BRANCHENREPORT — OKTOBER 2026
Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|Aktualisiert |9 Quellen zitiert
Bau & Infrastruktur

Malerei & Oberflaechenbeschichtung

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor malerei & oberflaechenbeschichtung 8 988 Unternehmen, 36 055 Mitarbeitende. (Daten per 2026-10.) Rückgang 4,7%. Transaktionen in der Branche werden typischerweise mit 2.5–4.5× EBITDA bewertet. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Wichtigste Erkenntnisse
  • •Deal-Multiplikatoren: 2.5 - 4.5× EBITDA (Trend: stabil)
  • •Wachstumsrate: −4,7%
  • •Aktive Unternehmen: 8 988
  • •Top-Trend: Weniger Beschäftigte, gleich viele Betriebe

1.0Marktüberblick

8 988
Maler- und Gipserbetriebe 2024 (BFS STATENT: 4 297 Malerbetriebe, 1 115 Gipserbetriebe und 3 576 Betriebe für Malerei und Gipserei, NOGA 43.34.01, 43.31 und 43.34.02).
36 055
Beschäftigte im Maler- und Gipsergewerbe 2024 (BFS STATENT), 32 221 Vollzeitäquivalente; im Schnitt vier Beschäftigte pro Betrieb.
−4,7%
Veränderung der Beschäftigten von 2020 (37 847) bis 2024 (36 055), BFS STATENT; allein gegenüber 2023 −2,8%. Die Zahl der Betriebe sank im selben Zeitraum nur um 0,9%.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 8 988 Malerei & Oberflaechenbeschichtung-Unternehmen — Maler- und Gipserbetriebe 2024 (BFS STATENT: 4 297 Malerbetriebe, 1 115 Gipserbetriebe und 3 576 Betriebe für Malerei und Gipserei, NOGA 43.34.01, 43.31 und 43.34.02)..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Maler und Gipser vollenden die Schweizer Gebäude innen und aussen: Innenanstriche, Verputz und Trockenbau, Fassadenbeschichtungen, Aussenwärmedämmung und dekorative Oberflächen. Es ist eines der am stärksten zersplitterten Gewerbe im Bau. 2024 zählte das BFS 8 988 Betriebe mit 36 055 Beschäftigten, rund vier pro Betrieb (STATENT): 4 297 Malerbetriebe, 1 115 Gipserbetriebe und 3 576, die beides anbieten. Die Beschäftigung sank seit 2020 um 4,7% und allein 2024 um 2,8%, während die Zahl der Betriebe kaum zurückging (−0,9%): Das Gewerbe schrumpft bei den Menschen, nicht bei den Betrieben. Der Verband SMGV mit Sitz in Wallisellen vertritt rund 1 900 dieser Betriebe in der Deutschschweiz, im Jura und im Tessin.

3.0Branchen-Check (SWOT)

Interne Faktoren
Stärken4
  • Stetige Renovationsnachfrage unabhängig vom Neubauzyklus
Schwächen4
  • Sehr kleine Betriebe: im Schnitt rund vier Beschäftigte
Externe Faktoren
Chancen4
  • Fassadendämmung und energetische Sanierung
Risiken4
  • Mangel an Malern und Gipsern
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
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Bewertungsüberblick

Firmenbewertung Malerei & Oberflaechenbeschichtung Schweiz

Deal-Multiplikator (EBITDA)
2.5 - 4.5×
Markttrend
Stabil

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

8.0Regionale Cluster

Westschweiz

VDGEFRVSNEJU

2 590 Maler- und Gipserbetriebe mit 9 419 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), die meisten aller Regionen, mit kleinen Betrieben (im Schnitt 3,6 Beschäftigte).

Zürich

ZH

1 394 Betriebe mit 5 756 Beschäftigten; die Max Schweizer AG hat ihren Sitz in Zürich, DAW Schweiz in Uster.

Nordwestschweiz

AGBLBS

1 230 Betriebe mit 4 786 Beschäftigten; Brillux Schweiz hat ihren Sitz in Muttenz.

Ostschweiz

SGTGGRSHARAIGL

1 169 Betriebe mit 5 048 Beschäftigten; KABE Farben (Gossau) und Keimfarben (Thal) haben ihren Sitz im Kanton St. Gallen.

