BRANCHENREPORT — OKTOBER 2026
Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|Aktualisiert |8 Quellen zitiert
Distribution & Grosshandel

Baumaterialien & Baustoffhandel

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor baumaterialien & baustoffhandel 1 971 Unternehmen, 28 392 Mitarbeitende. (Daten per 2026-10.) Wachstum +2,9%. Transaktionen in der Branche werden typischerweise mit 4.5–7× EBITDA bewertet. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Wichtigste Erkenntnisse
  • •Deal-Multiplikatoren: 4.5 - 7.0× EBITDA (Trend: stabil)
  • •Wachstumsrate: +2,9%
  • •Aktive Unternehmen: 1 971
  • •Top-Trend: Weniger, grössere Händler

1.0Marktüberblick

1 971
Grosshändler mit Baustoffen 2024 (BFS STATENT, NOGA 46.73 Holz, Baustoffe, Flachglas, Anstrichmittel und Sanitärkeramik sowie 46.74 Metall- und Kunststoffwaren für Bauzwecke und Installationsbedarf für Gas, Wasser und Heizung). Baumärkte sind nicht enthalten.
28 392
Beschäftigte der Baustoffgrosshändler 2024 (BFS STATENT), 25 984 Vollzeitäquivalente. Der Baustoffhandel (NOGA 46.73.02) beschäftigt 11 471 Personen, der Sanitär- und Heizungsgrosshandel (46.74) 11 530.
+2,9%
Wachstum der Beschäftigten im Baustoffgrosshandel von 2020 (27 583) bis 2024 (28 392), BFS STATENT, während die Zahl der Einheiten um 5,2% von 2 080 auf 1 971 sank.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 1 971 Baumaterialien & Baustoffhandel-Unternehmen — Grosshändler mit Baustoffen 2024 (BFS STATENT, NOGA 46.73 Holz, Baustoffe, Flachglas, Anstrichmittel und Sanitärkeramik sowie 46.74 Metall- und Kunststoffwaren für Bauzwecke und Installationsbedarf für Gas, Wasser und Heizung). Baumärkte sind nicht enthalten..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Der Baustoffgrosshandel verbindet die Hersteller von Zement, Backsteinen, Dämmstoffen, Holz, Stahl, Sanitärapparaten und Heizsystemen mit den Schweizer Bauunternehmen, Installateuren und Handwerkern. 2024 zählte das BFS 1 971 Baustoffgrosshändler mit 28 392 Beschäftigten (STATENT, NOGA 46.73 und 46.74). Die Beschäftigung stieg seit 2020 um 2,9%, während die Zahl der Firmen um 5,2% sank: Der Handel konsolidiert sich zu grösseren Gruppen mit Filialnetzen. Auf den Baustoffhandel entfallen 1 010 Einheiten und 11 471 Beschäftigte, auf den Sanitär- und Heizungsgrosshandel 509 Einheiten und 11 530 Beschäftigte — im Schnitt die grössten Firmen mit je 21 Beschäftigten.

3.0Branchen-Check (SWOT)

Grösste ChanceEnergetische Sanierung
Interne Faktoren
Stärken4
  • Unverzichtbare Versorgungsrolle für Bauunternehmen und Installateure
Schwächen4
  • Schmale Margen, wie in der Distribution üblich→ §5.0
Externe Faktoren
Chancen4
  • Energetische Sanierung: Dämmung, Fenster, Wärmepumpen
Risiken4
  • Schwache Nachfrage nach Wärmepumpen und Neubauten
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
Market Pulse

Baumaterialien & Baustoffhandel — Vollanalyse freischalten

Markttrends, Kostenstruktur, Schweizer Key Players, Nachfolge-Kontext und regionale Cluster für Baumaterialien & Baustoffhandel — kostenlos mit Market Pulse, unserem Monatsbrief zu Schweizer Transaktionen.

Inklusive einem Brief pro Monat zu Schweizer Transaktionen. Jederzeit abbestellbar.

Bewertungsüberblick

Firmenbewertung Baumaterialien & Baustoffhandel Schweiz

Deal-Multiplikator (EBITDA)
4.5 - 7.0×
Markttrend
Stabil

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

8.0Regionale Cluster

Zürich

ZH

278 Baustoffgrosshändler mit 6 327 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), die meisten Beschäftigten aller Regionen und die grössten Firmen (22,8 pro Einheit); HG Commerciale und Meier Tobler haben hier ihren Sitz.

