BRANCHENREPORT — OKTOBER 2026
Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|Aktualisiert |8 Quellen zitiert
Bau & Infrastruktur

Aufzugs- & Fahrtreppenservices

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor aufzugs- & fahrtreppenservices Installation, Modernisierung und Wartung von Aufzügen und Fahrtreppen – ein Servicegeschäft auf dem installierten Bestand, ohne eigene BFS-Zählung. (Daten per 2026-10.) Wachstum +10,5%. Transaktionen in der Branche werden typischerweise mit 7.5–11.5× EBITDA bewertet. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Wichtigste Erkenntnisse
  • •Deal-Multiplikatoren: 7.5 - 11.5× EBITDA (Trend: Stable/High)
  • •Wachstumsrate: +10,5%
  • •Top-Trend: Service und Modernisierung führen

1.0Marktüberblick

+10,5%
Wachstum der Beschäftigten von 2020 (8 598) bis 2024 (9 497) in der BFS-Klasse, die die Aufzugsmonteure enthält (STATENT, NOGA 43.29.02 Sonstige Bauinstallation, die auch Brandschutzinstallateure umfasst); +45,7% seit 2011.
2 500
Mitarbeitende von Schindler in der Schweiz, darunter 550 Servicetechniker, 320 Monteure und 80 Reparaturtechniker, dazu über 300 Lernende (schindler.ch).
CHF 10 947 Mio.
Umsatz der Schindler-Gruppe 2025 (+1,3% in Lokalwährungen) bei einer EBIT-Marge von 12,6%; Wachstum in Modernisierung und Service glich den Rückgang im Neuanlagengeschäft mehr als aus (Geschäftsbericht 2025).
26,2%
Anteil der Zentralschweiz an den 9 497 Beschäftigten der Klasse 2024, wo Schindler (Ebikon) und AS Aufzüge (Küssnacht) ihren Sitz haben: 2 492 Beschäftigte, 10,6 pro Betrieb (BFS STATENT).

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Aufzugs- und Fahrtreppenunternehmen installieren neue Anlagen, modernisieren alte und warten den Bestand über Serviceverträge. Die Schweiz ist Sitz eines der weltgrössten Hersteller: Die Schindler-Gruppe, mit Holding in Hergiswil und Schweizer Betriebsgesellschaft in Ebikon, erzielte 2025 einen Umsatz von CHF 10 947 Mio. (2024: CHF 11 236 Mio., der Rückgang wegen Währungseffekten), einen Auftragseingang von CHF 11 313 Mio. und eine EBIT-Marge von 12,6%. In der Schweiz beschäftigt Schindler 2 500 Personen, darunter 550 Servicetechniker, und bildet über 300 Lernende aus. Die Sicherheitsvorschriften folgen der EU: Die Aufzugsverordnung des Bundes von 2015 (SR 930.112) übernimmt die EU-Aufzugsrichtlinie 2014/33/EU.

3.0Branchen-Check (SWOT)

Interne Faktoren
Stärken4
  • Wiederkehrende Wartungsverträge auf einem grossen Anlagenbestand
Schwächen4
  • Keine eigene amtliche Statistik für die Branche
Externe Faktoren
Chancen4
  • Modernisierung alternder Anlagen
Risiken4
  • Globale Hersteller kaufen regionale Servicefirmen auf
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
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Bewertungsüberblick

Firmenbewertung Aufzugs- & Fahrtreppenservices Schweiz

Deal-Multiplikator (EBITDA)
7.5 - 11.5×
Markttrend
Stabil

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

8.0Regionale Cluster

Zentralschweiz

LUSZZGOWURNW

235 Betriebe mit 2 492 Beschäftigten 2024 in der Klasse mit den Aufzugsmonteuren (BFS STATENT, NOGA 43.29.02), im Schnitt die grössten (10,6 pro Betrieb); Schindler (Ebikon) und AS Aufzüge (Küssnacht) haben hier ihren Sitz.

