1.0Marktüberblick
- 1 526
- Reisebüros (915) und Reiseveranstalter (611) 2024 (BFS STATENT, NOGA 79.11–79.12). Bergbahnen zählt das BFS zum Personenlandverkehr; sie sind nicht enthalten.
- 11 073
- Beschäftigte der Schweizer Reisebüros und Reiseveranstalter 2024 (BFS STATENT), 11,2% mehr als 2020, bei fast unveränderter Zahl der Firmen (1 538 im Jahr 2020).
- +2,6%
- Wachstum der Hotellogiernächte 2025 auf den dritten Rekord in Folge von 43,9 Mio. (BFS, Februar 2026); Ferienwohnungen, Campingplätze und Gruppenunterkünfte kamen auf weitere 18,1 Mio. Nächte (+4,7%).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 1 526 Reiseveranstalter & Tourismus-Unternehmen — Reisebüros (915) und Reiseveranstalter (611) 2024 (BFS STATENT, NOGA 79.11–79.12). Bergbahnen zählt das BFS zum Personenlandverkehr; sie sind nicht enthalten..
2.0Branchenüberblick
Schweizer Tourismusanbieter umfassen zwei sehr verschiedene Geschäfte: die Bergbahnen, denen die bekanntesten Ausflugsgipfel des Landes gehören, und die Reisebranche, die Ferien an Schweizer Kundinnen und Kunden verkauft. Das BFS zählte 2024 1 526 Reisebüros und Reiseveranstalter mit 11 073 Beschäftigten (STATENT), 11,2% mehr Personal als 2020 bei fast gleich vielen Firmen. Bergbahnen zählen zum Landverkehr und werden hier über ihre publizierten Ergebnisse beschrieben. Die Nachfrage ist auf Rekordniveau: Die Schweizer Hotels verzeichneten 2025 43,9 Mio. Logiernächte (+2,6%), den dritten Rekord in Folge, und die übrigen Unterkünfte weitere 18,1 Mio. (+4,7%).
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Rekordnachfrage (43,9 Mio. Hotelnächte 2025)
- Hoher Reinvestitionsbedarf der Bahnen
- Ganzjährige Bergattraktionen
- Kürzere, unsichere Schneesaisons
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Firmenbewertung Reiseveranstalter & Tourismus Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 2.5 - 4.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 3.5 - 5.5×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Westschweiz
379 Reisebüros und Reiseveranstalter mit 2 342 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), am meisten Firmen aller Regionen; die Zermatt Bergbahnen haben hier ihren Sitz.
Zürich
332 Firmen mit 4 358 Beschäftigten, 39% des Totals und die grössten Firmen im Schnitt (13,1 je Firma); DERTOUR Suisse und TUI Suisse haben hier ihren Sitz.
Ostschweiz
176 Firmen mit 900 Beschäftigten.
Bern und Solothurn
168 Firmen mit 820 Beschäftigten; die Jungfraubahn (Interlaken) und die Schilthornbahn (Lauterbrunnen) haben hier ihren Sitz.
Zentralschweiz
168 Firmen mit 1 078 Beschäftigten; die Titlisbahnen (Wolfenschiessen) und die Pilatus-Bahnen (Alpnach) haben hier ihren Sitz.
Nordwestschweiz
162 Firmen mit 1 049 Beschäftigten; Knecht Reisen hat seinen Sitz in Windisch.
Tessin
121 Firmen mit 520 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (4,3 je Firma).
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Tourismusanbieter in der Schweiz wert?
Die Multiplikatorentabelle von ValIndex setzt Schweizer Tourismusanbieter bei 3,5–5,5× EBITDA in Transaktionen und 2,5–4,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Bergbahnen und Reisebüros unterscheiden sich stark bei Marge und Kapitalbedarf, deshalb bewerten Käufer sie nach unterschiedlichen Kriterien.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Tourismusunternehmens?
Käufer bewerten: (1) bei Bahnen den Standort, die Konzessionen und den Reinvestitionsbedarf; (2) bei Reisefirmen den Kundenstamm und das Spezialangebot; (3) die Marge; (4) die Abhängigkeit von Wetter und Saison; (5) die Abhängigkeit vom Inhaber; (6) Buchungskanäle und IT.
▶Wie gross ist die Schweizer Reisebranche?
Das BFS zählte 2024 1 526 Reisebüros und Reiseveranstalter mit 11 073 Beschäftigten. Bergbahnen werden separat beim Landverkehr gezählt; die grösste, die Jungfraubahn-Gruppe, erzielte 2025 einen Ertrag von CHF 305,7 Mio.
▶Wer sind die wichtigsten Schweizer Tourismusanbieter?
Führende Bergbahnen sind die Jungfraubahn (Interlaken), die Zermatt Bergbahnen, die Titlisbahnen (Wolfenschiessen), die Pilatus-Bahnen (Alpnach) und die Schilthornbahn (Lauterbrunnen). In der Reisebranche gehören DERTOUR Suisse (die 2025 Hotelplan übernahm), TUI Suisse und Knecht Reisen zu den grössten.
▶Was sind die wichtigsten Trends im Schweizer Tourismus?
Fünf Trends: (1) der dritte Rekord in Folge bei den Hotelnächten; (2) Bergbahnergebnisse nahe am Rekord; (3) grosse neue Investitionen wie der Titlis Tower; (4) Fusionen von Reiseveranstaltern; (5) Zusammenführung regionaler Reisebüros.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Schweizer Tourismusunternehmens?
Die Hauptrisiken sind: (1) Schnee und Wetter; (2) hoher Reinvestitionsbedarf und Konzessionsbedingungen bei Bahnen; (3) dünne Margen und Online-Konkurrenz bei Reisebüros; (4) Reiseschocks und der Franken; (5) Abhängigkeit vom Inhaber. Die Due Diligence sollte Konzessionen, Investitionsplan, Buchungen und Lieferantenverträge prüfen.
▶Wächst die touristische Nachfrage in der Schweiz?
Ja. Die Schweizer Hotels verzeichneten 2025 den dritten Rekord in Folge mit 43,9 Mio. Logiernächten (+2,6%); Zermatt erreichte einen Besucherrekord auf dem Klein Matterhorn, und der Titlis beförderte 4,3% mehr Gäste.
▶Wo sind die Schweizer Reisefirmen angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024 hat die Westschweiz am meisten Reisebüros und Reiseveranstalter (379, mit 2 342 Beschäftigten), gefolgt von Zürich (332; 4 358), der Ostschweiz (176; 900), Bern und Solothurn (168; 820), der Zentralschweiz (168; 1 078), der Nordwestschweiz (162; 1 049) und dem Tessin (121; 520).