1.0Marktüberblick
- CHF 1,3 Mrd.
- Gesundheitsausgaben für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten 2024 (CHF 1 290 Millionen), davon CHF 596 Millionen von der Grundversicherung bezahlt – BFS-Statistik der Kosten des Gesundheitswesens. 2021, bevor psychologische Psychotherapeuten direkt über die Grundversicherung abrechnen konnten, waren es CHF 626 Millionen.
- 7 373
- Unternehmen der Psychotherapie und Psychologie (NOGA 86.90.01) im Jahr 2024, BFS STATENT – gegenüber 4 927 im Jahr 2021 und 3 284 im Jahr 2011. Die meisten sind selbständige Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die allein arbeiten.
- 9 659
- Beschäftigte in Praxen für Psychotherapie und Psychologie 2024 (6 378 Vollzeitäquivalente), BFS STATENT; 80,8% sind Frauen. In Spitälern und psychiatrischen Kliniken angestellte Psychologen werden dort gezählt.
- +57% seit 2021
- Beschäftigungswachstum in Praxen für Psychotherapie und Psychologie von 2021 (6 142) bis 2024 (9 659), BFS STATENT – getrieben vom im Juli 2022 eingeführten Anordnungsmodell, das psychologischen Psychotherapeuten die Abrechnung über die Grundversicherung auf ärztliche Anordnung erlaubt.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) ist der Schweizer Psychologie & Psychotherapie-Markt CHF 1,3 Mrd. gross — Gesundheitsausgaben für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten 2024 (CHF 1 290 Millionen), davon CHF 596 Millionen von der Grundversicherung bezahlt – BFS-Statistik der Kosten des Gesundheitswesens. 2021, bevor psychologische Psychotherapeuten direkt über die Grundversicherung abrechnen konnten, waren es CHF 626 Millionen..
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 7 373 Psychologie & Psychotherapie-Unternehmen — Unternehmen der Psychotherapie und Psychologie (NOGA 86.90.01) im Jahr 2024, BFS STATENT – gegenüber 4 927 im Jahr 2021 und 3 284 im Jahr 2011. Die meisten sind selbständige Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die allein arbeiten..
2.0Branchenüberblick
Psychotherapiepraxen sind der am schnellsten wachsende Teil der ambulanten Versorgung in der Schweiz. Die Unternehmensstatistik des BFS (STATENT) zählt 2024 7 373 Unternehmen der Psychotherapie und Psychologie mit 9 659 Beschäftigten – gegenüber 4 927 Unternehmen und 6 142 Beschäftigten im Jahr 2021. Der Grund ist eine Gesetzesänderung: Seit Juli 2022 müssen psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten nicht mehr unter ärztlicher Aufsicht arbeiten («Delegationsmodell»), sondern können auf ärztliche Anordnung direkt über die Grundversicherung abrechnen («Anordnungsmodell»). Innert drei Jahren kamen über 2 400 Unternehmen hinzu. Die meisten arbeiten allein: Das durchschnittliche Unternehmen hat 0,87 Vollzeitäquivalente, und 80,8% der Beschäftigten sind Frauen.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Direkte Abrechnung über die Grundversicherung seit Juli 2022 (Anordnungsmodell)
- Sehr kleine Einheiten: 0,87 Vollzeitäquivalente pro Unternehmen (BFS STATENT, 2024)
- Eine erste gesamtschweizerische Tarifstruktur, geplant auf den 1. Januar 2027
- Kostendämpfungsdruck: Kosten zulasten der Grundversicherung +20,4% pro Jahr (BAG)→ §5.0
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Firmenbewertung Psychologie & Psychotherapie Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 2.0 - 3.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 2.5 - 4.0×
- Markttrend
- Steigend
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Westschweiz
2 349 Unternehmen mit 3 038 Beschäftigten 2024. Die Waadt zählt 993 Unternehmen, Genf 665.
Zürich
1 914 Unternehmen mit 2 545 Beschäftigten – 26% aller Schweizer Unternehmen dieser Klasse.
