BRANCHENREPORTSEPTEMBER 2026
ValIndex Intelligence · Alain Walder, M.A. HSG|Daten per 2026-09|18 Quellen zitiert
MEM: Energie, Umwelt & Infrastruktur

Energietechnik & Antriebstechnik

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor energietechnik & antriebstechnik CHF ~9,2 Mrd., 851 Unternehmen, 27 437 Mitarbeitende. (Daten per 2026-09.) Wachstum +5,5%. Exportquote: ~78%. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Bewertungsüberblick
Deal-Multiplikator (EBITDA)
6.0 - 8.5×
Markttrend
Stabil

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

Wichtigste Erkenntnisse
  • Marktgrösse: CHF ~9,2 Mrd.
  • Deal-Multiplikatoren: 6.0 - 8.5× EBITDA (Trend: stabil)
  • Wachstumsrate: +5,5%
  • Aktive Unternehmen: 851
  • Top-Trend: Die elektrischen Maschinen sind die stärkste Exportlinie der Schweizer Tech-Industrie

1.0Marktüberblick

CHF ~9,2 Mrd.
Indikativer Umsatz der Schweizer Energieerzeugungs- und Elektromaschinenausrüstung. Eine offizielle Schweizer Umsatzreihe für die Energietechnik existiert nicht: Die Tätigkeit erstreckt sich über die NOGA-Abteilung 27 (elektrische Ausrüstungen) und Teile der Abteilung 28 (Maschinenbau), und das BFS publiziert STATENT nur auf Abteilungsebene.
851
Arbeitsstätten in der NOGA-Abteilung 27 "Herstellung von elektrischen Ausrüstungen", BFS STATENT 2024 publiziert am 20.08.2026 — nach 853 im Jahr 2022 und 905 im Jahr 2012. Das ist der gemessene Kern der elektrischen Ausrüstungen; Turbinen-, Generatoren- und Wasserkraftausrüster sind unter Maschinenbau (28) klassiert, weshalb die in der Februar-2026-Ausgabe dieses Berichts geführten "~1 800 Firmen" eine abteilungsübergreifende Schätzung und keine Zählung sind.
27 437
Beschäftigte in der NOGA-Abteilung 27, BFS STATENT 2024 — -3,5% gegenüber 2022 und -24,0% gegenüber 2012. Dieser Zwölfjahresrückgang ist stärker als im Maschinenbau (-1,1%), bei Metallerzeugnissen (-7,4%) oder bei Gummi und Kunststoff (-12,9%) — und er steht direkt gegen die stärkste Exportlinie des Sektors. Damit ist diese Nische der klarste Fall der Schweizer Industrie, in dem die Produktion steigt und der Personalbestand fällt.
~78%
Geschätzte Exportquote. Schweizer Transformatoren, Turbinen, Antriebe und Schaltanlagen gehen in Netz-, Wasserkraft- und Industrieprojekte weltweit; das Schweizer Netz und der Wasserkraftpark sind ein bedeutender, aber weit kleinerer Heimmarkt.
+5,5%
Swissmem-Exportveränderung für elektrische Maschinen, Apparate und andere elektrische Waren im 1. Halbjahr 2026 — die stärkste Produktgruppe der Schweizer Tech-Industrie nach den Transportmitteln, gegenüber Gesamtexporten von +1,7%. Die in der Februar-2026-Ausgabe dieses Berichts geführten 2,8% liessen sich nicht belegen. Swissmem nennt die industrielle Elektrotechnik und Energielösungen als einen der wenigen Subsektoren, welche die Erholung tatsächlich tragen — getrieben von der Nachfrage aus Rechenzentren und KI-Anwendungen.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) ist der Schweizer Energietechnik & Antriebstechnik-Markt CHF ~9,2 Mrd. gross — Indikativer Umsatz der Schweizer Energieerzeugungs- und Elektromaschinenausrüstung. Eine offizielle Schweizer Umsatzreihe für die Energietechnik existiert nicht: Die Tätigkeit erstreckt sich über die NOGA-Abteilung 27 (elektrische Ausrüstungen) und Teile der Abteilung 28 (Maschinenbau), und das BFS publiziert STATENT nur auf Abteilungsebene..
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) werden ~78% der Schweizer Energietechnik & Antriebstechnik-Produktion exportiert (Geschätzte Exportquote. Schweizer Transformatoren, Turbinen, Antriebe und Schaltanlagen gehen in Netz-, Wasserkraft- und Industrieprojekte weltweit; das Schweizer Netz und der Wasserkraftpark sind ein bedeutender, aber weit kleinerer Heimmarkt.).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 851 Energietechnik & Antriebstechnik-Unternehmen — Arbeitsstätten in der NOGA-Abteilung 27 "Herstellung von elektrischen Ausrüstungen", BFS STATENT 2024 publiziert am 20.08.2026 — nach 853 im Jahr 2022 und 905 im Jahr 2012. Das ist der gemessene Kern der elektrischen Ausrüstungen; Turbinen-, Generatoren- und Wasserkraftausrüster sind unter Maschinenbau (28) klassiert, weshalb die in der Februar-2026-Ausgabe dieses Berichts geführten "~1 800 Firmen" eine abteilungsübergreifende Schätzung und keine Zählung sind..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Die Schweizer Energietechnik ist jene Ecke der Tech-Industrie, in der die Erholung real ist — und Swissmem sagt es genau so. In der Halbjahresmitteilung vom 23. August 2026 meldete der Verband Gesamtexporte der Tech-Industrie von CHF 34,5 Milliarden, +1,7%, wobei elektrische Maschinen, Apparate und andere elektrische Waren um 5,5% zulegten — die stärkste Produktgruppe nach den Transportmitteln, gegenüber -2,1% im Maschinenbau und -3,0% bei den Präzisionsinstrumenten. Drei Monate zuvor hatte Swissmem die Subsektoren benannt, welche die Wende tatsächlich tragen: die industrielle Elektrotechnik und Energielösungen, getrieben von der Nachfrage aus Rechenzentren und KI-Anwendungen, zusammen mit der Luftfahrt.

