1.0Marktüberblick
- CHF 36,6 Mrd.
- Ertrag aller Schweizer Spitäler und Kliniken, öffentlich und privat, im Jahr 2024: CHF 36,60 Milliarden, 3,6% mehr als im Vorjahr, bei einem Aufwand von CHF 36,95 Milliarden – ein Verlust von CHF 347 Millionen (BFS, Statistik der Spitalbetriebe, 25. November 2025). Die gesamten Gesundheitskosten der Schweiz beliefen sich 2024 auf CHF 97 Milliarden.
- 312
- Spital- und Klinikunternehmen im Jahr 2024: 106 allgemeine Krankenhäuser (NOGA 86.10.01) und 206 Spezialkliniken wie orthopädische, psychiatrische und Rehabilitationskliniken (NOGA 86.10.02), öffentlich und privat (BFS STATENT). Eine Gruppe zählt einmal pro Rechtseinheit; keine amtliche Statistik zählt Privatklinikgruppen.
- 242 226
- Beschäftigte in allgemeinen Krankenhäusern (189 968) und Spezialkliniken (52 258) im Jahr 2024 (BFS STATENT); die Spitalstatistik zählt 189 008 Vollzeitäquivalente in Spitälern, 1,7% mehr als im Vorjahr. Die Beschäftigung in Spezialkliniken ist seit 2011 um 40% gestiegen.
- +3,6%
- Wachstum des Ertrags der Schweizer Spitäler 2024, gegenüber 2,3% beim Aufwand; der Lohnaufwand stieg um 3,0% (CHF +660 Millionen). 62% der öffentlichen Spitäler und 37% der Privatkliniken schrieben einen Verlust (BFS, 25. November 2025).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) ist der Schweizer Gesundheitskliniken (Gruppe)-Markt CHF 36,6 Mrd. gross — Ertrag aller Schweizer Spitäler und Kliniken, öffentlich und privat, im Jahr 2024: CHF 36,60 Milliarden, 3,6% mehr als im Vorjahr, bei einem Aufwand von CHF 36,95 Milliarden – ein Verlust von CHF 347 Millionen (BFS, Statistik der Spitalbetriebe, 25. November 2025). Die gesamten Gesundheitskosten der Schweiz beliefen sich 2024 auf CHF 97 Milliarden..
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 312 Gesundheitskliniken (Gruppe)-Unternehmen — Spital- und Klinikunternehmen im Jahr 2024: 106 allgemeine Krankenhäuser (NOGA 86.10.01) und 206 Spezialkliniken wie orthopädische, psychiatrische und Rehabilitationskliniken (NOGA 86.10.02), öffentlich und privat (BFS STATENT). Eine Gruppe zählt einmal pro Rechtseinheit; keine amtliche Statistik zählt Privatklinikgruppen..
2.0Branchenüberblick
Die Schweizer Spitäler und Kliniken erzielten 2024 laut Bundesamt für Statistik einen Ertrag von CHF 36,60 Milliarden, 3,6% mehr als 2023, bei einem Aufwand von CHF 36,95 Milliarden – ein Gesamtverlust von CHF 347 Millionen, halb so viel wie die CHF 777 Millionen im Jahr 2023. Der Druck ist breit: 62% der öffentlichen Spitäler und 37% der Privatkliniken schrieben einen Verlust, und der Lohnaufwand stieg um CHF 660 Millionen. Die Wirtschaftlichkeit der Privatkliniken beruht auf der Zusatzversicherung. Das BFS zeigt es am Beispiel der Geburt: Eine vaginale Geburt kostete im Schnitt CHF 7 149 und brachte dem Spital bei einer nur grundversicherten Patientin einen Verlust von CHF 1 216, bei einer privat versicherten dagegen einen Gewinn von CHF 845.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Die Zusatzversicherung macht privat und halbprivat versicherte Patienten rentabel, wo Grundversicherte Verluste bringen (BFS)
- Die Branche verlor 2024 insgesamt CHF 347 Millionen, und 37% der Privatkliniken schrieben Verluste (BFS)
- Die Verlagerung in den ambulanten Bereich mit EFAS (ab 2028) und ambulanten Pauschalen (seit 2026)
- Tarifrisiko: TARDOC und ambulante Pauschalen verändern ab 2026 den Umsatz je Fachgebiet
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Firmenbewertung Gesundheitskliniken (Gruppe) Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 6.0 - 8.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 7.5 - 11.5×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Zürich
39 Spezialkliniken mit 11 935 Beschäftigten, der grösste Standort. Hirslanden hat den Sitz in Opfikon; die Schulthess Klinik ist eine der grossen orthopädischen Kliniken Europas; die Kliniken Valens bauen eine Rehaklinik beim Stadtspital Triemli.
