1.0Marktüberblick
- 514
- Unternehmen 2024 in den beiden Herstellungsklassen, die Nahrungsergänzungsmittel enthalten: 66 Hersteller diätetischer Nahrungsmittel (NOGA 10.86) und 448 Hersteller sonstiger Nahrungsmittel a. n. g. (NOGA 10.89), zu denen auch Bouillons, Suppen und Hefe gehören (BFS STATENT). Keine Statistik zählt die Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln allein. Der wichtigste Fachkanal, die Drogerien (NOGA 47.75.01), zählte 339 Unternehmen.
- 7 065
- Beschäftigte 2024 bei diätetischen Nahrungsmitteln (521) und sonstigen Nahrungsmitteln a. n. g. (6 544), BFS STATENT. Die Drogerien beschäftigten weitere 4 664 Personen. Konzerne wie dsm-firmenich und Hersteller von Komplementärarzneimitteln wie Weleda werden in anderen Klassen gezählt.
- −1,3%
- Veränderung der Beschäftigung in den beiden Herstellungsklassen 2024 (BFS STATENT). Die Beschäftigung bei den sonstigen Nahrungsmitteln sank von 7 421 im Jahr 2022 auf 6 544, während die Beschäftigung in Drogerien 2024 um 4,1% zunahm.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 514 Nahrungsergaenzung & Supplements-Unternehmen — Unternehmen 2024 in den beiden Herstellungsklassen, die Nahrungsergänzungsmittel enthalten: 66 Hersteller diätetischer Nahrungsmittel (NOGA 10.86) und 448 Hersteller sonstiger Nahrungsmittel a. n. g. (NOGA 10.89), zu denen auch Bouillons, Suppen und Hefe gehören (BFS STATENT). Keine Statistik zählt die Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln allein. Der wichtigste Fachkanal, die Drogerien (NOGA 47.75.01), zählte 339 Unternehmen..
2.0Branchenüberblick
Keine amtliche Statistik misst den Schweizer Markt für Nahrungsergänzungsmittel. Am nächsten kommen zwei Herstellungsklassen: BFS STATENT zählte 2024 66 Hersteller diätetischer Nahrungsmittel und 448 Hersteller sonstiger Nahrungsmittel – eine Klasse, die Nahrungsergänzungsmittel, aber auch Bouillons, Suppen und Hefe umfasst – mit 7 065 Beschäftigten. Ihre Beschäftigung sank seit 2022 um 12%. Der Vertrieb läuft grösstenteils über Apotheken und Drogerien; der Drogeriekanal hat sich von 466 Unternehmen 2011 auf 339 im Jahr 2024 konsolidiert, während sein Personal von 3 766 auf 4 664 wuchs.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Starke Familienmarken mit Vertrieb über Apotheken und Drogerien – Burgerstein (seit 1972), Nahrin (seit 1954)
- Keine amtliche Marktzahl; die Herstellungsklassen vermischen Nahrungsergänzungsmittel mit anderen Nahrungsmitteln
- Alternde Bevölkerung und Nachfrage nach Prävention
- Ausländische Behörden: Ein FDA-Warnbrief liess den US-Umsatz von Similasan 2023 um rund 90% einbrechen
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8.0Regionale Cluster
Zentralschweiz
1 604 Beschäftigte in den beiden Herstellungsklassen, die meisten aller Regionen, und 817 in Drogerien. Nahrin und die Similasan-Holding sind in Sarnen (OW) eingetragen.
Ostschweiz
1 264 Beschäftigte in der Herstellung und 721 in Drogerien. Burgerstein (Antistress AG) hat seinen Sitz in Rapperswil-Jona (SG); Biotta in Tägerwilen und Alpinamed in Roggwil (TG).
Bern
53 Herstellungsunternehmen mit 1 134 Beschäftigten und 54 Drogerien mit 485 Beschäftigten.
Zürich
98 Herstellungsunternehmen – die meisten aller Kantone –, aber nur 1 077 Beschäftigte, sowie 44 Drogerien mit 424.
Westschweiz
1 006 Beschäftigte in der Herstellung und 35 Drogerien mit 235 – Drogerien sind in der Romandie viel seltener.
Nordwestschweiz
785 Beschäftigte in der Herstellung und 1 976 in Drogerien, die grösste Drogeriebeschäftigung aller Regionen. dsm-firmenich (Kaiseraugst AG), Weleda (Arlesheim BL) und Similasan (Jonen AG) haben hier ihren Sitz.
Quellen
Korrekturen
Zahlen und Aussagen der Ausgabe vom Februar 2026, die diese Ausgabe zurückzieht oder berichtigt, mit Begründung.
- «Markt von CHF 2-3 Mrd.», «~35% Exportquote», «~7% jährliches Wachstum» und «~75% Kapazitätsauslastung» zurückgezogen: keine Quelle. Keine amtliche Statistik misst den Schweizer Markt für Nahrungsergänzungsmittel.
- «~500 Unternehmen» und «~8 000 Beschäftigte» ersetzt durch BFS STATENT: 514 Unternehmen mit 7 065 Beschäftigten in den beiden Herstellungsklassen mit Nahrungsergänzungsmitteln, dazu 339 Drogerien.
- «Swissness-Label erzielt 20-30% Preisaufschlag» zurückgezogen: keine Quelle.
- Burgerstein korrigiert: ein Familienunternehmen in dritter Generation, nicht «im Besitz der COMED AG». Alpinamed hat seinen Sitz in Roggwil TG, nicht in Frauenfeld.