3.0Branchen-Check (SWOT)

Interne Faktoren
Stärken5
  • Die stärkste Exportlinie der Schweizer Tech-Industrie. Elektrische Maschinen, Apparate und andere elektrische Waren wuchsen im 1. Halbjahr 2026 um 5,5%, gegenüber Gesamtexporten von 1,7%, Maschinenbau -2,1% und Präzisionsinstrumenten -3,0%.
Schwächen5
  • Der Personalbestand ist um ein Viertel gefallen. Die NOGA-Abteilung 27 beschäftigte in der STATENT 2024 27 437 Personen gegenüber 36 099 im Jahr 2012 — ein Rückgang von 24,0%, stärker als im Maschinenbau, bei Metallerzeugnissen oder Kunststoff —, während sich die Arbeitsstättenzahl kaum bewegte, von 905 auf 851.
Externe Faktoren
Chancen5
  • Der Strombedarf von Rechenzentren und KI ist der Wachstumsmotor, den Swissmem selbst identifiziert — und er trifft genau die Schweizer Kompetenzen bei Transformatoren, Schaltanlagen, Antrieben und Hochspannungsisolation.
Risiken5
  • Die US-Zolleskalation 2025-2026 — 39% im August 2025, Deckelung auf 15% im November 2025, Section-232-Zölle von 10-50% auf Stahl, Aluminium und Kupfer ab April 2026 und 12,5% auf Tech-Güter seit Ende Juli 2026 — trifft einen Sektor, dessen Vormaterial Kupfer, Stahl und Speziallegierungen sind.
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
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8.0Regionale Cluster

Baden und der Aargauer Energiekorridor

AG

Das dichteste Energietechnik-Cluster der Schweiz und die historische Heimat der Branche. Die ABB Schweiz AG ist in Baden eingetragen; die GE Vernova (Switzerland) GmbH ist in Baden eingetragen, mit einer Zweigniederlassung in Birr, neben der GE Vernova Swiss Holdings, Technology, Global Services und Parts & Products GmbH; und die Cellpack Power Systems AG baut Kabelzubehör in Villmergen.

Zürich

ZH

Das Hauptsitz-Cluster der Netztechnik. Die Hitachi Energy AG und die Hitachi Energy Holdings AG sind in Zürich eingetragen — nicht in Baden, wie frühere Ausgaben dieses Berichts angaben — zusammen mit der Hitachi Energy Finance AG und der Hitachi Energy Participations AG sowie der ABB Robotics Schweiz AG. Die Maag Pump Systems AG baut Zahnradpumpen und Granuliersysteme in Oberglatt.

