1.0Marktüberblick
- 13 075
- Architektur- und Raumplanungsbüros 2024 (BFS STATENT: 12 843 Architekturbüros und 232 Raumplanungsbüros, NOGA 71.11.01 und 71.11.02). Landschaftsarchitekten werden beim Gartenbau gezählt.
- 55 590
- Beschäftigte der Architektur- und Raumplanungsbüros 2024 (BFS STATENT), 44 539 Vollzeitäquivalente; 40,8% sind Frauen, einer der höchsten Anteile im Bau.
- +6,3%
- Wachstum der Beschäftigten von 2020 (52 275) bis 2024 (55 590), BFS STATENT; +21% seit 2011 (45 900) und +1,4% im Jahr 2024. Die Zahl der Büros stieg seit 2020 nur um 1,8%.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 13 075 Architektur & Planung-Unternehmen — Architektur- und Raumplanungsbüros 2024 (BFS STATENT: 12 843 Architekturbüros und 232 Raumplanungsbüros, NOGA 71.11.01 und 71.11.02). Landschaftsarchitekten werden beim Gartenbau gezählt..
2.0Branchenüberblick
Architekturbüros entwerfen Gebäude und leiten deren Planung, Ausschreibung und Bauleitung; Raumplaner erarbeiten Zonen- und Entwicklungspläne für Gemeinden und Kantone. 2024 zählte das BFS 13 075 solche Büros mit 55 590 Beschäftigten (STATENT): 12 843 Architekturbüros und 232 Planungsbüros. Die Branche ist sehr zersplittert — im Schnitt 3,4 Vollzeitäquivalente pro Büro —, wächst aber: Die Beschäftigung stieg seit 2020 um 6,3% und seit 2011 um 21%, während die Zahl der Büros seit 2020 nur um 1,8% zunahm; die bestehenden Büros werden also grösser. Mit 40,8% Frauen gehört sie zu den vielfältigsten Bereichen des Baus.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Beschäftigung seit 2011 um 21% gewachsen
- Sehr kleine Büros: im Schnitt 3,4 Vollzeitäquivalente
- Verdichtung und Erneuerung des Gebäudebestands
- Langsamere Bewilligungen und Einsprachen verzögern Projekte
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Firmenbewertung Architektur & Planung Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 3.0 - 5.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 4.0 - 6.5×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Zürich
3 022 Architektur- und Planungsbüros mit 13 945 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), die meisten aller Regionen; EM2N hat ihren Sitz in Zürich.
Westschweiz
2 878 Büros mit 12 236 Beschäftigten; Itten+Brechbühl hat Zweigniederlassungen in Lausanne und Genf.
Ostschweiz
1 792 Büros mit 6 615 Beschäftigten, im Schnitt klein (3,7 pro Büro).
Nordwestschweiz
1 588 Büros mit 7 862 Beschäftigten, im Schnitt die grössten (5,0 pro Büro); Herzog & de Meuron, Christ & Gantenbein und Burckhardt haben ihren Sitz in Basel.
Bern und Solothurn
1 470 Büros mit 6 968 Beschäftigten; Itten+Brechbühl hat ihren Sitz in Bern.
Zentralschweiz
1 345 Büros mit 5 648 Beschäftigten.
Tessin
968 Büros mit 2 307 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (2,4 pro Büro).
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Architekturbüro in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Architektur und Planung in der Schweiz bei 4,0–6,5× EBITDA in Transaktionen und 3,0–5,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Generalplaner mit breitem Team, voller Projektpipeline und öffentlichen Rahmenverträgen liegen am oberen Ende; kleine, um einen Architekten gebaute Büros tiefer.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Architekturbüros?
Käufer bewerten: (1) Projektpipeline und unterzeichnete Mandate; (2) die Tiefe des Teams über die Gründer hinaus; (3) Wettbewerbserfolge und Ruf; (4) den Kundenmix zwischen öffentlich und privat; (5) Kompetenz in Generalplanung und BIM; (6) die Abhängigkeit von Schlüsselpersonen.
▶Wie gross ist die Schweizer Architekturbranche?
2024 zählte das BFS 13 075 Architektur- und Raumplanungsbüros mit 55 590 Beschäftigten (44 539 Vollzeitäquivalente). Die Beschäftigung liegt 6,3% über 2020 und 21% über 2011.
▶Welches sind die wichtigsten Architekturbüros der Schweiz?
Zu den bekannten Büros gehören Herzog & de Meuron, Christ & Gantenbein und Burckhardt Architektur in Basel, EM2N in Zürich und Itten+Brechbühl in Bern. Die meisten der 13 075 Büros sind klein.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Architektur und Planung?
Fünf Trends: (1) wachsende Büros bei stabiler Zahl; (2) eine Leerwohnungsziffer unter 1%; (3) steigende öffentliche Hochbauinvestitionen; (4) geförderte energetische Sanierungen, die Planung brauchen; (5) Konsolidierung bei den Generalplanern.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Architekturbüros?
Die grössten Risiken sind: (1) Abhängigkeit von Gründerarchitekten; (2) eine dünne Projektpipeline; (3) Haftung für Planungsfehler; (4) Honorardruck in Ausschreibungen; (5) Verzögerungen bei Bewilligungen. Die Due Diligence sollte unterzeichnete Mandate, Berufshaftpflicht, Personal und angefangene Arbeiten prüfen.
▶Wie wirkt sich die Wohnungsknappheit auf Architekten aus?
Die Leerwohnungsziffer sank am 1. Juni 2026 auf 0,93%, zum sechsten Mal in Folge, mit nur 45 493 leeren Wohnungen (BFS). Ein enger Markt stützt die Nachfrage nach Neubau, Verdichtung und Umnutzungen, die alle Architekten brauchen, auch wenn Bewilligungen und Einsprachen Projekte bremsen können.
▶Wo sind die Schweizer Architekturbüros angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024: Zürich hat die meisten Büros (3 022, mit 13 945 Beschäftigten), gefolgt von der Westschweiz (2 878; 12 236), der Ostschweiz (1 792; 6 615), der Nordwestschweiz (1 588; 7 862), Bern und Solothurn (1 470; 6 968), der Zentralschweiz (1 345; 5 648) und dem Tessin (968; 2 307).