1.0Marktüberblick
- 2 473
- Unternehmen der Klasse Versicherungsmakler und -agenten (NOGA 662200) im Jahr 2024, gegenüber 2 746 im Jahr 2019 (BFS STATENT). Das FINMA-Register der Versicherungsvermittler umfasste am 13. September 2026 11 987 Einträge, natürliche und juristische Personen zusammen, und führt seit dem 1. Januar 2024 nur noch ungebundene Vermittler. Die rund 2 200 registrierten Vermittler und 600-700 unabhängigen Broker der Ausgabe vom Februar 2026 entsprechen keiner der beiden Quellen und wurden zurückgezogen.
- 19 588
- Beschäftigte der NOGA-662200-Unternehmen im Jahr 2024, entsprechend 16 159 Vollzeitäquivalenten, gegenüber 19 058 Beschäftigten 2019 (BFS STATENT). Die Klasse folgt der europäischen Definition von Versicherungsagenten und -maklern und umfasst deshalb neben Brokern auch selbständige Agenturen. Die 12 000-15 000 der Ausgabe vom Februar 2026 hatten keine Quelle.
- +3,1%
- Wachstum der Nichtleben-Prämien im Schweizer Geschäft 2025, gemäss FINMA-Daten, die der SVV im September 2026 veröffentlichte; die Kranken- und Unfallzusatzversicherung wuchs um 2,6%, die Einzelleben um 4,2%, die Kollektivleben sank um 1,7%. Das ist der Pool, in den Broker Geschäft platzieren: Die Schweizer Prämien der Privatversicherer beliefen sich 2025 gemäss SVV-Hochrechnung vom Februar auf rund CHF 56,6 Mrd. (CHF 22,6 Mrd. Leben, CHF 17,1 Mrd. Kranken und Unfall, CHF 16,9 Mrd. Nichtleben). Keine Quelle misst den Umsatz der Broker oder den über Broker platzierten Anteil; die Marktgrösse von rund CHF 60 Mrd. und der Brokeranteil von 25-30% der Ausgabe vom Februar 2026 wurden deshalb zurückgezogen, ebenso ihre Wachstumsrate von rund 3-4%. Die Brokerbranche selbst wächst an Firmen nicht: Die NOGA-662200-Unternehmen nahmen von 2019 bis 2024 um 10% ab, während die Beschäftigung um 2,8% stieg.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 2 473 Versicherungsmakler-Unternehmen — Unternehmen der Klasse Versicherungsmakler und -agenten (NOGA 662200) im Jahr 2024, gegenüber 2 746 im Jahr 2019 (BFS STATENT). Das FINMA-Register der Versicherungsvermittler umfasste am 13. September 2026 11 987 Einträge, natürliche und juristische Personen zusammen, und führt seit dem 1. Januar 2024 nur noch ungebundene Vermittler. Die rund 2 200 registrierten Vermittler und 600-700 unabhängigen Broker der Ausgabe vom Februar 2026 entsprechen keiner der beiden Quellen und wurden zurückgezogen..
2.0Branchenüberblick
Die Versicherungsvermittlung in der Schweiz arbeitet in einem grossen Prämienpool und mit einem Register, das 2024 neu aufgebaut wurde. Die Privatversicherer erzielten 2025 gemäss Hochrechnung des Schweizerischen Versicherungsverbands vom Februar 2026 im Schweizer Geschäft rund CHF 56,6 Mrd. Prämien — CHF 22,6 Mrd. in Leben, CHF 17,1 Mrd. in Kranken und Unfall und CHF 16,9 Mrd. in Nichtleben —, und die im September 2026 veröffentlichten FINMA-Daten beziffern das Wachstum im Nichtlebengeschäft auf 3,1%. Seit das revidierte Versicherungsaufsichtsgesetz am 1. Januar 2024 in Kraft trat, führt das FINMA-Register nur noch ungebundene Vermittler, die in einem Treueverhältnis zu ihren Kunden stehen; gebundene Vermittler werden dem Versicherer zugerechnet, für den sie tätig sind, und erscheinen grundsätzlich nicht mehr. Am 13. September 2026 umfasste das Register 11 987 Einträge, natürliche und juristische Personen zusammen.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Ein Prämienpool von rund CHF 56,6 Mrd. im Schweizer Geschäft (SVV-Hochrechnung für 2025), mit einem Plus von 3,1% bei den Nichtleben-Prämien 2025 gemäss FINMA-Daten
- Kleine Firmen: 2 473 Unternehmen teilen sich 16 159 Vollzeitäquivalente, rund 6,5 pro Unternehmen im Jahr 2024
- Regionale Plattformen kaufen weiter: ASSEPRO hat mehr als 20 Firmen übernommen, und Howden eröffnete 2026 Zweigniederlassungen in Rapperswil und Gibloux — ein Verkaufsweg für abtretende Inhaber
- Die Konsolidierung der Versicherer verringert die Auswahl an Risikoträgern: Nach der Fusion von Helvetia und Baloise arbeitet das Management an Kostensynergien von CHF 350 Mio. (PwC, 2026)→ §5.0
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8.0Regionale Cluster
Zürich
Der grösste Cluster: 411 von 2 473 Brokerunternehmen und 3 716 von 16 159 Vollzeitäquivalenten im Jahr 2024, rund neun pro Firma. Kessler, Aon, Qualibroker, Lockton und die 1291 Group haben hier ihren Sitz.
