1.0Marktüberblick
- 3 363
- Einheiten in Hauswartdiensten und Facility Management 2024 (BFS STATENT, NOGA 81.10). Die Gebäudereinigung (NOGA 81.2) wird separat gezählt, ebenso die Gebäudetechnik in den Bauklassen.
- 28 076
- Beschäftigte in Hauswartdiensten und Facility Management 2024 (BFS STATENT), 17 730 Vollzeitäquivalente: Viele Hauswarte arbeiten Teilzeit, und 54,6% der Beschäftigten sind Frauen.
- +11,6%
- Wachstum der Beschäftigten von 2020 (25 151) bis 2024 (28 076), BFS STATENT NOGA 81.10. Die Einheiten stiegen im selben Zeitraum um 21% auf 3 363. Die Beschäftigung sank von 2023 (28 946) bis 2024 um 3,0%.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 3 363 Integriertes Facility Management-Unternehmen — Einheiten in Hauswartdiensten und Facility Management 2024 (BFS STATENT, NOGA 81.10). Die Gebäudereinigung (NOGA 81.2) wird separat gezählt, ebenso die Gebäudetechnik in den Bauklassen..
2.0Branchenüberblick
Integrales Facility Management (IFM) bündelt die Leistungen, die Gebäude am Laufen halten — Hauswartung, technischen Unterhalt, Reinigung, Sicherheit, Empfang, Verpflegung und Energiemanagement — in einem Vertrag. Das BFS zählte 2024 3 363 Einheiten mit 28 076 Beschäftigten in Hauswartdiensten und Facility Management (STATENT, NOGA 81.10), mit 11,6% mehr Beschäftigten als 2020; die Gebäudereinigung mit rund 80 000 Beschäftigten und die Gebäudetechnik werden in anderen Klassen gezählt. Die FM-Klasse selbst ist zersplittert: Im Schnitt beschäftigt eine Einheit 8,3 Personen, und viele sind kleine Hauswartfirmen.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Langfristige Verträge mit wiederkehrenden Umsätzen
- Personalintensiv mit schmalen Margen→ §5.0
- Energieoptimierung und Dekarbonisierung von Gebäuden
- Mangel an technischem Personal und steigende Löhne
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8.0Regionale Cluster
Zürich
831 Hauswart- und FM-Einheiten mit 6 496 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), die meisten aller Regionen; ISS, Vebego und Hälg FM haben ihren Sitz in Zürich.
Westschweiz
657 Einheiten mit 3 180 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (4,8 pro Einheit); Honegger expandierte 2026 nach Genf.
Ostschweiz
491 Einheiten mit 4 223 Beschäftigten; die Apleona Schweiz hat ihren Sitz in Schaffhausen, die Hälg-Gruppe in St. Gallen.
Nordwestschweiz
473 Einheiten mit 3 992 Beschäftigten.
Zentralschweiz
380 Einheiten mit 5 149 Beschäftigten, im Schnitt die grössten (13,6 pro Einheit); die Equans Switzerland Facility Management hat ihren Sitz in Zug.
Bern und Solothurn
377 Einheiten mit 4 110 Beschäftigten; Honegger hat ihren Sitz in Köniz.
Tessin
154 Einheiten mit 926 Beschäftigten.
Quellen
Korrekturen
Zahlen und Aussagen der Ausgabe vom Februar 2026, die diese Ausgabe zurückzieht oder berichtigt, mit Begründung.
- «Markt von CHF ~5,5 Mrd.», «+3,6% CAGR», «~65–70% Outsourcing-Quote» und «~61% technische Dienste» zurückgezogen: Sie stammten aus kommerziellen Marktforschungsschätzungen, die nicht geprüft werden konnten. «~3 500 Unternehmen» und «~95 000 Beschäftigte» ersetzt durch BFS-Zahlen: 3 363 Einheiten mit 28 076 Beschäftigten 2024 (NOGA 81.10); die Februar-Zahl schloss Reinigung und Verpflegung ein.
- ISS Schweiz auf 2025 aktualisiert: CHF 914 Millionen Umsatz, rund 14 000 Mitarbeitende, 37 Niederlassungen (nicht CHF 901 Mio., 14 200, 36). Vebego hat über 6 000 Mitarbeitende in der Schweiz und in Liechtenstein, nicht 8 000.
