BRANCHENREPORTSEPTEMBER 2026
ValIndex Intelligence · Alain Walder, M.A. HSG|Daten per 2026-09|9 Quellen zitiert
Finanzdienstleistungen & Beratung

Treuhand & Steuerberatung

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor treuhand & steuerberatung 12 772 Unternehmen, 57 411 Mitarbeitende. (Daten per 2026-09.) Wachstum +0,9% p.a.. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Bewertungsüberblick
Deal-Multiplikator (EBITDA)
4.5 - 6.5×
Markttrend
Stabil

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

Wichtigste Erkenntnisse
  • Deal-Multiplikatoren: 4.5 - 6.5× EBITDA (Trend: stabil)
  • Wachstumsrate: +0,9% p.a.
  • Aktive Unternehmen: 12 772
  • Top-Trend: Mehr Personal, nicht mehr Firmen

1.0Marktüberblick

12 772
Unternehmen für Buchführung, Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Treuhand (NOGA 692000) im Jahr 2024, gegenüber 12 878 im Jahr 2019 und 12 949 im Jahr 2015 (BFS STATENT). Die Klasse trennt Treuhandbüros nicht von Revisionsunternehmen; 1 670 Revisionsunternehmen hielten Ende 2025 eine Zulassung der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde. Die rund 12 900 der Ausgabe vom Februar 2026 waren der Stand von 2022 und wurden aktualisiert.
57 411
Beschäftigte der NOGA-692000-Unternehmen im Jahr 2024, entsprechend 44 449 Vollzeitäquivalenten oder 3,5 pro Unternehmen (BFS STATENT). Die rund 60 000 Beschäftigten und die EXPERTsuisse-Mitgliederzahlen der Ausgabe vom Februar 2026 liessen sich keiner datierten Quelle zuordnen und wurden zurückgezogen.
+0,9% p.a.
Durchschnittliches jährliches Beschäftigungswachstum in NOGA 692000 zwischen 2019 (54 875) und 2024 (57 411), bei nahezu unveränderter Zahl der Unternehmen. Der Umsatz wächst an der Spitze und im Steuergeschäft schneller: Bei BDO wuchs das Treuhandgeschäft 2025 um 1,1% auf CHF 90,6 Mio., Steuern und Recht um 7,9%. Die +3-5% der Ausgabe vom Februar 2026 beschrieben das Umsatzwachstum 2024 einiger grosser Firmen, nicht der Branche, und ihre Marktgrösse von rund CHF 6 Mrd. hatte keine nachvollziehbare Quelle; beide wurden zurückgezogen.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 12 772 Treuhand & Steuerberatung-Unternehmen — Unternehmen für Buchführung, Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Treuhand (NOGA 692000) im Jahr 2024, gegenüber 12 878 im Jahr 2019 und 12 949 im Jahr 2015 (BFS STATENT). Die Klasse trennt Treuhandbüros nicht von Revisionsunternehmen; 1 670 Revisionsunternehmen hielten Ende 2025 eine Zulassung der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde. Die rund 12 900 der Ausgabe vom Februar 2026 waren der Stand von 2022 und wurden aktualisiert..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Treuhand und Steuerberatung sind die tägliche Finanzabteilung der Schweizer KMU: Buchhaltung, Lohnwesen, Jahresabschluss, Steuererklärungen und für viele Firmen die eingeschränkte Revision. Das Bundesamt für Statistik zählt sie zusammen mit den Revisionsunternehmen in einer Klasse (NOGA 692000), die 2024 12 772 Unternehmen, 57 411 Beschäftigte und 44 449 Vollzeitäquivalente umfasste. Die Zahl der Unternehmen hat sich in einem Jahrzehnt kaum verändert — 12 949 im Jahr 2015, 12 878 im Jahr 2019 —, während die Beschäftigung seit 2011 von 50 469 anstieg; das Wachstum kam also von grösseren, nicht von mehr Firmen. Der KMU-Berufsverband TREUHAND|SUISSE ist in zwölf regionale Sektionen gegliedert.