Nordwestschweiz
26 Spezialkliniken mit 11 509 Beschäftigten – Basel-Stadt 10 (5 011 Beschäftigte), Aargau 10 (4 983) und Basel-Landschaft 6 (1 515). Swiss Medical Network übernahm 2025 das Spital Zofingen (AG).
Ostschweiz
37 Spezialkliniken mit 10 638 Beschäftigten: St. Gallen 12, Thurgau 10, Graubünden 8 und Appenzell Ausserrhoden 7. Die Kliniken Valens (Pfäfers) führen von hier aus ihr Rehabilitationsnetz.
Bern
26 Spezialkliniken mit 5 956 Beschäftigten. Die Lindenhofgruppe mit den Spitälern Engeried, Lindenhof und Sonnenhof hält rund 17% des stationären Marktes im Kanton.
Genferseeregion
37 Spezialkliniken mit 4 745 Beschäftigten – Waadt 20 (3 621) und Genf 17 (1 124). Hier liegt die Clinique de Genolier, das Flaggschiff von Swiss Medical Network; Hirslanden verbuchte den Grossteil seiner Immobilien-Wertberichtigungen 2024/25 auf Westschweizer Standorten.
Zentralschweiz
Luzern zählt 10 Spezialkliniken mit 3 406 Beschäftigten und Schwyz 6 mit 172; die Spezialkliniken in Zug beschäftigen 1 097 Personen (Anzahl Einheiten vom BFS aus Datenschutzgründen nicht ausgewiesen) – zusammen 4 675 Beschäftigte.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Was ist eine Privatklinik oder Klinikgruppe in der Schweiz wert?
Die Multiplikatoren-Tabelle von ValIndex setzt Schweizer Klinikgruppen bei 7,5–11,5× EBITDA in Transaktionen und 6,0–8,0× EBITDA für steuerliche Bewertungen an – höher als in den meisten Branchen, weil Spitallistenaufträge, spezialisierte Teams und Spitalimmobilien knapp sind. Die Ergebnisse gehen weit auseinander: Swiss Medical Network meldete für 2025 eine EBITDAR-Marge von 15,9%, die Lindenhofgruppe 8,3%, Hirslanden nach Wertberichtigungen einen Verlust. Immobilien werden oft getrennt vom Betrieb bewertet.
▶Welche Faktoren bestimmen den Wert einer Privatklinik?
Käufer bewerten: (1) den Anteil zusatzversicherter Patienten, da Grundversicherte laut BFS oft Verluste bringen, Privatversicherte dagegen Gewinne; (2) Spitallistenaufträge und Versicherungsverträge; (3) die Fähigkeit, Eingriffe mit den neuen Tarifen (2026) und EFAS (2028) ambulant zu erbringen; (4) das medizinische Team und die Belegärzte, die Patienten bringen; (5) Immobilien und Investitionsbedarf. Die Abhängigkeit von wenigen Belegärzten ist ein häufiger Abschlag.
▶Wie viele Spitäler und Kliniken gibt es in der Schweiz?