Bern und Solothurn
898 Unternehmen mit 1 110 Beschäftigten; Bern zählt 772.
Nordwestschweiz
874 Unternehmen mit 1 143 Beschäftigten; allein Basel-Stadt zählt 399.
Ostschweiz
531 Unternehmen mit 700 Beschäftigten; die Clienia-Klinik Littenheid liegt im Thurgau.
Zentralschweiz
448 Unternehmen mit 620 Beschäftigten; Luzern zählt 238.
Tessin
359 Unternehmen mit 503 Beschäftigten.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist eine Psychotherapiepraxis in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Schweizer Psychologie- und Psychotherapiepraxen bei 2,5–4,0× EBITDA in Transaktionen und 2,0–3,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Das EBITDA muss um die eigene Arbeit des Inhabers bereinigt werden. Eine Einzelpraxis wird meist kaum über dem Wert von Räumen und Mobiliar verkauft, weil die Patienten ihrer Therapeutin folgen; Gruppenpraxen mit angestellten Therapeuten und stabilen Zuweisungen erreichen das obere Ende.
▶Was bestimmt den Wert einer Schweizer Psychotherapiepraxis?
Käufer bewerten: (1) die Zahl der angestellten Therapeuten und die Abhängigkeit vom Inhaber; (2) die zuweisenden Ärzte und die Warteliste; (3) den Anteil der Grundversicherung am Umsatz und das Exposure gegenüber dem Tarif 2027; (4) Spezialisierungen wie die Kinder- und Jugendpsychotherapie; (5) den Mietvertrag und den Standort; (6) Umsätze von Selbstzahlern und Arbeitgebern.
▶Wie gross ist der Schweizer Psychotherapie-Sektor?
BFS STATENT zählt 2024 7 373 Unternehmen der Psychotherapie und Psychologie mit 9 659 Beschäftigten. Die Ausgaben für Psychotherapie betrugen 2024 CHF 1 290 Millionen, davon CHF 596 Millionen zulasten der Grundversicherung (BFS). Das BAG beziffert die Kosten der psychologischen Psychotherapie zulasten der Grundversicherung 2024 auf CHF 922 Millionen.
▶Was hat sich mit dem Anordnungsmodell 2022 verändert?
Seit Juli 2022 können psychologische Psychotherapeuten auf ärztliche Anordnung über die Grundversicherung abrechnen (Anordnungsmodell), statt als Angestellte unter ärztlicher Aufsicht zu arbeiten (Delegationsmodell). Die Unternehmen stiegen von 4 927 im Jahr 2021 auf 7 373 im Jahr 2024 und die Kosten zulasten der Grundversicherung von CHF 528 Millionen auf CHF 922 Millionen (BAG). Der Bundesrat bestätigte das Modell im Februar 2026.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Psychotherapie?
Fünf Trends: (1) das Anordnungsmodell brachte über 2 400 zusätzliche Unternehmen; (2) die Kosten verdoppelten sich, ein Drittel des Anstiegs wegen höherer Tarife (BAG); (3) eine erste gesamtschweizerische Tarifstruktur, geplant auf den 1. Januar 2027; (4) Einzelpraxen dominieren – 0,87 Vollzeitäquivalente pro Unternehmen; (5) digitale Plattformen und psychiatrische Klinikgruppen bauen ambulante Angebote aus.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf einer Schweizer Psychotherapiepraxis?
Die grössten Risiken sind: (1) Die Patienten folgen ihrer Therapeutin, sodass wenig Wert übergeht; (2) die Höhe des Tarifs 2027; (3) politischer Kostendruck; (4) die Abhängigkeit von zuweisenden Ärzten; (5) wachsender Wettbewerb um Patienten. Die Due Diligence sollte prüfen, welche Therapeuten bleiben, sowie Zuweiser, Mietvertrag und Umsatz nach Kostenträger.
▶Wer kauft Psychotherapiepraxen in der Schweiz?
Kolleginnen und Kollegen sowie angestellte Therapeuten, die eine eigene Praxis wollen, Gruppenpraxen, private Psychiatriegruppen wie Clienia, die ihre ambulanten Angebote ausbauen, und Plattformen wie Aepsy. Bei Einzelpraxen umfasst die Übergabe meist die Räume und, mit Einwilligung der Patienten, die Warteliste.
▶Wo sind die Schweizer Psychotherapiepraxen angesiedelt?
Die Westschweiz zählt die meisten Unternehmen der Psychotherapie und Psychologie (2 349 mit 3 038 Beschäftigten 2024), gefolgt von Zürich (1 914 und 2 545), Bern und Solothurn (898 und 1 110), der Nordwestschweiz (874 und 1 143), der Ostschweiz (531 und 700), der Zentralschweiz (448 und 620) und dem Tessin (359 und 503). Allein Zürich hat 26% aller Unternehmen.