BRANCHENREPORTSEPTEMBER 2026
ValIndex Intelligence · Alain Walder, M.A. HSG|Daten per 2026-09|15 Quellen zitiert
Finanzdienstleistungen & Beratung

Multi-Family Offices (MFOs)

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor multi-family offices (mfos) 34-187 Unternehmen. (Daten per 2026-09.) Wachstum +5,1% p.a.. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Bewertungsüberblick
Deal-Multiplikator (EBITDA)
8.0 - 12.0×
Markttrend
Steigend

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

Wichtigste Erkenntnisse
  • Deal-Multiplikatoren: 8.0 - 12.0× EBITDA (Trend: steigend)
  • Wachstumsrate: +5,1% p.a.
  • Aktive Unternehmen: 34-187
  • Top-Trend: Das Etikett eilt dem Register voraus

1.0Marktüberblick

34-187
Für Multi-Family Offices gibt es keine Bewilligungskategorie, die Zahl hängt also von der Definition ab. ValIndex (Juni 2026) ordnet 34 von 1 579 aktiven Vermögensverwaltern einem MFO-Modell zu; das FINMA-Register vom 14. September 2026 führt 41 Institute mit «Family» im Namen; das Verzeichnis familyofficehub.io dokumentierte im Juni 2026 187 MFOs. Die rund 150 Firmen, über CHF 800 Mrd., rund 5 000 Beschäftigten und rund 70% internationalen Kunden der Ausgabe vom Februar 2026 hatten keine Quelle und wurden entfernt.
+5,1% p.a.
Eine MFO-spezifische Reihe existiert nicht. Die nächstliegende Grösse sind die von Schweizer externen Vermögensverwaltern verwalteten Vermögen — die Bewilligung, die die meisten unabhängigen MFOs halten —, die von CHF 475 Mrd. 2023 auf CHF 525 Mrd. 2025 wuchsen (zeb/Advea). Die +12% der Ausgabe vom Februar 2026 liessen sich nicht belegen.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 34-187 Multi-Family Offices (MFOs)-Unternehmen — Für Multi-Family Offices gibt es keine Bewilligungskategorie, die Zahl hängt also von der Definition ab. ValIndex (Juni 2026) ordnet 34 von 1 579 aktiven Vermögensverwaltern einem MFO-Modell zu; das FINMA-Register vom 14. September 2026 führt 41 Institute mit «Family» im Namen; das Verzeichnis familyofficehub.io dokumentierte im Juni 2026 187 MFOs. Die rund 150 Firmen, über CHF 800 Mrd., rund 5 000 Beschäftigten und rund 70% internationalen Kunden der Ausgabe vom Februar 2026 hatten keine Quelle und wurden entfernt..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Ein bewilligtes Multi-Family Office gibt es in der Schweiz nicht, und das ist die erste Tatsache, die ein Käufer kennen muss. Das Finanzinstitutsgesetz nimmt nur Personen aus, die ausschliesslich Vermögenswerte von mit ihnen wirtschaftlich oder familiär verbundenen Personen verwalten (Art. 2 Abs. 2 lit. a FINIG) — das deckt ein Single-Family Office ab. Sobald ein Office das Vermögen einer zweiten, nicht verbundenen Familie verwaltet, braucht es eine FINMA-Bewilligung als Vermögensverwalter oder als Verwalter von Kollektivvermögen, und Trust-Tätigkeit braucht eine Trustee-Bewilligung. Ein Multi-Family Office ist also ein Geschäftsmodell auf einer dieser Bewilligungen, und wer es zählt, zählt jeweils etwas anderes.

Neue ValIndex-Studie

Die Konsolidierung der Schweizer Vermögensverwalter

Eine in den Ruhestand tretende Gründergeneration, eine Branche von rund CHF 900 Milliarden und 1'349 bewilligte Firmen — die meisten zu klein, um übergeben zu werden.

1,349
FINMA-licensed wealth managers
~CHF 900bn
estimated assets under management
Studie lesen

3.0Branchen-Check (SWOT)