BFS STATENT zählte 2024 insgesamt 312 Spital- und Klinikunternehmen: 106 allgemeine Krankenhäuser und 206 Spezialkliniken, öffentlich und privat, mit 242 226 Beschäftigten. Eine Gruppe zählt einmal pro Rechtseinheit, und keine amtliche Statistik weist Privatgruppen separat aus. Die Spitalstatistik zeigt für 2024 einen Ertrag von CHF 36,60 Milliarden und 189 008 Vollzeitäquivalente. Zürich hat die meisten Spezialkliniken (39), gefolgt von Bern (26) und der Waadt (20).
▶Wie funktionieren Nachfolge und Konsolidierung bei Schweizer Privatkliniken?
Die meisten Privatkliniken gehören Gruppen, Stiftungen oder gemeinnützigen Gesellschaften, deshalb läuft die Konsolidierung über Gruppentransaktionen statt über Inhaberwechsel: MSC übernimmt Hirslanden (angekündigt im Dezember 2025, Vollzug bis Ende 2026 geplant), und Swiss Medical Network kaufte 2025 das Spital Zofingen und Centromedico. Die Inhabernachfolge ist bei von Ärzten gegründeten Spezialzentren, Operationspraxen und ambulanten Kliniken ein Thema, die Gruppen wegen Patientenfluss und Verträgen übernehmen.
▶Was sind die wichtigsten Trends bei Schweizer Privatkliniken?
Fünf Trends: (1) Die Spitalverluste sanken 2024 auf CHF 347 Millionen, doch 37% der Privatkliniken schrieben Verluste; (2) Hirslanden, mit einem Verlust von CHF 324 Millionen 2024/25, soll von MSC übernommen werden; (3) Swiss Medical Network wuchs 2025 durch Übernahmen um 21,7%; (4) TARDOC und ambulante Pauschalen seit Januar 2026 sowie EFAS ab 2028 verlagern Behandlungen in den ambulanten Bereich; (5) Spezial- und Rehakliniken wachsen – die Beschäftigung in Spezialkliniken liegt 40% über 2011.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf einer Privatklinik?
Die Hauptrisiken sind: (1) Tarife – die ambulanten Tarife 2026 und EFAS verändern den Umsatz je Fachgebiet; (2) ein sinkender Anteil Zusatzversicherter bei steigenden Prämien; (3) Lohnkosten, die schneller steigen als die Tarife (+3,0% im Jahr 2024); (4) Immobilienwerte, wie die Wertberichtigungen von CHF 413 Millionen bei Hirslanden zeigten; (5) Spitallisten- und Planungsentscheide der Kantone. Die Due Diligence sollte den Fallmix nach Versicherungsklasse, das Tarifrisiko, die Immobilien und das Personal prüfen.
▶Wie sieht die typische Kostenstruktur einer Schweizer Privatklinik aus?
Das Personal ist der grösste Kostenblock einer Klinik – indikativ rund 62% des Umsatzes –, gefolgt von medizinischem Material und Ausrüstung (rund 15%), Gebäuden (8%), IT (4%) und übrigen Kosten (3%); es bleibt eine EBITDA-Marge von rund 8%. Diese Anteile sind indikativ, nicht gemessen. Veröffentlichte Ergebnisse zeigen die Spannweite: Die Lindenhofgruppe meldete für 2025 eine EBITDAR-Marge von 8,3%, Swiss Medical Network 15,9%, während der Lohnaufwand der Spitäler 2024 um 3,0% stieg (BFS).
▶Wo liegen die wichtigsten Privatklinik-Standorte der Schweiz?
Zürich ist mit 39 Spezialkliniken und 11 935 Beschäftigten der grösste Standort, mit dem Hauptsitz von Hirslanden und der Schulthess Klinik. Die Nordwestschweiz (Basel und Aargau) zählt 11 509 Beschäftigte in Spezialkliniken, die Ostschweiz 10 638, angeführt vom Rehabilitationsnetz der Kliniken Valens. In Bern (26 Kliniken) sitzt die Lindenhofgruppe, in der Genferseeregion (37 Kliniken) liegt die Clinique de Genolier von Swiss Medical Network (BFS STATENT 2024).