1.0Marktüberblick
- 4 940
- Unternehmen der Elektroinstallation (NOGA 43.21) im Jahr 2024, gegenüber 4 721 im Jahr 2023 und 4 284 im Jahr 2011 (BFS STATENT). Der Branchenverband EIT.swiss zählt 5 638 Unternehmen in der gesamten Elektrobranche, 76% davon Mikrounternehmen mit weniger als 10 Vollzeitäquivalenten.
- 55 988
- Beschäftigte in der Elektroinstallation im Jahr 2024, entsprechend 51 862 Vollzeitäquivalenten; 11,2% sind Frauen (BFS STATENT). Die Beschäftigung ist seit 2011 um 27% gestiegen (44 100). Jährlich werden in der Branche rund 10 000 Lernende ausgebildet (EIT.swiss).
- +3,4%
- Beschäftigungswachstum 2023–2024 (54 134 auf 55 988; BFS STATENT); die Zahl der Unternehmen wuchs um 4,6%. Beides liegt deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von rund +2% pro Jahr seit 2011.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 4 940 Elektroinstallation-Unternehmen — Unternehmen der Elektroinstallation (NOGA 43.21) im Jahr 2024, gegenüber 4 721 im Jahr 2023 und 4 284 im Jahr 2011 (BFS STATENT). Der Branchenverband EIT.swiss zählt 5 638 Unternehmen in der gesamten Elektrobranche, 76% davon Mikrounternehmen mit weniger als 10 Vollzeitäquivalenten..
2.0Branchenüberblick
Die Elektroinstallation ist eines der wenigen Schweizer Gewerbe, das noch rasch Betriebe und Stellen hinzugewinnt. BFS STATENT zählte 2024 insgesamt 4 940 Elektroinstallationsunternehmen, 4,6% mehr als ein Jahr zuvor, mit 55 988 Beschäftigten – 27% mehr als 2011. Die Branche besteht überwiegend aus kleinen Betrieben: EIT.swiss, der Branchenverband (früher VSEI), zählt 5 638 Unternehmen in der gesamten Elektrobranche, 76% davon mit weniger als 10 Vollzeitäquivalenten und nur sieben mit 250 oder mehr. Jede Installation muss von Inhabern einer Installationsbewilligung nach der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) ausgeführt oder beaufsichtigt werden – das hält das Gewerbe in der Hand qualifizierter Betriebe.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Reguliertes Gewerbe: Installationsbewilligungen nach NIV beschränken die Arbeit auf qualifizierte Betriebe
- Fragmentierung: 76% der Elektrounternehmen haben weniger als 10 Vollzeitäquivalente (EIT.swiss)
- Batteriespeicher, Wärmepumpen und Ladestationen: Der Speicherabsatz stieg 2025 um 70% (Swissolar)
- Langsamerer Solarmarkt – der Photovoltaik-Zubau sank 2025 um 26%, weil die Einspeisevergütungen fielen
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8.0Regionale Cluster
Zürich
829 Unternehmen mit 12 106 Beschäftigten (BFS STATENT 2024) – 16,8% aller Betriebe und die höchste Durchschnittsgrösse (14,6 Beschäftigte pro Betrieb). Burkhalter und Equans haben hier ihren Sitz.
Espace Mittelland
948 Unternehmen mit 11 750 Beschäftigten, angeführt von Bern (508 Betriebe, 6 782 Beschäftigte). Hier sitzen BKW Building Solutions (Ostermundigen) und das Installationsgeschäft von Groupe E (Matran FR).
Genferseeregion und Wallis
1 003 Unternehmen mit 9 797 Beschäftigten – Waadt 462, Genf 281, Wallis 260. Die Betriebe sind kleiner als im Durchschnitt (9,8 Beschäftigte). Burkhalter übernahm die Elektro Gasser in Lalden (VS) und die Mathieu Ingenieure in Visp.
Ostschweiz
698 Unternehmen mit 7 023 Beschäftigten, angeführt von St. Gallen (285 Betriebe, 3 364 Beschäftigte).
Nordwestschweiz
630 Unternehmen mit 6 891 Beschäftigten – Aargau 401, Basel-Landschaft 164, Basel-Stadt 65. HEFTI. HESS. MARTIGNONI. hat Gruppengesellschaften in Aarau.
