1.0Marktüberblick
- 7 198
- Ingenieurbüros 2024 (BFS STATENT, NOGA 71.12: 2 000 Bauingenieurbüros, 1 385 Gebäudetechnik-Ingenieurbüros und 3 813 sonstige Ingenieurbüros). Architekturbüros werden separat gezählt.
- 63 806
- Beschäftigte der Ingenieurbüros 2024 (BFS STATENT), 54 589 Vollzeitäquivalente. Bauingenieurbüros beschäftigen 24 162, Gebäudetechnikbüros 9 030 und sonstige Ingenieurbüros 30 614 Personen.
- +10,5%
- Wachstum der Beschäftigten von 2020 (57 720) bis 2024 (63 806), BFS STATENT NOGA 71.12. Seit 2011 (43 666) wuchs die Beschäftigung um 46%, während die Zahl der Büros nur von 6 590 auf 7 198 stieg.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 7 198 Ingenieurdienstleistungen-Unternehmen — Ingenieurbüros 2024 (BFS STATENT, NOGA 71.12: 2 000 Bauingenieurbüros, 1 385 Gebäudetechnik-Ingenieurbüros und 3 813 sonstige Ingenieurbüros). Architekturbüros werden separat gezählt..
2.0Branchenüberblick
Ingenieurbüros planen und überwachen die Schweizer Gebäude, Strassen, Bahnen, Tunnel, Energiesysteme und Wasserinfrastruktur. 2024 zählte das BFS 7 198 Ingenieurbüros mit 63 806 Beschäftigten (STATENT, NOGA 71.12), mit 10,5% mehr Beschäftigten als 2020 und 46% mehr als 2011. Bauingenieurbüros sind mit rund 12 Beschäftigten pro Büro die grössten, Gebäudetechnikplaner — Heizung, Lüftung, Elektro und Sanitär — sind kleiner (rund 7). Die Zahl der Büros wuchs viel langsamer als die Beschäftigung: Die Branche bewegt sich von kleinen Büros zu grösseren interdisziplinären Gruppen.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Langfristige Infrastruktur- und Bauprogramme
- Starke Abhängigkeit von Schlüsselingenieuren und Projektleitenden
- Energiewende, Gebäudesanierung und Rechenzentren
- Mangel an qualifizierten Ingenieuren
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Firmenbewertung Ingenieurdienstleistungen Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 4.0 - 6.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 5.0 - 8.0×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Zürich
1 219 Ingenieurbüros mit 14 439 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), die meisten Beschäftigten aller Regionen und die grössten Büros (11,8 pro Einheit); Amstein + Walthert und Basler & Hofmann haben ihren Sitz in Zürich.
Westschweiz
1 577 Büros mit 12 515 Beschäftigten, die meisten Büros aller Regionen; WSP Ingénieurs Conseils hat ihren Sitz in Lausanne, und Gruner eröffnete 2026 in Genf.
Nordwestschweiz
963 Büros mit 9 767 Beschäftigten; Gruner hat ihren Hauptsitz in Basel.
Ostschweiz
1 151 Büros mit 9 100 Beschäftigten; die ARX Group hat ihren Sitz in Grono (GR).
Bern und Solothurn
876 Büros mit 8 238 Beschäftigten; die BKW Engineering hat ihren Sitz in Bern.
Zentralschweiz
948 Büros mit 6 400 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (6,8 pro Einheit).
Tessin
457 Büros mit 3 347 Beschäftigten; die Pini Group, heute ARX, wurde in Lugano gegründet.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Ingenieurbüro in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Schweizer Ingenieurdienstleistungen bei 5,0–8,0× EBITDA in Transaktionen und 4,0–6,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Firmen mit starken Teams, öffentlichen Rahmenverträgen und Spezialnischen wie Tunnelbau, Energie oder Gebäudetechnik liegen am oberen Ende; kleine, vom Gründer abhängige Büros tiefer.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Ingenieurbüros?
Käufer bewerten: (1) das Team und seine Stabilität; (2) die Abhängigkeit vom Gründer und von wichtigen Projektleitenden; (3) den Kundenmix, besonders öffentliche Rahmenverträge; (4) den Auftragsbestand; (5) Spezialwissen; (6) Haftungsgeschichte und Versicherung.
▶Wie gross ist die Schweizer Ingenieurbranche?
Das BFS zählte 2024 7 198 Ingenieurbüros mit 63 806 Beschäftigten (NOGA 71.12), mit 10,5% mehr Beschäftigten als 2020 und 46% mehr als 2011. Eine amtliche Zahl zum Marktumsatz gibt es nicht. Architekturbüros werden separat gezählt.
▶Welches sind die wichtigsten Ingenieurunternehmen der Schweiz?
Gruner (Basel), Amstein + Walthert (Zürich), Basler & Hofmann (Zürich), WSP Ingénieurs Conseils (Lausanne, früher BG), ARX Group (Grono, früher Pini Group) und BKW Engineering (Bern) gehören zu den grösseren Firmen. Die meisten der 7 198 Büros sind kleine Büros.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Ingenieurbranche?
Fünf Trends: (1) Beschäftigungswachstum von 46% seit 2011; (2) Schweizer Gruppen wie Gruner kaufen und expandieren; (3) Wachstum und Neupositionierung der Pini Group als ARX; (4) ausländische Käufer wie WSP und Haskoning; (5) Energiekonzerne wie die BKW bauen Ingenieurbereiche auf.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Ingenieurbüros?
Die grössten Risiken sind: (1) Verlust von Schlüsselingenieuren nach dem Verkauf; (2) Abhängigkeit von den Kundenbeziehungen des Gründers; (3) Preiswettbewerb bei öffentlichen Ausschreibungen; (4) Projektverzögerungen und Budgetkürzungen; (5) Haftungsansprüche. Die Due Diligence sollte Auftragsbestand, Vertragsbedingungen, Mitarbeiterbindung und Haftpflichtversicherung prüfen.
▶Wer kauft Ingenieurbüros in der Schweiz?
Schweizer Ingenieurgruppen wie Gruner und ARX kaufen regionale und spezialisierte Büros; Energiekonzerne wie die BKW bauen Ingenieurbereiche auf; und internationale Firmen wie WSP und Haskoning kaufen Schweizer Firmen für den Marktzugang. Bei kleineren Büros bleiben Management-Buy-outs durch erfahrene Mitarbeitende häufig.
▶Wo sind die Schweizer Ingenieurbüros angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024: Die Westschweiz hat die meisten Ingenieurbüros (1 577, mit 12 515 Beschäftigten), gefolgt von Zürich (1 219; 14 439), der Ostschweiz (1 151; 9 100), der Nordwestschweiz (963; 9 767), der Zentralschweiz (948; 6 400), Bern und Solothurn (876; 8 238) und dem Tessin (457; 3 347).