BRANCHENREPORT — OKTOBER 2026
Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|Aktualisiert |8 Quellen zitiert
Luxus & Tradition

Wein & Weinbau

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor wein & weinbau 2 507 Unternehmen, 12 022 Mitarbeitende. (Daten per 2026-10.) Wachstum +0,5%. Transaktionen in der Branche werden typischerweise mit 4–7× EBITDA bewertet. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Wichtigste Erkenntnisse
  • •Deal-Multiplikatoren: 4.0 - 7.0× EBITDA (Trend: stabil)
  • •Wachstumsrate: +0,5%
  • •Aktive Unternehmen: 2 507
  • •Top-Trend: Weinkonsum sinkt

1.0Marktüberblick

2 507
Rebbaubetriebe und Weingüter (2 325) sowie Kellereien (182) 2024 (BFS STATENT, NOGA 01.21.01, 01.21.02 und 11.02). Weinhändler und Importeure sind nicht enthalten.
12 022
Beschäftigte dieser Betriebe 2024 (BFS STATENT), 7 405 Vollzeitäquivalente: Ein grosser Teil der Arbeit ist saisonal oder Teilzeit.
+0,5%
Beschäftigungsveränderung 2020–2024 (BFS STATENT), während die Zahl der Betriebe um 7,4% sank. Seit 2011 ist die Zahl der Betriebe um 28,4% gesunken.
14 432 ha
Rebfläche der Schweiz 2025, 52 Hektaren weniger als 2024 (BLW, März 2026).
37,5%
Anteil von Schweizer Wein am gesamten Weinkonsum in der Schweiz 2025, zwei Punkte mehr (BLW, April 2026).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 2 507 Wein & Weinbau-Unternehmen — Rebbaubetriebe und Weingüter (2 325) sowie Kellereien (182) 2024 (BFS STATENT, NOGA 01.21.01, 01.21.02 und 11.02). Weinhändler und Importeure sind nicht enthalten..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Das BFS zählte 2024 2 507 Rebbau- und Weinbaubetriebe mit 12 022 Beschäftigten (STATENT), 28,4% weniger Betriebe als 2011, aber etwa gleich viele Stellen: Die Branche konzentriert sich auf weniger, grössere Betriebe. Die Schweiz hatte 2025 14 432 Hektaren Reben, 52 weniger als ein Jahr zuvor. Die Ernte 2025 betrug 82 Mio. Liter, 9,3% mehr als die sehr schwache Ernte 2024, aber 9 Mio. Liter unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 90 Mio.; die Westschweiz produzierte 64,4 Mio. Liter, die Deutschschweiz 13,7 Mio. und die italienische Schweiz 3,4 Mio. Ein amtlicher Marktwert für Schweizer Wein wird nicht veröffentlicht.

3.0Branchen-Check (SWOT)

Interne Faktoren
Stärken4
  • Eigenständige Terroirs und einheimische Rebsorten
Schwächen4
  • Hohe Arbeitskosten in steilen Lagen→ §5.0
Externe Faktoren
Chancen4
  • Premiumweine und Direktverkauf
Risiken4
  • Sinkender Weinkonsum (−3,3% 2025)
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
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Bewertungsüberblick

Firmenbewertung Wein & Weinbau Schweiz

Deal-Multiplikator (EBITDA)
4.0 - 7.0×
Markttrend
Stabil

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

8.0Regionale Cluster

Westschweiz

VDGEFRVSNEJU

1 525 Betriebe mit 8 369 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), 60,8% des Schweizer Totals; das Wallis zählt 754, die Waadt 551. Die Region produzierte 2025 64,4 Mio. Liter.

