BRANCHENREPORT — SEPTEMBER 2026
Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-09|Aktualisiert |8 Quellen zitiert
Automotive & Mobilität

Autoservices & Werkstätten

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor autoservices & werkstätten 9 238 Unternehmen, 56 545 Mitarbeitende. (Daten per 2026-09.) Wachstum +0,8%. Transaktionen in der Branche werden typischerweise mit 3.5–5.5× EBITDA bewertet. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Wichtigste Erkenntnisse
  • •Deal-Multiplikatoren: 3.5 - 5.5× EBITDA (Trend: stabil)
  • •Wachstumsrate: +0,8%
  • •Aktive Unternehmen: 9 238
  • •Top-Trend: Elektroautos gewinnen im Bestand langsam an Gewicht

1.0Marktüberblick

9 238
Unternehmen für Instandhaltung und Reparatur von Automobilen (NOGA 45.20.01) im Jahr 2024, gegenüber 8 634 im Jahr 2011 (BFS STATENT); weitere 2 466 reparieren und lackieren Carrosserien (NOGA 45.20.02). Der Garagenverband AGVS zählt rund 4 000 Mitgliedsbetriebe.
56 545
Beschäftigte in Instandhaltung und Reparatur von Automobilen im Jahr 2024, entsprechend 50 188 Vollzeitäquivalenten – durchschnittlich 5,4 pro Unternehmen; weitere 11 978 arbeiten in Carrosseriereparatur und -lackierung (BFS STATENT). 17,2% der Beschäftigten in der Reparatur sind Frauen.
+0,8%
Beschäftigungswachstum 2023–2024 in Instandhaltung und Reparatur von Automobilen (56 088 auf 56 545; BFS STATENT), +8,3% seit 2011. Die Carrosseriereparatur entwickelte sich umgekehrt: Die Zahl der Unternehmen sank zwischen 2011 und 2024 um 12%.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 9 238 Autoservices & Werkstätten-Unternehmen — Unternehmen für Instandhaltung und Reparatur von Automobilen (NOGA 45.20.01) im Jahr 2024, gegenüber 8 634 im Jahr 2011 (BFS STATENT); weitere 2 466 reparieren und lackieren Carrosserien (NOGA 45.20.02). Der Garagenverband AGVS zählt rund 4 000 Mitgliedsbetriebe..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

In der Schweiz waren 2025 laut Bundesamt für Statistik 4 839 465 Personenwagen immatrikuliert, mit einem Durchschnittsalter von 10,8 Jahren – ein alter, langsam wachsender Bestand, der regelmässig gewartet werden muss. Betreut wird er von 9 238 Unternehmen für Instandhaltung und Reparatur von Automobilen mit 56 545 Beschäftigten (BFS STATENT, 2024) sowie von weiteren 2 466 Carrosserie- und Lackierbetrieben mit 11 978 Beschäftigten. Garagen sind klein: Der durchschnittliche Reparaturbetrieb hat 5,4 Vollzeitäquivalente. Der AGVS, der nationale Garagenverband, vertritt rund 4 000 davon; der gesamte Fahrzeughandel und -unterhalt zählt über 16 000 Betriebe mit mehr als 88 000 Mitarbeitenden.

3.0Branchen-Check (SWOT)

Grösste ChanceService für Elektrofahrzeuge
Interne Faktoren
Stärken4
  • Ein grosser, alternder Bestand: 4,84 Millionen Personenwagen mit einem Durchschnittsalter von 10,8 Jahren (BFS 2025)
Schwächen4
  • Sehr kleine Betriebe – im Schnitt 5,4 Vollzeitäquivalente pro Reparaturbetrieb
Externe Faktoren
Chancen4
  • Service für Elektrofahrzeuge: Steckerfahrzeuge erreichten 2025 insgesamt 33,9% der Neuzulassungen
Risiken4
  • Langfristig geringerer Wartungsbedarf von Elektroautos
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
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Bewertungsüberblick

Firmenbewertung Autoservices & Werkstätten Schweiz

Deal-Multiplikator (EBITDA)
3.5 - 5.5×
Markttrend
Stabil

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

8.0Regionale Cluster

Zürich

ZH

1 307 Reparaturbetriebe mit 11 569 Beschäftigten (BFS STATENT 2024), der grösste Standort (8,9 Beschäftigte pro Garage). Hier hat Emil Frey den Sitz.

Espace Mittelland

BESOFRNEJU

2 157 Unternehmen mit 9 916 Beschäftigten – allein Bern zählt 1 130 Garagen. Die Durchschnittsgrösse ist klein (4,6 Beschäftigte). Die Einkaufsgenossenschaft ESA hat ihren Sitz in Burgdorf.

Zentralschweiz

LUZGSZOWNWUR

932 Unternehmen mit 9 819 Beschäftigten, davon 4 710 in Zug, wo die AMAG Group eingetragen ist (Cham). Luzern steuert 437 Garagen mit 3 082 Beschäftigten bei.

Ostschweiz und Tessin

SGTGGRSHGLARAITI

2 026 Unternehmen mit 10 447 Beschäftigten, angeführt von St. Gallen (581 Garagen) und dem Tessin (510).

Genferseeregion und Wallis

VDGEVS

1 573 Unternehmen mit 7 976 Beschäftigten – Waadt 781, Wallis 476, Genf 316. AMAG übernahm 2025 die Garage Gachnang in Aigle (VD).

