1.0Marktüberblick
- 9 003
- Non-Food-Fachgeschäfte 2024 (BFS STATENT): Mode und Schuhe (3 472), Sport, Velos, Bücher und Spielwaren (2 634), Elektronik und Haushaltgeräte (2 151) sowie Bau- und Heimwerkerbedarf (746). Möbel, Blumen, Apotheken, Optiker, Schmuck, Warenhäuser und Onlinehandel sind nicht enthalten.
- 67 758
- Beschäftigte dieser Geschäfte 2024 (BFS STATENT), 51 042 Vollzeitäquivalente. Mode und Schuhe beschäftigen 32 190, Sport und Freizeit 17 740, Elektronik 12 465 und Heimwerkerbedarf 5 363.
- −2,6%
- Beschäftigungsveränderung 2020–2024 (BFS STATENT). Seit 2011 hat der Fachhandel 18,9% seiner Stellen und 21,9% seiner Geschäfte verloren.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 9 003 Spezialhandel & Franchise-Unternehmen — Non-Food-Fachgeschäfte 2024 (BFS STATENT): Mode und Schuhe (3 472), Sport, Velos, Bücher und Spielwaren (2 634), Elektronik und Haushaltgeräte (2 151) sowie Bau- und Heimwerkerbedarf (746). Möbel, Blumen, Apotheken, Optiker, Schmuck, Warenhäuser und Onlinehandel sind nicht enthalten..
2.0Branchenüberblick
Das BFS zählte 2024 9 003 Non-Food-Fachgeschäfte mit 67 758 Beschäftigten (STATENT), 21,9% weniger Geschäfte und 18,9% weniger Stellen als 2011. Der Rückgang konzentriert sich auf zwei Gruppen. Mode- und Schuhgeschäfte sanken von 4 628 auf 3 472 und verloren 29,0% ihrer Stellen; Elektronik- und Haushaltgerätegeschäfte sanken von 3 167 auf 2 151. Sport-, Velo-, Buch- und Spielwarengeschäfte sind die Ausnahme: Ihre Beschäftigung stieg um 11,4% auf 17 740. Eine amtliche Marktgrösse für den Schweizer Fachhandel wird nicht veröffentlicht.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Hohe Kaufkraft in der Schweiz
- Hohe Mieten und Löhne
- Von der Migros und anderen Ketten aufgegebene Filialen
- Onlineshops, auch ausländische Plattformen (CHF 2,8 Mrd. 2025)
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Firmenbewertung Spezialhandel & Franchise Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 2.5 - 4.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 3.5 - 5.5×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Westschweiz
2 314 Fachgeschäfte mit 13 975 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), am meisten aller Regionen; Decathlon hat ihren Sitz in Vernier und FNAC in Satigny.
Zürich
1 456 Geschäfte mit 18 776 Beschäftigten, am meisten aller Regionen, weil Dosenbach-Ochsner und Media Markt (Dietikon) sowie PKZ (Urdorf) ihr Personal an ihren Zürcher Hauptsitzen ausweisen.
Ostschweiz
1 272 Geschäfte mit 8 961 Beschäftigten.
Bern und Solothurn
1 172 Geschäfte mit 7 522 Beschäftigten; Thömus ist in Köniz.
Nordwestschweiz
1 051 Geschäfte mit 6 434 Beschäftigten; Manor hat ihren Sitz in Basel.
Zentralschweiz
854 Geschäfte mit 8 502 Beschäftigten, 10,0 je Geschäft, der zweithöchste Durchschnitt nach Zürich.
Tessin
719 Geschäfte mit 3 495 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (4,9 je Geschäft).
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Fachhandelsgeschäft in der Schweiz wert?
Die Multiplikatorentabelle von ValIndex setzt den Schweizer Fachhandel bei 3,5–5,5× EBITDA in Transaktionen und 2,5–4,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Geschäfte mit guter Lage, langen Mietverträgen und Serviceerträgen liegen am oberen Ende; inhabergeführte Geschäfte ohne Nachfolge schliessen oft statt verkauft zu werden.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Fachhändlers?
Käufer bewerten: (1) Lage und Mietbedingungen; (2) Umsatz je Quadratmeter; (3) Lieferanten- und Markenrechte; (4) die Qualität des Lagers; (5) Serviceerträge wie Reparatur oder Miete; (6) den Onlineumsatz; (7) die Abhängigkeit von der Inhaberschaft.
▶Wie gross ist der Schweizer Fachhandel?
Das BFS zählte 2024 9 003 Non-Food-Fachgeschäfte mit 67 758 Beschäftigten (STATENT): Mode und Schuhe, Sport und Freizeit, Elektronik und Heimwerkerbedarf. Eine amtliche Marktgrösse wird nicht veröffentlicht. Zusätzlich kauften Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten 2025 für CHF 15,8 Mrd. Waren online.
▶Welches sind die wichtigsten Schweizer Fachhandelsketten?
Zu den führenden Ketten gehören Dosenbach-Ochsner (Dosenbach und Ochsner Sport), Media Markt, Thömus Bike World, Decathlon, PKZ, FNAC und die Manor-Warenhäuser. Coop führt ihre Baumärkte als Jumbo innerhalb der Coop-Gruppe.
▶Was sind die wichtigsten Trends im Schweizer Fachhandel?
Fünf Trends: (1) die Migros verkauft ihre Fachmärkte; (2) Wachstum des Onlinehandels; (3) schrumpfender Modehandel; (4) weniger Elektronikgeschäfte; (5) Wachstum bei Sport und Velo.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Schweizer Detailhandelsgeschäfts?
Die Hauptrisiken sind: (1) Online- und Auslandskonkurrenz; (2) hohe Fixmieten; (3) sinkende Frequenzen an Nebenlagen; (4) alte Lagerware; (5) die Abhängigkeit von der Inhaberschaft. Die Due Diligence sollte Mietverträge, Frequenzen, Lageralter, Margen nach Warengruppe und Lieferantenkonditionen prüfen.
▶Was geschah mit den Fachmärkten der Migros?
Die Migros verkaufte oder schloss sie 2024–2025: MediaMarkt übernahm 20 von 37 Melectronics-Filialen, Dosenbach-Ochsner 27 von 49 SportX-Filialen und Thömus 12 von 14 Bike-World-Filialen; Do it + Garden fand keinen Käufer und schloss, und Micasa wurde an das Management verkauft.
▶Wo sind die Schweizer Fachgeschäfte angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024 hat die Westschweiz am meisten Fachgeschäfte (2 314, mit 13 975 Beschäftigten), gefolgt von Zürich (1 456; 18 776, aufgebläht durch die Hauptsitze der Ketten), der Ostschweiz (1 272; 8 961), Bern und Solothurn (1 172; 7 522), der Nordwestschweiz (1 051; 6 434), der Zentralschweiz (854; 8 502) und dem Tessin (719; 3 495).