1.0Marktüberblick
- CHF 3,96 Mrd.
- Ausgaben für Behandlungen in Zahnarztpraxen und Zahnkliniken 2024: CHF 3 957 Millionen (BFS, Kosten und Finanzierung des Gesundheitswesens). Die Haushalte zahlten 72,6% direkt, Zusatzversicherungen 18,8% und Sozialversicherungen 8,6% – die obligatorische Krankenversicherung nur 1,9%. 2019 betrugen die Ausgaben CHF 3 997 Millionen; sie sind damit seit fünf Jahren nominal unverändert.
- 3 735
- Zahnarztpraxen (NOGA 86.23) im Jahr 2024, gegenüber 3 791 im Jahr 2023, 3 980 im Jahr 2014 und 3 993 im Jahr 2011 (BFS STATENT). Weitere 846 zahntechnische Laboratorien (NOGA 32.50) werden separat gezählt.
- 27 231
- Beschäftigte in Zahnarztpraxen 2024, entsprechend 18 742 Vollzeitäquivalenten oder 5,0 pro Praxis gegenüber 3,8 im Jahr 2011; 83% sind Frauen (BFS STATENT). Ende 2024 besassen 7 393 Zahnärztinnen und Zahnärzte eine Bewilligung zur Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung, 34% mehr als 2014 (BAG, MedReg).
- −1,1%
- Veränderung der Ausgaben für Zahnarztpraxen und Zahnkliniken von 2023 (CHF 4 000 Millionen) auf 2024 (CHF 3 957 Millionen; BFS). Im selben Jahr stieg die Beschäftigung in Zahnarztpraxen um 0,9%, während die Zahl der Praxen um 1,5% sank (BFS STATENT).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) ist der Schweizer Zahnarztpraxen-Markt CHF 3,96 Mrd. gross — Ausgaben für Behandlungen in Zahnarztpraxen und Zahnkliniken 2024: CHF 3 957 Millionen (BFS, Kosten und Finanzierung des Gesundheitswesens). Die Haushalte zahlten 72,6% direkt, Zusatzversicherungen 18,8% und Sozialversicherungen 8,6% – die obligatorische Krankenversicherung nur 1,9%. 2019 betrugen die Ausgaben CHF 3 997 Millionen; sie sind damit seit fünf Jahren nominal unverändert..
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 3 735 Zahnarztpraxen-Unternehmen — Zahnarztpraxen (NOGA 86.23) im Jahr 2024, gegenüber 3 791 im Jahr 2023, 3 980 im Jahr 2014 und 3 993 im Jahr 2011 (BFS STATENT). Weitere 846 zahntechnische Laboratorien (NOGA 32.50) werden separat gezählt..
2.0Branchenüberblick
Die Schweiz gab 2024 laut den Gesundheitskosten des Bundesamts für Statistik CHF 3 957 Millionen für Behandlungen in Zahnarztpraxen und Zahnkliniken aus – 2019 waren es CHF 3 997 Millionen. Der Markt ist damit seit fünf Jahren nominal nicht gewachsen. Die Zahnmedizin ist der Teil des Gesundheitswesens, den die Patientinnen und Patienten selbst bezahlen: 2024 trugen die Haushalte 72,6% direkt, Zusatzversicherungen 18,8% und Sozialversicherungen 8,6%, davon die obligatorische Krankenversicherung nur 1,9% (Unfälle und bestimmte medizinisch notwendige Behandlungen).
3.0Branchen-Check (SWOT)
- CHF 3,96 Milliarden jährliche Ausgaben, zu 72,6% direkt von den Haushalten bezahlt – kaum Abhängigkeit von mit Versicherern ausgehandelten Tarifen
- Die Ausgaben sind nominal flach (CHF 3 997 Millionen 2019, 3 957 Millionen 2024), während die Zahl der Zahnärzte wächst
- Gruppen kaufen – Medbase, Colosseum Dental und Adent wachsen durch die Übernahme unabhängiger Praxen
- Mehr Zahnärzte konkurrieren um ein Ausgabenvolumen, das seit 2019 nicht gewachsen ist
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8.0Regionale Cluster
Zürich
718 Praxen (19% des Landestotals) mit 5 734 Beschäftigten und 5,7 Vollzeitäquivalenten pro Praxis – über dem Landesdurchschnitt von 5,0. Hier haben zahnarztzentrum.ch, Colosseum Dental Schweiz und swiss smile ihren Sitz.
Genferseeregion
Die Waadt zählt 350 Praxen mit 2 688 Beschäftigten, Genf 250 mit 1 518. Die Region ist der Heimmarkt der Westschweizer Gruppen: Adent (Ecublens), Ardentis (Kliniken von Genf über Morges und Lausanne bis Vevey) und dentalys.
