1.0Marktüberblick
- +10,5%
- Wachstum der Beschäftigten in Elektroinstallationsbetrieben, den wichtigsten Kunden der Grosshändler, von 2020 (50 691) bis 2024 (55 988), BFS STATENT NOGA 43.21. Das BFS zählt den Grosshandel mit Elektroinstallationsmaterial nicht separat; er ist in NOGA 46.69 mit anderen Ausrüstungsgrosshändlern erfasst.
- 4 940
- Elektroinstallationsbetriebe 2024 mit 55 988 Beschäftigten (BFS STATENT, NOGA 43.21): die Installateure, die bei den Elektrogrosshändlern einkaufen.
- 1 333 MW
- In der Schweiz 2025 zugebaute Solarleistung, rund 26% weniger als 2024; der Verkauf von Modulen sank um 29,3%, jener von Heimspeichern stieg um über 70% (Swissolar, Statistik Sonnenenergie 2025).
- 4 339
- Beschäftigte im Grosshandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten 2024 (BFS STATENT, NOGA 46.52, 386 Einheiten), der einzige Zweig des Elektrogrosshandels, den das BFS eigens zählt.
2.0Branchenüberblick
Elektrogrosshändler beliefern Installateure und Industrie mit Installationsmaterial, Kabeln, Schaltgeräten, Beleuchtung, Solar- und Automationsprodukten. Den Schweizer Markt führen zwei französische Gruppen an. Die Elektro-Material AG (EM), 1913 in Zürich gegründet und Teil von Rexel, beschäftigt rund 750 Mitarbeitende an neun Standorten. Sonepar Suisse mit Sitz in St. Gallen, früher Winterhalter + Fenner, hat über 550 Mitarbeitende an 15 Standorten; seit April 2021 treten ihre regionalen Grosshändler Dysbox, ElectroLAN, Electroplast und Fabbri unter der einheitlichen Marke Sonepar auf. Die Otto Fischer AG in Zürich ist ein grosser unabhängiger Grosshändler, und Distributoren elektronischer Bauteile wie Distrelec (seit 2023 im Besitz der britischen RS Group) beliefern Industrie und Ingenieure.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Unverzichtbares Bindeglied zwischen Herstellern und fast 5 000 Installationsbetrieben
- Schmale Handelsmargen→ §5.0
- Heimspeicher, Wärmepumpen und Ladestationen
- Abkühlung im Solarmarkt nach dem Boom 2022–2024
Elektro- & Elektronikgrosshandel — Vollanalyse freischalten
Markttrends, Kostenstruktur, Schweizer Key Players, Nachfolge-Kontext und regionale Cluster für Elektro- & Elektronikgrosshandel — kostenlos mit Market Pulse, unserem Monatsbrief zu Schweizer Transaktionen.
Inklusive einem Brief pro Monat zu Schweizer Transaktionen. Jederzeit abbestellbar.
Firmenbewertung Elektro- & Elektronikgrosshandel Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 4.0 - 5.5×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 5.0 - 7.5×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Zürich
114 Grosshändler mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten mit 1 439 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT, NOGA 46.52), ein Drittel des Landestotals; EM und Otto Fischer haben ihren Sitz in Zürich, Distrelec in Uster und Demelectric in Geroldswil.
Zentralschweiz
58 Einheiten mit 374 Beschäftigten, viele davon kleine Handelsgesellschaften.
Nordwestschweiz
48 Einheiten mit 693 Beschäftigten.
Westschweiz
46 Einheiten mit 609 Beschäftigten.
Ostschweiz
46 Einheiten mit 491 Beschäftigten; Sonepar Suisse hat ihren Sitz in St. Gallen.
Bern und Solothurn
38 Einheiten mit 647 Beschäftigten, im Schnitt die grössten (17,0 pro Einheit).
Tessin
26 Einheiten mit 80 Beschäftigten.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Elektrogrosshändler in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt den Schweizer Elektrogrosshandel bei 5,0–7,5× EBITDA in Transaktionen und 4,0–5,5× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Spezialisten mit starken Beziehungen zu Installateuren oder einer Nische wie Automation oder Beleuchtung liegen am oberen Ende; allgemeine Händler mit schmalen Margen tiefer.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Elektrogrosshändlers?
