1.0Marktüberblick
- 318
- Unternehmen der BFS-Klasse für mit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten (NOGA 66.29.02) 2024, BFS STATENT. Die Klasse umfasst Pensionskassenberater und -verwalter, aber auch Schadendienstleister; Aktuare und Anlageberater können anders klassiert sein.
- 7 738
- Beschäftigte in dieser Klasse 2024 (6 563 Vollzeitäquivalente), BFS STATENT – fast doppelt so viele wie 2011 (3 978).
- −2,1%
- Veränderung der Zahl der Schweizer Pensionskassen, der Kunden der Branche, 2024: von 1 320 auf 1 292 (BFS-Pensionskassenstatistik). 2020 waren es 1 434.
- CHF 1 221 Mrd.
- Bilanzsumme der 1 292 Schweizer Pensionskassen Ende 2024, gegenüber CHF 1 129 Milliarden (BFS). Rund 4,8 Millionen aktive Versicherte.
- CHF 1,1 Mrd.
- Verwaltungsaufwand der Schweizer Pensionskassen 2023, CHF 224 pro aktiv versicherte Person (BFS). Die Vermögensverwaltungskosten betrugen weitere CHF 4,9 Milliarden (0,43% der Bilanzsumme).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 318 Pensionskassenberatung (BVG)-Unternehmen — Unternehmen der BFS-Klasse für mit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten (NOGA 66.29.02) 2024, BFS STATENT. Die Klasse umfasst Pensionskassenberater und -verwalter, aber auch Schadendienstleister; Aktuare und Anlageberater können anders klassiert sein..
2.0Branchenüberblick
Pensionskassenberater arbeiten für die zweite Säule: die 1 292 Schweizer Pensionskassen, die Ende 2024 CHF 1 220,6 Milliarden für rund 4,8 Millionen aktive Versicherte hielten (BFS-Pensionskassenstatistik, Januar 2026). Ihre Arbeit umfasst die Expertise für berufliche Vorsorge – jede Pensionskasse muss einen zugelassenen Experten für berufliche Vorsorge bestimmen –, Anlageberatung und -controlling, ALM-Studien, die Verwaltung der Versicherten und die Beratung von Arbeitgebern zu ihren Vorsorgeplänen. Die Grösse dieses Beratungsmarkts veröffentlicht das BFS nicht. Veröffentlicht wird hingegen die Kostenbasis, aus der er gespeist wird: 2023 gaben die Pensionskassen CHF 1,1 Milliarden für die Verwaltung aus, CHF 224 pro aktiv versicherte Person, und CHF 4,9 Milliarden für die Vermögensverwaltung.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Gesetzlich verankerte Nachfrage: Jede Pensionskasse braucht einen zugelassenen Experten und eine Revisionsstelle
- Schrumpfende Kundenzahl: 1 292 Pensionskassen 2024, gegenüber 1 434 im Jahr 2020
- Konsolidierung kleiner Büros durch Versicherer, Banken und grössere Beratungsfirmen
- Jedes Jahr weniger eigenständige Pensionskassen
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8.0Regionale Cluster
Westschweiz
81 Unternehmen mit 3 717 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT, NOGA 66.29.02) – fast die Hälfte der Beschäftigung dieser Klasse, die grosse Verwaltungseinheiten umfasst. Pittet Associés hat ihren Sitz in Lausanne.
Zürich
60 Unternehmen mit 846 Beschäftigten; Sitz von PPCmetrics und Prevanto. Viele Zürcher Beratungsfirmen sind als Unternehmensberatung klassiert, nicht in dieser Klasse.
Bern und Solothurn
35 Unternehmen mit 1 592 Beschäftigten.
Nordwestschweiz
36 Unternehmen mit 1 044 Beschäftigten; Libera hat ihren Sitz in Basel.
Zentralschweiz
48 Unternehmen mit 215 Beschäftigten.
Ostschweiz
35 Unternehmen mit 257 Beschäftigten; Complementa hat ihren Sitz in St. Gallen.
Quellen
Korrekturen
Zahlen und Aussagen der Ausgabe vom Februar 2026, die diese Ausgabe zurückzieht oder berichtigt, mit Begründung.
- «Markt von CHF 3–5 Mrd.» zurückgezogen: Keine Quelle misst den Markt für Pensionskassenberatung. Der Bericht zeigt nun die BFS-Zahlen zu den Verwaltungs- und Vermögensverwaltungskosten der Pensionskassen.
- «~500 Unternehmen» und «~5 000 Beschäftigte» ersetzt durch BFS STATENT 2024 für NOGA 66.29.02: 318 Unternehmen und 7 738 Beschäftigte, mit Erläuterung der Grenzen dieser Klasse.
- «+3% Wachstum» und «~5% Exportquote» zurückgezogen: keine Quelle. «CHF 1,1 Billionen Vorsorgevermögen» aktualisiert auf CHF 1 220,6 Milliarden Ende 2024 (BFS).
