BRANCHENREPORT — SEPTEMBER 2026
Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-09|Aktualisiert |11 Quellen zitiert
Life Sciences & Pharma

Biotech & Auftragsforschung

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor biotech & auftragsforschung CHF 7,5 Mrd., 334 Unternehmen, 21 000+ Mitarbeitende. (Daten per 2026-09.) Wachstum +4%. Transaktionen in der Branche werden typischerweise mit 9–14× EBITDA bewertet. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Bewertungsüberblick

Firmenbewertung Biotech & Auftragsforschung Schweiz

Deal-Multiplikator (EBITDA)
9.0 - 14.0×
Markttrend
Steigend

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

Wichtigste Erkenntnisse
  • •Marktgrösse: CHF 7,5 Mrd.
  • •Deal-Multiplikatoren: 9.0 - 14.0× EBITDA (Trend: steigend)
  • •Wachstumsrate: +4%
  • •Aktive Unternehmen: 334
  • •Top-Trend: Rekordumsatz, leicht weniger F&E

1.0Marktüberblick

CHF 7,5 Mrd.
Umsatz der Schweizer Biotech-Unternehmen 2025, ein Rekord (2024: CHF 7,2 Milliarden), Swiss Biotech Report 2026. Getrieben von mehr Unternehmen in der kommerziellen Phase und von der Nachfrage nach spezialisierter Auftragsentwicklung und -herstellung (CDMO).
334
In der Forschung und Entwicklung tätige Biotech-Unternehmen in der Schweiz 2025, zehn mehr als 2024 (Swiss Biotech Report 2026). BFS STATENT zählt 2024 306 Unternehmen in der Biotech-Forschung (NOGA 72.11).
21 000+
Vollzeitäquivalente der Schweizer F&E-Biotech-Unternehmen 2025, ein Rekord (Swiss Biotech Report 2026). Die engere BFS-Klasse Biotech-Forschung (NOGA 72.11) zählt 2024 6 645 Beschäftigte, gegenüber 5 168 im Jahr 2020: Viele Biotech-Firmen sind der Pharma oder anderer Forschung zugeordnet.
+4%
Umsatzwachstum der Schweizer Biotech-Unternehmen 2025, von CHF 7,2 auf 7,5 Milliarden (Swiss Biotech Report 2026). Die F&E-Ausgaben sanken von CHF 2,6 auf 2,5 Milliarden.
CHF 2,5 Mrd.
F&E-Ausgaben der Schweizer Biotech-Unternehmen 2025, gegenüber CHF 2,6 Milliarden 2024 (Swiss Biotech Report 2026).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) ist der Schweizer Biotech & Auftragsforschung-Markt CHF 7,5 Mrd. gross — Umsatz der Schweizer Biotech-Unternehmen 2025, ein Rekord (2024: CHF 7,2 Milliarden), Swiss Biotech Report 2026. Getrieben von mehr Unternehmen in der kommerziellen Phase und von der Nachfrage nach spezialisierter Auftragsentwicklung und -herstellung (CDMO)..
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 334 Biotech & Auftragsforschung-Unternehmen — In der Forschung und Entwicklung tätige Biotech-Unternehmen in der Schweiz 2025, zehn mehr als 2024 (Swiss Biotech Report 2026). BFS STATENT zählt 2024 306 Unternehmen in der Biotech-Forschung (NOGA 72.11)..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Die Schweizer Biotech-Branche erlebte 2025 ein Rekordjahr. Gemäss dem im Mai 2026 veröffentlichten Swiss Biotech Report 2026 erreichte der Umsatz CHF 7,5 Milliarden (2024: CHF 7,2 Milliarden), 334 Unternehmen waren in der Forschung und Entwicklung tätig (zehn mehr als ein Jahr zuvor), und die Beschäftigung überstieg 21 000 Vollzeitäquivalente, ein neuer Höchststand. Die F&E-Ausgaben sanken leicht von CHF 2,6 auf 2,5 Milliarden. Das Wachstum hatte zwei Quellen: mehr Unternehmen mit zugelassenen Produkten auf dem Markt und eine starke Nachfrage nach Auftragsentwicklung und -herstellung (CDMO), wo Lonza und Bachem zu den weltweit führenden Anbietern gehören.

