1.0Marktüberblick
- 1 479
- Apothekenunternehmen (1 140) und Drogerieunternehmen (339) 2024 (BFS STATENT, NOGA 47.73 und 47.75.01). Das BFS zählt Unternehmen, eine Kette zählt also einmal; pharmaSuisse zählt 1 830 Apotheken (Oktober 2025).
- 27 029
- Beschäftigte der Schweizer Apotheken (22 365) und Drogerien (4 664) 2024 (BFS STATENT). Die Beschäftigung in Apotheken ist seit 2011 um 21,0% gestiegen, die Zahl der Apothekenunternehmen um 11,3% gesunken.
- +10,8%
- Wachstum der Beschäftigung in Apotheken und Drogerien von 2020 bis 2024 (BFS STATENT). Der Schweizer Pharmamarkt wuchs im ersten Halbjahr 2025 um 4,8%, getragen von rezeptpflichtigen Medikamenten inklusive GLP-1-Abnehmpräparaten (Galenica, August 2025).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 1 479 Apotheken & Drogerieketten-Unternehmen — Apothekenunternehmen (1 140) und Drogerieunternehmen (339) 2024 (BFS STATENT, NOGA 47.73 und 47.75.01). Das BFS zählt Unternehmen, eine Kette zählt also einmal; pharmaSuisse zählt 1 830 Apotheken (Oktober 2025)..
2.0Branchenüberblick
Die Schweiz hat 1 830 Apotheken, davon gehören 666 zu Ketten und 1 164 sind unabhängig (pharmaSuisse, Oktober 2025). Das BFS zählte 2024 1 140 Apothekenunternehmen mit 22 365 Beschäftigten und 339 Drogerieunternehmen mit 4 664 Beschäftigten (STATENT); weil eine Kette als ein Unternehmen zählt, liegt die BFS-Zahl unter der Zahl der Standorte. Die Branche konzentriert sich: Es gibt 11,3% weniger Apothekenunternehmen als 2011, aber 21,0% mehr Personal. Mit rund 20 Apotheken pro 100 000 Einwohner hat die Schweiz weniger als der europäische Durchschnitt von 31, vor allem weil Ärztinnen und Ärzte in vielen Kantonen selbst Medikamente abgeben dürfen.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Bewilligungspflichtiger, regulierter Markt mit hohen Hürden
- Sinkende Medikamentenpreise (Index 70,3 gegenüber 2010)
- Neue Dienstleistungen: Impfen, Prävention, Beratung
- Weitere Preissenkungen des Bundes
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Firmenbewertung Apotheken & Drogerieketten Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 5.0 - 7.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 6.5 - 9.0×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Westschweiz
436 Apotheken- und Drogerieunternehmen mit 4 994 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), am meisten aller Regionen, da Ärzte in der Romandie weniger selbst abgeben.
Nordwestschweiz
193 Unternehmen mit 4 601 Beschäftigten.
Bern und Solothurn
190 Unternehmen mit 9 141 Beschäftigten, ein Drittel des Totals, weil Galenica, Coop Vitality und BENU hier ihren Sitz haben und ihr Personal hier zählen.
Zürich
181 Unternehmen mit 3 555 Beschäftigten; DROPA (Zürich) und Medbase Apotheken (Winterthur) haben hier ihren Sitz.
Tessin
174 Unternehmen mit 1 333 Beschäftigten, im Schnitt die kleinsten (7,7 je Unternehmen).
Ostschweiz
163 Unternehmen mit 1 831 Beschäftigten; Zur Rose Suisse hat ihren Sitz in Frauenfeld.
Zentralschweiz
117 Unternehmen mit 1 557 Beschäftigten.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist eine Apotheke in der Schweiz wert?
Die Multiplikatorentabelle von ValIndex setzt den Schweizer Apothekendetailhandel bei 6,5–9,0× EBITDA in Transaktionen und 5,0–7,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Ketten sind die aktivsten Käufer unabhängiger Apotheken.
▶Was bestimmt den Wert einer Schweizer Apotheke?
Käufer bewerten: (1) Standort und Laufkundschaft; (2) Rezeptvolumen und Kundenstamm; (3) ob Ärzte in der Nähe selbst Medikamente abgeben; (4) Dienstleistungen wie das Impfen; (5) Personal und eine bewilligte Apothekerin als Nachfolge; (6) Miete und Mietvertrag.
▶Wie viele Apotheken gibt es in der Schweiz?
pharmaSuisse zählt 1 830 Apotheken (Oktober 2025), 666 in Ketten und 1 164 unabhängige. Das BFS zählte 2024 1 140 Apothekenunternehmen mit 22 365 Beschäftigten und 339 Drogerieunternehmen mit 4 664 Beschäftigten.
▶Welches sind die wichtigsten Schweizer Apothekenketten?
Galenica führt Amavita (196 Apotheken) und Sun Store (84) und teilt Coop Vitality (86) mit Coop; weitere Ketten sind BENU (102), Dr. Bähler DROPA (73), Medbase (49, Migros) und Pharmacie Populaire (24) (pharmaSuisse).
▶Was sind die wichtigsten Trends im Schweizer Apothekenmarkt?
Fünf Trends: (1) Ketten gewinnen Anteile; (2) weniger, grössere Apotheken; (3) Wachstum durch rezeptpflichtige Medikamente inklusive GLP-1; (4) sinkende Medikamentenpreise; (5) der Eintritt der Migros über Medbase und Zur Rose.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf einer Schweizer Apotheke?
Die Hauptrisiken sind: (1) Preissenkungen des Bundes; (2) ärztliche Selbstdispensation in der Umgebung; (3) die Suche nach einer bewilligten Apothekerin; (4) Online-Konkurrenz; (5) Mietbedingungen. Die Due Diligence sollte Rezeptvolumen, Margen nach Produktgruppe, Personal und Mietvertrag prüfen.
▶Wächst der Schweizer Apothekenmarkt?
Mengenmässig ja. Der Schweizer Pharmamarkt wuchs im ersten Halbjahr 2025 um 4,8%, und die Beschäftigung in Apotheken stieg von 2020 bis 2024 um 10,8%, obwohl die Medikamentenpreise weiter sinken.
▶Wo sind die Schweizer Apotheken angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024 hat die Westschweiz am meisten Apotheken- und Drogerieunternehmen (436, mit 4 994 Beschäftigten), gefolgt von der Nordwestschweiz (193; 4 601), Bern und Solothurn (190; 9 141, erhöht durch Hauptsitze der Ketten), Zürich (181; 3 555), dem Tessin (174; 1 333), der Ostschweiz (163; 1 831) und der Zentralschweiz (117; 1 557).