- Der Trend «Die BVG-21-Reform löst eine mehrjährige Beratungswelle aus» zurückgezogen: Das Stimmvolk lehnte die BVG-Reform am 22. September 2024 mit 67,1% Nein ab.
- Eigentum aktualisiert: Pittet Associés und Prevanto gehören zur Vaudoise, Complementa zur Zürcher Kantonalbank (seit 2024). Libera korrigiert: in Basel eingetragen, nicht in Zürich.
- Aon, Mercer, c-alm, Swisscanto und Swiss Life Asset Managers aus den wichtigsten Akteuren entfernt: für diese Ausgabe nicht geprüft oder Vermögensverwalter statt Berater.
- Die Kostenaufteilung ist nun als indikativ bezeichnet: Sie wurde nie gemessen.
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist eine Pensionskassenberatung in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Schweizer Pensionskassenberater bei 5,5–8,0× EBITDA in Transaktionen und 4,0–6,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Käufer zahlen mehr für Firmen mit mehreren zugelassenen Experten für berufliche Vorsorge, langen Mandaten und Kunden, die nicht persönlich an den Verkäufer gebunden sind.
▶Was bestimmt den Wert einer Schweizer Pensionskassenberatung?
Käufer bewerten: (1) die Zahl der zugelassenen Experten für berufliche Vorsorge; (2) Laufzeit und Übertragbarkeit der Mandate; (3) den Kundenmix aus Firmenkassen, Sammelstiftungen und Arbeitgebern; (4) wiederkehrende Verwaltung gegenüber einmaligen Projekten; (5) die Unabhängigkeit von Versicherern und Banken, wenn Kunden sie schätzen; (6) die Rolle des Inhabers in den Kundenbeziehungen.
▶Wie gross ist der Schweizer Markt für Pensionskassenberatung?
Keine offizielle Zahl misst den Markt. Das BFS meldet, dass die 1 292 Schweizer Pensionskassen Ende 2024 CHF 1 220,6 Milliarden hielten und 2023 CHF 1,1 Milliarden für die Verwaltung (CHF 224 pro aktiv versicherte Person) sowie CHF 4,9 Milliarden für die Vermögensverwaltung ausgaben – die Kostenbasis, aus der Berater und Verwalter bezahlt werden. BFS STATENT zählt 318 Unternehmen und 7 738 Beschäftigte in mit Versicherungen und Pensionskassen verbundenen Tätigkeiten.
▶Welches sind die wichtigsten Pensionskassenberater der Schweiz?
Beispiele sind Libera (Basel, seit 1963, rund 80 Mitarbeitende), PPCmetrics (Zürich und Nyon), Pittet Associés (Lausanne) und Prevanto (Zürich), beide heute Teil der Vaudoise, sowie Complementa (St. Gallen, seit 2024 im Besitz der Zürcher Kantonalbank). Auch internationale Firmen wie Aon, Mercer und WTW sind aktiv.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Pensionskassenberatung?
Fünf Trends: (1) weniger, grössere Pensionskassen – 1 292 im Jahr 2024; (2) die BVG-Reform wurde 2024 abgelehnt; (3) solide Finanzierung – 117,1% durchschnittlicher Deckungsgrad Ende 2025; (4) Versicherer und Banken kaufen Berater; (5) genauere Prüfung der Verwaltungs- und Vermögensverwaltungskosten.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf einer Schweizer Pensionskassenberatung?
Die grössten Risiken sind: (1) der Verlust von Mandaten, wenn der Verkäufer geht; (2) wegfallende Kunden, weil Kassen fusionieren oder sich Sammelstiftungen anschliessen; (3) die Abhängigkeit von ein oder zwei zugelassenen Experten; (4) die Haftung für versicherungstechnische Gutachten; (5) Honorardruck in Ausschreibungen. Die Due Diligence sollte die Mandate pro Kunde, die Zulassungen der Experten und die Berufshaftpflicht prüfen.
▶Was bedeutete das Nein zur BVG-Reform für die Pensionskassenberater?
Das Stimmvolk lehnte die Reform am 22. September 2024 mit 67,1% Nein ab. Der Mindestumwandlungssatz bleibt bei 6,8%, die Eintrittsschwelle unverändert, sodass die erwarteten Umsetzungsprojekte ausblieben. Die Arbeit geht bei Plangestaltung, Finanzierung und dem Wechsel von Firmenkassen in Sammelstiftungen weiter.
▶Wo sind die Schweizer Pensionskassenberater angesiedelt?
Gemäss BFS STATENT (NOGA 66.29.02, 2024): Die Westschweiz zählt 81 Unternehmen und 3 717 Beschäftigte, Zürich 60 und 846, Bern und Solothurn 35 und 1 592, die Nordwestschweiz 36 und 1 044, die Zentralschweiz 48 und 215 und die Ostschweiz 35 und 257. Viele Pensionskassenberater sind als Unternehmens- oder Aktuariatsberatung klassiert, daher sind diese Zahlen indikativ.