3.0Branchen-Check (SWOT)

Interne Faktoren
Stärken4
  • Rekordumsatz von CHF 7,5 Milliarden und über 21 000 Vollzeitäquivalente 2025 (Swiss Biotech Report)
Schwächen4
  • Unternehmen in der klinischen Phase hängen von wenigen Studienresultaten ab
Externe Faktoren
Chancen4
  • Nachfrage nach CDMO-Kapazität für Peptide, Oligonukleotide und Biologika
Risiken4
  • Gescheiterte Studien und Finanzierungslücken, wie bei Spexis und AC Immune
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
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8.0Regionale Cluster

Region Basel

BSBLAG

62 Unternehmen mit 1 913 Beschäftigten in der Biotech-Forschung 2024 (BFS STATENT, NOGA 72.11). Sitz von Lonza, Bachem, Idorsia und BioVersys.

Zürich

ZH

60 Unternehmen mit 1 381 Beschäftigten – der grösste Kanton nach Zahl der Biotech-Forschungsfirmen.

Genferseeregion

VDGE

74 Unternehmen mit 1 077 Beschäftigten; allein die Waadt zählt 50. AC Immune hat ihren Sitz im EPFL Innovation Park.

Zentralschweiz

ZGLUSZ

29 Unternehmen mit 537 Beschäftigten; Zug beherbergt Hauptsitze wie jenen von CRISPR Therapeutics.

Neuenburg und Wallis

NEVS

16 Unternehmen, aber 843 Beschäftigte – grössere Einheiten; allein Neuenburg zählt 703.

Tessin

TI

19 Unternehmen mit 388 Beschäftigten.

Quellen

Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-09|11 Quellen zitiert

Korrekturen

Zahlen und Aussagen der Ausgabe vom Februar 2026, die diese Ausgabe zurückzieht oder berichtigt, mit Begründung.

  • «Markt von CHF 8–10 Mrd.» ersetzt durch den Swiss Biotech Report 2026: CHF 7,5 Milliarden Umsatz 2025.
  • «~300+ Unternehmen» und «~50 000 Beschäftigte» ersetzt durch den Swiss Biotech Report 2026: 334 Unternehmen und über 21 000 Vollzeitäquivalente. «+8–12% Wachstum» ersetzt durch die gemessenen +4% (CHF 7,2 auf 7,5 Milliarden).
  • «~85% Exportquote» zurückgezogen: keine Quelle. «~30% F&E-Intensität» ersetzt durch F&E-Ausgaben von CHF 2,5 Milliarden.
  • Bachem korrigiert: Der Umsatz 2025 betrug CHF 695,1 Millionen, nicht CHF 800 Millionen. Lonza korrigiert: CHF 6,5 Milliarden, nicht CHF 6,7 Milliarden.
  • Polyphor / EnBiotix entfernt: Polyphor wurde zu Spexis, die am 24. Juli 2025 in Konkurs ging. Covance / LabCorp und SGS Life Sciences entfernt: keine Schweizer Unternehmen.
  • Standorte korrigiert: BioVersys ist in Basel eingetragen, AC Immune in Ecublens (VD).
  • Die Kostenaufteilung ist nun als indikativ bezeichnet: Sie wurde nie gemessen.

9.0Häufig gestellte Fragen

▶Wie viel ist ein Biotech- oder Auftragsforschungsunternehmen in der Schweiz wert?

Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Schweizer Biotech- und Auftragsforschungsunternehmen bei 9,0–14,0× EBITDA in Transaktionen und 7,0–10,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Diese Bandbreiten gelten für profitable Dienstleister wie Auftragsforschung, Analytik und spezialisierte Herstellung. Forschungsunternehmen in der klinischen Phase haben kein EBITDA und werden nach ihrer Pipeline bewertet, meist über Lizenzen oder den Verkauf von Wirkstoffen.

▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Biotech-Dienstleisters?

Bei Dienstleistern bewerten Käufer: (1) GMP- und andere Qualitätszertifizierungen; (2) Kundenkonzentration und Vertragsdauer; (3) qualifiziertes wissenschaftliches Personal; (4) spezialisierte Kapazität, etwa für Peptide oder Biologika; (5) die Nähe zu Pharma-Clustern; (6) die Rolle des Inhabers in den Kundenbeziehungen.

▶Wie gross ist die Schweizer Biotech-Branche?

Gemäss dem Swiss Biotech Report 2026 erzielten Schweizer Biotech-Unternehmen 2025 einen Rekordumsatz von CHF 7,5 Milliarden, gaben CHF 2,5 Milliarden für F&E aus und beschäftigten über 21 000 Vollzeitäquivalente; 334 Unternehmen waren in der F&E tätig. BFS STATENT zählt 2024 in der engeren Klasse Biotech-Forschung (NOGA 72.11) 306 Unternehmen und 6 645 Beschäftigte.

▶Welches sind die wichtigsten Biotech- und CDMO-Unternehmen der Schweiz?

Die grössten sind die CDMOs Lonza (CHF 6,5 Milliarden Umsatz 2025) und Bachem (CHF 695,1 Millionen). Weitere wichtige Unternehmen sind Idorsia (Allschwil, CHF 221 Millionen Nettoumsatz), CRISPR Therapeutics (Zug), BioVersys (Basel, seit 2025 an der SIX) und AC Immune (Ecublens).

▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Biotech-Branche?

Fünf Trends: (1) Rekordumsatz bei leicht tieferen F&E-Ausgaben; (2) private Finanzierung überholt die Börse; (3) starke CDMO-Nachfrage; (4) Lizenzdeals als Finanzierungsquelle; (5) eine wachsende Kluft zwischen kommerziellen Unternehmen und solchen in der klinischen Phase, von denen einige scheitern.

▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Biotech-Unternehmens?

Die grössten Risiken sind: (1) gescheiterte Studien und Finanzierungslücken, wie bei Spexis, die 2025 in Konkurs ging; (2) die Abhängigkeit der Dienstleister von wenigen Pharmakunden; (3) US-Zölle und Preispolitik, die die Kunden treffen; (4) Wettbewerb um Fachkräfte; (5) regulatorische und Qualitätsanforderungen. Die Due Diligence sollte Zertifizierungen, Kundenverträge und die Finanzierungsreichweite prüfen.

▶Wie finanzieren sich Schweizer Biotech-Unternehmen?

Schweizer Biotech-Unternehmen nahmen 2025 CHF 2,6 Milliarden auf. Private Unternehmen nahmen rekordhohe CHF 1,15 Milliarden auf (45% des Totals). Kotierte Unternehmen nutzten Kapitalerhöhungen (Moonlake CHF 490 Millionen, Oculis CHF 274 Millionen, Idorsia CHF 216 Millionen), und BioVersys realisierte den grössten Biotech-Börsengang Europas seit fünf Jahren. Lizenzdeals mit grossen Pharmafirmen sind eine wachsende Geldquelle.

▶Wo sind die Schweizer Biotech-Unternehmen angesiedelt?

Nach Beschäftigung in der Biotech-Forschung (BFS STATENT, 2024): die Region Basel (1 913 Beschäftigte in 62 Unternehmen), Zürich (1 381 in 60), die Genferseeregion (1 077 in 74), Neuenburg und Wallis (843 in 16), die Zentralschweiz (537 in 29) und das Tessin (388 in 19).

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