- Die Apleona Schweiz hat ihren Sitz in Schaffhausen, nicht in Zürich, und gehört seit 2025 zu Bain Capital. Die FM-Gesellschaft von Equans ist in Zug eingetragen. Der «Rekordumsatz von CHF 365 Mio.» von Hälg zurückgezogen: nicht an der Quelle geprüft.
- Honeywell Building Solutions (ein Anbieter von Gebäudeautomation), Dussmann und Sodexo aus der Liste der Marktteilnehmer entfernt: nicht als Schweizer FM-Anbieter vergleichbarer Grösse geprüft.
- «Nur 22% der Familienunternehmen planen eine Übergabe in der Familie», «~30% der kleineren Dienstleister stellen den Betrieb ein», «FM-Technologiemarkt ~CHF 500 Mio.» und «Coworking-Flächen +32%» zurückgezogen: ohne Quelle.
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Facility-Management-Unternehmen in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt das Schweizer integrale Facility Management bei 5,5–8,5× EBITDA in Transaktionen und 3,5–5,5× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Firmen mit langen Multiservice-Verträgen und technischem Know-how liegen am oberen Ende; kleine Hauswartfirmen, die an wenigen Kunden oder am Inhaber hängen, tiefer.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Facility-Management-Unternehmens?
Käufer bewerten: (1) Vertragsdauer und Erneuerungshistorie; (2) Kundenqualität, etwa Immobilieneigentümer, Spitäler und öffentliche Hand; (3) technische Kompetenzen und zertifiziertes Personal; (4) Stabilität des Personals; (5) regionale Dichte der Standorte; (6) Nachfolge und Abhängigkeit vom Inhaber.
▶Wie gross ist das Schweizer Facility Management?
Das BFS zählte 2024 3 363 Einheiten mit 28 076 Beschäftigten in Hauswartdiensten und Facility Management (NOGA 81.10), mit 11,6% mehr Beschäftigten als 2020. Gebäudereinigung und Gebäudetechnik werden separat gezählt. Eine amtliche Zahl zum Marktumsatz gibt es nicht; allein ISS Schweiz wies für 2025 CHF 914 Millionen aus.
▶Welches sind die wichtigsten Facility-Management-Anbieter der Schweiz?
ISS Schweiz (Zürich, dänische ISS-Gruppe), Equans Switzerland (Bouygues-Gruppe, rund 6 500 Mitarbeitende), Vebego (Zürich, Familienbesitz), Apleona Schweiz (Schaffhausen, Bain Capital), Hälg Facility Management (Hälg-Gruppe, St. Gallen) und Honegger (Köniz). Tausende kleine Hauswartfirmen bedienen lokale Immobilieneigentümer.
▶Was sind die wichtigsten Trends im Schweizer Facility Management?
Fünf Trends: (1) der Kauf von Apleona durch Bain Capital, abgeschlossen 2025; (2) Equans vereinte 2024 ihre Schweizer Marken; (3) regionale Konsolidierung, wie bei Honegger in Genf; (4) mehr Einheiten und Beschäftigte von 2020 bis 2024, mit einem Rückgang 2024; (5) stetiges Wachstum bei ISS.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Facility-Management-Unternehmens?
Die grössten Risiken sind: (1) Verlust eines grossen Vertrags bei einer Ausschreibung; (2) Personalmangel und Lohnerhöhungen; (3) schmale Margen; (4) Kundenkonzentration; (5) an den Inhaber gebundene Beziehungen. Die Due Diligence sollte Vertragsbedingungen und Erneuerungsdaten, Fluktuation und die Marge pro Vertrag prüfen.
▶Wer kauft Facility-Management-Unternehmen in der Schweiz?
Internationale Gruppen (ISS, Equans, Apleona) sind durch den Kauf Schweizer Firmen gewachsen, Konsolidierer in Familienbesitz wie Hälg und Honegger kaufen regionale Firmen, und Private Equity ist auf Gruppenebene aktiv, wie der Kauf von Apleona durch Bain Capital 2025 zeigt.
▶Wo sind die Schweizer Facility-Management-Unternehmen angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024: Zürich hat die meisten Einheiten (831, mit 6 496 Beschäftigten), gefolgt von der Westschweiz (657; 3 180), der Ostschweiz (491; 4 223), der Nordwestschweiz (473; 3 992), der Zentralschweiz (380; 5 149), Bern und Solothurn (377; 4 110) und dem Tessin (154; 926).