Nordwestschweiz

AGBLBS

1 243 Unternehmen mit 6 818 Beschäftigten, davon 847 im Aargau – wo die Auto Kunz (Wohlen) 2026 an die Gross Garage Gruppe ging.

Quellen

Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-09|8 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

▶Was ist eine Garage oder Autowerkstatt in der Schweiz wert?

Die Multiplikatoren-Tabelle von ValIndex setzt Schweizer Autoservicebetriebe bei 3,5–5,5× EBITDA in Transaktionen und 2,5–4,0× EBITDA für steuerliche Bewertungen an – einige der tiefsten Multiplikatoren im Index, weil Garagen klein, inhaberabhängig und den Entscheiden der Importeure ausgesetzt sind. Garagen mit gesichertem Markenvertrag, breiter Kundenbasis, Kompetenz für Elektrofahrzeuge und einem vom Inhaber unabhängigen Team erreichen das obere Ende. Die Liegenschaft wird oft separat bewertet.

▶Welche Faktoren bestimmen den Wert einer Schweizer Garage?

Käufer prüfen: (1) den Importeursvertrag – ob die Markenpartnerschaft einen Eigentümerwechsel übersteht; (2) die Kundenbasis und den Anteil wiederkehrender Serviceleistungen; (3) die Bereitschaft für Elektrofahrzeuge, inklusive Hochvolt-Ausbildung und -Ausrüstung; (4) das Team, da ausgebildete Techniker knapp sind; (5) den Standort – ob er im Eigentum oder gemietet ist und den Markenstandards entspricht. Die Abhängigkeit vom Inhaber für die Kundenbeziehungen ist der häufigste Abschlag.

▶Wie viele Garagen gibt es in der Schweiz?

BFS STATENT zählte 2024 insgesamt 9 238 Unternehmen für Instandhaltung und Reparatur von Automobilen mit 56 545 Beschäftigten, dazu 2 466 Carrosserie- und Lackierbetriebe mit 11 978 Beschäftigten. Der durchschnittliche Reparaturbetrieb hat 5,4 Vollzeitäquivalente. Der Garagenverband AGVS vertritt rund 4 000 Mitgliedsbetriebe; der gesamte Fahrzeughandel und -unterhalt zählt über 16 000 Betriebe mit mehr als 88 000 Mitarbeitenden.

▶Wie funktioniert die Nachfolge bei Schweizer Garagen?

Die meisten Garagen sind kleine inhabergeführte Betriebe, und die nächste Generation übernimmt oft nicht. Zwei Käufertypen dominieren: Importeure, die ihre Netze integrieren – AMAG übernahm im Oktober 2025 die Garage Gachnang in Aigle –, und regionale Familien-Garagengruppen – die 1967 gegründete Auto Kunz in Wohlen ging im Januar 2026 an die Gross Garage Gruppe. Der Importeursvertrag muss vor jedem Verkauf geklärt sein.

▶Was sind die wichtigsten Trends für Schweizer Garagen und Autowerkstätten?

Fünf Trends: (1) Elektroautos erreichten 2025 insgesamt 5,2% des Bestands und Steckerfahrzeuge 33,9% der Neuzulassungen; (2) der Bestand altert – im Schnitt 10,8 Jahre –, weil die Neuzulassungen unter dem Niveau vor Covid bleiben; (3) AMAG steigerte den Marktanteil auf 32,1% und integriert Händler; (4) unabhängige Garagen finden Nachfolger in regionalen Familiengruppen; (5) die Carrosseriereparatur schrumpft – 12% weniger Unternehmen seit 2011 –, während der Service wächst.

▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf einer Garage?

Die Hauptrisiken sind: (1) der Importeursvertrag, der gekündigt oder nicht übertragen werden kann; (2) die Abhängigkeit vom Inhaber; (3) langfristig geringerer Wartungsbedarf von Elektroautos; (4) ein schwacher Neuwagenmarkt für Händler mit Verkauf; (5) der Standort – Mietbedingungen, Altlasten und Investitionsbedarf. Die Due Diligence sollte Markenverträge, Kundenbasis, Liegenschaft und Team prüfen.

▶Wie sieht die typische Kostenstruktur einer Schweizer Garage aus?

Eine indikative Aufteilung für eine Schweizer Garage: Teile und Material rund 35% des Umsatzes, Personal 35%, Miete und Liegenschaft 10%, Ausrüstung und Werkzeuge 7%, übrige Kosten 5%; es bleibt eine EBITDA-Marge von rund 8%. Die Aufteilung ist indikativ, nicht gemessen – eine Schweizer Erhebung der Kostenstruktur von Garagen ist nicht veröffentlicht. Händler mit Neuwagenverkauf haben einen viel höheren Warenanteil und tiefere Margen auf dem Umsatz.

▶Wo liegen die wichtigsten Garagenstandorte der Schweiz?

Zürich ist mit 1 307 Reparaturbetrieben und 11 569 Beschäftigten der grösste Standort (STATENT 2024). Der Espace Mittelland zählt die meisten Garagen – 2 157, davon 1 130 in Bern – mit 9 916 Beschäftigten. Die Zentralschweiz zählt 9 819 Beschäftigte, davon 4 710 in Zug, wo die AMAG eingetragen ist. Die Ostschweiz und das Tessin zählen 2 026 Garagen, die Genferseeregion mit dem Wallis 1 573 und die Nordwestschweiz 1 243.

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