3.0Branchen-Check (SWOT)

Grösste ChanceMittelgrosse Konsolidierer kaufen weiter lokale Praxen
Interne Faktoren
Stärken5
  • Eine grosse, stabile Basis: 12 772 Unternehmen in der Klasse im Jahr 2024, seit 2015 nahezu unverändert und in jedem Kanton vertreten
Schwächen5
  • Sehr kleine Firmen: im Schnitt 3,5 Vollzeitäquivalente pro Unternehmen, im Aargau 1,6→ §4.0
Externe Faktoren
Chancen5
  • Mittelgrosse Konsolidierer kaufen weiter lokale Praxen: BDO, OBT, Balmer-Etienne, Grant Thornton und PKF haben seit 2021 Übernahmen eingetragen→ §4.0
Risiken5
  • Für Buchhaltung oder Steuererklärungen ist keine eidgenössische Bewilligung nötig, was den Preisdruck auf einfache Leistungen hochhält
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
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8.0Regionale Cluster

Zürich

ZH

2 368 Unternehmen, 18,5% des Landestotals, mit 15 015 Vollzeitäquivalenten im Jahr 2024 (BFS STATENT). Neben lokalen Büros haben PwC, KPMG, Deloitte, BDO und Grant Thornton hier ihren Sitz, was den Durchschnitt auf 6,3 Vollzeitäquivalente pro Firma hebt.

Bern, Aargau und Solothurn

2 324 Unternehmen und 4 770 Vollzeitäquivalente, rund 2,1 pro Firma: Bern zählt 1 101 Firmen, der Aargau 884 mit durchschnittlich 1,6 Vollzeitäquivalenten und Solothurn 339. Die T + R AG hat ihren Sitz in Muri bei Bern, und BDO übernahm Praxen in Langenthal, Solothurn und Grenchen.

Genferseeregion

2 111 Unternehmen — Waadt 1 086, Genf 1 025 — mit 5 915 Vollzeitäquivalenten. Die PKF Fiduciaire SA in Genf, mit Zweigniederlassungen in Lausanne, Vevey, Freiburg, Sitten und Moutier, wuchs durch die Übernahme Genfer Praxen.

Zentralschweiz

1 555 Unternehmen und 4 214 Vollzeitäquivalente, mit 678 Firmen in Zug, mehr als die 516 in Luzern. Balmer-Etienne hat ihren Sitz in Luzern, Mattig-Suter in Schwyz.

Tessin

TI

703 Unternehmen und 2 461 Vollzeitäquivalente, 3,5 pro Firma und damit im Landesdurchschnitt. Die Fidinam-Holding und ihre operative Treuhandgesellschaft Fidinam & Partners SA haben ihren Sitz in Lugano.

Quellen

ValIndex Intelligence · Alain Walder, M.A. HSG|Daten per 2026-09|9 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Treuhand- oder Steuerberatungsfirma in der Schweiz wert?

Eine durchschnittliche Schweizer Treuhand- und Steuerberatungsfirma wird steuerlich (statutarisch) mit 4,0 - 6,0× EBITDA und in tatsächlichen Transaktionen mit 4,5 - 6,5× EBITDA bewertet. Die Spanne zwischen statutarischen und Transaktionsmultiplikatoren ist eine Arbitrage-Möglichkeit für informierte Käufer. Der aktuelle Markttrend ist stabil, mit einer als gering bewerteten Arbitrage-Spanne. In dieser Nische ruht der Multiplikator auf festen Buchhaltungs-, Lohn- und Steuermandaten; der Preis hängt deshalb davon ab, wie viel Umsatz jedes Jahr wiederkehrt, wie persönlich die Kunden an den Inhaber gebunden sind, wie viel aus Steuer- und Beratungsarbeit statt aus Routine-Compliance stammt und ob Revisionsmandate an der eigenen Zulassung des Inhabers hängen.

Welche Faktoren beeinflussen die Bewertung einer Treuhandfirma?

Zu den wichtigsten Bewertungstreibern zählen: Eine grosse, stabile Basis: 12 772 Unternehmen in der Klasse im Jahr 2024, seit 2015 nahezu unverändert und in jedem Kanton vertreten; Wiederkehrende Jahresarbeit — Abschlüsse, Steuererklärungen, Lohnwesen und eingeschränkte Revisionen —, die sich mit jedem Geschäftsjahr erneuert. Bewertungsmindernd wirken: Sehr kleine Firmen: im Schnitt 3,5 Vollzeitäquivalente pro Unternehmen, im Aargau 1,6; Langsames Wachstum im Kern-Treuhandgeschäft: Das Treuhandgeschäft von BDO wuchs 2025 um 1,1%. Deal-Multiplikatoren liegen typischerweise bei 4.5 - 6.5× EBITDA, die tatsächlichen Preise variieren jedoch deutlich je nach Kundenkonzentration, Managementqualität, Umsatzstabilität und geografischer Reichweite in den 26 Schweizer Kantonen.

