BRANCHENREPORT — OKTOBER 2026
Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|Aktualisiert |8 Quellen zitiert
Tourismus & Gastronomie

Spa, Wellness & Thermalbaeder

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor spa, wellness & thermalbaeder 4 645 Unternehmen, 7 443 Mitarbeitende. (Daten per 2026-10.) Wachstum +9,6%. Transaktionen in der Branche werden typischerweise mit 4–6.5× EBITDA bewertet. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Wichtigste Erkenntnisse
  • •Deal-Multiplikatoren: 4.0 - 6.5× EBITDA (Trend: steigend)
  • •Wachstumsrate: +9,6%
  • •Aktive Unternehmen: 4 645
  • •Top-Trend: Boom der Thermalbäder

1.0Marktüberblick

4 645
Saunas und Solarien (130) sowie Massage-, Wellness- und übrige Körperpflegestudios (4 515) 2024 (BFS STATENT, NOGA 96.04.01 und 96.04.02). Thermalbäder und Hotelspas werden bei Hotels und Sportanlagen gezählt und sind nicht enthalten.
7 443
Beschäftigte dieser Betriebe 2024 (BFS STATENT), 4 470 Vollzeitäquivalente: weniger als eine Vollzeitstelle je Betrieb. Die meisten sind Ein-Personen-Studios.
+9,6%
Wachstum der Zahl der Sauna-, Massage- und Wellnessbetriebe von 2020 bis 2024 (BFS STATENT), bei praktisch unveränderter Beschäftigung (+0,6%).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 4 645 Spa, Wellness & Thermalbaeder-Unternehmen — Saunas und Solarien (130) sowie Massage-, Wellness- und übrige Körperpflegestudios (4 515) 2024 (BFS STATENT, NOGA 96.04.01 und 96.04.02). Thermalbäder und Hotelspas werden bei Hotels und Sportanlagen gezählt und sind nicht enthalten..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Die Schweizer Spa- und Wellnessbranche besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Teilen. Der erste sind viele kleine Studios: Das BFS zählte 2024 4 645 Sauna-, Solarium-, Massage- und Wellnessbetriebe mit 7 443 Beschäftigten (STATENT, NOGA 96.04), 49,0% mehr Betriebe als 2011, aber mit weniger als einer Vollzeitstelle je Betrieb. Saunas und Solarien schrumpfen (130 Betriebe, nach 231 im Jahr 2011), während Massage- und Wellnessstudios von 2 887 auf 4 515 zunahmen. Der zweite Teil sind einige Dutzend Thermalbäder und Resortspas, die die amtliche Statistik bei Hotels und Sportanlagen zählt; RTS zählte im Januar 2026 fast zwanzig Thermalbäder in der Schweiz.

3.0Branchen-Check (SWOT)

Interne Faktoren
Stärken4
  • Natürliche Thermalquellen, die nicht kopierbar sind
Schwächen4
  • Hohe Kosten für Energie und Wasseraufbereitung→ §5.0
Externe Faktoren
Chancen4
  • Medizinische und präventive Angebote in Resorts
Risiken4
  • Sprunghaft steigende Energiepreise
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
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Bewertungsüberblick

Firmenbewertung Spa, Wellness & Thermalbaeder Schweiz

Deal-Multiplikator (EBITDA)
4.0 - 6.5×
Markttrend
Steigend

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

8.0Regionale Cluster

Westschweiz

VDGEFRVSNEJU

1 109 Sauna-, Massage- und Wellnessbetriebe mit 1 970 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), am meisten aller Regionen; hier liegen Yverdon-les-Bains, Hérémence, Ovronnaz und Leukerbad.

Zürich

ZH

882 Betriebe mit 1 506 Beschäftigten; das Hürlimannbad wird von Aqua-Spa-Resorts betrieben.

Bern und Solothurn

BESO

682 Betriebe mit 798 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (1,2 je Betrieb); hier liegen das Hammam Bern und das Solbad Schönbühl.

