BRANCHENREPORT — OKTOBER 2026
Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|Aktualisiert |8 Quellen zitiert
Luxus & Tradition

Luxus-Hotellerie & Chalets

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor luxus-hotellerie & chalets 3 071 Unternehmen, 69 394 Mitarbeitende. (Daten per 2026-10.) Wachstum +2,6%. Transaktionen in der Branche werden typischerweise mit 5.5–9× EBITDA bewertet. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Wichtigste Erkenntnisse
  • •Deal-Multiplikatoren: 5.5 - 9.0× EBITDA (Trend: steigend)
  • •Wachstumsrate: +2,6%
  • •Aktive Unternehmen: 3 071
  • •Top-Trend: Dritter Rekord in Folge

1.0Marktüberblick

3 071
Hotels, Gasthöfe und Pensionen 2024 (BFS STATENT, NOGA 55.10.01–02). Das BFS zählt Luxushotels nicht separat; die Zahl umfasst alle Kategorien. Die Zahl der Hotels ist seit 2011 (3 866) um 20,6% gesunken.
69 394
Beschäftigte aller Schweizer Hotels 2024 (BFS STATENT), 57 411 Vollzeitäquivalente. Die Beschäftigung liegt 2,5% über 2011, obwohl es ein Fünftel weniger Hotels gibt; das durchschnittliche Hotel wuchs von 18 auf 23 Beschäftigte.
+2,6%
Wachstum der Hotellogiernächte 2025 auf den dritten Rekord in Folge von 43,9 Mio.; ausländische Gäste erreichten ein Allzeithoch von 22,8 Mio., und die Nettozimmerauslastung stieg auf 56,8%, über den Rekord von 2019 (BFS, Februar 2026).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 3 071 Luxus-Hotellerie & Chalets-Unternehmen — Hotels, Gasthöfe und Pensionen 2024 (BFS STATENT, NOGA 55.10.01–02). Das BFS zählt Luxushotels nicht separat; die Zahl umfasst alle Kategorien. Die Zahl der Hotels ist seit 2011 (3 866) um 20,6% gesunken..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Die Schweizer Luxushotels bilden die Spitze einer Hotellerie, die an Zahl schrumpft, aber an Grösse wächst. Das BFS zählte 2024 3 071 Hotels mit 69 394 Beschäftigten (STATENT), ein Fünftel weniger Hotels als 2011, aber leicht mehr Personal, weil kleine Hotels schliessen und grössere wachsen. Die Nachfrage ist auf Rekordhöhe: Die Hotels verzeichneten 2025 43,9 Mio. Logiernächte (+2,6%), den dritten Rekord in Folge, mit einem Allzeithoch von 22,8 Mio. bei ausländischen Gästen, 5,4% mehr Gästen aus den USA und einer Nettozimmerauslastung von 56,8%, über dem Höchststand von 2019. Ferienwohnungen, Campingplätze und Kollektivunterkünfte kamen auf weitere 18,1 Mio. Nächte (+4,7%), insgesamt 62,0 Mio.

3.0Branchen-Check (SWOT)

Interne Faktoren
Stärken4
  • Rekordnachfrage (43,9 Mio. Logiernächte 2025)
Schwächen4
  • Hohe Personal- und Liegenschaftskosten→ §5.0
Externe Faktoren
Chancen4
  • Zimmerauslastung über dem Rekord von 2019 (56,8%)
Risiken4
  • Geopolitische Schocks im Reiseverkehr
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
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Bewertungsüberblick

Firmenbewertung Luxus-Hotellerie & Chalets Schweiz

Deal-Multiplikator (EBITDA)
5.5 - 9.0×
Markttrend
Steigend

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

8.0Regionale Cluster

Westschweiz

VDGEFRVSNEJU

926 Hotels mit 19 165 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT, alle Kategorien), die meisten aller Regionen; das Wallis allein zählt 464 Hotels.

