BRANCHENREPORT — SEPTEMBER 2026
Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-09|Aktualisiert |10 Quellen zitiert
Finanzdienstleistungen & Beratung

Zahlungsdienste & Abwicklung

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor zahlungsdienste & abwicklung 3 330 Unternehmen, 25 363 Mitarbeitende. (Daten per 2026-09.) Rückgang 0,5%. Transaktionen in der Branche werden typischerweise mit 7–10× EBITDA bewertet. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Wichtigste Erkenntnisse
  • •Deal-Multiplikatoren: 7.0 - 10.0× EBITDA (Trend: steigend)
  • •Wachstumsrate: −0,5%
  • •Aktive Unternehmen: 3 330
  • •Top-Trend: Debitkarte überholt Bargeld

1.0Marktüberblick

3 330
Unternehmen der NOGA 66.19 «Sonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten» 2024, BFS STATENT. Das BFS hat keine Klasse nur für den Zahlungsverkehr: Diese Klasse umfasst Zahlungsabwicklung und Clearing zusammen mit anderen Finanzhilfsdiensten und ist daher eine Obergrenze.
25 363
Beschäftigte in der NOGA 66.19 2024 (22 196 Vollzeitäquivalente), BFS STATENT; 65% arbeiten im Kanton Zürich, wo SIX, Worldline Schweiz und TWINT eingetragen sind.
−0,5%
Beschäftigungsveränderung in der NOGA 66.19 2024 (25 486 auf 25 363), BFS STATENT. Seit 2020 (25 427) ist die Beschäftigung stabil.
901 Millionen
TWINT-Transaktionen 2025, +17% (2024: +31%); mehr als 6 Millionen Nutzende – zwei von drei Einwohnern (TWINT, Februar 2026).
35%
Anteil der Debitkarte an den Zahlungen vor Ort 2024, vor Bargeld (30%), Bezahl-Apps (18%) und Kreditkarten (14%) – SNB-Zahlungsmittelumfrage 2024.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 3 330 Zahlungsdienste & Abwicklung-Unternehmen — Unternehmen der NOGA 66.19 «Sonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten» 2024, BFS STATENT. Das BFS hat keine Klasse nur für den Zahlungsverkehr: Diese Klasse umfasst Zahlungsabwicklung und Clearing zusammen mit anderen Finanzhilfsdiensten und ist daher eine Obergrenze..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Der Schweizer Zahlungsverkehr wird von wenigen Infrastrukturunternehmen und einem breiteren Feld von Zahlungsdienstleistern (PSP), Gateways und Fintechs getragen. Das BFS hat keine Klasse nur für den Zahlungsverkehr: Die NOGA 66.19, die Zahlungsabwicklung und Clearing zusammen mit anderen Finanzhilfsdiensten umfasst, zählt 2024 3 330 Unternehmen mit 25 363 Beschäftigten (STATENT), fast zwei Drittel davon in Zürich. Die Beschäftigung ist seit 2020 stabil. Eine Marktgrösse in Franken wird nicht veröffentlicht; gemessen wird, wie die Menschen bezahlen.

3.0Branchen-Check (SWOT)

Interne Faktoren
Stärken4
  • Wiederkehrende, volumenabhängige Erträge auf jeder Transaktion
Schwächen4
  • Kleiner, viersprachiger Heimmarkt
Externe Faktoren
Chancen4
  • Weitere Verlagerung von Bargeld zu Debitkarte und Apps
Risiken4
  • Globale PSP (Stripe, Adyen) und Big-Tech-Wallets
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
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Bewertungsüberblick

Firmenbewertung Zahlungsdienste & Abwicklung Schweiz

Deal-Multiplikator (EBITDA)
7.0 - 10.0×
Markttrend
Steigend

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

8.0Regionale Cluster

Zürich

ZH

681 Unternehmen mit 16 544 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT, NOGA 66.19) – 65% der Beschäftigung der Klasse. SIX, Worldline Schweiz, TWINT und Datatrans sind in Zürich eingetragen.

Zentralschweiz

LUSZZGOWURNW

751 Unternehmen mit 3 101 Beschäftigten; allein Zug zählt 400 Unternehmen und 2 216 Beschäftigte.

Westschweiz

VDGEFRVSNEJU

1 012 Unternehmen – die meisten aller Regionen –, aber 2 612 Beschäftigte: viele Ein- und Zwei-Personen-Firmen.

