1.0Marktüberblick
- +22%
- Umsatzwachstum 2025 von InfoGuard, einem der grössten spezialisierten Schweizer Sicherheitsanbieter, auf CHF 87,4 Mio. Für den Cybersecurity-Markt und seine Beschäftigung gibt es keine amtliche Statistik.
- 260+
- Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen, die dem Bundesamt für Cybersicherheit zwischen April 2025 und Februar 2026 im Rahmen der neuen Meldepflicht gemeldet wurden (Netzwoche).
- 19%
- Anteil des Finanzsektors an den ersten 164 Pflichtmeldungen, vor IT (8,7%) und Energie (7,6%) (Bundesamt für Cybersicherheit, September 2025).
- 350+
- Unternehmen, die InfoGuard 2025 bei der Bewältigung von Cyberangriffen unterstützte, über 30% mehr als im Vorjahr (InfoGuard, März 2026).
2.0Branchenüberblick
Cybersecurity ist in der Schweiz zu einem regulierten, wachsenden Dienstleistungsmarkt geworden. Seit April 2025 müssen Betreiber kritischer Infrastrukturen Cyberangriffe dem Bundesamt für Cybersicherheit melden; bis Februar 2026 zählte es über 260 Angriffe, am stärksten betroffen waren der öffentliche Sektor, IT und Telekommunikation sowie Finanz- und Versicherungsbranche. In den ersten sechs Monaten stammten 19% der Meldungen aus dem Finanzsektor. Die freiwilligen Meldungen zu Cybervorfällen nahmen 2025 um rund 2 000 zu.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Vertrauenswürdige Schweizer Marke für Sicherheit und Vertraulichkeit
- Mangel an Sicherheitsfachleuten
- Meldepflicht für Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen seit April 2025→ §4.0
- Globale Sicherheitsanbieter, die Dienstleistungen bündeln
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Firmenbewertung Cybersicherheitsdienste Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 6.0 - 8.5×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 7.5 - 11.0×
- Markttrend
- Steigend
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Zürich
Adnovum, Open Systems und Exeon Analytics haben hier ihren Sitz.
Zentralschweiz
InfoGuard, einer der grössten spezialisierten Anbieter, hat ihren Sitz in Baar.
Ostschweiz
Compass Security hat ihren Sitz in Rapperswil-Jona.
Bern und Solothurn
DreamLab Technologies hat ihren Sitz in Bern.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Cybersecurity-Unternehmen in der Schweiz wert?
Die Multiplikatorentabelle von ValIndex setzt Schweizer Cybersecurity bei 7,5–11,0× EBITDA in Transaktionen und 6,0–8,5× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Firmen mit wiederkehrenden Managed Services und regulierten Kunden liegen am oberen Ende; von wenigen Fachleuten abhängige Projektberatungen am unteren.
▶Was bestimmt den Wert einer Schweizer Cybersecurity-Firma?
Käufer bewerten: (1) wiederkehrende Managed-Security-Erträge; (2) die Fähigkeit zum 24/7-Betrieb; (3) zertifizierte Fachleute und Mitarbeiterbindung; (4) Kunden aus Finanz und kritischen Infrastrukturen; (5) eigene Technologie im Vergleich zu wiederverkauften Produkten; (6) die Abhängigkeit von den Gründern.
▶Wie gross ist der Schweizer Cybersecurity-Markt?
Es gibt keine amtliche Marktgrösse und keine Firmenzahl: Das BFS hat keine Klasse für Cybersecurity. Die Swiss Cybersecurity Start-up Map verzeichnet 54 Schweizer Unternehmen (April 2025), und InfoGuard, einer der grössten Spezialisten, erzielte 2025 einen Umsatz von CHF 87,4 Mio.
▶Welches sind die wichtigsten Schweizer Cybersecurity-Firmen?
Zu den führenden Firmen gehören InfoGuard in Baar, Adnovum, Open Systems und Exeon Analytics in Zürich, Compass Security in Rapperswil-Jona und DreamLab Technologies in Bern.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Cybersecurity?
Fünf Trends: (1) die Meldepflicht für kritische Infrastrukturen; (2) der Finanzsektor als meistbetroffene Branche; (3) starke Nachfrage nach Incident Response; (4) Konsolidierung über die Grenze; (5) Regulierung wie NIS2 und DORA als Treiber der Beratung.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf einer Schweizer Cybersecurity-Firma?
Die Hauptrisiken sind: (1) die Abhängigkeit von wenigen Fachleuten; (2) Fluktuation in einem engen Arbeitsmarkt; (3) Haftungs- und Reputationsrisiken nach Vorfällen; (4) schwankender Projektumsatz; (5) Konkurrenz durch globale Anbieter. Die Due Diligence sollte wiederkehrende Verträge, Zertifizierungen, Mitarbeiterbindung, Haftpflichtversicherung und Kundenkonzentration prüfen.
▶Was beinhaltet die Meldepflicht für Cyberangriffe in der Schweiz?
Seit dem 1. April 2025 müssen Betreiber kritischer Infrastrukturen Cyberangriffe dem Bundesamt für Cybersicherheit melden. In den ersten sechs Monaten gingen 164 Meldungen ein, 19% davon aus dem Finanzsektor, bis Februar 2026 über 260. Sanktionen bei Meldeverstössen gelten seit Oktober 2025 (Netzwoche).
▶Wo sind die Schweizer Cybersecurity-Firmen angesiedelt?
Die Spezialisten konzentrieren sich in Zürich (Adnovum, Open Systems, Exeon Analytics), der Zentralschweiz (InfoGuard in Baar), der Ostschweiz (Compass Security in Rapperswil-Jona) und Bern (DreamLab Technologies). Eine amtliche regionale Statistik der Branche gibt es nicht.