1.0Marktüberblick
- CHF 525-850 Mrd. AuM
- Kundenvermögen, nicht Umsatz. zeb (EAM Study Switzerland, März 2026, auf Basis von Advea-Daten) beziffert die von Schweizer EAM verwalteten Vermögen per Ende 2025 auf CHF 525 Mrd.; FIN21/WealthSummit (März 2026) hochgerechnet aus der eigenen Umfrage auf rund CHF 850 Mrd. Der Bruttogewinn der Branche lag 2025 bei CHF 6,0 Mrd. (zeb). Die rund CHF 400 Mrd. der Ausgabe vom Februar 2026 waren die PwC-Schätzung für Oktober 2023.
- 1 359
- Vermögensverwalter-Bewilligungen im FINMA-Register der von einer Aufsichtsorganisation überwachten Institute, Stand 14. September 2026 — insgesamt 1 507 Institute, davon 159 mit Trustee-Bewilligung und 11 mit beiden. Die rund 2 500 der Ausgabe vom Februar 2026 beschrieben den Markt vor der Bewilligungspflicht von 2020.
- ~10 000
- Schätzung: die Grössenverteilung aus FIN21/WealthSummit 2026 (8% mit einer Vollzeitstelle, 44% mit zwei bis vier, 32% mit fünf bis zehn, 16% mit mehr) angewandt auf 1 359 bewilligte Firmen. Die übergeordnete BFS-Kategorie, NOGA 663002 «Fondsmanagement», zählte in der STATENT 2024 21 947 Beschäftigte in 3 158 Unternehmen, 20,4% mehr als 2019.
- +5,1% p.a.
- Annualisiertes Wachstum der von Schweizer EAM verwalteten Vermögen zwischen 2023 (CHF 475 Mrd.) und 2025 (CHF 525 Mrd.), zeb/Advea. Der Bruttogewinn stieg langsamer, von CHF 5,7 auf 6,0 Mrd., und liegt weiterhin unter den CHF 6,3 Mrd. von 2021.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) ist der Schweizer Unabhaengige Vermoegensverwalter-Markt CHF 525-850 Mrd. AuM gross — Kundenvermögen, nicht Umsatz. zeb (EAM Study Switzerland, März 2026, auf Basis von Advea-Daten) beziffert die von Schweizer EAM verwalteten Vermögen per Ende 2025 auf CHF 525 Mrd.; FIN21/WealthSummit (März 2026) hochgerechnet aus der eigenen Umfrage auf rund CHF 850 Mrd. Der Bruttogewinn der Branche lag 2025 bei CHF 6,0 Mrd. (zeb). Die rund CHF 400 Mrd. der Ausgabe vom Februar 2026 waren die PwC-Schätzung für Oktober 2023..
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 1 359 Unabhaengige Vermoegensverwalter-Unternehmen — Vermögensverwalter-Bewilligungen im FINMA-Register der von einer Aufsichtsorganisation überwachten Institute, Stand 14. September 2026 — insgesamt 1 507 Institute, davon 159 mit Trustee-Bewilligung und 11 mit beiden. Die rund 2 500 der Ausgabe vom Februar 2026 beschrieben den Markt vor der Bewilligungspflicht von 2020..
2.0Branchenüberblick
Das FINMA-Register ist heute die verlässlichste Beschreibung dieser Branche, und es überholt das meiste, was die Ausgabe dieses Berichts vom Februar 2026 festhielt. Die Liste der von einer Aufsichtsorganisation überwachten Institute, Stand 14. September 2026, enthält 1 507 Namen: 1 359 mit einer Bewilligung als Vermögensverwalter — die Rechtsform des unabhängigen Vermögensverwalters unter dem Finanzinstitutsgesetz —, 159 mit einer Trustee-Bewilligung und 11 mit beiden. Um diesen Kern stehen 89 FINIG-Gruppengesellschaften unter direkter FINMA-Aufsicht und, nach der Zählung von zeb vom Januar 2026, 328 Verwalter von Kollektivvermögen. Die rund CHF 400 Mrd. Vermögen, der Median von CHF 61 Mio. und von drei Mitarbeitenden der früheren Ausgabe waren PwC-Werte für 2023 und sind überholt; ihre rund 2 500 Verwalter beschrieben den Markt vor der Bewilligungspflicht, und die Aussage, über 60% der Inhaber seien 55 oder älter, liess sich keiner Quelle zuordnen.
