1.0Marktüberblick
- 2 212
- Unternehmen der Bäckerei und Confiserie im Jahr 2024 (BFS STATENT): 1 469 Backwarenhersteller, 425 Detailhändler mit Back- und Süsswaren und 318 Bäckereien mit Tea-Room, gegenüber 2 428 im Jahr 2011. Verwandte Klassen zählten 103 Hersteller von Dauerbackwaren wie Biscuits, 115 Schokoladehersteller und 62 Zuckerwarenhersteller. Der Bäcker-Confiseurverband SBC zählt rund 1 300 Aktivmitglieder mit 2 500 Verkaufsstellen. Die rund 3 000 Betriebe der Ausgabe vom Februar 2026 liessen sich nicht belegen.
- 38 016
- Beschäftigte der Bäckerei- und Confiserieunternehmen im Jahr 2024, entsprechend 28 851 Vollzeitäquivalenten, leicht mehr als 2011 (37 210), obwohl es 216 Unternehmen weniger gibt (BFS STATENT). Schokoladehersteller beschäftigten weitere 7 587 Personen, Hersteller von Dauerbackwaren 2 541. Die rund 35 000 der Ausgabe vom Februar 2026 hatten keine Quelle. Ihre Marktgrösse von CHF 4,5 Mrd., der Exportanteil von rund 8%, die Kapazitätsauslastung von rund 72% und der jährliche Rückgang von 1,5% liessen sich keiner datierten Quelle zuordnen und wurden zurückgezogen.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 2 212 Baeckereien & Konditorei-Unternehmen — Unternehmen der Bäckerei und Confiserie im Jahr 2024 (BFS STATENT): 1 469 Backwarenhersteller, 425 Detailhändler mit Back- und Süsswaren und 318 Bäckereien mit Tea-Room, gegenüber 2 428 im Jahr 2011. Verwandte Klassen zählten 103 Hersteller von Dauerbackwaren wie Biscuits, 115 Schokoladehersteller und 62 Zuckerwarenhersteller. Der Bäcker-Confiseurverband SBC zählt rund 1 300 Aktivmitglieder mit 2 500 Verkaufsstellen. Die rund 3 000 Betriebe der Ausgabe vom Februar 2026 liessen sich nicht belegen..
2.0Branchenüberblick
Das Schweizer Bäckerei- und Confiseriegewerbe verbindet über zweitausend meist kleine Unternehmen mit wenigen industriellen Herstellern. Das Bundesamt für Statistik zählte 2024 2 212 Unternehmen: 1 469 Backwarenhersteller, 425 Detailhändler mit Back- und Süsswaren und 318 Bäckereien mit Tea-Room, mit 38 016 Beschäftigten und 28 851 Vollzeitäquivalenten. Benachbarte Klassen ergänzen 103 Hersteller von Biscuits und anderen Dauerbackwaren mit 2 541 Beschäftigten und 115 Schokoladehersteller mit 7 587. Der Bäcker-Confiseurverband SBC vertritt rund 1 300 Aktivmitglieder mit 2 500 Verkaufsstellen.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Beschäftigung gehalten: 38 016 Beschäftigte im Jahr 2024, mehr als 2011 (37 210), obwohl die Zahl der Unternehmen um 8,9% sank (BFS STATENT)
- Ladenklassen schrumpfen: Detailhändler und Bäckerei-Tea-Rooms sanken von 1 254 Unternehmen im Jahr 2011 auf 743 im Jahr 2024
- Erholung im Detailhandel: 202 Lernende begannen 2025 im Bäckerei-Detailhandel, rund 25% mehr als 2024
- Die als Detailhändler oder Bäckerei-Tea-Rooms eingestuften Unternehmen sanken zwischen 2011 und 2024 um 41%
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8.0Regionale Cluster
Zürich
241 Bäckerei- und Confiserieunternehmen im Jahr 2024 mit 9 515 Beschäftigten, einem Viertel der Belegschaft der Branche, bei 33,2 Vollzeitäquivalenten pro Unternehmen (BFS STATENT). Der Kanton ist Sitz der Industriebäckereien Fresh Food & Beverage Group in Volketswil und HIESTAND Schweiz in Schlieren, der Confiserie Sprüngli und von 15 Schokoladeherstellern mit 2 434 Beschäftigten.