Zentralschweiz und Tessin
Die Zentralschweiz zählt 512 Unternehmen mit 6 082 Beschäftigten; grösster Installateur ist dort CKW (Luzern). Das Tessin zählt 320 Unternehmen mit 2 339 Beschäftigten – 7,3 pro Betrieb, die kleinste Durchschnittsgrösse im Land.
Quellen
Korrekturen
Zahlen und Aussagen der Ausgabe vom Februar 2026, die diese Ausgabe zurückzieht oder berichtigt, mit Begründung.
- «Markt von CHF ~8,5 Mrd.» zurückgezogen: Keine amtliche Statistik misst den Umsatz der Branche.
- «~5 500 bewilligte Elektroinstallationsfirmen» berichtigt: BFS STATENT zählt für 2024 insgesamt 4 940 Elektroinstallationsunternehmen; EIT.swiss zählt 5 638 in der gesamten Elektrobranche.
- «~48 000 Beschäftigte» berichtigt: 55 988 im Jahr 2024 (BFS STATENT).
- Wachstum «+5,8%», Kapazitätsauslastung «93%», Exportquote «~5%» und «~2 000 unbesetzte Stellen pro Jahr» zurückgezogen: keine veröffentlichte Quelle. Das Wachstum ist nun das Beschäftigungswachstum laut STATENT (+3,4%).
- «Der VSEI vertritt rund 2 500 Mitgliedfirmen» zurückgezogen: Der Verband heisst heute EIT.swiss, und sein Faktenblatt veröffentlicht keine Mitgliederzahl.
- «30–40% der VSEI-Mitgliedfirmen stehen innerhalb von 10 Jahren vor der Nachfolge» zurückgezogen: keine Quelle.
- Kostenstruktur durch die Finanzerhebung 2024 von EIT.swiss ersetzt (bisher indikativ: Personal 42%, Material 30%, EBITDA 8%).
- Wichtige Akteure überarbeitet: Alpiq InTec existiert nicht mehr als eigene Gesellschaft – ihre Nachfolgerin Bouygues E&S InTec Schweiz AG wurde am 1. Juli 2024 in Equans Switzerland AG umbenannt. Die Elektro Gasser AG ist in Lalden (VS) eingetragen, nicht in der Zentralschweiz, und wurde im Januar 2026 von Burkhalter übernommen. Die Elektro Compagnoni AG ist in Zürich eingetragen, nicht in Chur; HEFTI. HESS. MARTIGNONI. in Zug und Aarau, nicht in Zürich. Flückiger Électricité konnte im Handelsregister nicht verifiziert werden und wurde entfernt.
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Was ist ein Elektroinstallationsunternehmen in der Schweiz wert?
Die Multiplikatoren-Tabelle von ValIndex setzt Schweizer Elektroinstallateure bei 5,0–7,5× EBITDA in Transaktionen und 3,5–5,5× EBITDA für steuerliche Bewertungen an. Die Branche ist rentabler als die meisten Gewerbe – die Erhebung 2024 von EIT.swiss zeigt 7% Reingewinn und 47,7% Eigenkapitalquote. Betriebe mit Service- und Wartungsverträgen, Gebäudeautomation und einem vom Inhaber unabhängigen Team liegen am oberen Ende; kleine, vom Neubau und von der Installationsbewilligung des Inhabers abhängige Betriebe am unteren.
▶Welche Faktoren bestimmen den Wert eines Elektroinstallateurs?
Käufer prüfen: (1) die Installationsbewilligung – wer sie besitzt und ob sie nach dem Abgang des Inhabers bleibt; (2) den Anteil wiederkehrender Service-, Wartungs- und Sanierungsarbeit; (3) das Team, da qualifizierte Elektriker knapp sind; (4) das Engagement in Solar, Speicher, Wärmepumpen und Ladestationen; (5) die Kundenkonzentration, vor allem die Abhängigkeit von wenigen Generalunternehmern. Eine starke Bilanz (die Branche erreicht im Schnitt 47,7% Eigenkapital) stützt den Wert.
