1.0Marktüberblick
- 344
- Unternehmen zur Herstellung von Mess-, Kontroll- und Laborinstrumenten (NOGA 26.51) im Jahr 2024, BFS STATENT. Die Klasse umfasst auch industrielle Mess- und Navigationsinstrumente; keine amtliche Klasse grenzt Laborgeräte ab. Händler und Serviceunternehmen werden im Handel gezählt.
- 18 530
- Beschäftigte in der Herstellung von Mess-, Kontroll- und Laborinstrumenten 2024, bzw. 17 350 Vollzeitäquivalente (BFS STATENT). Die Beschäftigung stieg seit 2011 um 21,6%, während die Zahl der Unternehmen fast gleich blieb (348 auf 344).
- +2,8%
- Beschäftigungswachstum 2023–2024 (18 022 auf 18 530; BFS STATENT). Die Schweizer Exporte von Präzisionsinstrumenten stiegen 2025 um 0,5%, während der Umsatz der Tech-Industrie insgesamt stagnierte (−0,3%) und 6 600 Stellen verloren gingen (Swissmem).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 344 Laborgeraete & Instrumente-Unternehmen — Unternehmen zur Herstellung von Mess-, Kontroll- und Laborinstrumenten (NOGA 26.51) im Jahr 2024, BFS STATENT. Die Klasse umfasst auch industrielle Mess- und Navigationsinstrumente; keine amtliche Klasse grenzt Laborgeräte ab. Händler und Serviceunternehmen werden im Handel gezählt..
2.0Branchenüberblick
Die Schweizer Hersteller von Labor- und Analyseinstrumenten gehören zu einer Klasse mit 344 Unternehmen und 18 530 Beschäftigten im Jahr 2024 – Mess-, Kontroll- und Laborinstrumente, zu denen auch industrielle Messgeräte zählen (BFS STATENT). Die Branche ist gewachsen, ohne dass Firmen hinzukamen: Die Beschäftigung liegt 21,6% über 2011, die Zahl der Unternehmen ist nahezu unverändert, die durchschnittliche Firma ist also grösser geworden. Allein Zürich zählt 7 786 der Stellen, rund um Mettler-Toledo in Greifensee und Tecan in Männedorf.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Weltmarktführer in Nischen: Waagen (Mettler-Toledo), Laborautomation (Tecan), chemische Analyse (Metrohm), Verdampfung (Büchi)
- Hohe Schweizer Kostenbasis und starker Franken für eine Exportbranche→ §5.0
- Laborautomation und Liquid Handling in Biopharma und Diagnostik
- US-Handelspolitik: Exporte in die USA 2025 −7,6%, im vierten Quartal −18% (Swissmem)
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Firmenbewertung Laborgeraete & Instrumente Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 5.0 - 7.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 6.5 - 9.0×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Zürich
88 Unternehmen mit 7 786 Beschäftigten im Jahr 2024, mit Abstand der grösste Cluster. Mettler-Toledo (Greifensee) und Tecan (Männedorf) haben hier ihren Sitz.
Basel und Aargau
58 Unternehmen mit 3 672 Beschäftigten – Basel-Landschaft 2 191, Aargau 1 160, Basel-Stadt 321. Infors, Hersteller von Bioreaktoren und Schüttlern, hat seinen Sitz in Bottmingen (BL).
Espace Mittelland
2 006 Beschäftigte: Bern 796, Freiburg 572, Solothurn 367 und Neuenburg 263.
Ostschweiz
1 739 Beschäftigte. Metrohm macht Appenzell Ausserrhoden zu einem eigenen Cluster (779 Beschäftigte in der Klasse); Büchi hat seinen Sitz in Flawil (SG, 619 Beschäftigte im Kanton).
Zentralschweiz
1 404 Beschäftigte, angeführt von Luzern (741) und Zug (277).
Genferseeregion
45 Unternehmen mit 998 Beschäftigten, die meisten in der Waadt (825). Socorex, Hersteller von Pipetten und Dispensern, hat seinen Sitz in Ecublens (VD).