Genferseeregion
514 Unternehmen — 283 in der Waadt und 231 in Genf — mit 2 333 Vollzeitäquivalenten, also mehr Firmen als irgendwo ausserhalb Zürichs, aber kleinere. Aon hat Zweigniederlassungen in Genf und Nyon, und Qualibroker Swiss Risk & Care arbeitet von Collonge-Bellerive aus.
Bern und Mittelland
332 Unternehmen und 2 317 Vollzeitäquivalente, angeführt von Bern mit 204 Firmen und 1 598 VZÄ. Die Qualibroker-Gruppengesellschaft hat ihren Sitz in Villars-sur-Glâne, Howden übernahm die Born Consulting AG in Bern und eröffnete eine Zweigniederlassung in Gibloux, und Kessler übernahm die City Beratungs-AG in Bern.
Zentralschweiz
251 Unternehmen und 2 027 Vollzeitäquivalente, mit Luzern als grösstem Arbeitgeber mit 988 VZÄ. Die Howden Schweiz AG und die Brokerslink AG haben ihren Sitz in Zug, die ASSEPRO Brokerage AG in Freienbach.
Tessin
187 Unternehmen und 856 Vollzeitäquivalente. Die Konsolidierung hat den Kanton erreicht: Howden übernahm 2023 die Assiteca SA in Lugano, Aon 2026 die Assimedia SA in Locarno, und ASSEPRO und Qualibroker arbeiten von Bellinzona und Lugano aus.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Was ist ein Versicherungsbroker in der Schweiz wert?
Ein durchschnittlicher Schweizer Versicherungsbroker wird steuerlich (statutarisch) mit 5,0 - 7,0× EBITDA und in tatsächlichen Transaktionen mit 6,5 - 9,0× EBITDA bewertet. Die Spanne zwischen statutarischen und Transaktionsmultiplikatoren ist eine Arbitrage-Möglichkeit für informierte Käufer. Der aktuelle Markttrend ist die Konsolidierung, mit einer als mittel bewerteten Arbitrage-Spanne. In dieser Nische ruht der Multiplikator auf einem Bestand wiederkehrender Provisionen; der Preis hängt deshalb davon ab, wie viel Ertrag aus Folgegeschäft statt aus Neuabschlüssen stammt, wie viel aus der Krankenversicherung kommt, wo die Entschädigung gedeckelt und bei frühem Vertragsende zurückzuzahlen ist, wie stark der Bestand auf wenige Firmenkunden konzentriert ist und ob die Beziehungen bei der Firma bleiben, wenn der Inhaber geht.
▶Welche Faktoren beeinflussen die Bewertung eines Versicherungsbrokers?
Zu den wichtigsten Bewertungstreibern zählen: Ein Prämienpool von rund CHF 56,6 Mrd. im Schweizer Geschäft (SVV-Hochrechnung für 2025), mit einem Plus von 3,1% bei den Nichtleben-Prämien 2025 gemäss FINMA-Daten; Seit 2024 führt das FINMA-Register ungebundene Vermittler, die im Interesse des Kunden handeln, getrennt von gebundenen Agenten, sodass sich der Status eines Brokers namentlich prüfen lässt. Bewertungsmindernd wirken: Kleine Firmen: 2 473 Unternehmen teilen sich 16 159 Vollzeitäquivalente, rund 6,5 pro Unternehmen im Jahr 2024; Kundenbeziehungen hängen an einzelnen Beratern, was das Schlüsselpersonenrisiko zur zentralen Frage beim Verkauf macht. Deal-Multiplikatoren liegen typischerweise bei 6.5 - 9.0× EBITDA, die tatsächlichen Preise variieren jedoch deutlich je nach Kundenkonzentration, Managementqualität, Umsatzstabilität und geografischer Reichweite in den 26 Schweizer Kantonen.
