1.0Marktüberblick
- 220,5 Mio. Stunden
- Dem SECO gemeldete Einsatzstunden von Temporärarbeitenden im Jahr 2024: 220 456 871, 1,4% weniger als 2023 (223,6 Millionen) und 5,1% weniger als 2022 (232,3 Millionen). Keine amtliche Statistik misst den Umsatz der Branche in Franken; die Einsatzstunden sind das amtliche Mass für das Volumen.
- 7 308
- Ende 2024 vom SECO und den Kantonen bewilligte Betriebe für private Arbeitsvermittlung oder Personalverleih: 2 807 reine Vermittlungsbetriebe, 155 Musiker-, Artisten- und Modellagenturen, 2 131 reine Verleihbetriebe und 2 215 gemischte Betriebe. 4 346 davon dürfen Personal verleihen. BFS STATENT zählt 2 187 Unternehmen mit Haupttätigkeit Vermittlung oder Überlassung von Arbeitskräften (NOGA 78).
- 420 973
- Im Jahr 2024 verliehene Personen (SECO), 4,7% weniger als 2023 (441 699); 69,3% waren Ausländerinnen und Ausländer. Im Durchschnitt arbeitete jede Person 524 Stunden im Jahr. STATENT zählte zum Stichtag 2024 insgesamt 127 145 Beschäftigte in Temporärunternehmen (NOGA 78.20).
- +1,5%
- Veränderung der temporären Einsatzstunden im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 (swissstaffing, Swiss Staffingindex, 29. Juli 2026) – das erste positive Halbjahr nach drei Jahren Rückgang (−5,8% 2023, −4,7% 2024, −7,1% 2025). Der Umsatz der Festvermittlung sank um weitere 19,4%.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) ist der Schweizer Personalvermittlung & Rekrutierung-Markt 220,5 Mio. Stunden gross — Dem SECO gemeldete Einsatzstunden von Temporärarbeitenden im Jahr 2024: 220 456 871, 1,4% weniger als 2023 (223,6 Millionen) und 5,1% weniger als 2022 (232,3 Millionen). Keine amtliche Statistik misst den Umsatz der Branche in Franken; die Einsatzstunden sind das amtliche Mass für das Volumen..
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 7 308 Personalvermittlung & Rekrutierung-Unternehmen — Ende 2024 vom SECO und den Kantonen bewilligte Betriebe für private Arbeitsvermittlung oder Personalverleih: 2 807 reine Vermittlungsbetriebe, 155 Musiker-, Artisten- und Modellagenturen, 2 131 reine Verleihbetriebe und 2 215 gemischte Betriebe. 4 346 davon dürfen Personal verleihen. BFS STATENT zählt 2 187 Unternehmen mit Haupttätigkeit Vermittlung oder Überlassung von Arbeitskräften (NOGA 78)..
2.0Branchenüberblick
Im Jahr 2024 arbeiteten in der Schweiz 420 973 Personen als von einem Personaldienstleister verliehene Temporärarbeitende. Das zeigt die Statistik des SECO, des Staatssekretariats für Wirtschaft, das die Branche nach dem Arbeitsvermittlungsgesetz (AVG) bewilligt. Zusammen leisteten sie 220,5 Millionen Einsatzstunden – im Schnitt 524 Stunden pro Person, die meisten Einsätze sind also kurz. 69,3% der Temporärarbeitenden waren Ausländerinnen und Ausländer; die Branche ist damit ein wichtiger Einstieg in den Schweizer Arbeitsmarkt. Private Vermittler vermittelten zudem 87 140 Festanstellungen, 82,3% aller dem SECO gemeldeten Vermittlungen.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Ein grosser, bewilligter Markt: 420 973 Temporärarbeitende und 220,5 Millionen Einsatzstunden im Jahr 2024 (SECO)
- Dünne Margen – die Adecco Group meldete für 2025 eine EBITA-Marge von 3,0% ohne Einmaleffekte→ §5.0
- Konsolidierung kleiner Betriebe, deren Gründer in Pension gehen – Flexsis übernahm im Juni 2026 die 30-jährige Tempro Personal
- Ein weiterer Einbruch in der Exportindustrie, wie 2025 mit den US-Zöllen
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Firmenbewertung Personalvermittlung & Rekrutierung Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 4.0 - 6.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 5.5 - 8.0×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Zürich
580 Personaldienstleister (STATENT 2024), 25,3% aller Einsatzstunden (55,8 Millionen) und 111 316 Temporärarbeitende (SECO). Darin enthalten sind 13,3 Millionen Stunden eines einzigen Betriebs, der ausländisches Personal im Ausland verleiht. Sitz von Adecco Group, Randstad, Hays und Coople.