Bern und Solothurn

BESO

1 142 Betriebe mit 5 011 Beschäftigten.

Zentralschweiz

LUSZZGOWURNW

824 Betriebe mit 3 861 Beschäftigten, im Schnitt die grössten (4,7 pro Betrieb); Sika hat ihren Sitz in Baar.

Tessin

TI

631 Betriebe mit 2 167 Beschäftigten.

Quellen

Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|9 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

▶Wie viel ist ein Malerbetrieb in der Schweiz wert?

Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt das Schweizer Maler- und Beschichtungsgewerbe bei 2,5–4,5× EBITDA in Transaktionen und 2,0–3,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an, unter den tiefsten im Bau. Betriebe mit Kaderteam, regelmässigen Aufträgen von Liegenschaftsverwaltungen und Know-how bei Fassade und Dämmung liegen am oberen Ende; Einpersonenbetriebe, die vom Inhaber abhängen, tiefer.

▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Maler- und Gipserbetriebs?

Käufer bewerten: (1) wie stark der Betrieb vom Inhaber abhängt; (2) wiederkehrende Kunden wie Liegenschaftsverwaltungen und Genossenschaften; (3) Fähigkeiten und Alter des Teams; (4) den Anteil an Fassaden- und Dämmarbeiten; (5) die Konzentration auf wenige Generalunternehmen; (6) Ausrüstung, Gerüste und Räumlichkeiten.

▶Wie gross ist das Schweizer Maler- und Gipsergewerbe?

2024 zählte das BFS 8 988 Maler- und Gipserbetriebe mit 36 055 Beschäftigten (32 221 Vollzeitäquivalente): 4 297 Malerbetriebe, 1 115 Gipserbetriebe und 3 576, die beides anbieten. Die Beschäftigung liegt 4,7% unter 2020, die Zahl der Betriebe ist fast unverändert.

▶Welches sind die wichtigsten Unternehmen im Schweizer Maler- und Beschichtungsgewerbe?

Das Gewerbe hat keinen dominanten Betrieb. Die grössten Unternehmen sind Materiallieferanten: Sika (Baar), KABE Farben (Gossau), Keimfarben (Thal), Brillux Schweiz (Muttenz) und DAW Schweiz mit der Marke Caparol (Uster). Unter den Betrieben ist die Max Schweizer AG in Zürich durch die Übernahme der Schröckel AG gewachsen.

▶Was sind die wichtigsten Trends im Schweizer Maler- und Gipsergewerbe?

Fünf Trends: (1) sinkende Beschäftigung bei stabiler Zahl der Betriebe; (2) wachsende Renovation, mit 3,5% höheren Bauinvestitionen 2025; (3) geförderte Fassadendämmung über das Gebäudeprogramm; (4) ein gedämpfter Ausblick von Lieferanten wie Sika; (5) regionale Konsolidierung durch Übernahmen.

▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Malerbetriebs?

Die grössten Risiken sind: (1) Kundenverlust beim Ausscheiden des Inhabers; (2) Verlust von Fachkräften; (3) Abhängigkeit von wenigen Generalunternehmen; (4) Garantieansprüche bei Fassaden- und Dämmarbeiten; (5) Margendruck. Die Due Diligence sollte Kundenliste, Auftragsbestand, Garantierückstellungen und Altersstruktur des Personals prüfen.

▶Wie wirkt sich die energetische Sanierung auf Maler und Gipser aus?

Fassadendämmung und Verputz gehören zur energetischen Sanierung. 2025 zahlte das Gebäudeprogramm CHF 145 Mio. für Wärmedämmungen und half, rund 9 200 Gebäude zu dämmen, darunter 0,8 Mio. m² Fassadenfläche. Am meisten profitieren Betriebe, die Aussenwärmedämmsysteme anbieten.

▶Wo sind die Schweizer Maler- und Gipserbetriebe angesiedelt?

Gemäss BFS-Zahlen 2024: Die Westschweiz hat die meisten Betriebe (2 590, mit 9 419 Beschäftigten), gefolgt von Zürich (1 394; 5 756), der Nordwestschweiz (1 230; 4 786), der Ostschweiz (1 169; 5 048), Bern und Solothurn (1 142; 5 011), der Zentralschweiz (824; 3 861) und dem Tessin (631; 2 167).

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