Bern
268 Bäckerei- und Confiserieunternehmen im Jahr 2024, am meisten von allen Kantonen, mit 3 916 Beschäftigten und 10,3 Vollzeitäquivalenten pro Unternehmen. Bern zählt auch die meisten Hersteller von Biscuits und anderen Dauerbackwaren, 19 Unternehmen mit 738 Beschäftigten, darunter Kambly in Trubschachen.
Waadt, Genf und Freiburg
553 Bäckerei- und Confiserieunternehmen mit 6 454 Beschäftigten im Jahr 2024: Waadt 262, Genf 178 und Freiburg 113. Die Einheiten sind kleiner als in den deutschschweizerischen Industriezentren, mit 8,5 Vollzeitäquivalenten pro Unternehmen in der Waadt, 10,1 in Genf und 8,1 in Freiburg.
Luzern
100 Bäckerei- und Confiserieunternehmen mit 2 699 Beschäftigten im Jahr 2024, im Schnitt 19,0 Vollzeitäquivalente, der höchste Wert nach Zürich unter den grösseren Kantonen. Die Hug AG in Malters, Herstellerin von Dauer- und Tiefkühlbackwaren, ist hier eingetragen.
Aargau und St. Gallen
269 Bäckerei- und Confiserieunternehmen mit 4 238 Beschäftigten im Jahr 2024: Aargau 139 und St. Gallen 130, mit 11,3 und 11,0 Vollzeitäquivalenten pro Unternehmen, etwas unter dem Landesdurchschnitt von 13,0. Der Aargau zählt zudem acht Schokoladehersteller mit 1 929 Beschäftigten.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Was ist eine Bäckerei oder Confiserie in der Schweiz wert?
Eine durchschnittliche Schweizer Bäckerei oder Confiserie wird steuerlich (statutarisch) mit 2,0 - 3,0× EBITDA und in tatsächlichen Transaktionen mit 2,5 - 4,5× EBITDA bewertet. Die Spanne zwischen statutarischen und Transaktionsmultiplikatoren ist eine Arbitrage-Möglichkeit für informierte Käufer. Der Markttrend gilt als rückläufig, mit einer als gering bewerteten Arbitrage-Spanne; die Zahl der Unternehmen sank zwischen 2011 und 2024 um 8,9%, während die Beschäftigung leicht zunahm. In dieser Nische hängt der Multiplikator davon ab, ob die Produktion zentralisiert und ihre Ausrüstung aktuell ist, wie viele Läden der Betrieb zu welchen Mietbedingungen führt, welcher Umsatzanteil aus Lieferverträgen mit Restaurants, Detailhändlern oder Institutionen stammt und wie stark Rezepte und Kundenbeziehungen am Inhaber als Bäcker- oder Confiseurmeister hängen.
▶Welche Faktoren beeinflussen die Bewertung einer Schweizer Bäckerei oder Confiserie?
Zu den wichtigsten Bewertungstreibern zählen: Beschäftigung gehalten: 38 016 Beschäftigte im Jahr 2024, mehr als 2011 (37 210), obwohl die Zahl der Unternehmen um 8,9% sank (BFS STATENT); Dichte Filialnetze: Die rund 1 300 Aktivmitglieder des SBC betreiben 2 500 Verkaufsstellen. Bewertungsmindernd wirken: Ladenklassen schrumpfen: Detailhändler und Bäckerei-Tea-Rooms sanken von 1 254 Unternehmen im Jahr 2011 auf 743 im Jahr 2024; Kleine Läden: Detailhandels- und Tea-Room-Unternehmen haben im Schnitt 7,5 Beschäftigte (5 542 in 743). Deal-Multiplikatoren liegen typischerweise bei 2.5 - 4.5× EBITDA, die tatsächlichen Preise variieren jedoch deutlich je nach Kundenkonzentration, Managementqualität, Umsatzstabilität und geografischer Reichweite in den 26 Schweizer Kantonen.
▶Wie viele Bäckereien und Confiserien gibt es in der Schweiz?
