BRANCHENREPORT — OKTOBER 2026
Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|Aktualisiert |9 Quellen zitiert
Detailhandel & Konsum

Spezialhandel & Franchise

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor spezialhandel & franchise 9 003 Unternehmen, 67 758 Mitarbeitende. (Daten per 2026-10.) Rückgang 2,6%. Transaktionen in der Branche werden typischerweise mit 3.5–5.5× EBITDA bewertet. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Wichtigste Erkenntnisse
  • •Deal-Multiplikatoren: 3.5 - 5.5× EBITDA (Trend: stabil)
  • •Wachstumsrate: −2,6%
  • •Aktive Unternehmen: 9 003
  • •Top-Trend: Migros verkauft ihre Fachmärkte

1.0Marktüberblick

9 003
Non-Food-Fachgeschäfte 2024 (BFS STATENT): Mode und Schuhe (3 472), Sport, Velos, Bücher und Spielwaren (2 634), Elektronik und Haushaltgeräte (2 151) sowie Bau- und Heimwerkerbedarf (746). Möbel, Blumen, Apotheken, Optiker, Schmuck, Warenhäuser und Onlinehandel sind nicht enthalten.
67 758
Beschäftigte dieser Geschäfte 2024 (BFS STATENT), 51 042 Vollzeitäquivalente. Mode und Schuhe beschäftigen 32 190, Sport und Freizeit 17 740, Elektronik 12 465 und Heimwerkerbedarf 5 363.
−2,6%
Beschäftigungsveränderung 2020–2024 (BFS STATENT). Seit 2011 hat der Fachhandel 18,9% seiner Stellen und 21,9% seiner Geschäfte verloren.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 9 003 Spezialhandel & Franchise-Unternehmen — Non-Food-Fachgeschäfte 2024 (BFS STATENT): Mode und Schuhe (3 472), Sport, Velos, Bücher und Spielwaren (2 634), Elektronik und Haushaltgeräte (2 151) sowie Bau- und Heimwerkerbedarf (746). Möbel, Blumen, Apotheken, Optiker, Schmuck, Warenhäuser und Onlinehandel sind nicht enthalten..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Das BFS zählte 2024 9 003 Non-Food-Fachgeschäfte mit 67 758 Beschäftigten (STATENT), 21,9% weniger Geschäfte und 18,9% weniger Stellen als 2011. Der Rückgang konzentriert sich auf zwei Gruppen. Mode- und Schuhgeschäfte sanken von 4 628 auf 3 472 und verloren 29,0% ihrer Stellen; Elektronik- und Haushaltgerätegeschäfte sanken von 3 167 auf 2 151. Sport-, Velo-, Buch- und Spielwarengeschäfte sind die Ausnahme: Ihre Beschäftigung stieg um 11,4% auf 17 740. Eine amtliche Marktgrösse für den Schweizer Fachhandel wird nicht veröffentlicht.

3.0Branchen-Check (SWOT)

Interne Faktoren
Stärken4
  • Hohe Kaufkraft in der Schweiz
Schwächen4
  • Hohe Mieten und Löhne
Externe Faktoren
Chancen4
  • Von der Migros und anderen Ketten aufgegebene Filialen
Risiken4
  • Onlineshops, auch ausländische Plattformen (CHF 2,8 Mrd. 2025)
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
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Bewertungsüberblick

Firmenbewertung Spezialhandel & Franchise Schweiz

Deal-Multiplikator (EBITDA)
3.5 - 5.5×
Markttrend
Stabil

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

8.0Regionale Cluster

Westschweiz

VDGEFRVSNEJU

2 314 Fachgeschäfte mit 13 975 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), am meisten aller Regionen; Decathlon hat ihren Sitz in Vernier und FNAC in Satigny.

Zürich

ZH

1 456 Geschäfte mit 18 776 Beschäftigten, am meisten aller Regionen, weil Dosenbach-Ochsner und Media Markt (Dietikon) sowie PKZ (Urdorf) ihr Personal an ihren Zürcher Hauptsitzen ausweisen.

Ostschweiz

SGTGGRSHARAIGL

1 272 Geschäfte mit 8 961 Beschäftigten.

