BRANCHENREPORT — OKTOBER 2026
Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|Aktualisiert |8 Quellen zitiert
Bau & Infrastruktur

Sanitaerinstallation & Rohrleitungsbau

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor sanitaerinstallation & rohrleitungsbau 4 687 Unternehmen, 31 329 Mitarbeitende. (Daten per 2026-10.) Wachstum +0,7%. Transaktionen in der Branche werden typischerweise mit 4–6.5× EBITDA bewertet. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Wichtigste Erkenntnisse
  • •Deal-Multiplikatoren: 4.0 - 6.5× EBITDA (Trend: stabil)
  • •Wachstumsrate: +0,7%
  • •Aktive Unternehmen: 4 687
  • •Top-Trend: Stabile Beschäftigung, mehr Betriebe

1.0Marktüberblick

4 687
Sanitärinstallationsbetriebe 2024 (BFS STATENT: 944 Sanitärinstallateure, 812 Betriebe für Sanitär und Spenglerei und 2 931 für Sanitär und Heizung, NOGA 43.22.01–03).
31 329
Beschäftigte in der Sanitärinstallation 2024 (BFS STATENT), 28 448 Vollzeitäquivalente; 20 400 davon arbeiten in Betrieben für Sanitär und Heizung.
+0,7%
Wachstum der Beschäftigten von 2020 (31 104) bis 2024 (31 329), BFS STATENT; 2024 lag 0,5% unter 2023. Die Zahl der Betriebe stieg im selben Zeitraum um 2,3%.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 4 687 Sanitaerinstallation & Rohrleitungsbau-Unternehmen — Sanitärinstallationsbetriebe 2024 (BFS STATENT: 944 Sanitärinstallateure, 812 Betriebe für Sanitär und Spenglerei und 2 931 für Sanitär und Heizung, NOGA 43.22.01–03)..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Sanitärinstallateure erstellen und unterhalten die Wasser-, Abwasser- und Sanitäranlagen der Schweizer Gebäude — Leitungen, Bäder, Küchen, Trinkwasserinstallationen — und die meisten installieren auch Heizungen. 2024 zählte das BFS 4 687 Sanitärbetriebe mit 31 329 Beschäftigten (STATENT). Die mit Abstand grösste Gruppe, 2 931 Betriebe mit 20 400 Beschäftigten, verbindet Sanitär und Heizung; 944 Betriebe machen nur Sanitärarbeiten und 812 verbinden sie mit Spenglerei. Die Beschäftigung ist seit 2020 stabil (+0,7%), während die Zahl der Betriebe um 2,3% wuchs; die Betriebe werden im Schnitt leicht kleiner (6,1 Beschäftigte).

3.0Branchen-Check (SWOT)

Grösste ChanceHeizungsersatz
Interne Faktoren
Stärken4
  • Unverzichtbare, regulierte Arbeit an Wasser- und Heizanlagen
Schwächen4
  • Stagnierende Beschäftigung seit 2020 und Mangel an Installateuren
Externe Faktoren
Chancen4
  • Heizungsersatz: ein Drittel der Wohngebäude heizt noch mit Öl→ §4.0
Risiken4
  • Mangel an Fachkräften und Lernenden
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
Market Pulse

Sanitaerinstallation & Rohrleitungsbau — Vollanalyse freischalten

Markttrends, Kostenstruktur, Schweizer Key Players, Nachfolge-Kontext und regionale Cluster für Sanitaerinstallation & Rohrleitungsbau — kostenlos mit Market Pulse, unserem Monatsbrief zu Schweizer Transaktionen.

Inklusive einem Brief pro Monat zu Schweizer Transaktionen. Jederzeit abbestellbar.

Bewertungsüberblick

Firmenbewertung Sanitaerinstallation & Rohrleitungsbau Schweiz

Deal-Multiplikator (EBITDA)
4.0 - 6.5×
Markttrend
Stabil

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

8.0Regionale Cluster

Westschweiz

VDGEFRVSNEJU

1 324 Sanitärbetriebe mit 9 067 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), die meisten aller Regionen.

Bern und Solothurn

BESO

687 Betriebe mit 4 370 Beschäftigten; Sanitas Troesch hat ihren Sitz in Bern, Nussbaum in Olten.

Ostschweiz

SGTGGRSHARAIGL

672 Betriebe mit 4 398 Beschäftigten; Geberit (Rapperswil-Jona) und Hälg & Co. (St. Gallen) haben ihren Sitz im Kanton St. Gallen.

