1.0Marktüberblick
- 9 635
- Hochbau- und Tiefbaubetriebe 2024 (BFS STATENT: 8 712 Hochbaubetriebe, NOGA 41.20, und 923 Tiefbaubetriebe, NOGA 42). Ausbau- und Installationsgewerbe werden separat gezählt.
- 106 334
- Beschäftigte im Hochbau (85 633) und Tiefbau (20 701) 2024 (BFS STATENT), 98 803 Vollzeitäquivalente. Tiefbaubetriebe zählen im Schnitt 22 Beschäftigte, Hochbaubetriebe rund zehn.
- −0,6%
- Veränderung der Beschäftigten von 2020 (107 001) bis 2024 (106 334), BFS STATENT; seit 2011 (107 205) ist die Beschäftigung stabil. Die Zahl der Betriebe stieg seit 2020 um 8,4%, der durchschnittliche Betrieb wird also kleiner.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 9 635 Baugewerbe & Hochbau-Unternehmen — Hochbau- und Tiefbaubetriebe 2024 (BFS STATENT: 8 712 Hochbaubetriebe, NOGA 41.20, und 923 Tiefbaubetriebe, NOGA 42). Ausbau- und Installationsgewerbe werden separat gezählt..
2.0Branchenüberblick
Das Bauhauptgewerbe baut die Häuser, Büros, Strassen, Bahnen und Tunnel der Schweiz. 2024 zählte das BFS 9 635 Hoch- und Tiefbaubetriebe mit 106 334 Beschäftigten (STATENT): 8 712 Hochbaubetriebe mit 85 633 Beschäftigten und 923 Tiefbaubetriebe mit 20 701. Die Beschäftigung ist seit über einem Jahrzehnt stabil (107 205 im Jahr 2011, 107 001 im Jahr 2020), während die Zahl der Betriebe seit 2020 um 8,4% stieg; der durchschnittliche Betrieb schrumpfte von 12 auf 11 Beschäftigte. Der Tiefbau bleibt die Domäne grösserer Firmen, mit durchschnittlich 22 Beschäftigten.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Wachsende öffentliche Investitionen in Hochbau und Infrastruktur
- Dünne Margen (Implenia 4,0% EBIT im Jahr 2025)→ §5.0
- Wohnungsknappheit und Verdichtung
- Sinkende private Tiefbauinvestitionen (−5,7% im Jahr 2025)
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Firmenbewertung Baugewerbe & Hochbau Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 3.0 - 5.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 4.5 - 7.0×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Westschweiz
2 849 Hoch- und Tiefbaubetriebe mit 24 587 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), die meisten aller Regionen, mit kleineren Betrieben (im Schnitt 8,6 Beschäftigte).
Ostschweiz
1 467 Betriebe mit 17 431 Beschäftigten; HRS hat ihren Sitz in Frauenfeld.
Zürich
1 173 Betriebe mit 18 523 Beschäftigten, im Schnitt die grössten (15,8 pro Betrieb); Implenia hat ihren Sitz in Opfikon.
Bern und Solothurn
1 140 Betriebe mit 14 516 Beschäftigten; Marti (Moosseedorf), Losinger Marazzi (Bern) und Frutiger (Thun) haben ihren Sitz im Kanton Bern.
Zentralschweiz
1 048 Betriebe mit 12 814 Beschäftigten.
Nordwestschweiz
1 012 Betriebe mit 11 598 Beschäftigten.
Tessin
839 Betriebe mit 6 773 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (8,1 pro Betrieb).
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Bauunternehmen in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt das Schweizer Bauhauptgewerbe bei 4,5–7,0× EBITDA in Transaktionen und 3,0–5,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Betriebe mit starkem Auftragsbestand, öffentlichen Rahmenverträgen und spezialisierter Tiefbaukompetenz liegen am oberen Ende; kleine, vom Inhaber abhängige Bauunternehmen tiefer.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Bauunternehmens?
Käufer bewerten: (1) den Auftragsbestand und seine Margen; (2) qualifizierte Poliere und Bauführer; (3) Maschinen und deren Alter; (4) den Kundenmix zwischen öffentlich und privat; (5) das Pauschalrisiko in Projekten; (6) die Abhängigkeit vom Inhaber.
▶Wie gross ist das Schweizer Bauhauptgewerbe?
2024 zählte das BFS 9 635 Hoch- und Tiefbaubetriebe mit 106 334 Beschäftigten (98 803 Vollzeitäquivalente): 8 712 Hochbaubetriebe mit 85 633 Beschäftigten und 923 Tiefbaubetriebe mit 20 701. Ausbau- und Installationsgewerbe werden separat gezählt.
▶Welches sind die wichtigsten Bauunternehmen der Schweiz?
Implenia (Opfikon) ist die grösste kotierte Baufirma, mit CHF 3 475 Mio. Umsatz 2025. Weitere grosse Gruppen sind Marti (Moosseedorf), Losinger Marazzi (Bern, Bouygues Construction), Frutiger (Thun) und HRS (Frauenfeld).
▶Was sind die wichtigsten Trends im Schweizer Bauhauptgewerbe?
Fünf Trends: (1) Bauinvestitionen 2025 um 3,5% gestiegen; (2) vollere Auftragsbücher; (3) stabile Beschäftigung bei mehr, kleineren Betrieben; (4) grosse öffentliche Projekte; (5) regionale Konsolidierung.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Bauunternehmens?
Die grössten Risiken sind: (1) Kostenüberschreitungen und Nachträge bei Pauschalverträgen; (2) Verlust wichtiger Poliere; (3) ein dünner oder margenschwacher Auftragsbestand; (4) Garantieansprüche; (5) die Abhängigkeit vom Inhaber. Die Due Diligence sollte Auftragsbestand, Projektkalkulationen, Rückstellungen, Maschinen und Personal prüfen.
▶Wächst die Baunachfrage in der Schweiz?
Ja. Die Bauinvestitionen stiegen 2025 nominal um 3,5%, getrieben von öffentlichen Bauherren (+8,4% im Hochbau, +5,2% im Tiefbau), und der Arbeitsvorrat Ende 2025 lag 6,0% höher. Die privaten Tiefbauinvestitionen sanken um 5,7%.
▶Wo sind die Schweizer Bauunternehmen angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024: Die Westschweiz hat die meisten Betriebe (2 849, mit 24 587 Beschäftigten), gefolgt von der Ostschweiz (1 467; 17 431), Zürich (1 173; 18 523), Bern und Solothurn (1 140; 14 516), der Zentralschweiz (1 048; 12 814), der Nordwestschweiz (1 012; 11 598) und dem Tessin (839; 6 773).