Die Konsolidierung der Schweizer Vermögensverwalter
Eine in den Ruhestand tretende Gründergeneration, eine Branche von rund CHF 900 Milliarden und 1'349 bewilligte Firmen — die meisten zu klein, um übergeben zu werden.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Wiederkehrende, vermögensbasierte Erträge auf CHF 525 Mrd. (zeb) bis CHF 850 Mrd. (FIN21) Kundenvermögen, mit einem Branchen-Bruttogewinn von wieder CHF 6,0 Mrd. 2025
- Kundenbücher in Gründerhand: 63% der Inhaber sind 51 oder älter und 25% über 60, doch nur 38% haben eine klar geregelte Nachfolge (FIN21 2026)→ §7.0
- Ein klar umrissener Nachfolgepool: 669 Boutiquen mit zwei bis drei Personen und geschätzt CHF 166 Mrd. Vermögen (ValIndex, Juni 2026, modellierte Vermögen)→ §7.0
- Zu kleine Firmen überleben womöglich nicht: 85% der Vermögensverwalter bezweifeln die Zukunft einer Firma mit weniger als CHF 50 Mio. (FIN21 2026)
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8.0Regionale Cluster
Zürich
Der grösste Bestand an bewilligten Vermögensverwaltern: 391 im FINMA-Register vom 14. September 2026, 28,8% des Landestotals, davon 322 in der Stadt. Die Aquila AG, die Marcuard Heritage AG und die Pilotage Private Wealth AG sind hier eingetragen, und die Goldküstengemeinden Küsnacht und Zollikon kommen auf acht und sieben. In der Unternehmensstatistik zählt der Kanton 865 Unternehmen im Fondsmanagement mit 8 151 Beschäftigten (STATENT 2024), mehr als ein Drittel der landesweiten Beschäftigung dieser Kategorie.
Genf
Bei der Anzahl fast gleichauf mit Zürich — 367 bewilligte Vermögensverwalter, 27,0%, davon 327 in der Stadt — und bei den Trustees vorne, mit 62 der 159 Trustee-Bewilligungen. Die internationale, frankophone Kundschaft bedienen Firmen wie die Bedrock SA, heute im Besitz von Corient, und die 1875 Finance SA, bewilligt als Verwalterin von Kollektivvermögen. Die STATENT 2024 zählt 734 Unternehmen im Fondsmanagement mit 5 078 Beschäftigten.
Tessin
Das dritte Zentrum und das konzentrierteste: 142 bewilligte Vermögensverwalter, davon 105 in Lugano und 14 in Chiasso, ausgerichtet auf italienische und südeuropäische Kunden. Die Nemesis Asset Management SA und die FF MARCUARD SA sind in Lugano bewilligt, die COLOMBO WEALTH SA hält eine Bewilligung als Verwalterin von Kollektivvermögen. Die ValIndex-Studie vom Juni 2026 zählt 52% der aktiven Tessiner Vermögensverwalter mit drei oder weniger Personen.
Zug und Schwyz
Zusammen 172 bewilligte Vermögensverwalter — Zug 117, davon 75 in der Stadt und 20 in Baar, und Schwyz 55, konzentriert am Seeufer in Wollerau, Pfäffikon, Freienbach, Schindellegi und Bäch. Hier sitzen die Cinerius Financial Partners AG, die SSI Wealth Management AG und die Aufsichtsorganisation OSFINcontrol AG. Hier ist auch der Anteil inhabergeführter Firmen am höchsten: Die ValIndex-Studie beziffert ihn auf 67,7% in Zug und 69,4% in Schwyz.
Waadt
77 bewilligte Vermögensverwalter, angeführt von Lausanne (27) und Nyon (15), der Rest verteilt entlang des Sees zwischen Coppet und Montreux. Die GFG Groupe Financier de Gestion SA in Lausanne gehört dazu. Die ValIndex-Studie zählt 64,1% der aktiven Waadtländer Vermögensverwalter als inhabergeführt — ein Kanton, in dem ein Käufer auf weniger konkurrierende Bieter trifft als in Genf.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Was ist ein unabhängiger Vermögensverwalter in der Schweiz wert?