Nordwestschweiz

AGBLBS

280 Einheiten mit 4 960 Beschäftigten.

Bern und Solothurn

BESO

194 Einheiten mit 4 278 Beschäftigten, im Schnitt ebenfalls gross (22,1); Sanitas Troesch hat ihren Sitz in Bern.

Ostschweiz

SGTGGRSHARAIGL

355 Einheiten mit 4 152 Beschäftigten, die meisten Firmen aller Regionen; Debrunner Acifer hat ihren Sitz in St. Gallen.

Zentralschweiz

LUSZZGOWURNW

283 Einheiten mit 4 040 Beschäftigten.

Westschweiz

VDGEFRVSNEJU

336 Einheiten mit 3 546 Beschäftigten; Gétaz-Miauton hat ihren Sitz in Blonay - Saint-Légier (VD).

Tessin

TI

211 Einheiten mit 1 069 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (5,1 pro Einheit); Regusci Reco hat ihren Sitz in Bellinzona.

Quellen

Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|8 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

▶Wie viel ist ein Baustoffgrosshändler in der Schweiz wert?

Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt den Schweizer Baustoffgrosshandel bei 4,5–7,0× EBITDA in Transaktionen und 3,5–5,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Händler mit starken Standorten, eigener Lieferflotte und Spezialsortimenten liegen am oberen Ende; kleine allgemeine Händler, die an wenigen Bauunternehmen hängen, tiefer.

▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Baustoffhändlers?

Käufer bewerten: (1) Standorte und ihr Einzugsgebiet; (2) Lieferlogistik und Fuhrpark; (3) Beziehungen zu Bauunternehmen und Installateuren; (4) Lieferantenverträge und Mitgliedschaft in Einkaufsgruppen; (5) Lagerqualität und Umlaufvermögen; (6) Nachfolge und Abhängigkeit vom Inhaber.

▶Wie gross ist der Schweizer Baustoffgrosshandel?

Das BFS zählte 2024 1 971 Baustoffgrosshändler mit 28 392 Beschäftigten (NOGA 46.73 und 46.74), mit 2,9% mehr Beschäftigten als 2020. Eine amtliche Zahl zum Umsatz des Marktes gibt es nicht. Zur Grössenordnung: Allein Meier Tobler, der kotierte Sanitär- und Heizungsgrosshändler, setzte 2025 CHF 496,6 Millionen um.

▶Welches sind die wichtigsten Baustoffgrosshändler der Schweiz?

Die HG Commerciale (Zürich), die Handelsgenossenschaft der Baumeister; Meier Tobler (Schwerzenbach) für Sanitär und Heizung; Gétaz-Miauton (Waadt) und Regusci Reco (Tessin), Teil von Building Materials Europe von Blackstone; Debrunner Acifer (St. Gallen, Klöckner & Co) für Stahl und Armierungen; und Sanitas Troesch (Bern) für Bad und Küche. Holcim und andere Hersteller beliefern sie.

▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Baustoffversorgung?

Fünf Trends: (1) weniger Firmen, aber mehr Beschäftigte von 2020 bis 2024; (2) ein schwacher Wärmepumpenmarkt 2025; (3) Private-Equity-Besitz ehemaliger CRH-Händler über Building Materials Europe; (4) die Abspaltung von Amrize durch Holcim im Juni 2025; (5) Wachstum bei recycelten und CO2-armen Baustoffen.

▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Baustoffhändlers?

Die grössten Risiken sind: (1) Bau- und Zinszyklen; (2) schmale Margen und Preisdruck; (3) Abhängigkeit von wenigen grossen Bauunternehmen; (4) Lager- und Debitorenrisiko; (5) an den Inhaber gebundene Beziehungen. Die Due Diligence sollte Debitoren, das Alter des Lagers, Mietverträge der Standorte und die Kundenkonzentration prüfen.

▶Welche Margen erzielen Schweizer Baustoffgrosshändler?

Schmal, wie in der meisten Distribution. Meier Tobler, der einzige kotierte Schweizer Grosshändler der Branche, erzielte 2025 eine EBITDA-Marge von 7,6%, nach 8,3%, wegen tieferer Bruttomargen und IT-Investitionen. Spezialisierte Händler mit Dienstleistungen können besser abschneiden, allgemeine Händler oft schlechter.

▶Wo sind die Schweizer Baustoffgrosshändler angesiedelt?

Gemäss BFS-Zahlen 2024: Die Ostschweiz hat die meisten Grosshändler (355, mit 4 152 Beschäftigten), gefolgt von der Westschweiz (336; 3 546), der Zentralschweiz (283; 4 040), der Nordwestschweiz (280; 4 960), Zürich (278; 6 327), dem Tessin (211; 1 069) sowie Bern und Solothurn (194; 4 278). Zürich hat die meisten Beschäftigten und die grössten Firmen.

Market Pulse

Die Schweizer Deals in Baumaterialien & Baustoffhandel — einmal im Monat

Market Pulse: Schweizer KMU-Transaktionen, Nachfolgesignale und relevante Konkurse aus Handelsregister und Presse, einmal im Monat. Kostenlos.

Inklusive einem Brief pro Monat zu Schweizer Transaktionen. Jederzeit abbestellbar.