1.0Marktüberblick
- +150%
- Ungefähres Wachstum des in Schweizer ICT-Start-ups investierten Risikokapitals 2025 («fast 150%»), bei insgesamt CHF 2,9 Mrd. für alle Start-ups (+23,9%). Im ersten Halbjahr 2026 sank das gesamte Risikokapital um 15,5%, und die ICT-Finanzierungen stagnierten auf tiefem Niveau.
- 242
- Softwareverlage (NOGA 58.29) mit 1 692 Beschäftigten 2024, nach 48 im Jahr 2022; die meisten Schweizer Softwarefirmen werden unter Programmierung gezählt (62.01: 10 568 Betriebe, 68 126 Beschäftigte) (BFS STATENT).
- CHF 1,25 Mrd.
- Risikokapital für Schweizer Start-ups im ersten Halbjahr 2026, 15,5% weniger als ein Jahr zuvor; die ICT-Finanzierungen blieben «auf tiefem Niveau» (Swiss Venture Capital Report, Update Juli 2026).
- USD 3 Mrd.
- Ungefähre Bewertung von Nexthink bei der im Oktober 2025 vereinbarten Mehrheitsbeteiligung von Vista Equity Partners, der grösste Schweizer Softwaredeal der Periode (Leaders League).
2.0Branchenüberblick
Software-as-a-Service-Firmen haben keine eigene statistische Klasse. Das BFS zählt 2024 242 Softwareverlage mit 1 692 Beschäftigten (STATENT, NOGA 58.29), doch die meisten Schweizer Softwarefirmen, auch SaaS-Anbieter, werden unter Programmierung (NOGA 62.01) gezählt, die 10 568 Betriebe und 68 126 Beschäftigte umfasst und im Bericht zur Softwareentwicklung behandelt wird. Eine amtliche Zahl zum SaaS-Umsatz oder eine Schweizer SaaS-Marktgrösse wird nicht veröffentlicht.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Starke Ingenieurtalente aus ETH und EPFL
- Kleiner, viersprachiger Heimmarkt
- KI-Funktionen erhöhen Produktwert und Preise
- US-Plattformen bündeln konkurrierende Funktionen
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Firmenbewertung SaaS / B2B-Software Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 7.0 - 9.5×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 7.5 - 12.5×
- Markttrend
- Steigend
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Zürich
66 Softwareverlage mit 541 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT, NOGA 58.29); Scandit und Beekeeper haben hier ihren Sitz.
Westschweiz
53 Verlage mit 527 Beschäftigten; Genf allein zählt 337 Beschäftigte. Proton hat ihren Sitz in Plan-les-Ouates, Nexthink in Prilly.
Zentralschweiz
43 Verlage mit 170 Beschäftigten, davon 28 in Zug.
Nordwestschweiz
25 Verlage mit 90 Beschäftigten.
Bern und Solothurn
22 Verlage mit 207 Beschäftigten.
Ostschweiz
13 Verlage mit 120 Beschäftigten; Frontify (St. Gallen), Abacus (Wittenbach) und bexio (Rapperswil-Jona) haben ihren Sitz im Kanton St. Gallen.
Tessin
12 Verlage mit 34 Beschäftigten.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist eine B2B-SaaS-Firma in der Schweiz wert?
Die Multiplikatorentabelle von ValIndex setzt Schweizer B2B-SaaS bei 7,5–12,5× EBITDA in Transaktionen und 7,0–9,5× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Profitable Firmen mit hohen wiederkehrenden Erträgen und tiefer Abwanderung liegen am oberen Ende; schnell wachsende, verlustreiche Firmen werden meist nach wiederkehrenden Erträgen bewertet.
▶Was bestimmt den Wert einer Schweizer SaaS-Firma?
Käufer bewerten: (1) wiederkehrende Jahreserträge und ihr Wachstum; (2) Netto-Umsatzbindung und Abwanderung; (3) die Bruttomarge; (4) die Kundenkonzentration; (5) die Kosten der Kundengewinnung; (6) die Unabhängigkeit von den Gründern.
▶Wie gross ist die Schweizer SaaS- und Softwarebranche?
Eine amtliche SaaS-Statistik gibt es nicht. Das BFS zählt 2024 242 Softwareverlage mit 1 692 Beschäftigten (NOGA 58.29) und 10 568 Programmierbetriebe mit 68 126 Beschäftigten (NOGA 62.01), wo die meisten Softwarefirmen eingeteilt sind. Schweizer Start-ups nahmen 2025 CHF 2,9 Mrd. Risikokapital auf.
▶Welches sind die wichtigsten Schweizer SaaS-Firmen?
Bekannte Schweizer Softwarefirmen sind Nexthink in Prilly, Proton in Plan-les-Ouates, bexio in Rapperswil-Jona, Beekeeper (heute Teil von LumApps) und Scandit in Zürich, Frontify in St. Gallen und Abacus in Wittenbach.
▶Was sind die wichtigsten Trends bei Schweizer B2B-SaaS?
Fünf Trends: (1) Erholung der Finanzierung 2025 und Stillstand 2026; (2) Private Equity kauft reife SaaS-Firmen; (3) grenzüberschreitende Zusammenschlüsse; (4) Konsolidierung bei KMU-Software; (5) Datenschutz als Verkaufsargument.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf einer Schweizer SaaS-Firma?
Die Hauptrisiken sind: (1) Abwanderung und Kundenkonzentration; (2) die Abhängigkeit von Gründern und Schlüsselentwicklern; (3) Konkurrenz grosser US-Plattformen; (4) knappe Anschlussfinanzierungen; (5) technische Schulden und Sicherheit. Die Due Diligence sollte die Qualität der wiederkehrenden Erträge, die Kundentreue nach Kohorten, Verträge, die Codebasis und die IT-Sicherheit prüfen.
▶Erholt sich das Risikokapital für Schweizer Software-Start-ups?
Teilweise. ICT-Start-ups erhielten 2025 fast 150% mehr Risikokapital als 2024, doch im ersten Halbjahr 2026 sank das gesamte Risikokapital um 15,5%, und der Swiss Venture Capital Report beschrieb die ICT-Finanzierungen als auf tiefem Niveau stagnierend.
▶Wo sind die Schweizer SaaS-Firmen angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen für Softwareverlage 2024 hat Zürich am meisten (66, mit 541 Beschäftigten), gefolgt von der Westschweiz (53; 527), der Zentralschweiz (43; 170), der Nordwestschweiz (25; 90), Bern und Solothurn (22; 207), der Ostschweiz (13; 120) und dem Tessin (12; 34).