Ein durchschnittlicher Schweizer unabhängiger Vermögensverwalter wird steuerlich (statutarisch) mit 4,5 - 6,0× EBITDA und in tatsächlichen Transaktionen mit 5,0 - 8,0× EBITDA bewertet. Die Spanne zwischen statutarischen und Transaktionsmultiplikatoren ist eine Arbitrage-Möglichkeit für informierte Käufer. Der aktuelle Markttrend ist steigend, mit einer als mittel bewerteten Arbitrage-Spanne. In dieser Nische wird der Multiplikator auf Erträge angewandt, die mit dem Berater gehen können; der Preis hängt deshalb vor allem davon ab, wie viel Umsatz wiederkehrende vermögensbasierte Gebühren sind, wie viele Berater jede Kundenbeziehung teilen, wie konzentriert das Buch nach Kunden und Depotbanken ist und wie viele Kunden die Übergabe mitgehen.
▶Welche Faktoren beeinflussen die Bewertung eines unabhängigen Vermögensverwalters?
Zu den wichtigsten Bewertungstreibern zählen: Wiederkehrende, vermögensbasierte Erträge auf CHF 525 Mrd. (zeb) bis CHF 850 Mrd. (FIN21) Kundenvermögen, mit einem Branchen-Bruttogewinn von wieder CHF 6,0 Mrd. 2025; Eine Bewilligung, die ein Käufer übernimmt statt aufbaut: Alle 1 359 Vermögensverwalter im Register haben das FINMA-Verfahren durchlaufen und werden von einer von vier Aufsichtsorganisationen überwacht. Bewertungsmindernd wirken: Kundenbücher in Gründerhand: 63% der Inhaber sind 51 oder älter und 25% über 60, doch nur 38% haben eine klar geregelte Nachfolge (FIN21 2026); Erträge an der Spitze konzentriert: Die 50 grössten EAM erwirtschaften CHF 3,3 Mrd. der CHF 6,0 Mrd. Branchen-Bruttogewinn, für alle übrigen bleiben CHF 2,7 Mrd. (zeb 2026). Deal-Multiplikatoren liegen typischerweise bei 5.0 - 8.0× EBITDA, die tatsächlichen Preise variieren jedoch deutlich je nach Kundenkonzentration, Managementqualität, Umsatzstabilität und geografischer Reichweite in den 26 Schweizer Kantonen.
▶Wie viele unabhängige Vermögensverwalter gibt es in der Schweiz?
Das FINMA-Register gibt eine genaue Antwort. Am 14. September 2026 umfasste die Liste der von einer Aufsichtsorganisation überwachten Institute 1 507 Institute: 1 359 mit einer Bewilligung als Vermögensverwalter — der Rechtsform des unabhängigen Vermögensverwalters —, 159 mit einer Trustee-Bewilligung und 11 mit beiden. Zürich (391) und Genf (367) stellen 55,8% der bewilligten Vermögensverwalter, gefolgt von Tessin (142), Zug (117), Waadt (77) und Schwyz (55). Um diesen Kern stehen 89 FINIG-Gruppengesellschaften unter direkter FINMA-Aufsicht, 28 davon mit dem Namen Aquila, und — nach der Zählung von zeb vom Januar 2026 — 328 Verwalter von Kollektivvermögen. Seit dem Abschluss der Bewilligungsverfahren ist die Zahl gestiegen, von 1 309 am 31. Mai 2025. Die rund 2 500 der Ausgabe dieses Berichts vom Februar 2026 beschrieben den Markt vor der Bewilligungspflicht von 2020; Patrick Stauber von Marcuard Heritage verweist auf Schätzungen von 2 000 bis 2 500 für 2005-2015, viele davon Einzelfirmen. In der Unternehmensstatistik liegt die Tätigkeit in der NOGA 663002, Fondsmanagement, für die die BFS-STATENT 2024 3 158 Unternehmen und 21 947 Beschäftigte ausweist, mit 20,4% mehr Beschäftigten als 2019 bei 3,2% mehr Unternehmen. Die meisten Firmen sind klein: In der Umfrage von FIN21 und WealthSummit 2026 arbeiten 83% mit zehn oder weniger Vollzeitstellen.
▶Wie sieht die Nachfolgesituation bei Schweizer unabhängigen Vermögensverwaltern aus?
