1.0Marktüberblick
- 10 568
- Betriebe der Programmierung (Individualsoftware-Entwicklung) 2024 (BFS STATENT, NOGA 62.01). IT-Beratung und -Betrieb sowie Softwareverlage werden in anderen Klassen gezählt.
- 68 126
- Beschäftigte in der Individualsoftware-Entwicklung 2024 (BFS STATENT), 59 168 Vollzeitäquivalente; 83,2% mehr als 2011.
- +1,0%
- Beschäftigungswachstum 2024 (BFS STATENT), nach +11,5% 2023 und durchschnittlich rund 5% pro Jahr seit 2011: Die Einstellungen haben sich stark verlangsamt.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 10 568 Individuelle Softwareentwicklung-Unternehmen — Betriebe der Programmierung (Individualsoftware-Entwicklung) 2024 (BFS STATENT, NOGA 62.01). IT-Beratung und -Betrieb sowie Softwareverlage werden in anderen Klassen gezählt..
2.0Branchenüberblick
Die Individualsoftware-Entwicklung gehört langfristig zu den am schnellsten wachsenden Branchen der Schweiz. Das BFS zählte 2024 10 568 Betriebe der Programmierung mit 68 126 Beschäftigten (STATENT, NOGA 62.01), 58,8% mehr Betriebe und 83,2% mehr Stellen als 2011. Die meisten sind klein: Ein Betrieb hat im Schnitt 6,4 Beschäftigte, an der Spitze stehen einige Engineering-Firmen mit mehreren hundert Mitarbeitenden wie Zühlke, Netcetera, Adnovum und ti&m.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Anspruchsvolle Kunden in Banken, Versicherungen, Pharma und Industrie
- Hohe Löhne schmälern die Preiswettbewerbsfähigkeit
- KI-Integration in Kundensysteme und KI-gestützte Entwicklung
- Lücke von 54 400 ICT-Fachkräften bis 2033 (ICT-Berufsbildung)
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Firmenbewertung Individuelle Softwareentwicklung Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 4.5 - 6.5×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 6.0 - 8.5×
- Markttrend
- Steigend
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Zürich
2 726 Betriebe mit 25 111 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), 36,9% des Schweizer Totals und 9,2 Beschäftigte je Betrieb; Zühlke, Netcetera, Adnovum, ti&m und Ergon haben hier ihren Sitz.
Westschweiz
2 218 Betriebe mit 12 135 Beschäftigten.
Zentralschweiz
1 685 Betriebe mit 8 245 Beschäftigten; BBV Software Services hat ihren Sitz in Luzern.
Nordwestschweiz
1 169 Betriebe mit 6 620 Beschäftigten; BSI hat ihren Sitz in Baden.
Ostschweiz
1 119 Betriebe mit 5 354 Beschäftigten.
Bern und Solothurn
1 081 Betriebe mit 8 078 Beschäftigten, 7,5 je Betrieb.
Tessin
570 Betriebe mit 2 583 Beschäftigten.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Softwareentwicklungsunternehmen in der Schweiz wert?
Die Multiplikatorentabelle von ValIndex setzt die Schweizer Softwareentwicklung bei 6,0–8,5× EBITDA in Transaktionen und 4,5–6,5× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Firmen mit wiederkehrenden Wartungserträgen, diversifizierten Kunden und knappen Kompetenzen liegen am oberen Ende; von einem Kunden abhängige Projektfirmen am unteren.
▶Was bestimmt den Wert einer Schweizer Softwareentwicklungsfirma?
Käufer bewerten: (1) wiederkehrende Wartungs- und Betriebserträge; (2) die Diversifikation der Kunden; (3) die Stabilität des Teams und die Fluktuation; (4) Auslastung und Tagessätze; (5) Branchenwissen etwa in Banking, Zahlungsverkehr oder Sicherheit; (6) eine Führungsebene über die Gründer hinaus.
▶Wie gross ist die Schweizer Softwareentwicklungsbranche?
Das BFS zählte 2024 10 568 Betriebe der Programmierung mit 68 126 Beschäftigten und 59 168 Vollzeitäquivalenten (STATENT, NOGA 62.01). Die Beschäftigung ist seit 2011 um 83,2% gewachsen, 2024 aber nur um 1,0%.
▶Welches sind die wichtigsten Schweizer Softwareentwicklungsfirmen?
Zu den führenden Firmen gehören Zühlke in Schlieren, Netcetera, Adnovum, ti&m und Ergon in Zürich, BSI in Baden und BBV Software Services in Luzern.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Softwareentwicklung?
Fünf Trends: (1) eine starke Verlangsamung der Einstellungen; (2) vorsichtigere Kunden; (3) Sicherheit und Identität als Wachstumsfeld; (4) ein anhaltender Fachkräftemangel; (5) strategische Eigentümer, die sich an Schweizer Firmen beteiligen.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf einer Schweizer Softwarefirma?
Die Hauptrisiken sind: (1) die Abhängigkeit von einem oder wenigen Kunden; (2) Schlüsselpersonenrisiken bei Gründern und leitenden Entwicklern; (3) Projektumsatz, der schnell wegbrechen kann; (4) Fluktuation in einem engen Arbeitsmarkt; (5) Preisdruck durch Offshore-Anbieter und KI-Werkzeuge. Die Due Diligence sollte Kundenkonzentration, Vertragsbedingungen, Auslastung und Mitarbeiterbindung prüfen.
▶Wie gross ist der Mangel an ICT-Fachkräften in der Schweiz?
ICT-Berufsbildung Schweiz erwartet bis 2033 einen Bruttobedarf von 128 600 zusätzlichen ICT-Fachkräften. Rund 44 400 dürften aus dem Bildungssystem und 29 800 durch Zuwanderung kommen, es bleibt eine Lücke von 54 400 (Netzwoche, September 2025).
▶Wo sind die Schweizer Softwareentwicklungsfirmen angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024 hat Zürich am meisten Softwareentwicklungsbetriebe (2 726, mit 25 111 Beschäftigten), gefolgt von der Westschweiz (2 218; 12 135), der Zentralschweiz (1 685; 8 245), der Nordwestschweiz (1 169; 6 620), der Ostschweiz (1 119; 5 354), Bern und Solothurn (1 081; 8 078) und dem Tessin (570; 2 583).