1.0Marktüberblick
- CHF 1,9 Mrd.
- Gesundheitsausgaben für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten 2024 (CHF 1 914 Millionen), davon CHF 1 317 Millionen von der Grundversicherung bezahlt – BFS-Statistik der Kosten des Gesundheitswesens; 2021 waren es CHF 1 565 Millionen. Rehabilitationskliniken werden separat gezählt (CHF 1 616 Millionen).
- 11 700
- Unternehmen der Physiotherapie (NOGA 86.90.02) im Jahr 2024, BFS STATENT – gegenüber 8 084 im Jahr 2011. Die meisten sind selbständige Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, die allein oder in kleinen Praxen arbeiten.
- 27 461
- Beschäftigte in Physiotherapiepraxen 2024 (18 210 Vollzeitäquivalente), BFS STATENT, gegenüber 15 677 im Jahr 2011; 70,7% sind Frauen. In Spitälern und Kliniken angestellte Physiotherapeuten werden dort gezählt.
- +4,4%
- Durchschnittliches jährliches Beschäftigungswachstum in Physiotherapiepraxen von 2011 bis 2024 (BFS STATENT); +3,7% im Jahr 2024. Die Ausgaben für Physiotherapie stiegen von 2021 bis 2024 um 22% (BFS-Gesundheitskosten).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) ist der Schweizer Physiotherapie & Rehabilitation-Markt CHF 1,9 Mrd. gross — Gesundheitsausgaben für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten 2024 (CHF 1 914 Millionen), davon CHF 1 317 Millionen von der Grundversicherung bezahlt – BFS-Statistik der Kosten des Gesundheitswesens; 2021 waren es CHF 1 565 Millionen. Rehabilitationskliniken werden separat gezählt (CHF 1 616 Millionen)..
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 11 700 Physiotherapie & Rehabilitation-Unternehmen — Unternehmen der Physiotherapie (NOGA 86.90.02) im Jahr 2024, BFS STATENT – gegenüber 8 084 im Jahr 2011. Die meisten sind selbständige Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, die allein oder in kleinen Praxen arbeiten..
2.0Branchenüberblick
Die Schweiz zählte 2024 laut der Unternehmensstatistik des BFS (STATENT) 11 700 Unternehmen der Physiotherapie mit 27 461 Beschäftigten – 45% mehr Unternehmen und 75% mehr Beschäftigte als 2011. Die Branche ist extrem zersplittert: Die durchschnittliche Praxis hat 1,6 Vollzeitäquivalente, und die meisten Unternehmen sind selbständige Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten. Die Gesundheitsausgaben für Physiotherapie erreichten 2024 CHF 1 914 Millionen, davon CHF 1 317 Millionen zulasten der Grundversicherung; sie stiegen von 2021 bis 2024 um 22% (BFS-Gesundheitskosten). Der Berufsverband physioswiss vertritt rund 12 000 Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Wachsende Nachfrage durch die alternde Bevölkerung: Ausgaben für Physiotherapie von 2021 bis 2024 um 22% gestiegen (BFS)
- Extreme Zersplitterung: 1,6 Vollzeitäquivalente pro Praxis
- Zeitbasierter Tarif ab 2027 (Fünf-Minuten-Einheiten), der längere und komplexere Behandlungen besser abgilt
- Kostendämpfungsdruck in der Grundversicherung bei steigenden Ausgaben→ §5.0
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Firmenbewertung Physiotherapie & Rehabilitation Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 2.5 - 4.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 3.5 - 5.5×
- Markttrend
- Steigend
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Westschweiz
3 738 Unternehmen mit 7 472 Beschäftigten 2024 – nach Zahl der Praxen die grösste Region, mit kleinen Einheiten (2,0 Beschäftigte pro Unternehmen). Die Waadt zählt 1 319 Unternehmen, Genf 979.
Zürich
1 745 Unternehmen mit 4 267 Beschäftigten, am meisten aller Kantone.
Bern und Solothurn
1 629 Unternehmen mit 3 612 Beschäftigten; allein Bern zählt 1 317 Unternehmen.
Nordwestschweiz
1 493 Unternehmen mit 3 682 Beschäftigten; der Aargau zählt 720 Unternehmen mit 1 902 Beschäftigten.
Ostschweiz
1 483 Unternehmen mit 4 020 Beschäftigten – 2,7 pro Unternehmen, grösser als in der Westschweiz. In St. Gallen (1 947 Beschäftigte) sind Physiozentrum und die Kliniken Valens zu Hause.