Das Bundesamt für Statistik zählte 2024 2 212 Bäckerei- und Confiserieunternehmen mit 38 016 Beschäftigten und 28 851 Vollzeitäquivalenten (BFS STATENT): 1 469 Backwarenhersteller, 425 Detailhändler mit Back- und Süsswaren und 318 Bäckereien mit Tea-Room. Verwandte Klassen ergänzen 103 Hersteller von Dauerbackwaren wie Biscuits, 115 Schokoladehersteller und 62 Zuckerwarenhersteller. Bern zählt die meisten Bäckerei- und Confiserieunternehmen (268), gefolgt von Waadt (262), Zürich (241), Genf (178), Aargau (139) und St. Gallen (130). Der Bäcker-Confiseurverband SBC zählt rund 1 300 Aktivmitglieder mit 2 500 Verkaufsstellen. Die rund 3 000 Betriebe und rund 35 000 Beschäftigten der Ausgabe vom Februar 2026 liessen sich nicht belegen.
▶Wie sieht die Nachfolgesituation bei Schweizer Bäckereien und Confiserien aus?
Keine veröffentlichte Statistik misst das Alter der Schweizer Bäckereiinhaber oder wie vielen ein Nachfolger fehlt. Das Durchschnittsalter der Inhaber von 58 Jahren, die 40% innert zehn Jahren zur Übergabe anstehenden Betriebe, die «weniger als jede dritte» familieninterne Nachfolge und der Rückgang unabhängiger Bäckereien um 30% seit 2005 der Ausgabe vom Februar 2026 hatten keine belegbare Quelle und wurden entfernt. Die Statistik zeigt stattdessen das Ergebnis: Die Bäckerei- und Confiserieunternehmen sanken von 2 428 im Jahr 2011 auf 2 212 im Jahr 2024, die als Detailhändler oder Tea-Rooms eingestuften um 41%, während die Beschäftigung leicht zunahm und die Vollzeitäquivalente pro Unternehmen von 11,6 auf 13,0 stiegen. Die rund 1 300 Aktivmitglieder des SBC betreiben 2 500 Verkaufsstellen, ein typischer Mitgliedsbetrieb hat also rund zwei Läden, und die Lehrbeginne haben sich 2025 bei 499 in der Produktion und 202 im Detailhandel stabilisiert. Ein Käufer sollte prüfen, ob in einer zentralen Produktion oder in jeder Filiale gebacken wird, wie alt Öfen und Kühlanlagen sind, wie lange die Mietverträge der Läden noch laufen, wie die Frühschichten besetzt sind, welche Lieferverträge mit Restaurants, Detailhändlern oder Institutionen bestehen und wie stark Rezepte, Kundenbeziehungen und Lebensmittelsicherheit am Inhaber als Bäckermeister hängen. Transaktionsmultiplikatoren liegen in der Branche typischerweise bei 2.5 - 4.5× EBITDA.
▶Was sind die wichtigsten Trends bei Schweizer Bäckereien und Confiserien?
Vier Trends prägen den Sektor 2026: (1) Weniger Bäckereiläden, grössere Bäckereibetriebe — Die Zahl der Bäckerei- und Confiserieunternehmen sank von 2 428 im Jahr 2011 auf 2 212 im Jahr 2024, während die Beschäftigung von 37 210 auf 38 016 stieg (BFS STATENT). (2) Die Industriebäckerei konsolidiert sich — Die industrielle Bäckerei der Migros ging 2023 in der Fresh Food & Beverage Group auf, als die Jowa AG umbenannt wurde und die Bischofszell Nahrungsmittel AG übernahm; die Gruppe beschäftigt rund 4 400 Mitarbeitende an 150 Standorten in der Schweiz. (3) Die Lernendenzahlen sinken nicht mehr — Im Sommer 2025 begannen 499 Jugendliche eine Lehre in der Produktion als Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in, nach 491, und 202 im Bäckerei-Detailhandel, nach 161 und fünf rückläufigen Jahren (SBC). (4) Premiumschokolade wächst im Ausland — Der Umsatz von Läderach stieg von Januar bis Oktober 2025 um rund 20%, und für das Gesamtjahr erwartete das Unternehmen trotz hoher Kakaopreise und US-Zöllen gut 20% Wachstum (cash.ch, November 2025).
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf einer Schweizer Bäckerei oder Confiserie?