Grösste ChanceSingle-Family Offices an der Ausnahmegrenze
Grösstes RisikoBanken im Segment
Interne Faktoren
Stärken5
  • Eine bewilligungsgestützte Position, die ein Single-Family Office nicht kopieren kann: Die Verwaltung von Vermögen mehrerer nicht verbundener Familien braucht eine FINMA-Bewilligung, die ausgenommene Single-Family Offices nicht haben (Art. 2 FINIG)
Schwächen5
  • Keine eigene Bewilligungskategorie: «Multi-Family Office» ist ein Geschäftsmodell, die Zählungen der Branche reichen je nach Definition von 34 bis 187 Firmen
Externe Faktoren
Chancen5
  • Single-Family Offices an der Ausnahmegrenze: Ein Office, das Vermögen einer zweiten, nicht verbundenen Familie verwaltet, fällt aus der FINIG-Ausnahme und braucht eine Bewilligung oder einen bewilligten Partner
Risiken5
  • Banken im Segment: Die Julius Bär Family Office & Trust AG hält eine Trustee-Bewilligung in Zürich und übernahm die Julius Bär Family Office AG
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
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8.0Regionale Cluster

Genf und Romandie

Die grösste Konzentration nach jeder Zählung: 12 der 41 Registereinträge mit Family-Office-Namen liegen im Kanton Genf, das Verzeichnis familyofficehub.io führt 58 MFOs in der Stadt, und ValIndex ordnet 20 seiner 34 MFO-Modellfirmen der Romandie zu. Die NS Partners SA, die 1875 Finance SA und die Allina Family Office SA in Versoix sind hier bewilligt, und die Stonehage Fleming SA hat ihren Sitz in Neuenburg mit einer Zweigniederlassung in Genf.

Zürich

ZH

Das deutschsprachige Zentrum und die Basis von Family-Office-Einheiten innerhalb grösserer Gruppen. Der Kanton zählt 10 Registereinträge mit Family-Office-Namen — darunter die Marcuard Family Office AG und die Trustee Julius Bär Family Office & Trust AG — sowie alle vier FINIG-Gruppengesellschaften mit Family-Office-Namen unter direkter FINMA-Aufsicht. Das Verzeichnis familyofficehub.io zählt 55 MFOs in Zürich; die Stonehage Fleming Investment Management (Suisse) AG und die PETIOLE ASSET MANAGEMENT AG sind hier bewilligt.

Tessin

TI

Elf Registereinträge tragen einen Family-Office-Namen, sieben davon in Lugano, und das Verzeichnis führt 18 MFOs in der Stadt — doch ValIndex ordnet keinen der bewilligten Tessiner Vermögensverwalter einem Multi-Family-Modell zu. Genau diese Lücke ist die Aussage: Ein Family-Office-Name im Register sagt einem Käufer nicht, ob die Firma ein Multi-Family-Modell betreibt — das Mandatsbuch zählt mehr als der Briefkopf.

Zug und Schwyz

Sechs Registereinträge mit Family-Office-Namen — die Aguaverde Family Office SA in Zug, die Honestus Family Office AG in Cham und die Trianon Family Office AG in Baar sowie drei in Schwyz — in Wollerau, Freienbach und Gersau, Letztere in Liquidation. KENDRIS hat seine neuen Betriebsgesellschaften hier gegründet und die KENDRIS Schweiz AG und die KENDRIS International AG im November 2025 sowie die KENDRIS Holding AG im Mai 2026 in Zug eintragen lassen.

Quellen

Fedlex — Financial Institutions Act (FinIA, SR 954.1), Art. 2: persons managing assets exclusively for economically or family-related persons are exemptFINMA — register of portfolio managers and trustees supervised by a supervisory organisation (list generated 14.09.2026: 41 institutions with "family" in the name, counts by ValIndex)FINMA — FinIA group companies supervised by FINMA (Aquila Associates Family Office AG, Armatus Family Office AG, Bodewise Cottonfield Family Office AG, Family Partners Switzerland AG)FINMA — licensed managers of collective assets (NS Partners SA, PETIOLE ASSET MANAGEMENT AG, 1875 Finance SA)ValIndex Research — The Swiss Wealth-Manager Consolidation (June 2026): 34 multi-family-office-model firms among 1,579 operating wealth managerszeb — EAM Study Switzerland 2026 (March 2026): 250-300 single-family offices with ~CHF 600bn in 2023 (University of St. Gallen/SFOA); EAM assets and gross profit 2021-2025FIN21 / WealthSummit — Independent Asset Managers in Switzerland 2026 (19 March 2026, 170 valid responses)familyofficehub.io — Family Offices in Switzerland: The Complete Guide 2026 (directory count: 187 MFOs, June 2026)PwC — M&A Financial services 2026: Mid-Year OutlookPwC — Portfolio Manager Industry: 360° market view, 2nd edition (December 2023): personnel 60-80% of expenses, recurring supervision costs CHF 34-54k a yearfinews.ch — Das Ende der M&A-Illusion in der Vermögensverwaltung, Patrick Stauber, CEO Marcuard Heritage (19 June 2026)Zefix — Swiss Central Business Name Index (NS Partners SA, formerly Notz Stucki & Cie SA; Stonehage Fleming SA, Neuchâtel; Marcuard Family Office AG and Marcuard Heritage AG; KENDRIS Schweiz AG, KENDRIS International AG and KENDRIS Holding AG, Zug; PETIOLE ASSET MANAGEMENT AG; Julius Bär Family Office & Trust AG; Allina Family Office SA; no entity named Partners Group Family Office Services, as listed in the February 2026 edition)FINMA — Portfolio managers and trustees: authorisation and supervisionStonehage Fleming — multi-family officeKENDRIS — trust, fiduciary and family-office services
ValIndex Intelligence · Alain Walder, M.A. HSG|Daten per 2026-09|15 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Multi-Family Office in der Schweiz wert?

