1.0Marktüberblick
- +2,2%
- Wachstum der Schweizer Chemie- und Pharmaexporte 2025 auf CHF 152,1 Milliarden (scienceindustries, Januar 2026) – das Volumen, das die Pharmalogistik bewegt. Keine BFS-Klasse erfasst nur die Pharmalogistik.
- CHF 46,1 Mrd.
- Grösse des gesamten Schweizer Logistikmarkts 2024, +1,4% (GS1 Switzerland / Universität St. Gallen, Logistikmarktstudie 01/2026). Die Pharmalogistik ist ein spezialisierter Teil davon; eine eigene Zahl wird nicht veröffentlicht.
- 88
- GMP/GDP-Inspektionen von Swissmedic 2025 (2024: 95). Jedes Unternehmen, das Arzneimittel lagert, importiert, exportiert oder im Grosshandel vertreibt, braucht eine Betriebsbewilligung von Swissmedic.
- 26 895
- Beschäftigte der Schweizer Speditionen und sonstigen Verkehrsdienstleister 2024 (BFS STATENT, NOGA 52.29), der Klasse, in der die meisten Pharmalogistiker eingetragen sind.
2.0Branchenüberblick
Die Schweiz gehört zu den grössten Arzneimittelexporteuren der Welt: Die chemisch-pharmazeutischen Exporte erreichten 2025 CHF 152,1 Milliarden, 2,2% mehr und über die Hälfte aller Schweizer Exporte, so der Branchenverband scienceindustries. In die EU gingen CHF 80,3 Milliarden, in die USA CHF 36,7 Milliarden. Jede dieser Sendungen braucht temperaturgeführten, dokumentierten Transport und Lagerung nach Good Distribution Practice (GDP). Die Pharmalogistik ist der spezialisierte Teil eines Schweizer Logistikmarkts, den GS1 Switzerland und die Universität St. Gallen für 2024 auf CHF 46,1 Milliarden beziffern (+1,4%); eine eigene Zahl für Pharma wird nicht veröffentlicht, und keine BFS-Klasse zählt ihre Unternehmen.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Nachfrage verankert in einer der grössten Pharmaexportbasen der Welt im Verhältnis zur Bevölkerung
- Konzentration auf wenige grosse Pharmakunden
- Zell- und Gentherapien mit Tiefkühl- und zeitkritischer Logistik
- US-Zölle und Handelskonflikte, die Pharmaströme treffen
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Firmenbewertung Logistik (Pharma / Kühlkette) Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 5.0 - 7.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 6.0 - 9.0×
- Markttrend
- Steigend
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Zürich
131 Speditions- und Verkehrsdienstleister mit 9 213 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT, NOGA 52.29, als Annäherung: keine Klasse erfasst die Pharmalogistik). Über den Flughafen Zürich läuft der grösste Teil der per Luftfracht versandten Arzneimittel.
Nordwestschweiz
182 Firmen mit 7 413 Beschäftigten, nahe der Basler Pharmaindustrie; die Schweizer Gesellschaft von DSV ist in Basel eingetragen.
Zentralschweiz
96 Firmen mit 2 904 Beschäftigten; der Konzernsitz von Kuehne+Nagel liegt in Schindellegi (SZ).
Ostschweiz
107 Firmen mit 2 425 Beschäftigten.
Bern und Solothurn
79 Firmen mit 1 674 Beschäftigten; Movianto Schweiz ist in Neuenegg (BE) eingetragen.
Tessin
133 Firmen mit 1 648 Beschäftigten, viele im Handel mit Italien tätig.
Westschweiz
143 Firmen mit 1 611 Beschäftigten; die Schweizer Gesellschaft von World Courier sitzt in Plan-les-Ouates (GE).
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Pharmalogistik-Unternehmen in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt die Schweizer Pharmalogistik bei 6,0–9,0× EBITDA in Transaktionen und 5,0–7,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Firmen mit Swissmedic-Bewilligung, qualifizierter temperaturgeführter Kapazität und langen Verträgen mit mehreren Pharmakunden liegen am oberen Ende; reine Transporteure, die an einem Kunden hängen, tiefer.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Pharmalogistikers?
Käufer bewerten: (1) Swissmedic-Bewilligungen und Inspektionshistorie; (2) validierte, temperaturgeführte Lager und Flotte; (3) Dauer und Streuung der Pharmaverträge; (4) Kompetenzen für klinische Studien oder Spezialtransporte; (5) Qualitätspersonal; (6) die Lage nahe den Clustern Basel und Zürich und den Flughäfen.
▶Wie gross ist die Schweizer Pharmalogistik?
Es gibt keine offizielle Zahl für die Pharmalogistik: Keine BFS-Klasse erfasst sie. Sie bedient einen Exportstrom chemisch-pharmazeutischer Produkte von CHF 152,1 Milliarden 2025 und ist Teil eines gesamten Schweizer Logistikmarkts von CHF 46,1 Milliarden 2024 (GS1 / Universität St. Gallen).
▶Welches sind die wichtigsten Pharmalogistiker der Schweiz?
Globale Spediteure mit Healthcare-Sparten – Kuehne+Nagel und DSV – sowie Spezialisten wie World Courier (Cencora), Movianto (seit Dezember 2025 Yusen Logistics) und Helveticor, die mit der Planzer-Gruppe zusammenarbeitet.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Pharmalogistik?
Fünf Trends: (1) Die Pharmaexporte wuchsen 2025 um 2,2% auf CHF 152,1 Milliarden; (2) Yusen Logistics kaufte im Dezember 2025 Movianto; (3) DSV übernahm 2025 Schenker; (4) Swissmedic führte 2025 88 GMP/GDP-Inspektionen durch; (5) der gesamte Logistikmarkt wuchs 2024 um 1,4%.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Pharmalogistikers?
Die grössten Risiken sind: (1) Abhängigkeit von wenigen Pharmakunden; (2) Verlust einer Swissmedic-Bewilligung nach einer Inspektion; (3) Investitionsbedarf für validierte Anlagen; (4) Handelskonflikte, die Pharmaströme treffen; (5) Preisdruck durch globale Netzwerke. Die Due Diligence sollte Bewilligungen, Inspektionsberichte, Aufzeichnungen zu Temperaturabweichungen und Vertragsbedingungen prüfen.
▶Welche Bewilligung braucht ein Pharmalogistiker in der Schweiz?
Ein Unternehmen, das Arzneimittel lagert, importiert, exportiert oder im Grosshandel vertreibt, braucht eine Betriebsbewilligung von Swissmedic und muss die Good Distribution Practice (GDP) einhalten. Swissmedic inspiziert die Bewilligungsinhaber: 88 GMP/GDP-Inspektionen 2025.
▶Wo sind die Schweizer Pharmalogistiker angesiedelt?
Nahe der Pharmaindustrie und den Flughäfen. Gemessen an den Speditionen (NOGA 52.29, 2024): Zürich hat 9 213 Beschäftigte und die Nordwestschweiz mit dem Basler Pharmacluster 7 413; es folgen die Zentralschweiz mit 2 904, die Ostschweiz mit 2 425, Bern und Solothurn mit 1 674, das Tessin mit 1 648 und die Westschweiz mit 1 611.