Graubünden
6 Unternehmen mit 843 Beschäftigten – Hamilton (Bonaduz) und INTEGRA Biosciences (Zizers) machen den Kanton zu einem Zentrum für Liquid Handling.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Laborgeräte-Unternehmen in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Schweizer Laborgeräte-Hersteller bei 6,5–9,0× EBITDA in Transaktionen und 5,0–7,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Unternehmen mit grosser installierter Basis und wiederkehrenden Umsätzen aus Verbrauchsmaterial und Service liegen am oberen Ende; Hersteller einmaliger Investitionsgüter mit konzentrierten Kunden tiefer. Die bereinigte EBITDA-Marge von Tecan von 16,1% im Jahr 2025 zeigt, dass selbst kotierte Marktführer keine Software-Margen erzielen.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Herstellers von Laborinstrumenten?
Käufer bewerten: (1) die installierte Basis und den Anteil wiederkehrender Umsätze aus Verbrauchsmaterial, Service und Software; (2) die weltweite Nischenführerschaft und die Marke; (3) den Kundenmix aus Pharma, Biotech, Hochschulen und Industrie; (4) das Exposure gegenüber den USA und China, wo die Schweizer Tech-Exporte 2025 sanken; (5) Engineering-Tiefe und Patente; (6) die Abhängigkeit vom Inhaber oder der Gründerfamilie.
▶Wie gross ist die Schweizer Laborgeräte-Branche?
BFS STATENT zählt 2024 344 Hersteller von Mess-, Kontroll- und Laborinstrumenten mit 18 530 Beschäftigten – 21,6% mehr als 2011. Die Klasse umfasst auch industrielle Messinstrumente; keine amtliche Zahl grenzt Laborgeräte ab. Die Exporte von Präzisionsinstrumenten stiegen 2025 um 0,5% (Swissmem).
▶Wie funktioniert die Nachfolge bei Schweizer Laborgeräte-Unternehmen?
Die Nachfolge wird oft ohne Verkauf gelöst: Metrohm gehört seit 1982 einer Stiftung, Büchi ist ein 1939 gegründetes Familienunternehmen, und INTEGRA gehört zur Integra Holding. Für kleinere private Hersteller von Nischeninstrumenten sind kotierte Gruppen und Investoren die natürlichen Käufer; sie bezahlen für installierte Basis, Verbrauchsmaterial und Serviceverträge.
▶Was sind die wichtigsten Trends bei Schweizer Laborgeräten?
Fünf Trends: (1) 2025 war ein verlorenes Jahr für Schweizer Tech-Exporteure – Umsatz flach, Exporte in die USA −7,6% –, doch die Exporte von Präzisionsinstrumenten stiegen um 0,5%; (2) weniger, dafür grössere Firmen, mit 21,6% mehr Beschäftigung seit 2011; (3) Tecan stellt sich neu auf, mit dem Ziel CHF 1 Milliarde Umsatz und 20% Marge bis 2028; (4) Mettler-Toledo steigerte den Umsatz um 4% auf USD 4,026 Milliarden; (5) Stiftungs-, Familien- und Holdingeigentum hält führende Spezialisten unabhängig.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Laborinstrumenten-Herstellers?
Die grössten Risiken sind: (1) die US-Handelspolitik und ein schwacher chinesischer Markt; (2) der starke Franken; (3) die Abhängigkeit von Budgets der Pharma, Biotech und Hochschulen; (4) Konkurrenz durch günstigere asiatische Hersteller; (5) Abhängigkeit von Schlüsselpersonen und Ingenieurwissen. Die Due Diligence sollte installierte Basis, Serviceverträge, Kundenkonzentration und Exportrisiken prüfen.
▶Welche Margen erzielen Schweizer Hersteller von Laborinstrumenten?
Eine amtliche Kostenaufteilung gibt es nicht. Tecan meldete für 2025 eine bereinigte EBITDA-Marge von 16,1% bei CHF 882,5 Millionen Umsatz und strebt bis 2028 20% an; der Betriebsaufwand – Material, Personal, F&E, Vertrieb und Service – absorbierte die übrigen 84%. Die Margen unterscheiden sich je nach Produktmix und Grösse.
▶Wo sind die Schweizer Laborgeräte-Hersteller angesiedelt?
Zürich ist das Zentrum, mit 88 Unternehmen und 7 786 Beschäftigten im Jahr 2024, Sitz von Mettler-Toledo und Tecan. Es folgen Basel und Aargau mit 3 672 Beschäftigten nahe dem Pharma-Cluster, dann der Espace Mittelland (2 006), die Ostschweiz (1 739, mit Metrohm in Herisau und Büchi in Flawil) und die Zentralschweiz (1 404). Graubünden zählt 843 Beschäftigte rund um Hamilton und INTEGRA.