Ein durchschnittliches Schweizer Multi-Family Office wird steuerlich (statutarisch) mit 7,5 - 10,0× EBITDA und in tatsächlichen Transaktionen mit 8,0 - 12,0× EBITDA bewertet. Die Spanne zwischen statutarischen und Transaktionsmultiplikatoren ist eine Arbitrage-Möglichkeit für informierte Käufer. Der aktuelle Markttrend ist steigend, mit einer als hoch bewerteten Arbitrage-Spanne. In dieser Nische ruht der Multiplikator auf Mandaten, die Senior-Berater halten und Familie für Familie erneuert werden; der Preis hängt deshalb davon ab, wie viele Familien und Generationen jede Beziehung umfasst, wie viel Umsatz wiederkehrend statt projektbasiert ist, ob das Office die Bewilligung hält, die seine Mandate verlangen, und wie viele Familien die Übergabe mitgehen.

Welche Faktoren beeinflussen die Bewertung eines Multi-Family Office?

Zu den wichtigsten Bewertungstreibern zählen: Eine bewilligungsgestützte Position, die ein Single-Family Office nicht kopieren kann: Die Verwaltung von Vermögen mehrerer nicht verbundener Familien braucht eine FINMA-Bewilligung, die ausgenommene Single-Family Offices nicht haben (Art. 2 FINIG); Ein grosser benachbarter Kundenpool: 250-300 Schweizer Single-Family Offices verwalteten 2023 rund CHF 600 Mrd. (Universität St. Gallen/SFOA, zitiert von zeb 2026). Bewertungsmindernd wirken: Keine eigene Bewilligungskategorie: «Multi-Family Office» ist ein Geschäftsmodell, die Zählungen der Branche reichen je nach Definition von 34 bis 187 Firmen; Eine kleine Grundgesamtheit hinter dem Etikett: ValIndex ordnet nur 34 von 1 579 aktiven Vermögensverwaltern als MFO ein, keine im Tessin. Deal-Multiplikatoren liegen typischerweise bei 8.0 - 12.0× EBITDA, die tatsächlichen Preise variieren jedoch deutlich je nach Kundenkonzentration, Managementqualität, Umsatzstabilität und geografischer Reichweite in den 26 Schweizer Kantonen.

Wie viele Multi-Family Offices gibt es in der Schweiz?

Eine einzige Antwort gibt es nicht, weil die Schweiz keine Bewilligungskategorie für Multi-Family Offices kennt. Das Finanzinstitutsgesetz nimmt nur Personen aus, die ausschliesslich Vermögenswerte von mit ihnen wirtschaftlich oder familiär verbundenen Personen verwalten (Art. 2 Abs. 2 lit. a FINIG); ein Single-Family Office braucht also keine Bewilligung, ein Office, das Vermögen mehrerer nicht verbundener Familien verwaltet, dagegen eine FINMA-Bewilligung als Vermögensverwalter oder als Verwalter von Kollektivvermögen. Die Zahl hängt deshalb von der Definition ab. Die ValIndex-Studie vom Juni 2026 ordnet 34 von 1 579 aktiven bewilligten Vermögensverwaltern einem Multi-Family-Office-Modell zu, 14 in der Deutschschweiz und 20 in der Romandie. Das FINMA-Register vom 14. September 2026 führt 41 Institute mit «Family» im Namen — 37 mit Vermögensverwalter- und fünf mit Trustee-Bewilligung, wobei die Allina Family Office SA beide hält, in Genf (12), im Tessin (11), in Zürich (10), Zug (3), Schwyz (3), Luzern (1) und Bern (1) — sowie vier FINIG-Gruppengesellschaften unter FINMA-Aufsicht in Zürich mit Family-Office-Namen. Das kommerzielle Verzeichnis familyofficehub.io dokumentierte im Juni 2026 187 MFOs. Auf der ausgenommenen Seite zählten die Universität St. Gallen und die Swiss Single Family Office Association 2023 250 bis 300 Single-Family Offices mit rund CHF 600 Mrd. Die rund 150 MFOs der Ausgabe dieses Berichts vom Februar 2026 hatten keine Quelle.