Bern
441 Praxen mit 3 275 Beschäftigten, der zweitgrösste Kanton, mit 4,9 Vollzeitäquivalenten pro Praxis. Bern beherbergt zudem eine der vier universitären Zahnmedizin-Schulen.
Nordwestschweiz
Aargau 239 Praxen, Basel-Stadt 111, Basel-Landschaft 125 und Solothurn 96, zusammen 4 275 Beschäftigte. Basel-Stadt hat mit 6,3 Vollzeitäquivalenten die grössten Praxen des Landes.
Ostschweiz
460 Praxen mit 3 316 Beschäftigten, angeführt von St. Gallen (198 Praxen, 1 399 Beschäftigte). In Kleinstädten und ländlichen Gebieten ist der Anteil inhabergeführter Praxen höher.
Tessin
252 Praxen mit 1 376 Beschäftigten – 3,8 Vollzeitäquivalente pro Praxis, der tiefste Durchschnitt unter den grossen Kantonen und ein Zeichen für einen weniger konsolidierten Markt.
Quellen
Korrekturen
Zahlen und Aussagen der Ausgabe vom Februar 2026, die diese Ausgabe zurückzieht oder berichtigt, mit Begründung.
- Marktgrösse «CHF ~5,2 Mrd.» zurückgezogen: Die Gesundheitskosten des BFS beziffern die Ausgaben für Zahnarztpraxen und Zahnkliniken 2024 auf CHF 3 957 Millionen.
- «~4 800 Zahnarztpraxen (SSO)» berichtigt: BFS STATENT zählt 3 735 Zahnarztpraxen für 2024.
- «~5 500 zugelassene Zahnärzte» berichtigt: Ende 2024 besassen 7 393 Zahnärztinnen und Zahnärzte eine Berufsausübungsbewilligung (BAG); 5 522 war der Stand 2014.
- «~28 000 Beschäftigte» war undatiert; STATENT zählt 27 231 für 2024.
- «+3,5% jährliches Marktwachstum» zurückgezogen: Die Ausgaben sanken 2024 um 1,1% und sind seit 2019 flach (BFS).
- Stuhlauslastung (82%) und Exportquote (~2%) zurückgezogen: keine veröffentlichte Quelle.
- Wichtige Akteure berichtigt: «Alder+Eisenhut Dental Group» entfernt – die Alder + Eisenhut AG ist ein Turngerätehersteller in Ebnat-Kappel; die «Bestsmile AG» wurde laut Register von der zahnarztzentrum.ch AG übernommen; die «Swiss Smile Group» ist die swiss smile Schweiz AG, Teil von Colosseum Dental; «Dental Lounge», «Clinique Dentaire de Champel», «Zahnarzthaus Luzern» und «Dental Clinic Zürich» entfernt – kein passender aktiver Registereintrag.
- Nachfolgezahl «30–35% der praxisbesitzenden Zahnärzte über 55» zurückgezogen: keine Quelle. Das BAG veröffentlicht das Durchschnittsalter der Zahnärzte mit Bewilligung (49).
- Kostenhinweis: Die Quelle «SSO-Praxis-Benchmarking» sowie die Lohn- und Margenspannen liessen sich nicht nachvollziehen und sind zurückgezogen; die Aufteilung bleibt als indikativ bestehen.
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Was ist eine Zahnarztpraxis in der Schweiz wert?
Die Multiplikatoren-Tabelle von ValIndex setzt Schweizer Zahnarztpraxen bei 4,0–6,5× EBITDA in Transaktionen und 3,0–5,0× EBITDA für steuerliche Bewertungen an. Gruppenkäufer wie Medbase, Colosseum Dental und Adent zahlen am oberen Ende für Praxen mit mehreren Zahnärzten, Dentalhygiene, Recall-System und einem Team, das bleibt; eine Einzelpraxis, deren Patienten dem abtretenden Inhaber folgen, wird unter der Spanne verkauft. Die Ausgaben im Markt stagnieren (CHF 3 957 Millionen 2024 gegenüber CHF 3 997 Millionen 2019, BFS), deshalb schauen Käufer auf die Patientenzahlen der Praxis statt auf Marktwachstum.
▶Welche Faktoren bestimmen den Wert einer Zahnarztpraxis?
Käufer bewerten: (1) die Unabhängigkeit vom Inhaber – wie viele Zahnärzte den Patientenstamm behandeln; (2) Patientenstamm und Recall-System, da 72,6% der Zahnarztausgaben direkt von Haushalten bezahlt werden, die wechseln können; (3) den Behandlungsmix – Dentalhygiene, Kieferorthopädie und Implantologie erhöhen den Umsatz pro Behandlungsstuhl; (4) das Team – Dentalhygienikerinnen und Assistentinnen sind schwer zu ersetzen; (5) Räumlichkeiten, Alter der Geräte und Mietvertrag. Die Abhängigkeit von einer einzigen Person ist der häufigste Grund für einen Abschlag.
