1.0Marktüberblick
- 2 132
- Schmuckhersteller sowie Uhren- und Schmuckgeschäfte 2024 (BFS STATENT): 1 064 Edelsteinschleifer, Goldschmiede und Schmuckhersteller (NOGA 32.12) und 1 068 Uhren- und Schmuckgeschäfte (NOGA 47.77).
- 10 811
- Beschäftigte in der Schmuckherstellung (3 701) und im Uhren- und Schmuckdetailhandel (7 110) 2024 (BFS STATENT). Schmuckateliers zählen im Schnitt 3,5 Beschäftigte, Geschäfte 6,7.
- +8,5%
- Veränderung der Beschäftigten von 2020 (9 965) bis 2024 (10 811), BFS STATENT, nach dem Pandemie-Einbruch; 2011 waren es 10 608.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 2 132 Schmuck & Goldschmiedekunst-Unternehmen — Schmuckhersteller sowie Uhren- und Schmuckgeschäfte 2024 (BFS STATENT): 1 064 Edelsteinschleifer, Goldschmiede und Schmuckhersteller (NOGA 32.12) und 1 068 Uhren- und Schmuckgeschäfte (NOGA 47.77)..
2.0Branchenüberblick
Die Schweizer Schmuckbranche reicht vom Ein-Personen-Goldschmiedeatelier bis zum globalen Luxushaus. 2024 zählte das BFS 1 064 Edelsteinschleifer, Goldschmiede und Schmuckhersteller mit 3 701 Beschäftigten sowie 1 068 Uhren- und Schmuckgeschäfte mit 7 110 Beschäftigten (STATENT); zusammen 2 132 Betriebe mit 10 811 Beschäftigten, 8,5% mehr als 2020. Die meisten Ateliers sind sehr klein, mit durchschnittlich 3,5 Beschäftigten. Die amtlichen Stempelungszahlen zeigen ein schwächeres Inlandsgeschäft: Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit stempelte 2025 2,41 Mio. Schmuckstücke und Uhren, nach 2,68 Mio. 2024 und 3,02 Mio. 2023, und beanstandete in 894 Fällen die Qualität von Edelmetallwaren.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Starke Luxusmarken und Schweizer Handwerk
- Weniger gestempelte Stücke (2,41 Mio. 2025, −10%)→ §4.0
- Touristische Nachfrage aus den USA und Asien
- Hohe Goldpreise erhöhen Kosten und Preise→ §5.0
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Firmenbewertung Schmuck & Goldschmiedekunst Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 3.0 - 5.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 4.0 - 6.5×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Westschweiz
679 Schmuckhersteller und -geschäfte mit 3 847 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT, NOGA 32.12 und 47.77), die meisten aller Regionen; Chopard (Meyrin) und Richemont (Bellevue) haben hier ihren Sitz.
Zürich
360 Betriebe mit 1 318 Beschäftigten; Beyer und Türler haben ihren Sitz in Zürich.
Bern und Solothurn
251 Betriebe mit 1 212 Beschäftigten.
Ostschweiz
237 Betriebe mit 1 220 Beschäftigten; Les Ambassadeurs hat ihren Sitz in Rapperswil-Jona.
Nordwestschweiz
236 Betriebe mit 536 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (2,3 pro Betrieb).
Zentralschweiz
202 Betriebe mit 2 161 Beschäftigten, im Schnitt die grössten (10,7 pro Betrieb); Bucherer und Gübelin haben ihren Sitz in Luzern.
Tessin
138 Betriebe mit 491 Beschäftigten.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Schmuckgeschäft oder Goldschmied in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Schweizer Schmuck- und Goldschmiedebetriebe bei 4,0–6,5× EBITDA in Transaktionen und 3,0–5,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Juweliere mit Toplage, Markenvertretungen und treuer Kundschaft liegen am oberen Ende; vom Inhaber geführte Ateliers tiefer.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Juweliers?
Käufer bewerten: (1) Lage und Mietvertrag; (2) Markenvertretungen und Lieferantenkonditionen; (3) den Kundenstamm; (4) Wert und Qualität des Lagers; (5) Goldschmiede und Gemmologen im Team; (6) die Abhängigkeit vom Inhaber.
▶Wie gross ist die Schweizer Schmuckbranche?
2024 zählte das BFS 1 064 Schmuckhersteller mit 3 701 Beschäftigten und 1 068 Uhren- und Schmuckgeschäfte mit 7 110 Beschäftigten: insgesamt 2 132 Betriebe mit 10 811 Beschäftigten.
▶Welches sind die wichtigsten Juweliere der Schweiz?
Bucherer (Luzern, im Besitz von Rolex), Gübelin (Luzern), Chopard (Meyrin), Richemont (Bellevue, Eigentümerin von Cartier und Van Cleef & Arpels), Les Ambassadeurs (Rapperswil-Jona), Beyer und Türler (Zürich).
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Schmuckbranche?
Fünf Trends: (1) weniger gestempelte Stücke (2,41 Mio. 2025); (2) Rekordtourismus; (3) an der Spitze ist Schmuck viel profitabler als Uhren; (4) Marken kaufen den Handel, wie Rolex mit Bucherer; (5) langlebige Familienhäuser.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Schmuckgeschäfts?
Die grössten Risiken sind: (1) die Abhängigkeit vom Handwerk und den Beziehungen des Inhabers; (2) Lagerbewertung und Goldpreisschwankungen; (3) die Abhängigkeit von Touristen; (4) der Verlust von Markenvertretungen; (5) der Mietvertrag. Die Due Diligence sollte Lager, Vertretungsverträge, Mietbedingungen und Kundenkonzentration prüfen.
▶Wie wichtig sind Touristen für Schweizer Juweliere?
Sehr. Die Schweizer Hotellerie verzeichnete 2025 einen Rekord von 43,9 Mio. Logiernächten, mit 22,8 Mio. bei ausländischen Gästen und 5,4% mehr Gästen aus den USA. Geschäfte in Zürich, Luzern, Genf und den Bergferienorten sind auf sie angewiesen.
▶Wo sind die Schweizer Juweliere angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024: Die Westschweiz hat die meisten Betriebe (679, mit 3 847 Beschäftigten), gefolgt von Zürich (360; 1 318), Bern und Solothurn (251; 1 212), der Ostschweiz (237; 1 220), der Nordwestschweiz (236; 536), der Zentralschweiz (202; 2 161) und dem Tessin (138; 491).