Zentralschweiz und Genferseeregion

LUVD

Die Wasserkraftachse. Die ANDRITZ HYDRO AG ist in Kriens (LU) und die ANDRITZ HYDRO SA in Vevey (VD) eingetragen — eine Paarung, die Turbinen, Generatoren und Anlagenmodernisierung über beide Sprachregionen abdeckt und sowohl den Schweizer Wasserkraftpark als auch Exportprojekte bedient.

Nordwest- und Ostschweiz

SOSGTI

Wo die Isolation entsteht — der unsichtbarste Teil der Kette und der am schwersten zu substituierende. Die Von Roll Insulation & Composites Holding AG ist in Breitenbach (SO), die Weidmann Electrical Technology AG in Rapperswil-Jona (SG), und die Hitachi Energy Dry Transformers Switzerland SA fertigt in Tresa (TI).

Quellen

Zefix — Swiss Central Business Name Index (register seats of Hitachi Energy AG, ABB Schweiz AG, GE Vernova (Switzerland) GmbH, ANDRITZ HYDRO AG, Von Roll, Weidmann Electrical Technology AG, Cellpack Power Systems AG and Maag Pump Systems AG; no entries for Wikov Schweiz AG, Flender (Schweiz) AG or SEW-Eurodrive (Schweiz) AG)BFS STATENT — establishments and employment by NOGA division (2024, published 20.08.2026); division 27 employment fell from 36,099 in 2012 to 27,437 in 2024, a 24.0% declineSwissmem — Recovery in the tech industry remains fragile (23 August 2026): H1 2026 exports CHF 34.5bn (+1.7%), electrical machinery +5.5%, capacity utilisation 81.1% in Q2 vs an 85.6% long-run average; a quarter of companies report negative EBIT marginsSwissmem — Selective recovery with significant downside risks in the tech industry (28 May 2026): names industrial electrical engineering and energy solutions among the few sub-sectors driving the recovery, on data centre and AI demandSwissmem — Tech Industry Key Figures Q2/2026ABB — results and reports; Q2 2026 published 16 July 2026 in ZurichABB SwitzerlandHitachi Energy Switzerland — transformers, HVDC and grid technologyGE Vernova — gas turbines and power generation technology; Swiss entities registered in Baden (AG) with a branch in BirrANDRITZ Hydro — hydro turbines, generators and plant modernisation; Swiss entities in Kriens (LU) and Vevey (VD)Von Roll — high-voltage electrical insulation and composites, Breitenbach (SO)Weidmann Electrical Technology — transformer insulation, Rapperswil-Jona (SG)Cellpack — cable accessories and power systems, Villmergen (AG)Maag — gear pumps, pelletising and filtration systems, Oberglatt (ZH)SFOE — Swiss electricity statisticsSFOE — media releases, including the consultation on the revised wind energy concept (1 September 2026) and CHF 636 million committed under the Buildings Programme in 2025SECO — Swiss-US trade relations and tariff timelineKPMG — Clarity on Swiss Mergers & Acquisitions
ValIndex Intelligence · Alain Walder, M.A. HSG|Daten per 2026-09|18 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Energietechnik & Antriebstechnik-Unternehmen in der Schweiz wert?

Ein durchschnittliches Schweizer Energietechnik & Antriebstechnik-Unternehmen wird mit 4.5 - 6.5× EBITDA bei der steuerlichen Bewertung und 6.0 - 8.5× EBITDA bei tatsächlichen Transaktionen bewertet. Die Differenz zwischen steuerlichen und Deal-Multiplikatoren stellt eine wesentliche Arbitrage-Möglichkeit für informierte Käufer dar. Der aktuelle Markttrend ist stabil, mit einer als mittel bewerteten Arbitrage-Spanne. Die tatsächliche Bewertung hängt stark von wiederkehrenden Umsätzen, Kundendiversifikation, Führungstiefe und Anlagenmodernität ab.

Welche Faktoren beeinflussen die Bewertung eines Energietechnik & Antriebstechnik-Unternehmens?