▶Wie viele Elektroinstallationsunternehmen gibt es in der Schweiz?
BFS STATENT zählte 2024 insgesamt 4 940 Elektroinstallationsunternehmen (NOGA 43.21) mit 55 988 Beschäftigten. EIT.swiss zählt 5 638 Unternehmen in der gesamten Elektrobranche, davon 76% mit weniger als 10 Vollzeitäquivalenten, 21% mit 10 bis 49, 3% mit 50 bis 249 und sieben mit 250 oder mehr. Zürich hat die meisten Betriebe (829), gefolgt von Bern (508) und der Waadt (462).
▶Wie funktioniert die Nachfolge bei Schweizer Elektroinstallateuren?
Die meisten Elektrobetriebe sind klein und inhabergeführt, und oft besitzt der Inhaber die Installationsbewilligung. Die Nachfolge braucht deshalb einen qualifizierten Nachfolger – häufig einen Mitarbeitenden mit Meisterdiplom – oder einen Käufer, der einen mitbringt. Aktivster Käufer ist die Burkhalter Gruppe: Sie übernahm 2025 die Gattiker Elektro (Uster) und 2026 die Elektro Gasser (Lalden), bei acht Käufen seit April 2025. Auch Energieversorger wie BKW und CKW kaufen regionale Betriebe.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Elektroinstallation?
Fünf Trends: (1) Die Zahl der Unternehmen (+4,6%) und der Beschäftigten (+3,4%) steigt weiter (STATENT 2024); (2) der Photovoltaik-Zubau sank 2025 um 26% auf 1 333 MW, während der Absatz von Batteriespeichern um 70% stieg (Swissolar); (3) Burkhalter kaufte zwischen April 2025 und September 2026 acht Firmen; (4) Energieversorger führen grosse Installationsbetriebe – das Geschäftsfeld Infrastructure & Buildings der BKW steigerte 2025 den EBIT um 40,6%; (5) rund 10 000 Lernende pro Jahr halten die Ausbildungspipeline gefüllt.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Elektroinstallationsunternehmens?
Die Hauptrisiken sind: (1) Schlüsselpersonenrisiko – der Inhaber besitzt oft Installationsbewilligung und Kundenbeziehungen; (2) ein langsamerer Solarmarkt und tiefere Einspeisevergütungen; (3) knappe qualifizierte Elektriker; (4) Konkurrenz durch Energieversorger mit integrierten Energieangeboten; (5) Abhängigkeit von Neubauprojekten und Generalunternehmern. Die Due Diligence sollte den Bewilligungsinhaber, den Anteil wiederkehrender Arbeit, den Auftragsbestand und die Altersstruktur des Teams prüfen.
▶Wie sieht die typische Kostenstruktur eines Schweizer Elektroinstallateurs aus?
In der Erhebung 2024 von EIT.swiss bei 112 Betrieben beanspruchen Löhne und Gehälter 40% des Nettoumsatzes, Material, Waren und Drittleistungen 36%, Sozialversicherungs- und übriger Personalaufwand 8%, übriger Betriebsaufwand und Abschreibungen rund 10% und der Reingewinn 7%. Die Eigenkapitalquote beträgt 47,7%. Es handelt sich um gemessene Durchschnitte, nicht um Schätzungen; Betriebe mit mehr Servicearbeit haben einen höheren Personalanteil und höhere Margen.
▶Wo liegen die wichtigsten Standorte der Elektroinstallation in der Schweiz?
Zürich ist mit 829 Unternehmen und 12 106 Beschäftigten der grösste Standort (STATENT 2024). Der Espace Mittelland (Bern, Freiburg, Solothurn, Neuenburg, Jura) zählt 948 Unternehmen mit 11 750 Beschäftigten, die Genferseeregion mit dem Wallis 1 003 kleinere Betriebe mit 9 797 Beschäftigten. Die Ostschweiz zählt 698 Unternehmen, die Nordwestschweiz 630, die Zentralschweiz 512 und das Tessin 320.