▶Wie viele Versicherungsbroker gibt es in der Schweiz?
Das hängt davon ab, was gezählt wird. Das Bundesamt für Statistik zählte 2024 in der Klasse Versicherungsmakler und -agenten (NOGA 662200) 2 473 Unternehmen mit 19 588 Beschäftigten oder 16 159 Vollzeitäquivalenten; die Zahl ist seit dem Höchststand von 2 746 im Jahr 2019 jedes Jahr gesunken. Das FINMA-Register der Versicherungsvermittler umfasste am 13. September 2026 11 987 Einträge, natürliche und juristische Personen zusammen. Seit dem 1. Januar 2024 führt dieses Register ungebundene Vermittler, die für den Kunden handeln, während gebundene Vermittler im Dienst eines Versicherers grundsätzlich nicht mehr eingetragen werden; das Register zählt also die Personen und Firmen, die unabhängig vermitteln, und STATENT jedes Unternehmen der Klasse, Agenturen eingeschlossen. Die grössten Kantone nach Unternehmenszahl sind Zürich (411), Waadt (283), Genf (231), Bern (204) und Tessin (187). Die rund 2 200 registrierten Vermittler und 600-700 unabhängigen Broker der Ausgabe dieses Berichts vom Februar 2026 entsprechen keiner der beiden Quellen.
▶Wie sieht die Nachfolgesituation bei Schweizer Versicherungsbrokern aus?
Die Nachfolge in der Schweizer Versicherungsvermittlung zeigt sich im Handelsregister als Übernahme. Die Zahl der Brokerunternehmen sank von 2 746 im Jahr 2019 auf 2 473 im Jahr 2024, während die Beschäftigung stieg, und Plattformen wie ASSEPRO, Howden, Qualibroker und Aon verzeichnen die übernommenen Firmen in ihren eigenen Einträgen. Keine veröffentlichte Quelle misst das Alter der Inhaber oder die Nachfolgeplanung in der Branche, und die Zahlen der Ausgabe vom Februar 2026 — 1,5-2,5x Jahresprovisionen, 85-95% Kundenbindung, über 1 000 Transaktionen weltweit pro Jahr und 20-40% höhere Preise bei geplanten Verkäufen — hatten keine Quelle und wurden zurückgezogen. Was ein Käufer prüfen kann, ist konkret: ob das Zielunternehmen und seine Berater im FINMA-Register der ungebundenen Vermittler erscheinen; wie viel Provisionsertrag aus der Krankenversicherung stammt, wo die Entschädigung gedeckelt und bei Vertragsende innert eines Jahres vollständig zurückzuzahlen ist; wie stark der Bestand auf wenige Firmenkunden konzentriert ist; und ob die Kunden Brokermandate mit der Firma statt mit dem abtretenden Inhaber unterzeichnet haben. Inhaber, die diese Punkte dokumentieren und ihren wichtigsten Kunden vor dem Verkauf einen Nachfolger vorstellen, geben einem Käufer weniger Anlass für Abschläge. Transaktionsmultiplikatoren liegen in der Branche typischerweise bei 6.5 - 9.0× EBITDA.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Versicherungsvermittlung?
Vier Trends prägen den Sektor 2026: (1) Weniger Firmen, gleich viele Beschäftigte — Das Bundesamt für Statistik zählte 2024 2 473 Unternehmen von Versicherungsagenten und -maklern, nach einem Höchststand von 2 746 im Jahr 2019 und einem Rückgang in jedem Jahr seither. (2) Das Register wurde um ungebundene Vermittler neu aufgebaut — Seit dem 1. Januar 2024 beschränkt das revidierte Versicherungsaufsichtsgesetz das FINMA-Register auf ungebundene Vermittler, die in einem Treueverhältnis zu ihren Kunden stehen, während gebundene Vermittler ihrem Versicherer zugerechnet und grundsätzlich nicht mehr aufgeführt werden. (3) Zusammenschlüsse laufen über das Handelsregister — Die Konsolidierung der Schweizer Broker lässt sich am besten an Fusionseinträgen messen. (4) Der Verkauf von Krankenversicherungen wurde gedeckelt — Per 1. September 2024 erklärte der Bundesrat die Branchenvereinbarung der Krankenversicherer über Vermittler für jeden Krankenversicherer verbindlich.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Versicherungsbrokers?