Zu den wichtigsten Bewertungstreibern zählen: Die stärkste Exportlinie der Schweizer Tech-Industrie. Elektrische Maschinen, Apparate und andere elektrische Waren wuchsen im 1. Halbjahr 2026 um 5,5%, gegenüber Gesamtexporten von 1,7%, Maschinenbau -2,1% und Präzisionsinstrumenten -3,0%; Swissmem nennt die industrielle Elektrotechnik und Energielösungen als einen der wenigen Subsektoren, welche die Erholung tatsächlich tragen — getrieben von der Nachfrage aus Rechenzentren und KI-Anwendungen. Bewertungsmindernd wirken: Der Personalbestand ist um ein Viertel gefallen. Die NOGA-Abteilung 27 beschäftigte in der STATENT 2024 27 437 Personen gegenüber 36 099 im Jahr 2012 — ein Rückgang von 24,0%, stärker als im Maschinenbau, bei Metallerzeugnissen oder Kunststoff —, während sich die Arbeitsstättenzahl kaum bewegte, von 905 auf 851; Die Margen verschlechtern sich sektorweit. Swissmem berichtet, dass ein Viertel der Tech-Industrieunternehmen negative EBIT-Margen ausweist und weitere 29% ihre Kapitalkosten und F&E-Aufwendungen kaum decken. Deal-Multiplikatoren liegen typischerweise bei 6.0 - 8.5× EBITDA, die tatsächlichen Preise variieren jedoch deutlich je nach Kundenkonzentration, Managementqualität, Umsatzstabilität und geografischer Reichweite in den 26 Schweizer Kantonen.

Wie viele Energietechnik & Antriebstechnik-Unternehmen gibt es in der Schweiz?

Eine offizielle Zahl der Schweizer Energietechnikunternehmen existiert nicht; die häufig zitierten rund 1 800 Firmen — auch in der Februar-2026-Ausgabe dieses Berichts — sind eine Schätzung über mehrere NOGA-Abteilungen hinweg und keine Messung. Die Energietechnik hat keinen eigenen Code: Der Kern der elektrischen Ausrüstungen liegt in der NOGA-Abteilung 27, während Turbinen-, Generatoren- und Wasserkraftausrüster unter Maschinenbau (28) klassiert sind, und das BFS publiziert STATENT nur auf Abteilungsebene. Gemessen wird die Abteilung 27, und sie erzählt die prägende Geschichte dieser Nische. Die am 20. August 2026 publizierte STATENT 2024 weist 851 Arbeitsstätten und 27 437 Beschäftigte aus, gegenüber 853 und 28 420 im Jahr 2022 sowie 905 und 36 099 im Jahr 2012. Die Arbeitsstättenzahl bewegte sich in zwölf Jahren kaum, während die Beschäftigung um 24,0% fiel — stärker als im Maschinenbau (-1,1%), bei Metallerzeugnissen (-7,4%) oder bei Gummi und Kunststoff (-12,9%). Im selben Zeitraum stiegen die Exporte: Swissmem meldete für das 1. Halbjahr 2026 elektrische Maschinen, Apparate und andere elektrische Waren mit +5,5%, die stärkste Produktgruppe der Schweizer Tech-Industrie nach den Transportmitteln. Etwa gleich viele Firmen, ein Viertel weniger Personen, mehr Produktion. Das Handelsregister ist die verlässliche Prüfung jedes Einzelnamens und hier entscheidend: Es bestätigt die Hitachi Energy AG in Zürich (nicht Baden), die ABB Schweiz AG in Baden, die GE Vernova (Switzerland) GmbH in Baden mit Zweigniederlassung in Birr, die ANDRITZ HYDRO AG in Kriens (LU), die Von Roll Insulation & Composites Holding AG in Breitenbach (SO), die Weidmann Electrical Technology AG in Rapperswil-Jona (SG), die Cellpack Power Systems AG in Villmergen (AG) und die Maag Pump Systems AG in Oberglatt (ZH) — und zeigt zugleich überhaupt keinen Schweizer Eintrag für die Wikov Schweiz AG, die Flender (Schweiz) AG oder die SEW-Eurodrive (Schweiz) AG.

Wie sieht die Nachfolgesituation im Schweizer Energietechnik & Antriebstechnik-Sektor aus?