Nachfolge in der unabhängigen Schweizer Vermögensverwaltung ist weniger der Verkauf einer Firma als die Übertragung von Kundenbeziehungen, und die meisten Inhaber haben sie noch nicht geregelt. Die Umfrage von FIN21 und WealthSummit 2026 unter 170 bewilligten Verwaltern zeigt 63% der Inhaber mit 51 oder mehr Jahren und 25% über 60, während nur 38% eine klar geregelte Nachfolge haben, 32% eine teilweise und 26% keine. Die ValIndex-Studie vom Juni 2026 kommt aus dem Register zum selben Schluss: 882 von 1 579 aktiven Firmen, 56%, werden von drei oder weniger Personen geführt, und 669 Boutiquen mit zwei bis drei Personen verwalten geschätzt CHF 166 Mrd. Die Ausgabe dieses Berichts vom Februar 2026 bezifferte den Anteil der Inhaber ab 55 Jahren auf über 60%; dieser Wert liess sich keiner Quelle zuordnen und wird durch die Umfragedaten ersetzt. Über den Preis entscheidet, ob die Kunden bleiben. Patrick Stauber, CEO von Marcuard Heritage, schrieb im Juni 2026, bei kleineren Häusern träfen sich Käufer und Verkäufer selten beim Wert, weil der Käufer das Kundenbuch wolle, der Verkäufer aber die Rechtsform bewerte, und Kunden folgten dem Berater, nicht der Rechtsform. Abschlüsse werden deshalb um Kundenbindung und Übergabezeit gebaut. Das Register zeigt das Muster: Die SSI Wealth Management AG übernahm die Huber & Partner Vermögensverwaltung AG gemäss Fusionsvertrag vom 19. Februar 2026. Der andere Weg ist eine Plattform — 28 der 89 FINIG-Gruppengesellschaften unter direkter FINMA-Aufsicht tragen den Namen Aquila —, und 71% der Befragten nennen die Konsolidierung, einschliesslich des Anschlusses an eine Plattform, als dringendste Aufgabe. Die Grösse setzt die Untergrenze: 85% bezweifeln, dass eine Firma mit weniger als CHF 50 Mio. überleben kann. Inhaber sollten dokumentieren, welcher Berater welche Beziehung hält, die Erträge je Depotbank, die Bewilligung und die Aufsichtsorganisation, und zwei bis drei Jahre Überlappung einplanen. Transaktionsmultiplikatoren liegen in der Branche typischerweise bei 5.0 - 8.0× EBITDA.
▶Was sind die wichtigsten Markttrends bei Schweizer unabhängigen Vermögensverwaltern?
Vier Trends prägen den Sektor 2026: (1) Die Zahl der Bewilligungen sinkt nicht mehr — Seit dem Abschluss der Bewilligungsverfahren ist die Zahl der bewilligten Vermögensverwalter gestiegen statt gesunken: 1 309 am 31. Mai 2025 (Basis von FIN21) und 1 359 im FINMA-Register vom 14. September 2026, dazu 159 Trustee-Bewilligungen. zeb stellt dieselbe Erholung nach dem vorübergehenden Einbruch durch die Bewilligungspflicht fest. (2) Die Vermögen haben sich erholt, die Erträge nicht — zeb beziffert die von Schweizer EAM verwalteten Vermögen per Ende 2025 auf CHF 525 Mrd., über den CHF 500 Mrd. von 2021, während der Bruttogewinn von CHF 6,0 Mrd. unter den CHF 6,3 Mrd. von 2021 bleibt. (3) Plattformen ersetzen den klassischen Verkauf — Die Aquila AG hat eine FINMA-Bankbewilligung, und 28 der 89 FINIG-Gruppengesellschaften unter direkter FINMA-Aufsicht tragen den Namen Aquila, von der Aquila Luzern Vermögensverwaltung AG bis zur Aquila GVM Consulting SA in Lugano. (4) Auch die Aufsicht hat sich konsolidiert — Die FINcontrol Suisse AG übernahm die OSFIN, Organisation de surveillance financière, in Neuenburg und benannte sich in OSFINcontrol AG um, eingetragen und im SHAB publiziert am 29. Dezember 2025.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines unabhängigen Vermögensverwalters?
Die wichtigsten Akquisitionsrisiken sind: (1) Zu kleine Firmen überleben womöglich nicht: 85% der Vermögensverwalter bezweifeln die Zukunft einer Firma mit weniger als CHF 50 Mio. (FIN21 2026); (2) Kunden folgen dem Berater, nicht der Rechtsform: Käufer und Verkäufer finden bei kleinen Häusern selten zu einem gemeinsamen Wert, und die Kundenbindung nach dem Verkauf wird oft unterstellt statt geprüft (Stauber, Juni 2026); (3) Der Bewilligungsstatus kann sich ändern: Die Finaport Asset Management AG verliess 2025 den beaufsichtigten Bereich und firmiert heute als Trigon Investment Advisors AG — das Register bei Signing und Closing prüfen. Käufer sollten Kundenkonzentration, regulatorische Compliance und Schlüsselpersonen-Abhängigkeiten sorgfältig prüfen. Deal-Multiplikatoren von 5.0 - 8.0× EBITDA können bei erhöhtem Risikoprofil abschlägig ausfallen.