▶Wie viele Zahnarztpraxen gibt es in der Schweiz?
Das Bundesamt für Statistik zählte 2024 insgesamt 3 735 Zahnarztpraxen (NOGA 86.23) mit 27 231 Beschäftigten oder 18 742 Vollzeitäquivalenten (BFS STATENT). Die Zahl der Praxen ist seit 2011 (3 993) gesunken, während die Zahl der Zahnärzte stieg: Ende 2024 besassen 7 393 eine Berufsausübungsbewilligung (BAG). Weitere 846 zahntechnische Labors werden separat gezählt. Zürich hat 718 Praxen, Bern 441, die Waadt 350, das Tessin 252 und Genf 250.
▶Wie steht es um die Nachfolge in Schweizer Zahnarztpraxen?
Die Nachfolge verlagert sich vom Verkauf an einen Nachfolger zur Anstellung in Gruppen. Die Zahnärzte mit Bewilligung sind im Schnitt 49 Jahre alt (Männer 53, Frauen 45), und 63% der neuen Bewilligungen 2024 gingen an im Ausland ausgebildete Zahnärzte, von denen viele angestellt beginnen, statt eine Praxis zu kaufen (BAG). Inhaber verkaufen deshalb über mehrere Jahre an einen angestellten Zahnarzt, an eine Gruppe – Medbase, Colosseum Dental und Adent übernehmen Praxen – oder fusionieren mit einer Nachbarpraxis. Praxen mit mehreren Zahnärzten und einem stabilen Team lassen sich am leichtesten verkaufen.
▶Was sind die wichtigsten Trends bei Schweizer Zahnarztpraxen?
Fünf Trends: (1) weniger Praxen, grössere Teams – 3 993 Praxen 2011, 3 735 im Jahr 2024, mit 5,0 statt 3,8 Vollzeitäquivalenten pro Praxis; (2) Medbase (Migros) wird grösster Anbieter und kauft im August 2026 Ardentis, nach zahnarztzentrum.ch im Jahr 2020; (3) internationale Gruppen wie Colosseum Dental und Adent übernehmen weiter; (4) die Ausgaben stagnieren bei rund CHF 4 Milliarden und werden grösstenteils von den Haushalten bezahlt; (5) im Ausland ausgebildete Zahnärzte füllen die Lücke, mit 63% der neuen Bewilligungen 2024.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf einer Zahnarztpraxis?
Die Hauptrisiken sind: (1) Patienten, die mit dem verkaufenden Zahnarzt gehen – abgefedert durch eine Übergangsphase und ein Team, das bleibt; (2) stagnierende Marktausgaben, Wachstum muss also aus der Praxis selbst kommen; (3) Haushaltsbudgets unter Druck durch steigende Krankenkassenprämien, da Zahnbehandlungen meist selbst bezahlt werden; (4) Personal, vor allem Dentalhygienikerinnen und Assistentinnen; (5) Mietvertrag und Alter der Geräte. Die Due Diligence sollte Patientenzahlen, Recall-System und Umsatz pro Zahnarzt prüfen.
▶Wie sieht die typische Kostenstruktur einer Schweizer Zahnarztpraxis aus?
Das Personal ist der grösste Kostenblock einer Zahnarztpraxis – indikativ rund 40% des Umsatzes –, gefolgt von Material- und Laborkosten (rund 20%), Miete (12%) und Geräten (10%); für eine typische Praxis bleibt eine EBITDA-Marge von rund 12%. Diese Anteile sind indikativ, nicht gemessen. Zur Grössenordnung: Laut BFS betrugen die Ausgaben für Zahnarztpraxen 2024 CHF 3 907 Millionen bei 3 735 Praxen, rund CHF 1,05 Millionen pro Praxis und CHF 208 000 pro Vollzeitäquivalent.
▶Wo liegen die wichtigsten Regionen für Zahnarztpraxen in der Schweiz?
Zürich ist mit 718 Praxen und 5 734 Beschäftigten im Jahr 2024 der grösste Standort und Sitz von zahnarztzentrum.ch, Colosseum Dental Schweiz und swiss smile. Die Genferseeregion (Waadt und Genf) zählt 600 Praxen und ist der Heimmarkt von Adent, Ardentis und dentalys. Die Nordwestschweiz hat 571 Praxen, die Ostschweiz 460, Bern 441 und das Tessin 252 – wo die Praxen mit durchschnittlich 3,8 Vollzeitäquivalenten am kleinsten sind (BFS STATENT 2024).