Die Nachfolge in der Schweizer Energietechnik entscheidet sich in einer Nische, die gleichzeitig ihre Exporte steigert und ihre Belegschaft verkleinert. Die am 20. August 2026 publizierte STATENT 2024 weist für die NOGA-Abteilung 27 — Herstellung von elektrischen Ausrüstungen — 27 437 Beschäftigte aus, gegenüber 36 099 im Jahr 2012, ein Rückgang von 24,0%, während sich die Arbeitsstättenzahl nur von 905 auf 851 bewegte. Im selben Zeitfenster meldet Swissmem für das 1. Halbjahr 2026 ein Exportplus von 5,5% bei den elektrischen Maschinen, die stärkste Produktgruppe der Tech-Industrie nach den Transportmitteln. Die überlebenden Betriebe schafften das, indem sie die Produktion pro Beschäftigten erhöhten — und genau das erwirbt ein Käufer: nicht Personalbestand, sondern jenes Prozesswissen und jene Qualifikationen, die es einem kleineren Team erlauben, mehr auszuliefern. Zwei Dinge erschweren diese Übertragung hier stärker als in den meisten Nischen. Erstens die Zertifizierung. Hochspannungs-Typprüfungen, IEC- und Kundenqualifikationen, Schweiss- und Wickelverfahrensfreigaben sowie die dahinterliegende Audithistorie liegen in der Praxis bei benannten Ingenieuren, und ein Eigentümer, der nicht sagen kann, wer was hält, verkauft einen Abschlag in den Prozess hinein. Zweitens die Marge. Swissmem berichtet, dass sich die EBIT-Margen im Jahr bis August 2026 über fast die gesamte Tech-Industrie verschlechtert haben — ein Viertel der Unternehmen weist negative EBIT-Margen aus, weitere 29% decken ihre Kapitalkosten und F&E kaum. Eine starke Exportlinie trägt also für sich allein keinen starken Multiplikator, und ein Käufer schaut am Umsatzwachstum vorbei direkt auf den Margentrend. Die Zollsituation schärft den Punkt: Seit Ende Juli 2026 erheben die USA 12,5% auf Schweizer Tech-Güter, 2,5 Prozentpunkte über dem EU-Satz. Eigentümer, die einen Verkauf vorbereiten, sollten die Qualifikationsakte so sorgfältig dokumentieren wie die Buchhaltung, die Personen benennen, an denen die Zulassungen hängen, wiederkehrende Service- und Ersatzteilerlöse von Projekterlösen trennen und zwei bis drei Jahre Überlappung einplanen. Transaktionsmultiplikatoren liegen in der Branche typischerweise bei 6.0 - 8.5× EBITDA.

Was sind die wichtigsten Markttrends im Schweizer Energietechnik & Antriebstechnik-Sektor?

Vier Trends prägen den Sektor 2026: (1) Die elektrischen Maschinen sind die stärkste Exportlinie der Schweizer Tech-Industrie — Die Swissmem-Halbjahresmitteilung vom 23. August 2026 meldete Gesamtexporte der Tech-Industrie von CHF 34,5 Milliarden, +1,7%, wobei elektrische Maschinen, Apparate und andere elektrische Waren um 5,5% zulegten — die stärkste Produktgruppe nach den Transportmitteln, gegenüber -2,1% im Maschinenbau und -3,0% bei den Mess- und Präzisionsinstrumenten. (2) Die Produktion steigt, während die Belegschaft um ein Viertel schrumpft — Die am 20. August 2026 publizierte STATENT 2024 weist für die NOGA-Abteilung 27 — Herstellung von elektrischen Ausrüstungen — 27 437 Beschäftigte aus, gegenüber 28 420 im Jahr 2022 und 36 099 im Jahr 2012. (3) Die Margen verschlechtern sich selbst dort, wo die Exporte wachsen — Swissmem berichtet, dass sich die EBIT-Margen im vergangenen Jahr über fast die gesamte Tech-Industrie verschlechtert haben: Ein Viertel der Unternehmen weist negative EBIT-Margen aus, weitere 29% erwirtschaften kaum genug, um Kapitalkosten und F&E-Aufwendungen zu decken. (4) Das Register kippt den grössten Teil der alten Akteursliste und stellt zwei grosse Auslassungen wieder her — Vier in früheren Ausgaben dieses Berichts geführte Namen haben überhaupt keinen Schweizer Handelsregistereintrag: die Wikov Schweiz AG, die Flender (Schweiz) AG, die SEW-Eurodrive (Schweiz) AG und die Division "Bühler Group (Drive Solutions)".

Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Energietechnik & Antriebstechnik-Unternehmens?