▶Wie sieht die typische Kostenstruktur eines Schweizer unabhängigen Vermögensverwalters aus?
Eine indikative Kostenaufteilung für einen Schweizer unabhängigen Vermögensverwalter ist: Personal (Vermögensverwalter, Kundenberater, Administration): 58%, Regulierung & Compliance (Aufsichtsorganisation, Prüfung, GwG): 7%, Technologie & IT (Portfolio-Management-System, Daten, Cloud): 6%, Büro & Miete: 5%, Plattform-, Depot- & Auslagerungsgebühren: 4%, Marketing & Kundenakquisition: 2%, Gewinnmarge (EBITDA): 18%. Indikative Aufteilung für einen inhabergeführten Schweizer Vermögensverwalter nahe der Mediangrösse, gestützt auf das einzige veröffentlichte Kostenmodell der Branche. Die PwC-Studie «Portfolio Manager Industry 360° view» (Dezember 2023) beziffert das Personal auf 60-80% des Gesamtaufwands und die übrigen Betriebskosten auf 15-25%, rechnet nach der Bewilligung mit wiederkehrend CHF 34-54k pro Jahr für die Aufsicht und modelliert einen Verwalter mit CHF 61 Mio. Vermögen nach der Bewilligung mit 18% EBITDA-Marge — gegenüber 0% bei CHF 50 Mio. und 50% bei CHF 100 Mio. Die Ausgabe vom Februar 2026 schrieb eine andere Aufteilung Simon-Kucher, PwC und WealthBriefing zu, ohne deren Zahlen zu treffen; sie wurde auf die PwC-Bandbreiten angepasst. Die Umfragen von 2026 weisen in dieselbe Richtung: Die Befragten von FIN21/WealthSummit nennen Personal (77%), Compliance (54%) und IT/Cloud (42%) als margenbestimmende Kosten, und 70% lagern die Buchhaltung, 66% die IT und 61% die Compliance aus. Auf Branchenebene beziffert zeb den Bruttogewinn 2025 auf CHF 6,0 Mrd., wovon CHF 3,3 Mrd. auf die 50 grössten Firmen entfallen — die Grösse, nicht die Gebührenhöhe, trennt die Margen. Für einen Käufer lohnt es sich, die Kosten, die in der Integration wegfallen — Aufsichtsprüfung, Compliance, IT und Buchhaltung —, von dem einen Posten zu trennen, der bleibt: dem Berater, der den Kunden hält.
▶Wo sind die unabhängigen Vermögensverwalter der Schweiz konzentriert?
Die unabhängigen Vermögensverwalter der Schweiz konzentrieren sich auf fünf Cluster: (1) Zürich (ZH) — Der grösste Bestand an bewilligten Vermögensverwaltern: 391 im FINMA-Register vom 14. September 2026, 28,8% des Landestotals, davon 322 in der Stadt. (2) Genf (GE) — Bei der Anzahl fast gleichauf mit Zürich — 367 bewilligte Vermögensverwalter, 27,0%, davon 327 in der Stadt — und bei den Trustees vorne, mit 62 der 159 Trustee-Bewilligungen. (3) Tessin (TI) — Das dritte Zentrum und das konzentrierteste: 142 bewilligte Vermögensverwalter, davon 105 in Lugano und 14 in Chiasso, ausgerichtet auf italienische und südeuropäische Kunden. (4) Zug und Schwyz (ZG/SZ) — Zusammen 172 bewilligte Vermögensverwalter — Zug 117, davon 75 in der Stadt und 20 in Baar, und Schwyz 55, konzentriert am Seeufer in Wollerau, Pfäffikon, Freienbach, Schindellegi und Bäch. (5) Waadt (VD) — 77 bewilligte Vermögensverwalter, angeführt von Lausanne (27) und Nyon (15), der Rest verteilt entlang des Sees zwischen Coppet und Montreux. Das Register macht die Verteilung genau: Zürich und Genf stellen 55,8% der 1 359 bewilligten Vermögensverwalter, die sechs grössten Kantone 84,5%.