Nordwestschweiz

AGBLBS

645 Betriebe mit 3 891 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (6,0 pro Betrieb).

Zürich

ZH

621 Betriebe mit 4 516 Beschäftigten; Meier Tobler hat ihren Sitz in Schwerzenbach.

Zentralschweiz

LUSZZGOWURNW

427 Betriebe mit 3 262 Beschäftigten, im Schnitt die grössten (7,6 pro Betrieb).

Tessin

TI

299 Betriebe mit 1 825 Beschäftigten.

Quellen

Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|8 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

▶Wie viel ist ein Sanitärunternehmen in der Schweiz wert?

Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt das Schweizer Sanitärgewerbe bei 4,0–6,5× EBITDA in Transaktionen und 3,0–4,5× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Betriebe mit Serviceverträgen, Kaderteam und Heizungs-Know-how liegen am oberen Ende; kleine, vom Inhaber abhängige Betriebe tiefer.

▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Sanitärbetriebs?

Käufer bewerten: (1) wiederkehrende Service- und Wartungsumsätze; (2) Zahl und Alter der qualifizierten Installateure; (3) ob der Betrieb auch Heizungen installiert; (4) den Kundenmix aus Verwaltungen, Privaten und Generalunternehmen; (5) den Auftragsbestand; (6) die Abhängigkeit vom Inhaber.

▶Wie gross ist das Schweizer Sanitärgewerbe?

2024 zählte das BFS 4 687 Sanitärbetriebe mit 31 329 Beschäftigten (28 448 Vollzeitäquivalente). 2 931 davon, mit 20 400 Beschäftigten, verbinden Sanitär und Heizung. Die Beschäftigung liegt 0,7% über 2020.

▶Welches sind die wichtigsten Unternehmen der Schweizer Sanitärtechnik?

Zu den Lieferanten gehören Geberit (Rapperswil-Jona), R. Nussbaum (Olten), der Grosshändler Meier Tobler (Schwerzenbach) und der Badhändler Sanitas Troesch (Bern). Unter den Installateuren ist Hälg & Co. (St. Gallen) durch Übernahmen regionaler Sanitär- und Heizungsbetriebe gewachsen.

▶Was sind die wichtigsten Trends im Schweizer Sanitärgewerbe?

Fünf Trends: (1) stabile Beschäftigung bei mehr Betrieben; (2) wachsende Renovation, mit 3,5% höheren Bauinvestitionen 2025; (3) Heizungsersatz, mit 20 097 geförderten Ersätzen 2025; (4) verhaltenes Wachstum der Schweizer Lieferanten; (5) regionale Installateurgruppen, die Betriebe kaufen.

▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Sanitärbetriebs?

Die grössten Risiken sind: (1) Verlust wichtiger Installateure; (2) an den Inhaber gebundene Kundenbeziehungen; (3) Garantieansprüche bei Wasserschäden; (4) Abhängigkeit von wenigen Generalunternehmen; (5) Änderungen bei Heizungs-Fördergeldern. Die Due Diligence sollte Serviceverträge, Altersstruktur, Garantierückstellungen und Auftragsbestand prüfen.

▶Wie wirkt sich der Heizungsersatz auf Schweizer Sanitärbetriebe aus?

Betriebe für Sanitär und Heizung ersetzen Öl- und Gasheizungen durch Wärmepumpen. Ende 2025 wurde ein Drittel der 1,8 Mio. Wohngebäude noch mit Öl und 17% mit Gas beheizt, und das Gebäudeprogramm förderte 2025 20 097 Ersätze, 82% durch Wärmepumpen. Das gibt Betrieben, die beides anbieten, stetige Arbeit.

▶Wo sind die Schweizer Sanitärbetriebe angesiedelt?

Gemäss BFS-Zahlen 2024: Die Westschweiz hat die meisten Betriebe (1 324, mit 9 067 Beschäftigten), gefolgt von Bern und Solothurn (687; 4 370), der Ostschweiz (672; 4 398), der Nordwestschweiz (645; 3 891), Zürich (621; 4 516), der Zentralschweiz (427; 3 262) und dem Tessin (299; 1 825).

Market Pulse

Die Schweizer Deals in Sanitaerinstallation & Rohrleitungsbau — einmal im Monat

Market Pulse: Schweizer KMU-Transaktionen, Nachfolgesignale und relevante Konkurse aus Handelsregister und Presse, einmal im Monat. Kostenlos.

Inklusive einem Brief pro Monat zu Schweizer Transaktionen. Jederzeit abbestellbar.