Die wichtigsten Akquisitionsrisiken sind: (1) Die Konsolidierung der Versicherer verringert die Auswahl an Risikoträgern: Nach der Fusion von Helvetia und Baloise arbeitet das Management an Kostensynergien von CHF 350 Mio. (PwC, 2026); (2) Grenzüberschreitende Konkurrenz: Seit dem 1. Januar 2026 erlaubt das Berner Finanzdienstleistungsabkommen britischen Versicherern, ausgewählte Nichtlebensparten in der Schweiz zu zeichnen, und die SIBA beanstandet geringere Anforderungen an britische Broker; (3) Wachsende regulatorische Last für jeden ungebundenen Vermittler, wobei die SIBA Rezertifizierungsprüfungen mit Schwerpunkt Krankenversicherung kritisiert. Käufer sollten Kundenkonzentration, regulatorische Compliance und Schlüsselpersonen-Abhängigkeiten sorgfältig prüfen. Deal-Multiplikatoren von 6.5 - 9.0× EBITDA können bei erhöhtem Risikoprofil abschlägig ausfallen.
▶Wie sieht die typische Kostenstruktur eines Schweizer Versicherungsbrokers aus?
Eine indikative Kostenaufteilung für einen Schweizer Versicherungsbroker ist: Personal (Kundenbetreuer, Berater, Schaden- und Fachspezialisten): 50%, An Unteragenten & Zuführer weitergegebene Provisionen: 18%, IT, Brokersoftware & Datenaustausch: 10%, Büro & Administration: 8%, Registrierung, Ausbildung, Haftpflichtdeckung & Compliance: 7%, Gewinnmarge (EBITDA): 7%. Indikative Aufteilung für einen mittelgrossen Schweizer Broker; keine veröffentlichte Quelle misst Kostenstruktur oder Margen von Schweizer Versicherungsbrokern, und die in der Ausgabe vom Februar 2026 genannten Senior-Broker-Löhne von CHF 100-180k und Provisionssätze von 15-25% der Prämien hatten keine Quelle und wurden zurückgezogen. Gemessen ist die Grösse: BFS STATENT zählt 2024 16 159 Vollzeitäquivalente in 2 473 Unternehmen, rund 6,5 pro Firma, sodass Personal und weitergegebene Provisionen die meisten Budgets dominieren. Die einzigen veröffentlichten Provisionsgrenzen gelten in der Krankenversicherung, wo die verbindliche Branchenvereinbarung die Entschädigung auf CHF 70 pro versicherte Person in der Grundversicherung und 16 Nettomonatsprämien pro Abschluss in der Zusatzversicherung begrenzt. Für einen Käufer ist die Frage, welche dieser Kosten an den Beratern hängen, die die Kundenbeziehungen halten, und wie viel Provisionsertrag den Obergrenzen in der Krankenversicherung unterliegt.
▶Wo sind die Versicherungsbroker der Schweiz konzentriert?
Die Versicherungsbroker der Schweiz konzentrieren sich auf fünf Regionen: (1) Zürich (ZH) — Der grösste Cluster: 411 von 2 473 Brokerunternehmen und 3 716 von 16 159 Vollzeitäquivalenten im Jahr 2024, rund neun pro Firma. (2) Genferseeregion (GE/VD) — 514 Unternehmen — 283 in der Waadt und 231 in Genf — mit 2 333 Vollzeitäquivalenten, also mehr Firmen als irgendwo ausserhalb Zürichs, aber kleinere. (3) Bern und Mittelland (BE/FR/SO) — 332 Unternehmen und 2 317 Vollzeitäquivalente, angeführt von Bern mit 204 Firmen und 1 598 VZÄ. (4) Zentralschweiz (LU/ZG/SZ) — 251 Unternehmen und 2 027 Vollzeitäquivalente, mit Luzern als grösstem Arbeitgeber mit 988 VZÄ. (5) Tessin (TI) — 187 Unternehmen und 856 Vollzeitäquivalente. Die Konsolidierung hat den Kanton erreicht: Howden übernahm 2023 die Assiteca SA in Lugano, Aon 2026 die Assimedia SA in Locarno, und ASSEPRO und Qualibroker arbeiten von Bellinzona und Lugano aus. Der Sitzkanton einer Firma ist nicht immer dort, wo ihr Bestand liegt: Plattformen wie ASSEPRO, Howden und Aon führen von einem eingetragenen Sitz aus Zweigniederlassungen in mehreren Regionen.