Westschweiz

VDGEFRVSNEJU

345 Betriebe mit 2 211 Beschäftigten, die meisten aller Regionen; Otis hat ihren Sitz in Villars-sur-Glâne.

Zürich

ZH

249 Betriebe mit 1 582 Beschäftigten; KONE (Wangen-Brüttisellen) und TK Aufzüge (Rümlang) haben hier ihren Sitz.

Ostschweiz

SGTGGRSHARAIGL

254 Betriebe mit 1 171 Beschäftigten.

Nordwestschweiz

AGBLBS

231 Betriebe mit 861 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (3,7 pro Betrieb).

Bern und Solothurn

BESO

194 Betriebe mit 829 Beschäftigten; die EMCH Aufzüge hat ihren Sitz in Bern.

Tessin

TI

70 Betriebe mit 351 Beschäftigten.

Quellen

Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|8 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

▶Wie viel ist ein Aufzugsunternehmen in der Schweiz wert?

Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Schweizer Aufzugs- und Fahrtreppendienstleistungen bei 7,5–11,5× EBITDA in Transaktionen und 6,5–8,5× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an, unter den höchsten Werten der Baugewerbe. Betriebe mit einem grossen, gut kalkulierten Wartungsportfolio liegen am oberen Ende; auf Montage ausgerichtete Betriebe tiefer.

▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Aufzugs- und Fahrtreppenunternehmens?

Käufer bewerten: (1) Zahl, Laufzeit und Preise der Wartungsverträge; (2) ausgebildete Servicetechniker; (3) Modernisierungs-Know-how über Marken hinweg; (4) den Zugang zu Ersatzteilen; (5) den Kundenmix; (6) die Abhängigkeit vom Inhaber.

▶Wie gross ist die Schweizer Aufzugsbranche?

Das BFS zählt Aufzugsunternehmen nicht separat. Aufzugsmonteure werden mit anderen Bauinstallateuren gezählt, darunter Brandschutzinstallateure (NOGA 43.29.02), die 2024 1 578 Betriebe und 9 497 Beschäftigte zählten. Schindler allein beschäftigt 2 500 Personen in der Schweiz.

▶Welches sind die wichtigsten Aufzugsunternehmen der Schweiz?

Die Schindler-Gruppe (Schweizer Gesellschaft in Ebikon) mit ihrer Tochter AS Aufzüge (Küssnacht), KONE (Wangen-Brüttisellen), Otis (Villars-sur-Glâne) und TK Aufzüge (Rümlang) sind die grössten; die EMCH Aufzüge aus Bern ist ein unabhängiger Familienhersteller.

▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Aufzugsbranche?

Fünf Trends: (1) Service und Modernisierung wachsen schneller als Neuanlagen; (2) Konsolidierung durch die Hersteller; (3) wachsende Beschäftigung; (4) Erholung im Bau; (5) Sicherheitsvorschriften nach EU-Recht.

▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Aufzugsunternehmens?

Die grössten Risiken sind: (1) der Verlust von Wartungsverträgen oder Technikern; (2) die Abhängigkeit von den Teilen einer Marke; (3) Haftung nach Unfällen; (4) Preisdruck auf Serviceverträge; (5) die Abhängigkeit vom Inhaber. Die Due Diligence sollte Wartungsportfolio, Vertragsbedingungen, Teileversorgung und Qualifikation der Techniker prüfen.

▶Wer kauft Schweizer Aufzugsservicefirmen?

Meist die globalen Hersteller: Das Handelsregister zeigt, wie AS Aufzüge (Schindler), Otis, KONE und TK Aufzüge regionale Aufzugsfirmen integrieren. Unabhängige, die mehrere Marken betreuen, können auch Familien- oder Finanzkäufer anziehen.

▶Wo sind die Schweizer Aufzugsunternehmen angesiedelt?

Gemäss BFS-Zahlen 2024 für die Klasse mit den Aufzugsmonteuren: Die Westschweiz hat die meisten Betriebe (345, mit 2 211 Beschäftigten), gefolgt von der Ostschweiz (254; 1 171), Zürich (249; 1 582), der Zentralschweiz (235; 2 492), der Nordwestschweiz (231; 861), Bern und Solothurn (194; 829) und dem Tessin (70; 351).

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