Die wichtigsten Akquisitionsrisiken sind: (1) Die als Detailhändler oder Bäckerei-Tea-Rooms eingestuften Unternehmen sanken zwischen 2011 und 2024 um 41%; (2) Die Zahl der Unternehmen sank allein 2024 um 2,3%, von 2 264 auf 2 212; (3) Industrielle Konkurrenz: Die Migros-Bäckerei gehört zur Migros Industrie mit rund 4 400 Mitarbeitenden, und die HIESTAND Schweiz AG bündelte 2022 die Schweizer ARYZTA-Bäckereien. Käufer sollten Kundenkonzentration, regulatorische Compliance und Schlüsselpersonen-Abhängigkeiten sorgfältig prüfen. Deal-Multiplikatoren von 2.5 - 4.5× EBITDA können bei erhöhtem Risikoprofil abschlägig ausfallen.
▶Wie sieht die typische Kostenstruktur einer Schweizer Bäckerei aus?
Eine indikative Kostenaufteilung für eine Schweizer Bäckerei-Confiserie ist: Personal (Bäcker, Confiseure, Verkauf): 35%, Rohstoffe (Mehl, Butter, Zucker, Schokolade, Eier): 30%, Miete und Räume (Läden, Produktion): 12%, Energie und Betriebsmittel (Öfen, Kühlung): 7%, Verpackung und Logistik: 4%, Marketing und Verwaltung: 5%, Gewinnmarge (EBITDA): 7%. Indikative Aufteilung für eine gewerbliche Schweizer Bäckerei-Confiserie mit eigener Produktion und mehreren Läden. Keine veröffentlichte Quelle liefert diese Aufteilung; der Rohstoffanteil von 35-40% und Personalanteil von 25% für Industriebäckereien, die EBITDA-Margen von 5-8% für Bäckereien und 10-15% für Premium-Confiserien sowie die Preisanstiege bei Mehl und Butter von 15% und 25% der Ausgabe vom Februar 2026 liessen sich nicht belegen und wurden zurückgezogen. Das Personal ist der grösste Posten in einem Gewerbe, in dem 2 212 Unternehmen 38 016 Personen beschäftigen, 13,0 Vollzeitäquivalente pro Unternehmen (BFS STATENT, 2024). Schokoladeprodukte tragen ein zusätzliches Rohstoffrisiko: Läderach nannte 2025 hohe Kakaopreise. Für einen Käufer zählt vor allem die Aufteilung zwischen zentraler Produktion und Läden, denn ein zentral backender Betrieb kann einen schwachen Laden schliessen, ohne Produktionskapazität zu verlieren.
▶Wo sind die Schweizer Bäckereien und Confiserien konzentriert?
Die Schweizer Bäckereien und Confiserien konzentrieren sich auf fünf Regionen: (1) Zürich (ZH) — 241 Bäckerei- und Confiserieunternehmen im Jahr 2024 mit 9 515 Beschäftigten, einem Viertel der Belegschaft der Branche, bei 33,2 Vollzeitäquivalenten pro Unternehmen (BFS STATENT). (2) Bern (BE) — 268 Bäckerei- und Confiserieunternehmen im Jahr 2024, am meisten von allen Kantonen, mit 3 916 Beschäftigten und 10,3 Vollzeitäquivalenten pro Unternehmen. (3) Waadt, Genf und Freiburg (VD/GE/FR) — 553 Bäckerei- und Confiserieunternehmen mit 6 454 Beschäftigten im Jahr 2024: Waadt 262, Genf 178 und Freiburg 113. (4) Luzern (LU) — 100 Bäckerei- und Confiserieunternehmen mit 2 699 Beschäftigten im Jahr 2024, im Schnitt 19,0 Vollzeitäquivalente, der höchste Wert nach Zürich unter den grösseren Kantonen. (5) Aargau und St. Gallen (AG/SG) — 269 Bäckerei- und Confiserieunternehmen mit 4 238 Beschäftigten im Jahr 2024: Aargau 139 und St. Gallen 130, mit 11,3 und 11,0 Vollzeitäquivalenten pro Unternehmen, etwas unter dem Landesdurchschnitt von 13,0. Der Aargau zählt zudem acht Schokoladehersteller mit 1 929 Beschäftigten. Unter den zehn Kantonen mit den meisten Unternehmen reichen die Vollzeitäquivalente pro Unternehmen von 33,2 in Zürich, dem Sitz der Industriebäckereien, bis 6,6 im Tessin, bei einem Landesdurchschnitt von 13,0.