Käufer bewerten: (1) Beziehungen zu Installateuren und Industriekunden; (2) Lieferantenverträge und Markenexklusivität; (3) Logistik und Liefergeschwindigkeit; (4) Bruttomarge und Lagerqualität; (5) Spezialwissen in Solar, Speichern, Automation oder Beleuchtung; (6) Nachfolge und Abhängigkeit vom Inhaber.
▶Wie gross ist der Schweizer Elektrogrosshandel?
Eine amtliche Marktzahl gibt es nicht. Das BFS zählt die Kunden — 4 940 Elektroinstallationsbetriebe mit 55 988 Beschäftigten 2024 — und 386 Grosshändler mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten mit 4 339 Beschäftigten; die Grosshändler für Installationsmaterial werden jedoch mit anderen Ausrüstungsgrosshändlern gezählt. Die zwei Marktführer beschäftigen in der Schweiz zusammen rund 1 300 Personen (EM rund 750, Sonepar über 550).
▶Welches sind die wichtigsten Elektrogrosshändler der Schweiz?
Elektro-Material (EM, Rexel-Gruppe, Zürich) und Sonepar Suisse (Sonepar-Gruppe, St. Gallen) führen den Markt an. Otto Fischer (Zürich) ist ein grosser Unabhängiger, Distrelec (Uster, RS Group) vertreibt elektronische Bauteile, und Demelectric (Geroldswil) handelt mit elektrotechnischen Industrieprodukten und stellt sie her.
▶Was sind die wichtigsten Trends im Schweizer Elektrogrosshandel?
Fünf Trends: (1) Der Solarzubau sank 2025 um rund 26%, Heimspeicher legten um über 70% zu; (2) die Beschäftigung bei den Installateuren stieg von 2020 bis 2024 um 10,5%; (3) Sonepar vereinheitlichte 2021 seine Marken und kaufte 2024 die EHS Switzerland; (4) die Elektronikdistribution ging an globale Gruppen, wie Distrelec an die RS Group; (5) weniger Elektronikgrosshändler bei stabiler Beschäftigung.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Elektrogrosshändlers?
Die grössten Risiken sind: (1) schmale Margen und Preisdruck durch die zwei grossen Gruppen; (2) Lager- und Umlaufvermögensrisiko, besonders bei Solarprodukten nach dem Boom; (3) Verlust eines wichtigen Lieferanten; (4) Hersteller und Plattformen verkaufen direkt; (5) an den Inhaber gebundene Kundenbeziehungen. Die Due Diligence sollte das Alter des Lagers, die Lieferantenverträge und die Kundenkonzentration prüfen.
▶Wie wirkt sich die Abkühlung im Solarmarkt auf die Elektrogrosshändler aus?
Solar war bis 2024 die am schnellsten wachsende Produktlinie. 2025 sank der Schweizer Solarzubau um rund 26% auf 1 333 MW und der Modulverkauf um 29,3%, der erste Rückgang seit 2017; das bringt den Grosshändlern tiefere Volumen und Lagerrisiken. Heimspeicher gleichen das teilweise aus, mit über 70% mehr Verkäufen; Swissolar erwartet für 2026 eine Stabilisierung.
▶Wo sind die Schweizer Elektro- und Elektronikgrosshändler angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024 für die Grosshändler mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten: Zürich führt mit 114 Einheiten und 1 439 Beschäftigten, gefolgt von der Zentralschweiz (58; 374), der Nordwestschweiz (48; 693), der Westschweiz (46; 609), der Ostschweiz (46; 491), Bern und Solothurn (38; 647) und dem Tessin (26; 80). EM und Otto Fischer haben ihren Sitz in Zürich, Sonepar Suisse in St. Gallen.