Ostschweiz

SGTGGRSHARAIGL

327 Betriebe mit 1 312 Beschäftigten; Schaffhausen (109) und Graubünden (123) führen, und Rimuss & Strada ist in Hallau.

Tessin

TI

251 Betriebe mit 745 Beschäftigten; die italienische Schweiz produzierte 2025 3,4 Mio. Liter (−8,1%).

Zürich

ZH

134 Betriebe mit 520 Beschäftigten.

Nordwestschweiz

AGBLBS

111 Betriebe mit 476 Beschäftigten.

Bern und Solothurn

BESO

77 Betriebe mit 331 Beschäftigten.

Zentralschweiz

LUSZZGOWURNW

44 Betriebe mit 247 Beschäftigten.

Quellen

Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|8 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

▶Wie viel ist ein Weingut oder eine Kellerei in der Schweiz wert?

Die Multiplikatorentabelle von ValIndex setzt Wein und Weinbau in der Schweiz bei 4,0–7,0× EBITDA in Transaktionen und 3,0–5,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Weingüter mit starken Appellationen, eigener Marke und Privatkundschaft liegen am oberen Ende; Rebland wird oft separat bewertet.

▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Weinguts?

Käufer bewerten: (1) Lage und Appellation der Reben; (2) Marke und Direktkundschaft; (3) Lager und dessen Qualität; (4) die Kellereinrichtung; (5) die Unabhängigkeit von einem einzigen Traubenkäufer; (6) die Rolle der Inhaberschaft.

▶Wie gross ist die Schweizer Weinbranche?

Das BFS zählte 2024 2 507 Rebbau- und Weinbaubetriebe mit 12 022 Beschäftigten (STATENT). Die Schweiz hatte 2025 14 432 Hektaren Reben und erntete 82 Mio. Liter; der Konsum betrug 211,2 Mio. Liter, davon 37,5% Schweizer Wein. Ein amtlicher Marktwert wird nicht veröffentlicht.

▶Welches sind die wichtigsten Schweizer Weinproduzenten?

Zu den führenden Produzenten und Kellereien gehören Provins in Sion (mehrheitlich im Besitz der fenaco), Schenk in Rolle, Cave de la Côte in Tolochenaz, Caves Orsat in Martigny, Henri Badoux in Aigle, Gialdi Vini in Mendrisio und Rimuss & Strada in Hallau.

▶Was sind die wichtigsten Trends im Schweizer Wein?

Fünf Trends: (1) sinkender Weinkonsum; (2) Schweizer Wein gewinnt Anteile; (3) grosse Käufer reduzieren ihre Traubenübernahme; (4) weniger, grössere Betriebe; (5) Erholung nach der schwachen Ernte 2024.

▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Schweizer Weinbetriebs?

Die Hauptrisiken sind: (1) sinkender Konsum; (2) Importkonkurrenz; (3) der Verlust eines Traubenkäufers; (4) unverkaufte Bestände; (5) Wetter und Schädlinge. Die Due Diligence sollte den Absatz nach Kanal, Lagerbestand und -alter, Traubenverträge, Rebpachtverträge und den Zustand des Kellers prüfen.

▶Warum lehnen Schweizer Weinkäufer Trauben ab?

Der Konsum ist zwei Jahre in Folge gesunken, und grosse Käufer haben zu viel Wein. Provins verlor 2025 fast CHF 6 Mio. und reduzierte seine Übernahme seit 2020 um 270 Hektaren; Schenk teilte rund 250 Winzern in der Waadt und in Genf mit, dass er die Ernte 2026 nicht oder nur teilweise kauft.

▶Wo sind die Schweizer Weinbetriebe angesiedelt?

Gemäss BFS-Zahlen 2024 hat die Westschweiz 1 525 Rebbau- und Weinbaubetriebe (8 369 Beschäftigte), angeführt vom Wallis (754) und der Waadt (551), gefolgt von der Ostschweiz (327; 1 312), dem Tessin (251; 745), Zürich (134; 520), der Nordwestschweiz (111; 476), Bern und Solothurn (77; 331) und der Zentralschweiz (44; 247).

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