonen, gehen nicht mit der Bilanz über und lassen sich in der Schweiz nicht schnell rekrutieren — wer für jede Disziplin keine Nachfolge benennen kann, verkauft einen Abschlag. Drittens die Inputkosten. Section-232-Zölle von 10-50% auf Stahl, Aluminium und Kupfer gelten seit April 2026, und ein Motorblock, ein Turboladergehäuse und ein Kompressor bestehen genau aus diesen Werkstoffen; hinzu kommen 12,5% der USA auf Schweizer Tech-Güter seit Ende Juli 2026. Swissmem meldet, dass ein Viertel der Tech-Industrieunternehmen negative EBIT-Margen ausweist. Eigentümer sollten Aftermarket von Erstausrüstung trennen, die installierte Basis belegen, für jede Ingenieurdisziplin die Nachfolge benennen, die Weitergabe der Metallkosten zeigen und zwei bis drei Jahre Überlappung einplanen. Transaktionsmultiplikatoren liegen in der Branche typischerweise bei 4.0 - 6.0× EBITDA.
▶Was sind die wichtigsten Markttrends im Schweizer Verbrennungsmotoren-Sektor?
Vier Trends prägen den Sektor 2026: (1) Vier von acht Namen der früheren Ausgabe stehen nicht im Register — Eine Sauber Motorsport AG gibt es nicht — die in Hinwil (ZH) eingetragene Einheit ist die Audi F1 Campus AG, SHAB 6. August 2026. (2) Die Schweizer Position ist Schiffs- und Stationärantrieb, nicht Fahrzeugmotoren — Die WinGD AG baut in Winterthur Zweitakt-Schiffsantriebe und gehört zu den weltweit sehr wenigen Unternehmen, die das können. (3) Die IMO-Politik ist die Nachfragebegründung, und sie hat feste Daten — Die IMO-Strategie 2023 zur Reduktion der Treibhausgasemissionen von Schiffen zielt auf Netto-Null der internationalen Schifffahrt bis um 2050, mit Richtwerten von mindestens 20% (angestrebt 30%) bis 2030 und mindestens 70% (angestrebt 80%) bis 2040 gegenüber 2008. (4) Das Strassenfahrzeugende schrumpft auf einer messbaren Kurve — Die durchschnittlichen CO2-Emissionen neuer Schweizer Personenwagen fielen 2025 auf 101,6 g/km, rund 11% unter dem Vorjahr.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Verbrennungsmotoren-Unternehmens?
Die wichtigsten Akquisitionsrisiken sind: (1) Die Elektrifizierung entzieht den Strassenfahrzeugmarkt auf einer sichtbaren Kurve vollständig — der CO2-Ausstoss neuer Schweizer Lieferwagen und leichter Nutzfahrzeuge fiel 2025 von 192,4 auf 174,9 g/km, rund 9% in einem einzigen Jahr; (2) Die US-Zolleskalation: 39% im August 2025, Deckelung auf 15% im November 2025, Section-232-Metallzölle ab April 2026 und 12,5% auf Schweizer Tech-Güter seit Ende Juli 2026, 2,5 Prozentpunkte über dem EU-Satz; (3) Die Eigentümerschaft der Schweizer Fähigkeit ist überwiegend ausländisch, und die Entwicklungsarbeit folgt der Muttergesellschaft: Drei der stärksten Namen hier sind Tochtergesellschaften oder kotierte Abspaltungen, deren Engineering-Standort eine Konzernentscheidung ist. Käufer sollten Kundenkonzentration, regulatorische Compliance und Schlüsselpersonen-Abhängigkeiten sorgfältig prüfen. Deal-Multiplikatoren von 4.0 - 6.0× EBITDA können bei erhöhtem Risikoprofil abschlägig ausfallen.
▶Wie sieht die typische Kostenstruktur von Schweizer Verbrennungsmotoren-Unternehmen aus?
Die typische Kostenaufschlüsselung eines Schweizer Verbrennungsmotoren-Unternehmens ist: Rohmaterialien & Komponenten (Guss, Schmiedeteile, Elektronik): 40%, Personalkosten: 28%, Anlagenabschreibungen: 9%, F&E-Aufwand: 8%, Sonstige Betriebskosten: 11%, Gewinnmarge (EBITDA): 4%. Indikative Aufteilung für ein Schweizer Verbrennungsantriebsunternehmen. Metalle dominieren die Materiallinie, und der Zollfahrplan trifft sie direkt: Section-232-Zölle von 10-50% auf Stahl, Aluminium und Kupfer gelten seit April 2026, und ein Motorblock, ein Turboladergehäuse und ein Kompressorzylinder bestehen genau aus diesen Werkstoffen. Hinzu kommen 12,5% der USA auf Schweizer Tech-Güter seit Ende Juli 2026, 2,5 Prozentpunkte über dem EU-Satz, nach 39% im August 2025 und einer Deckelung auf 15% im November 2025. Entwicklungskosten beanspruchen einen grösseren Anteil als im allgemeinen Maschinenbau, weil Zweistoff- und Alternativtreibstoffprogramme parallel zum bestehenden Sortiment laufen. Swissmem meldete für das 1. Halbjahr 2026 Maschinenbauexporte von -2,1% gegenüber Gesamtexporten von +1,7%, bei einer Kapazitätsauslastung von 81,1% im 2. Quartal 2026 gegenüber einem langjährigen Mittel von 85,6% (2015-2025), während die BFS-STATENT 2024 die enthaltende NOGA-Abteilung 28 seit 2012 mit 21,3% weniger Arbeitsstätten bei unveränderter Beschäftigung von -1,1% zeigt. Diese Benchmarks sind wichtig für Käufer zur Beurteilung der operativen Effizienz und des Margensteigerungspotentials nach der Übernahme.
▶Welche Regionen sind die wichtigsten Verbrennungsmotoren-Cluster der Schweiz?
Die wichtigsten Verbrennungsmotoren-Cluster der Schweiz sind: (1) Winterthur (ZH) — Gemessen an seiner Grösse die dichteste Konzentration von Grossmotorenkompetenz in Europa. (2) Baden und Aargau (AG) — Aufladung. Die Accelleron Industries AG ist in Baden eingetragen, mit der Accelleron Schweiz AG und der Accelleron Verwaltungs AG am selben Sitz — das SIX-kotierte Turboladergeschäft und jene Komponente, ohne die ein grosskalibriger Motor seine Nennleistung nicht erreicht. (3) Freiburg und Bern (FR, BE) — Motoren und Einspritzung. Die Liebherr Maschinen Bulle AG baut in Bulle Diesel- und Gasmotoren, in der Nähe die Liebherr-Baumaschinen AG in Reiden (LU), und die DUAP AG fertigt in Herzogenbuchsee Düsen, Pumpen und Injektoren. (4) Zürcher Oberland und Thurgau (ZH, TG) — Motorsportentwicklung und Schiffsservice. Die Audi F1 Campus AG ist in Hinwil eingetragen — frühere Ausgaben dieses Berichts nannten „Sauber Motorsport AG“, die im Register nicht erscheint — und die Wärtsilä Services Switzerland AG in Frauenfeld (TG), die verbleibende Schweizer Wärtsilä-Einheit, nachdem die Winterthurer Gesellschaft aus dem Register verschwunden ist. Regionale Konzentration beeinflusst Bewertungen, da Unternehmen in etablierten Clustern von Zulieferer-Ökosystemen, spezialisierten Talentpools und Branchennetzwerken profitieren.