Zentralschweiz
1 029 Unternehmen mit 2 699 Beschäftigten; Luzern zählt 496 Unternehmen.
Tessin
583 Unternehmen mit 1 709 Beschäftigten – 2,9 pro Unternehmen, die grössten durchschnittlichen Einheiten aller Regionen.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist eine Physiotherapiepraxis in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Schweizer Physiotherapiepraxen bei 3,5–5,5× EBITDA in Transaktionen und 2,5–4,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Das EBITDA muss um die eigene Arbeit des Inhabers bereinigt werden: In einer Einzelpraxis ist der grösste Teil des Gewinns dessen Lohn, den ein Käufer durch eine angestellte Physiotherapeutin oder einen angestellten Physiotherapeuten ersetzen muss. Gruppenpraxen mit angestellten Therapeuten, stabilen Zuweisungen und medizinischem Training erreichen das obere Ende.
▶Was bestimmt den Wert einer Schweizer Physiotherapiepraxis?
Käufer bewerten: (1) die Zahl der Therapeuten und die Abhängigkeit vom Inhaber; (2) den Patientenstamm und die zuweisenden Ärzte; (3) den Standort und den Mietvertrag; (4) die Ausstattung und die Räume für medizinisches Training; (5) den Anteil der Grundversicherung am Umsatz und das Exposure gegenüber dem Tarifwechsel 2027; (6) Umsätze von Selbstzahlern und aus Zusatzversicherungen.
▶Wie gross ist die Schweizer Physiotherapie-Branche?
BFS STATENT zählt 2024 11 700 Unternehmen der Physiotherapie mit 27 461 Beschäftigten (18 210 Vollzeitäquivalente). Die Gesundheitsausgaben für Physiotherapie betrugen 2024 CHF 1 914 Millionen, davon CHF 1 317 Millionen zulasten der Grundversicherung (BFS-Gesundheitskosten). physioswiss vertritt rund 12 000 Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten.
▶Wer kauft Physiotherapiepraxen in der Schweiz?
Die meisten Praxen werden an angestellte Physiotherapeuten verkauft, die sich selbständig machen wollen, oder an Kollegen, die Gruppenpraxen bilden. Ketten und Gesundheitsgruppen – Physiozentrum mit 33 Standorten, die Migros-Gruppe Medbase – und Rehabilitationsgruppen wie die Kliniken Valens sind die grösseren Käufer.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Physiotherapie?
Fünf Trends: (1) eine neue zeitbasierte Tarifstruktur, geplant für 2027; (2) Ausgaben für Physiotherapie von 2021 bis 2024 um 22% gestiegen; (3) etwas grössere Praxen – 1,56 Vollzeitäquivalente 2024 gegenüber 1,19 im Jahr 2011; (4) Expansion von Ketten und Gesundheitsgruppen; (5) eine überwiegend weibliche, teilzeitarbeitende Belegschaft.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf einer Schweizer Physiotherapiepraxis?
Die grössten Risiken sind: (1) die Abhängigkeit vom Inhaber und der Verlust von Patienten bei seinem Weggang; (2) die Auswirkungen der neuen Tarifstruktur; (3) der Kostendämpfungsdruck in der Grundversicherung; (4) der Fachkräftemangel; (5) die Abhängigkeit von zuweisenden Ärzten. Die Due Diligence sollte Patientenstamm, Zuweiser, Mietvertrag und Umsatz nach Versicherern prüfen.
▶Wie wird der neue Physiotherapie-Tarif die Praxen verändern?
Die im April 2026 eingereichte Struktur würde die Abrechnung pro Sitzung nach dem Tarif 312 aus dem Jahr 2018 durch Zeiteinheiten von fünf Minuten ersetzen und Positionen für Sturzprävention, robotergestützte Therapie und Leistungen in Abwesenheit des Patienten schaffen. Längere und komplexere Behandlungen würden genauer abgegolten. Sie braucht die Genehmigung des Bundesrats und ist auf Anfang 2027 geplant.
▶Wo sind die Schweizer Physiotherapiepraxen angesiedelt?
Die Westschweiz zählt die meisten Physiotherapie-Unternehmen (3 738 mit 7 472 Beschäftigten 2024), gefolgt von Zürich (1 745 und 4 267), Bern und Solothurn (1 629 und 3 612), der Nordwestschweiz (1 493 und 3 682), der Ostschweiz (1 483 und 4 020), der Zentralschweiz (1 029 und 2 699) und dem Tessin (583 und 1 709). Die Praxen sind in der Westschweiz am kleinsten, im Tessin und in der Ostschweiz am grössten.