Ostschweiz

SGTGGRSHARAIGL

665 Betriebe mit 987 Beschäftigten; hier liegen das Grand Resort Bad Ragaz und das Mineralbad Samedan.

Nordwestschweiz

AGBLBS

569 Betriebe mit 1 022 Beschäftigten; hier liegen das Fortyseven in Baden und aquabasilea in Pratteln.

Zentralschweiz

LUSZZGOWURNW

494 Betriebe mit 816 Beschäftigten; hier liegen das Bürgenstock-Resort und das Mineralbad Rigi.

Tessin

TI

218 Betriebe mit 336 Beschäftigten; die Termali Salini in Locarno werden von Aqua-Spa-Resorts betrieben.

Quellen

Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|8 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

▶Wie viel ist ein Spa- oder Wellnessbetrieb in der Schweiz wert?

Die Multiplikatorentabelle von ValIndex setzt Spa und Wellness in der Schweiz bei 4,0–6,5× EBITDA in Transaktionen und 3,0–5,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Thermalbäder mit eigener Quelle und Hotel liegen am oberen Ende; Ein-Personen-Studios werden selten überhaupt verkauft.

▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Thermalbads oder Spas?

Käufer bewerten: (1) Quell- und Wasserrechte; (2) Besucherzahlen und Umsatz je Besuch; (3) den Zustand des Gebäudes und den Sanierungsstau; (4) die Energieeffizienz; (5) die Verbindung zu einem Hotel oder einer Klinik; (6) Personal und Management.

▶Wie gross ist die Schweizer Spa- und Wellnessbranche?

Das BFS zählte 2024 4 645 Sauna-, Solarium-, Massage- und Wellnessbetriebe mit 7 443 Beschäftigten (STATENT, NOGA 96.04). Thermalbäder und Hotelspas werden bei Hotels und Sportanlagen gezählt; RTS zählte im Januar 2026 fast zwanzig Thermalbäder.

▶Welches sind die wichtigsten Schweizer Spa- und Thermalbadbetreiber?

Zu den führenden Betreibern gehören das Grand Resort Bad Ragaz (Umsatz CHF 109,2 Mio. 2025), das Bürgenstock-Resort, Aqua-Spa-Resorts (sechs Bäder, Teil der MLG Gruppe), FORTYSEVEN in Baden und die Bäder der Gruppe Boas in Yverdon-les-Bains.

▶Was sind die wichtigsten Trends bei Spa und Wellness in der Schweiz?

Fünf Trends: (1) ein Boom der Thermalbäder; (2) grosse Neuinvestitionen; (3) das Scheitern schwacher Bäder wie in Ovronnaz; (4) Resorts mit medizinischen Angeboten; (5) Massage- und Wellnessstudios verdrängen Saunas und Solarien.

▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Schweizer Spa-Betriebs?

Die Hauptrisiken sind: (1) Energiekosten; (2) Sanierungsstau; (3) Personalmangel; (4) die Abhängigkeit von einem Standort und seinem Wasser; (5) Konkurrenz durch neue Bäder. Die Due Diligence sollte Wasserrechte, Besucherentwicklung, Gebäudezustand, Energieverträge und den Investitionsplan prüfen.

▶Wie entwickeln sich die Schweizer Thermalbäder?

Die führenden Bäder wachsen. Das Grand Resort Bad Ragaz steigerte 2025 den Umsatz um 6,4%, und seine Tamina Therme verzeichnete mit 325 987 Gästen einen Rekord. Schwächere Bäder kämpfen: Ein Gericht ordnete im August 2025 die Auflösung der Betreibergesellschaft der Bäder von Ovronnaz an.

▶Wo sind die Schweizer Spa- und Wellnessbetriebe angesiedelt?

Gemäss BFS-Zahlen 2024 hat die Westschweiz am meisten Sauna-, Massage- und Wellnessbetriebe (1 109, mit 1 970 Beschäftigten), gefolgt von Zürich (882; 1 506), Bern und Solothurn (682; 798), der Ostschweiz (665; 987), der Nordwestschweiz (569; 1 022), der Zentralschweiz (494; 816) und dem Tessin (218; 336).

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