Genferseeregion
49,9 Millionen Einsatzstunden (22,6%) und 92 743 Temporärarbeitende im Jahr 2024. Hier sind die Schweizer Betriebsgesellschaft von Adecco (Lausanne), Manpower (Morges) und die Interiman Group (Renens) eingetragen. 83,6% der Temporärarbeitenden in Genf sind Ausländerinnen und Ausländer.
Nordwestschweiz
29,0 Millionen Einsatzstunden (13,2%) und 51 542 Temporärarbeitende: Aargau 11,8 Millionen Stunden, Basel-Stadt 12,6 Millionen, Basel-Landschaft 4,7 Millionen. Pharma, Chemie und Logistik treiben die Nachfrage.
Bern und Mittelland
23,4 Millionen Einsatzstunden (10,6%) und 46 577 Temporärarbeitende, angeführt von Bern mit 13,2 Millionen Stunden. Die 2026 von Flexsis übernommene Tempro Personal wurde in Steffisburg (BE) gegründet.
Zentralschweiz
23,0 Millionen Einsatzstunden (10,4%) und 38 910 Temporärarbeitende. Allein Zug zählt 208 Personaldienstleister – mehr als Bern oder die Waadt –, was eher Firmensitze als die lokale Nachfrage widerspiegelt.
Ostschweiz und Tessin
Auf die Ostschweiz entfallen 15,6 Millionen Einsatzstunden und 32 193 Temporärarbeitende, auf das Tessin 7,4 Millionen Stunden und 15 104 Temporärarbeitende, davon 89,3% Ausländerinnen und Ausländer – der höchste Anteil im Land.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Was ist ein Personaldienstleister oder Temporärbüro in der Schweiz wert?
Die Multiplikatoren-Tabelle von ValIndex setzt Schweizer Personaldienstleister bei 5,5–8,0× EBITDA in Transaktionen und 4,0–6,0× EBITDA für steuerliche Bewertungen an. Die Margen sind dünn – die Adecco Group meldete für 2025 eine EBITA-Marge von 3,0% ohne Einmaleffekte –, kleine Unterschiede in der Ertragsqualität bewegen den Wert deshalb stark. Spezialisierte Personalberater (Gesundheitswesen, IT, Ingenieurwesen) mit höheren Bruttomargen liegen am oberen Ende, generalistische Temporärbüros mit wenigen Industriekunden am unteren.
▶Welche Faktoren bestimmen den Wert eines Personaldienstleisters?
Käufer prüfen: (1) die Kundenkonzentration und den Anteil an Rahmenverträgen; (2) die Spezialisierung, da Gesundheitswesen, Bau und technische Berufe gefragt bleiben; (3) den Pool verfügbarer Arbeitskräfte und die Beziehungen der Personalberater; (4) die Einhaltung der AVG-Bewilligung, des GAV Personalverleih und der Sozialversicherungsregeln; (5) wie sich die Erträge im Abschwung 2023–2025 gehalten haben. Die Abhängigkeit von den Kundenbeziehungen des Gründers ist der häufigste Abschlag.
▶Wie viele Personaldienstleister gibt es in der Schweiz?