Bern und Solothurn

BESO

174 Unternehmen mit 1 373 Beschäftigten; PostFinance (Bern) und Payrexx (Thun) sind hier eingetragen.

Ostschweiz

SGTGGRSHARAIGL

278 Unternehmen mit 655 Beschäftigten.

Nordwestschweiz

AGBLBS

234 Unternehmen mit 644 Beschäftigten.

Tessin

TI

200 Unternehmen mit 434 Beschäftigten.

Quellen

Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-09|10 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

▶Wie viel ist ein Zahlungsdienstleister in der Schweiz wert?

Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Schweizer Zahlungsdienstleister bei 7,0–10,0× EBITDA in Transaktionen und 5,5–7,5× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Firmen mit wiederkehrenden Transaktionserträgen, integrierter Software und tiefer Händlerabwanderung liegen am oberen Ende; Wiederverkäufer, die von einem Akquirer abhängen, tiefer.

▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Zahlungsunternehmens?

Käufer bewerten: (1) das wiederkehrende Transaktionsvolumen und sein Wachstum; (2) die Händlerabwanderung; (3) Integrationen in Shop-, Kassen- und Buchungssoftware; (4) Bewilligungen und Compliance; (5) die Abhängigkeit von Akquirern, Kartenorganisationen oder Grosshändlern; (6) Technologie und Sicherheit.

▶Wie gross ist die Schweizer Zahlungsverkehrsbranche?

Das BFS hat keine Klasse nur für den Zahlungsverkehr. Die NOGA 66.19, die Zahlungsabwicklung mit anderen Finanzhilfsdiensten umfasst, zählt 2024 3 330 Unternehmen und 25 363 Beschäftigte (BFS STATENT). Die Marktgrösse in Franken wird nicht veröffentlicht. Allein TWINT verarbeitete 2025 901 Millionen Transaktionen.

▶Welches sind die wichtigsten Zahlungsunternehmen der Schweiz?

Die wichtigsten Unternehmen sind TWINT (Bezahl-App im Besitz von Schweizer Banken, SIX und Worldline), Worldline Schweiz (Kartenakquisition, früher SIX Payment Services), die SIX Group (Finanzmarktinfrastruktur), PostFinance sowie Online-Zahlungsanbieter wie Datatrans (Planet-Gruppe), Payrexx und wallee.

▶Was sind die wichtigsten Trends im Schweizer Zahlungsverkehr?

Fünf Trends: (1) Die Debitkarte überholte 2024 das Bargeld vor Ort; (2) TWINT erreichte 2025 901 Millionen Transaktionen bei nachlassendem Wachstum; (3) Worldline saniert sich und nahm 2026 rund EUR 500 Millionen auf; (4) Zahlungen werden zunehmend mit Software verkauft; (5) die Beschäftigung der Branche ist seit 2020 stabil.

▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Zahlungsunternehmens?

Die grössten Risiken sind: (1) Konkurrenz durch globale Abwickler und Big-Tech-Wallets; (2) Gebührendruck; (3) Abhängigkeit von wenigen Akquirern oder Händlern; (4) Regulierung und Compliance-Kosten; (5) Betrug, Cyberangriffe und Ausfälle. Die Due Diligence sollte Händlerabwanderung, Verträge mit Akquirern und Kartenorganisationen sowie Bewilligungen prüfen.

▶Wie bezahlt man in der Schweiz?

Gemäss der SNB-Umfrage 2024 werden 35% der Zahlungen vor Ort mit der Debitkarte bezahlt, 30% bar, 18% mit Bezahl-Apps und 14% mit der Kreditkarte. Im Distanzgeschäft sind Apps wie TWINT am meisten genutzt. 95% der Bevölkerung wollen, dass Bargeld verfügbar bleibt.

▶Wo sind die Schweizer Zahlungsunternehmen angesiedelt?

Zürich dominiert: 16 544 der 25 363 Beschäftigten der NOGA 66.19 im Jahr 2024 (65%). Es folgen die Zentralschweiz mit 3 101 Beschäftigten (Zug 2 216), die Westschweiz (2 612), Bern und Solothurn (1 373), die Ostschweiz (655), die Nordwestschweiz (644) und das Tessin (434).

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