Wie viele Treuhand- und Steuerberatungsfirmen gibt es in der Schweiz?

Das Bundesamt für Statistik zählte 2024 12 772 Unternehmen für Buchführung, Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Treuhand (NOGA 692000) mit 57 411 Beschäftigten und 44 449 Vollzeitäquivalenten (BFS STATENT). Die Klasse trennt Treuhandbüros nicht von Revisionsunternehmen; davon unabhängig hielten Ende 2025 1 670 Revisionsunternehmen eine Zulassung der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde. Zürich zählt die meisten Unternehmen (2 368), gefolgt von Bern (1 101), Waadt (1 086), Genf (1 025) und Aargau (884). Die rund 12 900 Firmen der Ausgabe dieses Berichts vom Februar 2026 waren der Stand von 2022 und wurden aktualisiert.

Wie sieht die Nachfolgesituation bei Schweizer Treuhandfirmen aus?

Die Nachfolge in Treuhand und Steuerberatung ist eine Frage kleiner Firmen. Das durchschnittliche Unternehmen der Klasse hat 3,5 Vollzeitäquivalente, und das Handelsregister zeigt den typischen Ausstieg: eine lokale Praxis, die von einer regionalen oder nationalen Firma übernommen wird, wie es BDO, OBT, Balmer-Etienne, PKF und T + R getan haben. Keine veröffentlichte Quelle misst das Alter der Inhaber oder die Nachfolgepläne Schweizer Treuhandfirmen. Die Ausgabe vom Februar 2026 verwendete stattdessen gesamtwirtschaftliche Zahlen — 52 000 Unternehmen auf der Suche nach neuer Führung, 22% der Familienunternehmen mit geplanter familieninterner Übergabe, 1 800 Schliessungen und 14 000 verlorene Stellen pro Jahr —, die diese Branche nicht beschreiben und entfernt wurden. Bei Firmen, die auch revidieren, zeigen die Zulassungsdaten der RAB Ausstiege direkt: 25% der Revisionsunternehmen, deren Zulassung 2025 ablief, erneuerten sie nicht. Ein Käufer sollte prüfen, wie viel Umsatz aus festen Buchhaltungs-, Lohn- und Steuermandaten stammt; wie persönlich die Kunden vom Inhaber abhängen; ob eingeschränkte Revisionsmandate an der eigenen Zulassung des Inhabers hängen; und wie leicht sich Software und Abläufe der Firma in jene des Käufers integrieren lassen. Transaktionsmultiplikatoren liegen in der Branche typischerweise bei 4.5 - 6.5× EBITDA.

Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Treuhand und Steuerberatung?

Vier Trends prägen den Sektor 2026: (1) Mehr Personal, nicht mehr Firmen — Das Bundesamt für Statistik zählte 2024 12 772 Unternehmen für Buchführung, Revision, Steuerberatung und Treuhand, weniger als die 12 949 von 2015 und die 12 878 von 2019. (2) Lokale Praxen gehen in regionalen Plattformen auf — Das Handelsregister zeigt, wie mittelgrosse Firmen durch Übernahmen wachsen. (3) Der Umsatz verschiebt sich von Compliance zu Steuern und Beratung — BDO, die Firma mit den meisten Revisionsmandaten, steigerte den Umsatz 2025 um 4,2% auf CHF 293,6 Mio., aber nicht gleichmässig: Das Treuhandgeschäft wuchs um 1,1% auf CHF 90,6 Mio. und die Wirtschaftsprüfung um 2,2% auf CHF 98,0 Mio., während Steuern und Recht um 7,9% auf CHF 37,8 Mio. und die übrigen Dienstleistungen, darunter Immobilien, IT und Deal Advisory, um 14,1% auf CHF 47,8 Mio. zulegten. (4) Kleine Firmen behalten die eingeschränkte Revision — Viele Treuhandfirmen revidieren auch. Zugelassene Revisionsunternehmen ohne staatliche Aufsicht führten 2025 66 281 Revisionen durch, davon 63 210 eingeschränkte, und Unternehmen mit höchstens zwei zugelassenen Revisoren erbringen 24,4% aller eingeschränkten Revisionen, etwas mehr als die 22,1% der Unternehmen mit mindestens 21 zugelassenen Revisoren.