Das SECO zählte Ende 2024 insgesamt 7 308 bewilligte Vermittlungs- und Verleihbetriebe: 2 807 reine Vermittlungsbetriebe, 155 Musiker-, Artisten- und Modellagenturen, 2 131 reine Verleihbetriebe und 2 215 gemischte Betriebe. BFS STATENT zählt 2 187 Unternehmen mit Haupttätigkeit Personaldienstleistung (NOGA 78) mit 132 878 Beschäftigten, einschliesslich der Temporärarbeitenden auf ihrer Lohnliste. 2024 verliehen die Betriebe 420 973 Personen.
▶Wie funktioniert die Nachfolge bei Schweizer Personaldienstleistern?
Die meisten Personaldienstleister sind klein und gründergeführt: STATENT zeigt rund tausend reine Vermittlungsunternehmen mit durchschnittlich drei Vollzeitstellen. Viele wurden in den 1990er- und 2000er-Jahren gegründet und stehen nun vor der Nachfolge. Der übliche Ausstieg ist der Verkauf an ein nationales Netz – Flexsis, Teil der Interiman Group, übernahm im Juni 2026 die 1995 gegründete Tempro Personal von ihren Gründern. Käufer zahlen für Kundenbeziehungen, Spezialisierung und das lokale Team.
▶Was sind die wichtigsten Trends bei Schweizer Personaldienstleistern?
Fünf Trends: (1) Die temporären Einsatzstunden sanken drei Jahre in Folge (−5,8% 2023, −4,7% 2024, −7,1% 2025) und stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 1,5%; (2) der Umsatz der Festvermittlung sinkt weiter (−19,4% im ersten Halbjahr 2026); (3) nationale Netze kaufen regionale Betriebe, wie Flexsis mit Tempro Personal; (4) 79% der Temporärfirmen setzen KI in mindestens einem Prozess ein; (5) Ausländerinnen und Ausländer stellen 69,3% der Temporärarbeitenden (SECO).
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Personaldienstleisters?
Die Hauptrisiken sind: (1) zyklische Nachfrage – die Exportindustrie baut Temporärpersonal zuerst ab; (2) Kundenkonzentration; (3) der anhaltende Rückgang der Festvermittlung; (4) regulatorische und politische Risiken rund um den Personalverleih und die Personenfreizügigkeit; (5) dünne Margen mit wenig Spielraum für Fehler. Die Due Diligence sollte Kunden- und Branchenmix, Bewilligungen, die Einhaltung des GAV und die Stabilität der Erträge 2023–2025 prüfen.
▶Wie sieht die typische Kostenstruktur eines Schweizer Personaldienstleisters aus?
Löhne und Sozialabgaben der Temporärarbeitenden beanspruchen rund 80% des Umsatzes, das interne Personal (Personalberater, Management) rund 11%, Compliance, Versicherungen und Administration 3%, Technologie 2% und Marketing 1%; es bleibt eine EBITDA-Marge von rund 3%. Diese Anteile sind indikativ und auf die 2025 veröffentlichte Bruttomarge der Adecco Group von 19,2% und ihre EBITA-Marge von 3,0% abgestimmt. Spezialisierte Personalberater arbeiten mit höheren Bruttomargen.
▶Wo liegen die wichtigsten Standorte der Personaldienstleister in der Schweiz?
Zürich ist mit 580 Personaldienstleistern und 25,3% aller Einsatzstunden 2024 (55,8 Millionen) der grösste Standort. Es folgt die Genferseeregion mit 49,9 Millionen Stunden – hier sind die Schweizer Betriebsgesellschaft von Adecco, Manpower und die Interiman Group eingetragen. Die Nordwestschweiz zählt 29,0 Millionen Stunden, Bern und das Mittelland 23,4 Millionen und die Zentralschweiz 23,0 Millionen; in Zug sind 208 Personaldienstleister eingetragen (SECO, BFS STATENT).