- dsm-firmenich aktualisiert: Umsatz aus fortgeführten Geschäften von EUR 9,03 Milliarden 2025 (zuvor «~CHF 12 Mrd. kombinierter Umsatz»).
- Lonza, Ricola, Omida und Biotta als Hauptakteure entfernt: Lonza steigt aus dem Geschäft mit Kapseln und Gesundheitsinhaltsstoffen aus, Ricola ist ein Süsswarenhersteller, Omida liess sich im Handelsregister nicht finden, und die Zugehörigkeit von Biotta zur «Bio-Strath/Lizergy-Gruppe» liess sich nicht bestätigen.
- Die siebenteilige Kostenaufteilung war nicht gemessen und wurde zurückgezogen; ersetzt durch die ausgewiesene Marge von dsm-firmenich.
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Nutraceutical- oder Nahrungsergänzungsunternehmen in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Schweizer Nutraceutical-Unternehmen bei 5,5–8,0× EBITDA in Transaktionen und 4,0–6,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Markenunternehmen mit starken Listungen in Apotheken und Drogerien liegen am oberen Ende; Lohnhersteller und Unternehmen mit einem einzigen Exportmarkt oder Regulierungsrisiko tiefer, wie der Verlust von rund 90% des US-Umsatzes bei Similasan 2023 zeigte.
▶Was bestimmt den Wert einer Schweizer Marke für Nahrungsergänzungsmittel?
Käufer bewerten: (1) Markenstärke und Listungen in Apotheken und Drogerien; (2) die Produkteinstufung – Nahrungsergänzungsmittel oder zugelassenes Arzneimittel – und das Regulierungsdossier dahinter; (3) das Exportrisiko und die Stellung bei ausländischen Behörden wie der FDA; (4) Eigenproduktion oder Lohnherstellung; (5) die Abhängigkeit von der Gründerfamilie; (6) Direkt- und Onlinevertrieb.
▶Wie gross ist die Schweizer Nutraceutical-Branche?
Keine amtliche Zahl misst den Markt. BFS STATENT zählt 2024 66 Hersteller diätetischer Nahrungsmittel und 448 Hersteller sonstiger Nahrungsmittel – eine Klasse mit Nahrungsergänzungsmitteln, aber auch Bouillons und Suppen – mit 7 065 Beschäftigten, dazu 339 Drogerien mit 4 664 Beschäftigten. Das grösste Unternehmen, dsm-firmenich in Kaiseraugst, erzielte 2025 EUR 9,03 Milliarden Umsatz aus fortgeführten Geschäften.
▶Wie funktioniert die Nachfolge bei Schweizer Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln?
Viele Schweizer Marken sind in Familienbesitz: Burgerstein in dritter Generation, Nahrin seit 1954. Die Nachfolge endet oft mit dem Verkauf an eine andere Eigentümerfamilie oder einen strategischen Käufer – die drei Gründer von Similasan verkauften 2007 an Michel Jüstrich von Nahrin. Käufer brauchen die Regulierungsdossiers und die wichtigen Kundenlistungen, die mit dem Unternehmen übergehen müssen.
▶Was sind die wichtigsten Trends bei Schweizer Nutraceuticals?
Fünf Trends: (1) Grosskonzerne bauen um – dsm-firmenich verkaufte die Futtermittelenzyme und verkauft Animal Nutrition & Health an CVC; (2) Familienmarken stehen vor der Nachfolge; (3) Export- und Regulierungsrisiko, wie der US-Einbruch von Similasan nach dem FDA-Warnbrief 2023 zeigte; (4) Kosmetik wächst bei Weleda schneller als Arzneimittel; (5) weniger, dafür grössere Drogerien – 339 im Jahr 2024 gegenüber 466 im Jahr 2011.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Herstellers von Nahrungsergänzungsmitteln?
Die grössten Risiken sind: (1) Regulierung – Gesundheitsangaben und die Grenze zwischen Lebensmittel, Kosmetik und Arzneimittel; (2) ausländische Behörden, allen voran die FDA; (3) die Abhängigkeit von wenigen Handelslistungen; (4) Schlüsselpersonen- und Familienabhängigkeit; (5) Preiskonkurrenz durch Importe und Onlinehandel. Die Due Diligence sollte Produktregistrierungen, Angaben, Exportrisiken und Kundenkonzentration prüfen.
▶Welche Margen erzielen Ernährungsunternehmen?
Eine amtliche Kostenaufteilung gibt es nicht. Veröffentlichte Resultate geben einen Anhaltspunkt: dsm-firmenich erzielte 2025 eine bereinigte EBITDA-Marge von 19,6% auf EUR 9,03 Milliarden Umsatz aus fortgeführten Geschäften. Kleinere Marken unterscheiden sich stark – Weleda erzielte in einem Investitionsjahr ein Betriebsergebnis von EUR 9,5 Millionen auf EUR 484,6 Millionen Umsatz.
▶Wo sind Schweizer Nutraceutical-Unternehmen angesiedelt?
Die Zentralschweiz hat die meiste Beschäftigung in den beiden Herstellungsklassen mit Nahrungsergänzungsmitteln (1 604), mit Nahrin und der Similasan-Holding in Sarnen. Es folgen die Ostschweiz (1 264) mit Burgerstein, Biotta und Alpinamed, dann Bern (1 134) und Zürich (1 077). Die Nordwestschweiz hat die grösste Drogeriebeschäftigung (1 976) und die Hauptsitze von dsm-firmenich und Weleda.