Die wichtigsten Akquisitionsrisiken sind: (1) Die US-Zolleskalation 2025-2026 — 39% im August 2025, Deckelung auf 15% im November 2025, Section-232-Zölle von 10-50% auf Stahl, Aluminium und Kupfer ab April 2026 und 12,5% auf Tech-Güter seit Ende Juli 2026 — trifft einen Sektor, dessen Vormaterial Kupfer, Stahl und Speziallegierungen sind; (2) Eine Swissmem-Umfrage ergab: Bei einer Zolldifferenz von 5 Prozentpunkten zur EU wäre das US-Geschäft für fast die Hälfte der Mitgliedsunternehmen ernsthaft gefährdet; bei 7,5 Punkten steigt der Anteil auf 58%; (3) Frankenstärke gegenüber deutschen, italienischen und chinesischen Anlagenbauern, die mit tieferer Kostenbasis um dieselben Netz- und Erzeugungsprojekte konkurrieren. Käufer sollten Kundenkonzentration, regulatorische Compliance und Schlüsselpersonen-Abhängigkeiten sorgfältig prüfen. Deal-Multiplikatoren von 6.0 - 8.5× EBITDA können bei erhöhtem Risikoprofil abschlägig ausfallen.

Wie sieht die typische Kostenstruktur von Schweizer Energietechnik & Antriebstechnik-Unternehmen aus?

Die typische Kostenaufschlüsselung eines Schweizer Energietechnik & Antriebstechnik-Unternehmens ist: Rohmaterialien (Kupfer, Elektrostahl, Isolierung): 28%, Personalkosten: 35%, Anlagenabschreibungen & Werkzeuge: 12%, Energie & Betriebsmittel: 6%, F&E und Engineering: 8%, Sonstige Betriebskosten: 3%, Gewinnmarge (EBITDA): 8%. Indikative Aufteilung für einen Schweizer Energietechnikbetrieb. Werkstoffe dominieren und sind genau jene Inputs, welche die US-Zolleskalation 2025-2026 neu bepreist hat — 39% im August 2025, Deckelung auf 15% im November 2025, Section-232-Zölle von 10-50% auf Kupfer, Stahl und Aluminium ab April 2026 und 12,5% auf Tech-Güter seit Ende Juli 2026, 2,5 Prozentpunkte über dem EU-Satz. Kupfer ist in einem Transformator oder Generator nicht substituierbar. Engineering- und Typprüfkosten beanspruchen einen grösseren Anteil als im allgemeinen Maschinenbau, weil jedes Netz- oder Erzeugungsprojekt einzeln qualifiziert wird. Swissmem meldete für das 1. Halbjahr 2026 Exporte elektrischer Maschinen von +5,5% gegenüber Gesamtexporten von +1,7%, bei einer Kapazitätsauslastung von 81,1% im 2. Quartal 2026 gegenüber einem langjährigen Mittel von 85,6% (2015-2025), während die STATENT 2024 des BFS die Beschäftigung der NOGA-Abteilung 27 seit 2012 um 24,0% tiefer zeigt. Diese Benchmarks sind wichtig für Käufer zur Beurteilung der operativen Effizienz und des Margensteigerungspotentials nach der Übernahme.

Welche Regionen sind die wichtigsten Energietechnik & Antriebstechnik-Cluster der Schweiz?

Die wichtigsten Energietechnik & Antriebstechnik-Cluster der Schweiz sind: (1) Baden und der Aargauer Energiekorridor (AG) — Das dichteste Energietechnik-Cluster der Schweiz und die historische Heimat der Branche. (2) Zürich (ZH) — Das Hauptsitz-Cluster der Netztechnik. Die Hitachi Energy AG und die Hitachi Energy Holdings AG sind in Zürich eingetragen — nicht in Baden, wie frühere Ausgaben dieses Berichts angaben — zusammen mit der Hitachi Energy Finance AG und der Hitachi Energy Participations AG sowie der ABB Robotics Schweiz AG. (3) Zentralschweiz und Genferseeregion (LU, VD) — Die Wasserkraftachse. Die ANDRITZ HYDRO AG ist in Kriens (LU) und die ANDRITZ HYDRO SA in Vevey (VD) eingetragen — eine Paarung, die Turbinen, Generatoren und Anlagenmodernisierung über beide Sprachregionen abdeckt und sowohl den Schweizer Wasserkraftpark als auch Exportprojekte bedient. (4) Nordwest- und Ostschweiz (SO, SG, TI) — Wo die Isolation entsteht — der unsichtbarste Teil der Kette und der am schwersten zu substituierende. Regionale Konzentration beeinflusst Bewertungen, da Unternehmen in etablierten Clustern von Zulieferer-Ökosystemen, spezialisierten Talentpools und Branchennetzwerken profitieren.

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