1.0Marktüberblick
- 764
- Unternehmen der privaten Wach- und Sicherheitsdienste (NOGA 80.10, 605) und der Sicherheitsdienste mithilfe von Überwachungs- und Alarmsystemen (NOGA 80.20, 159) 2024, BFS STATENT. Installateure von Sicherheitstechnik und Schlüsseldienste sind anders klassiert.
- 26 046
- Beschäftigte 2024 (18 593 Vollzeitäquivalente), BFS STATENT; davon 24 666 in Bewachung und Patrouillen. Viele Sicherheitsleute arbeiten Teilzeit oder im Stundenlohn.
- +2,9%
- Beschäftigungswachstum 2024 (25 323 auf 26 046), BFS STATENT. Seit 2020 ist die Beschäftigung um 12,3% gewachsen, seit 2011 um 43%.
- 16 000+
- Mitarbeitende der Schweizer Securitas Gruppe – Securitas AG, Securiton und weitere Gesellschaften – in der Schweiz und im Ausland; die Gruppe hat seit 2016 zehn Schweizer Firmen gekauft.
- 53 000+
- Von Certas überwachte Alarmanlagen – die Alarmempfangsgesellschaft von Siemens Schweiz und der Securitas Gruppe, mit drei zertifizierten Zentralen.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 764 Sicherheitsdienste & Überwachung-Unternehmen — Unternehmen der privaten Wach- und Sicherheitsdienste (NOGA 80.10, 605) und der Sicherheitsdienste mithilfe von Überwachungs- und Alarmsystemen (NOGA 80.20, 159) 2024, BFS STATENT. Installateure von Sicherheitstechnik und Schlüsseldienste sind anders klassiert..
2.0Branchenüberblick
Die private Sicherheit umfasst in der Schweiz Bewachung, Patrouillen, Event- und Verkehrsdienste, Empfang und Alarmintervention. Das BFS zählt 2024 764 Unternehmen mit 26 046 Beschäftigten (STATENT): 605 Wach- und Patrouillenunternehmen mit 24 666 Beschäftigten und 159 Sicherheitssystem-Dienstleister – meist Alarmüberwachung – mit 1 380. Die Beschäftigung ist seit 2011 um 43% und seit 2020 um 12,3% gewachsen, schneller als die Gesamtwirtschaft. Nur 20% der Beschäftigten sind Frauen, und die Vollzeitäquivalente machen 71% der Beschäftigten aus: Viel Arbeit erfolgt Teilzeit oder im Stundenlohn. Den Umsatz der Branche veröffentlicht das BFS nicht.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Wachsende Nachfrage: Beschäftigung seit 2020 +12,3%
- Personalintensiv: Personal ist mit Abstand der grösste Kostenblock→ §5.0
- Kombination von Personal und Technik: Alarmüberwachung, Video, Robotik
- Lohnerhöhungen, die in Ausschreibungen nicht bezahlt werden
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Firmenbewertung Sicherheitsdienste & Überwachung Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 4.5 - 6.5×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 6.0 - 9.0×
- Markttrend
- Steigend
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Bern und Solothurn
98 Unternehmen mit 9 542 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT, NOGA 80.10 und 80.20) – 37% der Branche. Die 9 229 Beschäftigten in Bern spiegeln grösstenteils die nationale Belegschaft der in Bern eingetragenen Securitas AG.
Westschweiz
219 Unternehmen – die meisten aller Regionen – mit 8 116 Beschäftigten; die Waadt (4 919) enthält die Belegschaft von Protectas, Genf zählt 1 839.
Zürich
142 Unternehmen mit 2 672 Beschäftigten; Certas und die familiengeführte Wache AG sind hier eingetragen.
Nordwestschweiz
80 Unternehmen mit 2 256 Beschäftigten; Basel-Stadt zählt 1 337.
Ostschweiz
81 Unternehmen mit 1 786 Beschäftigten.
Zentralschweiz
78 Unternehmen mit 994 Beschäftigten.
Tessin
43 Unternehmen mit 660 Beschäftigten.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Sicherheitsunternehmen in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Schweizer Sicherheitsdienstleister bei 6,0–9,0× EBITDA in Transaktionen und 4,5–6,5× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Firmen mit langen Verträgen, breiter Kundenbasis und Alarmintervention oder Technik liegen am oberen Ende; kleine Event- oder Baustellenbewacher, die am Inhaber hängen, tiefer.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Sicherheitsunternehmens?
Käufer bewerten: (1) Vertragsdauer und Verlängerungsquoten; (2) die Kundenstreuung; (3) Bewilligungen und ausgebildetes Personal; (4) die Fähigkeit, Lohnerhöhungen weiterzugeben; (5) Technik wie Alarmüberwachung; (6) die Rolle des Inhabers in den Kundenbeziehungen.
▶Wie gross ist die Schweizer private Sicherheitsbranche?
BFS STATENT zählt 2024 764 Unternehmen und 26 046 Beschäftigte in privaten Wach- und Sicherheitsdiensten und Sicherheitssystem-Diensten (18 593 Vollzeitäquivalente). Die Beschäftigung wuchs 2024 um 2,9% und seit 2020 um 12,3%. Den Umsatz der Branche veröffentlicht das BFS nicht.
▶Welches sind die wichtigsten Sicherheitsunternehmen der Schweiz?
Die grössten sind die Securitas AG (Schweizer Securitas Gruppe, mehr als 16 000 Mitarbeitende), Protectas (Teil der schwedischen Securitas AB), Securiton (Alarmtechnik, Securitas Gruppe) und Certas (Alarmempfang, Siemens Schweiz und Securitas Gruppe). Darunter gibt es Hunderte kleinerer regionaler Firmen.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer privaten Sicherheit?
Fünf Trends: (1) Konsolidierung durch die Schweizer Securitas Gruppe; (2) der GAV wurde im Dezember 2025 mit 2% höheren Mindeststundenlöhnen verlängert; (3) die Beschäftigung stieg von 2020 bis 2024 um 12,3%; (4) Personal wird mit Technik und Alarmzentralen kombiniert; (5) viele kleine bewilligte Firmen.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Sicherheitsunternehmens?
Die grössten Risiken sind: (1) dünne Margen und Lohnerhöhungen, die Kunden nicht bezahlen; (2) Abhängigkeit von wenigen grossen Verträgen; (3) Personalmangel und Fluktuation; (4) Vorfälle und Haftung; (5) je nach Kanton unterschiedliche Bewilligungspflichten. Die Due Diligence sollte Vertragsbedingungen, Preisanpassungsklauseln und die Einhaltung des GAV prüfen.
▶Was ist der Unterschied zwischen Securitas und Protectas?
Es sind verschiedene Unternehmen. Die Securitas AG, 1907 in Bern gegründet, gehört zur unabhängigen Schweizer Securitas Gruppe. Protectas, 1976 in Lausanne gegründet, gehört seit 1992 zur schwedischen Securitas AB, dem weltgrössten Sicherheitsunternehmen.
▶Wo sind die Schweizer Sicherheitsunternehmen angesiedelt?
Die Beschäftigung konzentriert sich dort, wo die nationalen Gruppen eingetragen sind: Bern und Solothurn (9 542 Beschäftigte 2024) und die Westschweiz (8 116), gefolgt von Zürich (2 672), der Nordwestschweiz (2 256), der Ostschweiz (1 786), der Zentralschweiz (994) und dem Tessin (660).