Was sind die Hauptrisiken beim Kauf einer Treuhandfirma?

Die wichtigsten Akquisitionsrisiken sind: (1) Für Buchhaltung oder Steuererklärungen ist keine eidgenössische Bewilligung nötig, was den Preisdruck auf einfache Leistungen hochhält; (2) Buchhaltungssoftware, die Buchungen automatisiert, reduziert die Stunden, die Kunden bezahlen; (3) Dünner Nachwuchs: Nur neun zugelassene Revisionspersonen sind jünger als 26 (RAB 2025). Käufer sollten Kundenkonzentration, regulatorische Compliance und Schlüsselpersonen-Abhängigkeiten sorgfältig prüfen. Deal-Multiplikatoren von 4.5 - 6.5× EBITDA können bei erhöhtem Risikoprofil abschlägig ausfallen.

Wie sieht die typische Kostenstruktur einer Schweizer Treuhandfirma aus?

Eine indikative Kostenaufteilung für eine Schweizer Treuhand- und Steuerberatungsfirma ist: Personal (Löhne, Sozialabgaben, Weiterbildung): 60%, Informatik, Buchhaltungs- und Lohnsoftware: 10%, Büromiete & Infrastruktur: 9%, Berufshaftpflichtversicherung & Compliance: 4%, Marketing, Akquisition & Übriges: 7%, Gewinnmarge (EBITDA): 10%. Indikative Aufteilung für ein kleines bis mittelgrosses Schweizer Treuhandbüro; keine veröffentlichte Quelle misst Kostenstrukturen oder Margen der Branche, und die in der Ausgabe vom Februar 2026 genannten EBITDA-Margen von 10-15% für gut geführte und 5-8% für unterdimensionierte Firmen hatten keine Quelle und wurden zurückgezogen. Personal ist der Hauptkostenblock in einer Klasse mit 44 449 Vollzeitäquivalenten in 12 772 Unternehmen (BFS STATENT, 2024); die Marge einer Firma hängt deshalb vor allem davon ab, wie viele Mandate pro Mitarbeitenden betreut werden. Firmen, die auch revidieren, tragen für Zulassung der RAB, Qualitätsmanagement und Haftpflichtversicherung weitgehend fixe Kosten, unabhängig von der Zahl ihrer Revisionsmandate. Für einen Käufer ist die Frage, wie viel der Personalkosten auf den Inhaber und wenige langjährige Mitarbeitende entfällt, denn in kleinen Büros liegen meist auch die Kundenbeziehungen bei ihnen.

Wo sind die Treuhand- und Steuerberatungsfirmen der Schweiz konzentriert?

Die Treuhand- und Steuerberatungsfirmen der Schweiz konzentrieren sich auf fünf Regionen: (1) Zürich (ZH) — 2 368 Unternehmen, 18,5% des Landestotals, mit 15 015 Vollzeitäquivalenten im Jahr 2024 (BFS STATENT). (2) Bern, Aargau und Solothurn (BE/AG/SO) — 2 324 Unternehmen und 4 770 Vollzeitäquivalente, rund 2,1 pro Firma: Bern zählt 1 101 Firmen, der Aargau 884 mit durchschnittlich 1,6 Vollzeitäquivalenten und Solothurn 339. (3) Genferseeregion (GE/VD) — 2 111 Unternehmen — Waadt 1 086, Genf 1 025 — mit 5 915 Vollzeitäquivalenten. (4) Zentralschweiz (LU/ZG/SZ) — 1 555 Unternehmen und 4 214 Vollzeitäquivalente, mit 678 Firmen in Zug, mehr als die 516 in Luzern. (5) Tessin (TI) — 703 Unternehmen und 2 461 Vollzeitäquivalente, 3,5 pro Firma und damit im Landesdurchschnitt. Die Vollzeitäquivalente pro Firma sind in Kantonen kleiner Büros am tiefsten — 1,6 im Aargau und 1,8 im Thurgau — und dort am höchsten, wo grosse Firmen ihren Sitz haben: 6,3 in Zürich und 13,3 in Basel-Stadt.

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