1.0Marktüberblick
- 1 470
- Verlage von Büchern, Verzeichnissen, Zeitungen, Zeitschriften und sonstigen Print- und Onlinepublikationen 2024 (BFS STATENT, NOGA 58.11–58.19). Rundfunkveranstalter (112 Betriebe, 9 830 Beschäftigte) und Softwareverlage werden in anderen Klassen gezählt und sind nicht enthalten.
- 16 249
- Beschäftigte dieser Betriebe 2024 (BFS STATENT), 11 889 Vollzeitäquivalente; allein die Zeitungsverlage beschäftigen 8 652.
- −5,4%
- Veränderung der Beschäftigung von 2023 bis 2024 (BFS STATENT). Die Beschäftigung im Verlagswesen liegt 23,8% unter 2011.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 1 470 Verlage & Medienhaeuser-Unternehmen — Verlage von Büchern, Verzeichnissen, Zeitungen, Zeitschriften und sonstigen Print- und Onlinepublikationen 2024 (BFS STATENT, NOGA 58.11–58.19). Rundfunkveranstalter (112 Betriebe, 9 830 Beschäftigte) und Softwareverlage werden in anderen Klassen gezählt und sind nicht enthalten..
2.0Branchenüberblick
Das BFS zählte 2024 1 470 Verlage mit 16 249 Beschäftigten (STATENT, NOGA 58.11–58.19), 5,4% weniger Beschäftigte als ein Jahr zuvor und 23,8% weniger als 2011. Kern sind die Zeitungsverlage: 171 Betriebe mit 8 652 Beschäftigten. Die Zeitschriftenverlage verloren allein 2024 ein Viertel ihrer Stellen (von 3 995 auf 3 007). Der Rundfunk, geprägt von der SRG, wird separat gezählt, mit 112 Betrieben und 9 830 Beschäftigten. Eine amtliche Marktgrösse der Schweizer Medien wird nicht veröffentlicht.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Starke Regionalmarken und treue Abonnentinnen und Abonnenten
- Sinkende Printwerbung und Auflagen
- Digitale Abonnemente und Bezahlinhalte
- Werbung fliesst zu Google, Meta und anderen globalen Plattformen
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Firmenbewertung Verlage & Medienhaeuser Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 2.0 - 3.5×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 3.0 - 5.0×
- Markttrend
- Sinkend
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Zürich
421 Verlage mit 5 444 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), ein Drittel der Stellen der Branche; die TX Group und die NZZ haben hier ihren Sitz.
Westschweiz
350 Verlage mit 2 808 Beschäftigten; ESH Médias hat ihren Sitz in Sitten.
Bern und Solothurn
177 Verlage mit 1 362 Beschäftigten; die SRG hat ihren Sitz in Bern.
Ostschweiz
148 Verlage mit 928 Beschäftigten; Somedia hat ihren Sitz in Chur.
Nordwestschweiz
137 Verlage mit 4 186 Beschäftigten, im Schnitt mit Abstand die grössten (30,6 je Betrieb), weil CH Media (Aarau) und Ringier (Zofingen) ihren Sitz im Kanton Aargau haben.
Zentralschweiz
128 Verlage mit 989 Beschäftigten.
Tessin
56 Verlage mit 464 Beschäftigten; die Corriere del Ticino Holding hat ihren Sitz in Neggio.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Verlag oder Medienunternehmen in der Schweiz wert?
Die Multiplikatorentabelle von ValIndex setzt Schweizer Verlage und Medienhäuser bei 3,0–5,0× EBITDA in Transaktionen und 2,0–3,5× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Verlage mit wachsenden Digitalabos oder angegliederten Marktplätzen liegen am oberen Ende; printabhängige Titel mit eigener Druckerei am unteren.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Verlags?
Käufer bewerten: (1) digitale Abo- und wiederkehrende Erträge; (2) die Stärke der Lokalmarken; (3) die Abhängigkeit von Printwerbung; (4) Fixkosten wie Druckereien und Vertrieb; (5) Pensionsverpflichtungen; (6) das Redaktions- und Verkaufsteam.
▶Wie gross ist die Schweizer Verlags- und Medienbranche?
Das BFS zählte 2024 1 470 Verlage mit 16 249 Beschäftigten (STATENT, NOGA 58.11–58.19) und separat 112 Rundfunkveranstalter mit 9 830 Beschäftigten. Eine amtliche Marktgrösse wird nicht veröffentlicht; allein die TX Group erzielte 2025 einen Betriebsertrag von CHF 873,1 Mio.
▶Welches sind die wichtigsten Schweizer Mediengruppen?
Zu den führenden Akteuren gehören die TX Group in Zürich, Ringier in Zofingen, CH Media in Aarau, die NZZ in Zürich, die SRG in Bern, ESH Médias in Sitten, Somedia in Chur und der Corriere del Ticino in Neggio.
▶Was sind die wichtigsten Trends im Schweizer Verlags- und Medienwesen?
Fünf Trends: (1) Print schrumpft, Titel werden rein digital; (2) das Digitalgeschäft trägt die Gewinne; (3) das Familieneigentum konsolidiert sich, wie bei CH Media; (4) Marktplätze lösen sich über den SMG-Börsengang von den Medien; (5) die SRG behält ihre Abgabe nach der Abstimmung vom März 2026.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Schweizer Verlags?
Die Hauptrisiken sind: (1) der weitere Rückgang von Printwerbung und Auflage; (2) Verkehrsverluste an globale Plattformen und KI-Suche; (3) Fixkosten für Druck und Vertrieb; (4) Pensionsverpflichtungen; (5) Änderungen der Presseförderung. Die Due Diligence sollte Abo-Entwicklung, Aufteilung von Print- und Digitalerträgen, Druckverträge und die Deckung der Pensionskasse prüfen.
▶Sinkt die Printwerbung in der Schweiz weiter?
Ja. Die Pressewerbung sank 2025 auf CHF 589 Mio., nach CHF 740 Mio. 2021, und die gesamten Schweizer Netto-Werbeumsätze gingen 2025 um 1,3% zurück (Stiftung Werbestatistik Schweiz).
▶Wo sind die Schweizer Verlage angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024 hat Zürich am meisten Verlage (421, mit 5 444 Beschäftigten), gefolgt von der Westschweiz (350; 2 808), Bern und Solothurn (177; 1 362), der Ostschweiz (148; 928), der Nordwestschweiz (137; 4 186), der Zentralschweiz (128; 989) und dem Tessin (56; 464).