1.0Marktüberblick
- 2 644
- Betriebe für Bedachung, Bauspenglerei und Abdichtungen 2024 (BFS STATENT: 718 Dachdecker, 1 217 Bauspenglereien und 709 Abdichtungsbetriebe, NOGA 43.91.02, 43.91.03 und 43.99.01).
- 17 756
- Beschäftigte in Bedachung, Bauspenglerei und Abdichtung 2024 (BFS STATENT), 16 193 Vollzeitäquivalente; rund sieben pro Betrieb.
- +3,7%
- Wachstum der Beschäftigten von 2020 (17 122) bis 2024 (17 756), BFS STATENT; +0,4% im Jahr 2024. Die Zahl der Betriebe stieg im selben Zeitraum um 2,9%.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 2 644 Dachdecker & Fassadensysteme-Unternehmen — Betriebe für Bedachung, Bauspenglerei und Abdichtungen 2024 (BFS STATENT: 718 Dachdecker, 1 217 Bauspenglereien und 709 Abdichtungsbetriebe, NOGA 43.91.02, 43.91.03 und 43.99.01)..
2.0Branchenüberblick
Die Gebäudehüllen-Gewerbe halten die Schweizer Gebäude trocken und gedämmt: Dachdecker erstellen Steil- und Flachdächer, Bauspengler fertigen Dachrinnen, Anschlüsse sowie Metalldächer und -fassaden, und Abdichtungsbetriebe dichten Flachdächer, Terrassen und Untergeschosse ab. 2024 zählte das BFS 2 644 solche Betriebe mit 17 756 Beschäftigten (STATENT): 1 217 Bauspenglereien, 718 Dachdecker und 709 Abdichtungsbetriebe, je rund sieben Beschäftigte. Die Beschäftigung wuchs seit 2020 um 3,7% und 2024 um 0,4%.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Unverzichtbare Renovationsarbeit an jedem Gebäude
- Abhängigkeit von Wetter und Saison
- Energetische Sanierung von Dächern und Fassaden
- Schwächere Solarnachfrage (−26% im Jahr 2025)
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Firmenbewertung Dachdecker & Fassadensysteme Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 3.0 - 4.5×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 4.0 - 6.0×
- Markttrend
- Steigend
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Westschweiz
631 Betriebe für Bedachung, Bauspenglerei und Abdichtung mit 3 938 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), die meisten aller Regionen; Swisspearl hat ein Werk in Payerne.
Ostschweiz
431 Betriebe mit 3 193 Beschäftigten; Flumroc (Flums) und Swisspearl (Glarus Nord) haben hier ihren Sitz.
Zürich
427 Betriebe mit 2 889 Beschäftigten; Sika Schweiz (Zürich) und Ernst Schweizer (Hedingen) haben ihren Sitz im Kanton.
Bern und Solothurn
379 Betriebe mit 2 579 Beschäftigten.
Nordwestschweiz
336 Betriebe mit 1 888 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (5,6 pro Betrieb).
Zentralschweiz
333 Betriebe mit 2 727 Beschäftigten, im Schnitt die grössten (8,2 pro Betrieb); swisspor hat ihren Sitz in Steinhausen.
Tessin
86 Betriebe mit 542 Beschäftigten.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Dachdeckerbetrieb in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Bedachung und Fassaden in der Schweiz bei 4,0–6,0× EBITDA in Transaktionen und 3,0–4,5× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Betriebe mit Know-how bei Dämmung und Solar, Kaderteam und wiederkehrenden Aufträgen von Verwaltungen liegen am oberen Ende; kleine, vom Inhaber abhängige Betriebe tiefer.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Bedachungs- und Fassadenbetriebs?
Käufer bewerten: (1) Fähigkeiten und Alter des Teams; (2) den Anteil an Renovations- und Dämmarbeiten; (3) Know-how bei Solar und Metalldächern; (4) Kundenmix und Auftragsbestand; (5) Garantierückstellungen und Sicherheitsbilanz; (6) die Abhängigkeit vom Inhaber.
▶Wie gross ist das Schweizer Bedachungsgewerbe?
2024 zählte das BFS 2 644 Betriebe für Bedachung, Bauspenglerei und Abdichtung mit 17 756 Beschäftigten (16 193 Vollzeitäquivalente): 1 217 Bauspenglereien, 718 Dachdecker und 709 Abdichtungsbetriebe. Die Beschäftigung liegt 3,7% über 2020.
▶Welches sind die wichtigsten Lieferanten für Dach und Fassade in der Schweiz?
Die Ausführenden sind meist klein und regional. Zu den wichtigsten Lieferanten gehören swisspor (Steinhausen), Flumroc (Flums, Rockwool-Gruppe), Swisspearl, früher Eternit (Glarus Nord), Sika Schweiz (Zürich) und Ernst Schweizer (Hedingen).
▶Was sind die wichtigsten Trends im Schweizer Bedachungsgewerbe?
Fünf Trends: (1) stetige Beschäftigung; (2) wachsende Renovation, mit 3,5% höheren Bauinvestitionen 2025; (3) geförderte Dach- und Fassadendämmung; (4) ein abkühlender Solarmarkt; (5) Konsolidierung bei den Lieferanten, wie bei Rockwool und Flumroc.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Dachdeckerbetriebs?
Die grössten Risiken sind: (1) Garantieansprüche bei Undichtigkeiten und Wasserschäden; (2) Unfälle in der Höhe; (3) Verlust von Fachkräften; (4) wetterbedingte Verzögerungen; (5) an den Inhaber gebundene Kundenbeziehungen. Die Due Diligence sollte Garantierückstellungen, Sicherheitsbilanz, Altersstruktur und Auftragsbestand prüfen.
▶Wie wirken sich Solaranlagen auf Dachdecker aus?
Auf den Dächern liegen die meisten Solaranlagen, deshalb installieren oder bereiten Dachdecker und Spengler sie oft vor. Der Markt hat sich abgekühlt: 2025 wurden 1 333 MW Solarleistung zugebaut, rund 26% weniger als 2024 (Swissolar). Betriebe, die stark von Solaraufträgen abhängen, spüren den Rückgang am meisten.
▶Wo sind die Schweizer Bedachungsbetriebe angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024: Die Westschweiz hat die meisten Betriebe (631, mit 3 938 Beschäftigten), gefolgt von der Ostschweiz (431; 3 193), Zürich (427; 2 889), Bern und Solothurn (379; 2 579), der Nordwestschweiz (336; 1 888), der Zentralschweiz (333; 2 727) und dem Tessin (86; 542).