Wie sieht die Nachfolgesituation bei Schweizer Multi-Family Offices aus?

Die Nachfolge in einem Multi-Family Office läuft nach zwei Uhren zugleich: dem Ruhestand des Gründers und der Vermögensübertragung innerhalb der Kundenfamilien. Die erste ist messbar. Die ValIndex-Studie vom Juni 2026 zählt 34 Firmen mit Multi-Family-Office-Modell unter 1 579 aktiven bewilligten Vermögensverwaltern, und in der Umfrage von FIN21 und WealthSummit 2026 unter bewilligten Verwaltern sind 63% der Inhaber 51 oder älter, 25% über 60, und nur 38% haben eine klar geregelte Nachfolge. Die zweite macht den Verkauf eines MFO anders. Sein Wert liegt in Governance-, Nachlass- und Steuermandaten, die das Office an eine Familie binden statt an ein Portfolio, und diese Mandate halten namentlich bekannte Senior-Berater; Patrick Stauber von Marcuard Heritage schrieb im Juni 2026, Kunden folgten dem Berater, nicht der Rechtsform, und Vertrauen übertrage sich über Jahre, nicht Monate. Die Ausgabe dieses Berichts vom Februar 2026 nannte vermögensbasierte Preise von 2-4%, Kundenbindungsgarantien von 85-95% und Earn-outs von 30-50% des Preises; keine dieser Angaben liess sich einer Quelle zuordnen, sie wurden entfernt. Was das Register zeigt, ist, wie grössere Häuser die Kontinuität organisiert haben: Die NS Partners SA, früher Notz Stucki & Cie SA, führte ihre Zürcher Schwestergesellschaft und zwei Genfer Gesellschaften in einer bewilligten Verwalterin von Kollektivvermögen zusammen; die Stonehage Fleming SA integrierte ihre Genfer Gesellschaft in die Neuenburger Mutter; KENDRIS liess 2025 und 2026 neue Betriebsgesellschaften und eine Holding in Zug eintragen. Für kleinere Offices sind eine Plattform oder ein grösseres Haus die realistischen Wege — 71% der bewilligten unabhängigen Verwalter nennen die Konsolidierung als dringendste Aufgabe —, und die erste Prüfung eines Käufers gilt der Bewilligung: Das Zielunternehmen muss die Vermögensverwalter-, Kollektivvermögens- oder Trustee-Bewilligung halten, die seine Mandate verlangen. Inhaber sollten dokumentieren, welcher Berater welche Familienbeziehung hält, welche Mandate Governance- und Nachlassarbeit statt Vermögensverwaltung sind, und mehrere Jahre gemeinsamer Betreuung einplanen. Transaktionsmultiplikatoren liegen in der Branche typischerweise bei 8.0 - 12.0× EBITDA.

Was sind die wichtigsten Trends bei Schweizer Multi-Family Offices?

Vier Trends prägen den Sektor 2026: (1) Das Etikett eilt dem Register voraus — Ein Multi-Family Office hat keine eigene Bewilligungskategorie, ihre Zahl hängt also davon ab, wer zählt. (2) Sechs von acht genannten Häusern mussten korrigiert werden — Am Handelsregister geprüft, waren die meisten wichtigen Akteure der Ausgabe vom Februar 2026 umgezogen, umbenannt oder in der genannten Form nie eingetragen. (3) Bankgruppen und Plattformen bauen Family-Office-Einheiten — Die FINMA-Listen zeigen Family-Office-Tätigkeit ebenso in grösseren Gruppen wie in unabhängigen Häusern. (4) Die Vermögen steigen, die Erträge nicht — Das MFO-Geschäft teilt die Ökonomie des bewilligten unabhängigen Sektors. zeb beziffert die von Schweizer externen Vermögensverwaltern verwalteten Vermögen per Ende 2025 auf CHF 525 Mrd., über den CHF 500 Mrd. von 2021, während der Bruttogewinn von CHF 6,0 Mrd. unter den CHF 6,3 Mrd. von 2021 bleibt, wovon die 50 grössten Firmen CHF 3,3 Mrd. erwirtschaften.

Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Multi-Family Office?