Ostschweiz

SGTGGRSHARAIGL

744 Hotels mit 15 850 Beschäftigten; Graubünden zählt 442 Hotels mit 11 119 Beschäftigten, und Badrutt's Palace hat seinen Sitz in St. Moritz.

Bern und Solothurn

BESO

504 Hotels mit 10 730 Beschäftigten; Gstaad Palace (Saanen) und Victoria-Jungfrau (Interlaken) haben hier ihren Sitz.

Zentralschweiz

LUSZZGOWURNW

347 Hotels mit 9 747 Beschäftigten; Bürgenstock (Stansstad) und Andermatt Swiss Alps haben hier ihren Sitz.

Tessin

TI

212 Hotels mit 3 103 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (14,6 pro Hotel).

Zürich

ZH

189 Hotels mit 7 320 Beschäftigten, im Schnitt die grössten (38,7 pro Hotel); die Dolder Hotel AG hat ihren Sitz in Zürich.

Nordwestschweiz

AGBLBS

139 Hotels mit 3 479 Beschäftigten.

Quellen

Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|8 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

▶Wie viel ist ein Luxushotel in der Schweiz wert?

Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt die Schweizer Luxushotellerie bei 5,5–9,0× EBITDA in Transaktionen und 4,0–6,5× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Weil die Liegenschaft oft mehr wert ist als der Hotelbetrieb, bewerten Käufer Betrieb und Immobilie meist getrennt.

▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Luxushotels?

Käufer bewerten: (1) Lage und Liegenschaft; (2) Marke und Ruf; (3) Zimmerpreise und Auslastung; (4) Renovationsstand und Kapitalbedarf; (5) Saisonalität; (6) Kontinuität von Personal und Management.

▶Wie gross ist die Schweizer Hotellerie?

2024 zählte das BFS über alle Kategorien 3 071 Hotels mit 69 394 Beschäftigten. Die Hotels verzeichneten 2025 43,9 Mio. Logiernächte, Ferienwohnungen, Campingplätze und Kollektivunterkünfte weitere 18,1 Mio.

▶Wem gehören die wichtigsten Schweizer Luxushotels?

Der Bürgenstock gehört der von Katar getragenen Katara Hospitality; die Andermatt Swiss Alps (mit The Chedi) wird von Samih Sawiris präsidiert; das Gstaad Palace gehört seit 1947 der Familie Scherz. Badrutt's Palace (St. Moritz), das Victoria-Jungfrau (Interlaken) und das Dolder Grand (Zürich) werden von eigenen Hotelgesellschaften geführt.

▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Luxushotellerie?

Fünf Trends: (1) der dritte Logiernächte-Rekord in Folge; (2) weniger, grössere Hotels; (3) Staats- und Investorenkapital; (4) grosse Resortentwicklungen; (5) beständige Familienpaläste.

▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Luxushotels?

Die grössten Risiken sind: (1) hoher Kapitalbedarf für Renovationen; (2) Saisonalität; (3) Personalmangel; (4) Abhängigkeit von ausländischen Gästen und Reiseschocks; (5) die Trennung von Hotel- und Liegenschaftswert. Die Due Diligence sollte Liegenschaft, Renovationspläne, Preise und Auslastung, Personal sowie Miet- oder Eigentumsstruktur prüfen.

▶Wächst die Nachfrage nach Schweizer Hotels?

Ja. Die Logiernächte erreichten 2025 den dritten Rekord in Folge mit 43,9 Mio. (+2,6%), ausländische Gäste kamen auf 22,8 Mio., und die Auslastung stieg auf 56,8%, über 2019.

▶Wo liegen die Schweizer Luxushotels?

Gemäss BFS-Zahlen 2024 für alle Hotels: Die Westschweiz hat die meisten (926, mit 19 165 Beschäftigten), gefolgt von der Ostschweiz (744; 15 850), Bern und Solothurn (504; 10 730), der Zentralschweiz (347; 9 747), dem Tessin (212; 3 103), Zürich (189; 7 320) und der Nordwestschweiz (139; 3 479).

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