Bern und Solothurn

BESO

1 172 Geschäfte mit 7 522 Beschäftigten; Thömus ist in Köniz.

Nordwestschweiz

AGBLBS

1 051 Geschäfte mit 6 434 Beschäftigten; Manor hat ihren Sitz in Basel.

Zentralschweiz

LUSZZGOWURNW

854 Geschäfte mit 8 502 Beschäftigten, 10,0 je Geschäft, der zweithöchste Durchschnitt nach Zürich.

Tessin

TI

719 Geschäfte mit 3 495 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (4,9 je Geschäft).

Quellen

Alain Walder, M.A. HSG · ValIndex|Daten per 2026-10|9 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

▶Wie viel ist ein Fachhandelsgeschäft in der Schweiz wert?

Die Multiplikatorentabelle von ValIndex setzt den Schweizer Fachhandel bei 3,5–5,5× EBITDA in Transaktionen und 2,5–4,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Geschäfte mit guter Lage, langen Mietverträgen und Serviceerträgen liegen am oberen Ende; inhabergeführte Geschäfte ohne Nachfolge schliessen oft statt verkauft zu werden.

▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Fachhändlers?

Käufer bewerten: (1) Lage und Mietbedingungen; (2) Umsatz je Quadratmeter; (3) Lieferanten- und Markenrechte; (4) die Qualität des Lagers; (5) Serviceerträge wie Reparatur oder Miete; (6) den Onlineumsatz; (7) die Abhängigkeit von der Inhaberschaft.

▶Wie gross ist der Schweizer Fachhandel?

Das BFS zählte 2024 9 003 Non-Food-Fachgeschäfte mit 67 758 Beschäftigten (STATENT): Mode und Schuhe, Sport und Freizeit, Elektronik und Heimwerkerbedarf. Eine amtliche Marktgrösse wird nicht veröffentlicht. Zusätzlich kauften Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten 2025 für CHF 15,8 Mrd. Waren online.

▶Welches sind die wichtigsten Schweizer Fachhandelsketten?

Zu den führenden Ketten gehören Dosenbach-Ochsner (Dosenbach und Ochsner Sport), Media Markt, Thömus Bike World, Decathlon, PKZ, FNAC und die Manor-Warenhäuser. Coop führt ihre Baumärkte als Jumbo innerhalb der Coop-Gruppe.

▶Was sind die wichtigsten Trends im Schweizer Fachhandel?

Fünf Trends: (1) die Migros verkauft ihre Fachmärkte; (2) Wachstum des Onlinehandels; (3) schrumpfender Modehandel; (4) weniger Elektronikgeschäfte; (5) Wachstum bei Sport und Velo.

▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Schweizer Detailhandelsgeschäfts?

Die Hauptrisiken sind: (1) Online- und Auslandskonkurrenz; (2) hohe Fixmieten; (3) sinkende Frequenzen an Nebenlagen; (4) alte Lagerware; (5) die Abhängigkeit von der Inhaberschaft. Die Due Diligence sollte Mietverträge, Frequenzen, Lageralter, Margen nach Warengruppe und Lieferantenkonditionen prüfen.

▶Was geschah mit den Fachmärkten der Migros?

Die Migros verkaufte oder schloss sie 2024–2025: MediaMarkt übernahm 20 von 37 Melectronics-Filialen, Dosenbach-Ochsner 27 von 49 SportX-Filialen und Thömus 12 von 14 Bike-World-Filialen; Do it + Garden fand keinen Käufer und schloss, und Micasa wurde an das Management verkauft.

▶Wo sind die Schweizer Fachgeschäfte angesiedelt?

Gemäss BFS-Zahlen 2024 hat die Westschweiz am meisten Fachgeschäfte (2 314, mit 13 975 Beschäftigten), gefolgt von Zürich (1 456; 18 776, aufgebläht durch die Hauptsitze der Ketten), der Ostschweiz (1 272; 8 961), Bern und Solothurn (1 172; 7 522), der Nordwestschweiz (1 051; 6 434), der Zentralschweiz (854; 8 502) und dem Tessin (719; 3 495).

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