1.0Marktüberblick
- CHF 15,82 Mrd.
- Kosten der Schweizer Alters- und Pflegeheime und der Spitex-Dienste 2024, 16% der gesamten Gesundheitskosten der Schweiz (BFS, November 2025). Die Pflegeheime allein kosteten CHF 12,16 Mrd.
- 1 434
- Pflegeheime (1 138), Altersheime (99) und Anbieter sozialer Betreuung älterer und behinderter Menschen (197) 2024 (BFS STATENT, NOGA 87.10, 87.30.01 und 88.10). In der Pflege zu Hause zählte das BFS 605 gemeinnützige und 844 gewinnorientierte Spitex-Anbieter.
- 161 482
- Beschäftigte dieser Pflegeanbieter 2024 (BFS STATENT); die Pflegeheime allein beschäftigten 143 182 Personen, 34,2% mehr als 2011, während ihre Zahl um 6,4% sank.
- +10,2%
- Wachstum der Spitex-Pflegestunden 2024 auf den Rekord von 25,6 Mio. für rund 424 000 Klientinnen und Klienten, der grösste Anstieg seit 2011 (BFS, November 2025).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) ist der Schweizer Altenpflege & Spitex-Dienste-Markt CHF 15,82 Mrd. gross — Kosten der Schweizer Alters- und Pflegeheime und der Spitex-Dienste 2024, 16% der gesamten Gesundheitskosten der Schweiz (BFS, November 2025). Die Pflegeheime allein kosteten CHF 12,16 Mrd..
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 1 434 Altenpflege & Spitex-Dienste-Unternehmen — Pflegeheime (1 138), Altersheime (99) und Anbieter sozialer Betreuung älterer und behinderter Menschen (197) 2024 (BFS STATENT, NOGA 87.10, 87.30.01 und 88.10). In der Pflege zu Hause zählte das BFS 605 gemeinnützige und 844 gewinnorientierte Spitex-Anbieter..
2.0Branchenüberblick
Die Altersbetreuung ist eine der grössten Dienstleistungsbranchen der Schweiz. Alters- und Pflegeheime und Spitex-Dienste kosteten 2024 CHF 15,82 Mrd., 16% aller Gesundheitskosten der Schweiz (BFS). Das BFS zählte 2024 1 138 Pflegeheime mit 143 182 Beschäftigten (STATENT): 6,4% weniger Heime als 2011, aber 34,2% mehr Personal. Die Heime hatten 100 955 Betten und waren zu 94,2% ausgelastet, in allen Westschweizer Kantonen, Zug und Basel-Landschaft sogar zu über 97%. Finanziell sind sie angespannt: Die Kosten von CHF 12,16 Mrd. überstiegen die Erträge um CHF 178 Mio.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Starke, wachsende Nachfrage einer alternden Bevölkerung
- Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal
- Schnell wachsende private Spitex→ §4.0
- Steigende Lohnkosten nach der Pflegeinitiative→ §5.0
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Firmenbewertung Altenpflege & Spitex-Dienste Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 3.5 - 5.5×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 5.0 - 7.5×
- Markttrend
- Steigend
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Westschweiz
312 Pflegeanbieter mit 35 470 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), am meisten aller Regionen; die Auslastung der Pflegeheime liegt in allen Westschweizer Kantonen über 97% (BFS).
Bern und Solothurn
280 Anbieter mit 28 894 Beschäftigten; Senevita (Muri bei Bern), Domicil und Diaconis haben hier ihren Sitz.
Ostschweiz
232 Anbieter mit 21 130 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (91 je Anbieter).
Zürich
204 Anbieter mit 30 044 Beschäftigten; Tertianum hat seinen Sitz in Dübendorf, und gewinnorientierte Spitex-Firmen leisten im Kanton inzwischen mehr Pflegestunden als gemeinnützige (BFS).
Nordwestschweiz
175 Anbieter mit 19 332 Beschäftigten; die Heime in Basel-Landschaft sind zu über 97% ausgelastet (BFS).
Zentralschweiz
132 Anbieter mit 18 614 Beschäftigten; die Heime in Zug sind zu über 97% ausgelastet (BFS).
Tessin
57 Anbieter mit 7 985 Beschäftigten, im Schnitt unter den grössten (140 je Anbieter).
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Unternehmen der Altersbetreuung in der Schweiz wert?
Die Multiplikatorentabelle von ValIndex setzt die Schweizer Altersbetreuung bei 5,0–7,5× EBITDA in Transaktionen und 3,5–5,5× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Entscheidend ist, ob der Käufer auch das Gebäude übernimmt: Swiss Prime Site etwa behielt die Immobilien, als es Tertianum verkaufte.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Pflegeheims oder Spitex-Anbieters?
Käufer bewerten: (1) die Auslastung; (2) den Eintrag auf der kantonalen Pflegeheimliste und die Tarifverträge; (3) qualifiziertes Personal; (4) Gebäude, Zustand und Eigentum; (5) den Mix aus Pflege- und Wohnplätzen; (6) bei der Spitex die Klientenbasis und die kantonalen Leistungsverträge.
▶Wie gross ist die Schweizer Altersbetreuung?
Pflegeheime und Spitex-Dienste kosteten 2024 CHF 15,82 Mrd., 16% der Gesundheitskosten der Schweiz. Das BFS zählte 1 138 Pflegeheime mit 143 182 Beschäftigten und rund 424 000 Spitex-Klientinnen und -Klienten (BFS, STATENT).
▶Welches sind die wichtigsten Betreiber in der Schweizer Altersbetreuung?
Die grösste private Gruppe ist Tertianum (99 Betriebe, rund 7 000 Mitarbeitende) im Besitz des Investors Capvis. Senevita (40 Heime) gehört der französischen Gruppe emeis. Grosse gemeinnützige Betreiber sind etwa die Domicil Bern AG und die Stiftung Diaconis.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Altersbetreuung?
Fünf Trends: (1) ein Boom der privaten Spitex; (2) volle Pflegeheime; (3) finanzieller Druck auf die Heime; (4) Konsolidierung, einschliesslich der umstrittenen Übernahme von Senevita durch Tertianum; (5) mehr Personal je Bett.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Unternehmens der Altersbetreuung?
Die Hauptrisiken sind: (1) Personalmangel und steigende Löhne; (2) kantonale Tarife und Finanzierungsreformen; (3) Sanierungsbedarf der Gebäude; (4) die Abhängigkeit vom Eintrag auf der Pflegeheimliste; (5) das Risiko, dass eine Übernahme beim Vollzug scheitert. Die Due Diligence sollte Auslastung, Tarife, Stellenschlüssel, Gebäude und Mietvertrag sowie Qualitätskontrollen prüfen.
▶Wächst die Pflege zu Hause in der Schweiz?
Ja. Die Spitex-Pflegestunden stiegen 2024 um 10,2% auf den Rekord von 25,6 Mio., der grösste Anstieg seit 2011, getrieben von gewinnorientierten Anbietern, deren Stunden um 23,4% zunahmen (BFS, November 2025).
▶Wo sind die Schweizer Pflegeheime angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024 hat die Westschweiz am meisten Pflegeanbieter (312, mit 35 470 Beschäftigten), gefolgt von Bern und Solothurn (280; 28 894), der Ostschweiz (232; 21 130), Zürich (204; 30 044), der Nordwestschweiz (175; 19 332), der Zentralschweiz (132; 18 614) und dem Tessin (57; 7 985).