Die wichtigsten Akquisitionsrisiken sind: (1) Banken im Segment: Die Julius Bär Family Office & Trust AG hält eine Trustee-Bewilligung in Zürich und übernahm die Julius Bär Family Office AG; (2) Bewilligungslücken in der Due Diligence: Vermögensverwaltung für mehrere Familien braucht eine Vermögensverwalter- oder Kollektivvermögensbewilligung, Trust-Tätigkeit eine Trustee-Bewilligung — die Tätigkeit des Zielunternehmens muss zu seiner Bewilligung passen; (3) Erträge hinken den Vermögen hinterher: Der Branchen-Bruttogewinn von CHF 6,0 Mrd. 2025 liegt trotz höherer Vermögen noch unter den CHF 6,3 Mrd. von 2021 (zeb 2026). Käufer sollten Kundenkonzentration, regulatorische Compliance und Schlüsselpersonen-Abhängigkeiten sorgfältig prüfen. Deal-Multiplikatoren von 8.0 - 12.0× EBITDA können bei erhöhtem Risikoprofil abschlägig ausfallen.

Wie sieht die typische Kostenstruktur eines Schweizer Multi-Family Office aus?

Eine indikative Kostenaufteilung für ein Schweizer Multi-Family Office ist: Personal (Senior-Familienberater, Anlage- und Planungsteams, Compliance): 55%, Technologie & konsolidiertes Reporting: 10%, Compliance-, Rechts- & Aufsichtskosten: 8%, Büro, Reisen & Kundentreffen: 10%, Geschäftsentwicklung & Netzwerke: 5%, Gewinnmarge (EBITDA): 12%. Indikative Aufteilung für ein unabhängiges Multi-Family Office; keine veröffentlichte Quelle misst die Kostenstruktur von MFOs in der Schweiz. Der nächstliegende Richtwert ist die PwC-Studie «Portfolio Manager Industry 360° view» (Dezember 2023), die das Personal bei Schweizer Vermögensverwaltern auf 60-80% des Gesamtaufwands und die übrigen Betriebskosten auf 15-25% beziffert, zuzüglich wiederkehrend CHF 34-54k pro Jahr für die Aufsicht nach der Bewilligung. Die obige Aufteilung liegt innerhalb dieser Bandbreiten, mit mehr Gewicht auf Reisen, Governance-Arbeit und konsolidiertem Reporting als bei einem reinen Vermögensverwalter. Die in der Ausgabe vom Februar 2026 genannten Senior-Vergütungen von CHF 250-500k und EBITDA-Margen von 15-20% für grössere Plattformen hatten keine Quelle und wurden entfernt. Die vorhandenen Margendaten gelten für die ganze Branche: Die Befragten von FIN21/WealthSummit nennen Personal (77%), Compliance (54%) und IT/Cloud (42%) als margenbestimmende Kosten. Für einen Käufer ist die Frage, welche dieser Kosten an namentlich bekannte Senior-Berater gebunden sind — und damit an die Familien, die sie betreuen.

Wo sind die Multi-Family Offices der Schweiz konzentriert?

Die Multi-Family Offices der Schweiz konzentrieren sich auf vier Regionen: (1) Genf und Romandie (GE/NE) — Die grösste Konzentration nach jeder Zählung: 12 der 41 Registereinträge mit Family-Office-Namen liegen im Kanton Genf, das Verzeichnis familyofficehub.io führt 58 MFOs in der Stadt, und ValIndex ordnet 20 seiner 34 MFO-Modellfirmen der Romandie zu. (2) Zürich (ZH) — Das deutschsprachige Zentrum und die Basis von Family-Office-Einheiten innerhalb grösserer Gruppen. (3) Tessin (TI) — Elf Registereinträge tragen einen Family-Office-Namen, sieben davon in Lugano, und das Verzeichnis führt 18 MFOs in der Stadt — doch ValIndex ordnet keinen der bewilligten Tessiner Vermögensverwalter einem Multi-Family-Modell zu. (4) Zug und Schwyz (ZG/SZ) — Sechs Registereinträge mit Family-Office-Namen — die Aguaverde Family Office SA in Zug, die Honestus Family Office AG in Cham und die Trianon Family Office AG in Baar sowie drei in Schwyz — in Wollerau, Freienbach und Gersau, Letztere in Liquidation. Weil die drei Zählungen regional ebenso auseinandergehen wie insgesamt, sollte ein Käufer die Bewilligung eines Zielunternehmens im FINMA-Register und seinen Sitz im Zefix prüfen, statt sich auf einen Verzeichniseintrag oder den Firmennamen zu verlassen.

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