1.0Marktüberblick
- 1 829
- Detailhändler mit Blumen und Pflanzen, darunter Gartencenter und Floristen (1 730), sowie Baumschulen (99) 2024 (BFS STATENT, NOGA 47.76.02 und 01.30). Baumärkte und Gartenbaufirmen sind nicht enthalten.
- 8 395
- Beschäftigte dieser Betriebe 2024 (BFS STATENT), 5 813 Vollzeitäquivalente; 72,8% sind Frauen. Auf den Handel entfallen 7 100 Beschäftigte, auf die Baumschulen 1 295.
- +3,7%
- Beschäftigungswachstum 2020–2024 (BFS STATENT), während die Zahl der Betriebe um 1,8% sank. Die Beschäftigung in Baumschulen stieg im selben Zeitraum um 30,7%.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 1 829 Gartencenter & Gaertnereien-Unternehmen — Detailhändler mit Blumen und Pflanzen, darunter Gartencenter und Floristen (1 730), sowie Baumschulen (99) 2024 (BFS STATENT, NOGA 47.76.02 und 01.30). Baumärkte und Gartenbaufirmen sind nicht enthalten..
2.0Branchenüberblick
Das BFS zählte 2024 1 829 Gartencenter, Floristen und Baumschulen mit 8 395 Beschäftigten (STATENT, NOGA 47.76.02 und 01.30). Der Handel, der auch Floristen umfasst, ist kleinteilig: 1 730 Betriebe mit 7 100 Beschäftigten, 2,7 Vollzeitäquivalente je Betrieb. Baumschulen sind weniger, aber grösser geworden: 99 Betriebe 2024 (125 im Jahr 2011) mit 1 295 Beschäftigten, 30,7% mehr als 2020. Der Anbau von Schnittblumen und anderen einjährigen Pflanzen ist von 1 607 Betrieben 2011 auf 643 im Jahr 2024 geschrumpft. Der Branchenverband JardinSuisse hat 1 700 Mitglieder aus Produktion, Garten- und Landschaftsbau, Detailhandel und Baumschulen. Eine amtliche Marktgrösse wird nicht veröffentlicht.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Treue regionale Kundschaft und starke lokale Marken
- Starke Abhängigkeit vom Frühlingswetter
- Durch den Rückzug von Do it + Garden frei werdende Standorte
- Nasse oder kalte Frühlinge
Gartencenter & Gaertnereien — Vollanalyse freischalten
Markttrends, Kostenstruktur, Schweizer Key Players, Nachfolge-Kontext und regionale Cluster für Gartencenter & Gaertnereien — kostenlos mit Market Pulse, unserem Monatsbrief zu Schweizer Transaktionen.
Inklusive einem Brief pro Monat zu Schweizer Transaktionen. Jederzeit abbestellbar.
Firmenbewertung Gartencenter & Gaertnereien Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 2.0 - 3.5×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 3.0 - 5.0×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Westschweiz
410 Betriebe mit 1 930 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), am meisten aller Regionen; Schilliger ist in Gland, und OBI übernahm die Do-it-+-Garden-Filialen in Carouge und Nyon.
Zürich
308 Betriebe mit 1 805 Beschäftigten, im Schnitt die grössten (5,9 je Betrieb); Hauenstein ist in Rafz und Ernst Meier in Dürnten.
Bern und Solothurn
307 Betriebe mit 1 619 Beschäftigten; Wyss ist in Zuchwil und Landi Schweiz in Dotzigen.
Ostschweiz
300 Betriebe mit 1 107 Beschäftigten; die OBI Schweiz hat ihren Sitz in Neuhausen am Rheinfall.
Nordwestschweiz
228 Betriebe mit 997 Beschäftigten; Wyss hat Gartencenter in Aarau, Muttenz und Oberwil.
Zentralschweiz
192 Betriebe mit 727 Beschäftigten.
Tessin
65 Betriebe mit 201 Beschäftigten.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Gartencenter oder eine Baumschule in der Schweiz wert?
Die Multiplikatorentabelle von ValIndex setzt Gartencenter und Baumschulen in der Schweiz bei 3,0–5,0× EBITDA in Transaktionen und 2,0–3,5× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Gartencenter mit guter Lage, eigener Produktion und Dienstleistungen liegen am oberen Ende; das Land wird oft separat bewertet.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Gartencenters?
Käufer bewerten: (1) Lage, Erreichbarkeit und Parkplätze; (2) die eigene Pflanzenproduktion; (3) die Kundschaft und wiederkehrende Besuche; (4) Gartendienstleistungen und Planung; (5) den Zustand von Gewächshäusern und Gebäuden; (6) die Abhängigkeit von der Inhaberschaft.
▶Wie gross ist die Schweizer Gartencenter- und Baumschulbranche?
Das BFS zählte 2024 1 829 Gartencenter, Floristen und Baumschulen mit 8 395 Beschäftigten (STATENT, NOGA 47.76.02 und 01.30). JardinSuisse hat 1 700 Mitglieder. Eine amtliche Marktgrösse wird nicht veröffentlicht; allein die 270 LANDI-Läden setzten 2024 CHF 1,46 Mrd. um.
▶Welches sind die wichtigsten Schweizer Gartenhändler und Baumschulen?
Der grösste Gartenkanal ist das LANDI-Ladennetz der fenaco-Gruppe (270 Läden). OBI wuchs 2025 mit früheren Migros-Filialen. Zu den führenden Spezialisten gehören Wyss Samen und Pflanzen (fünf Gartencenter), Hauenstein in Rafz, Schilliger in Gland und Ernst Meier in Dürnten.
▶Was sind die wichtigsten Trends für Schweizer Gartencenter?
Fünf Trends: (1) Rückzug der Migros aus Bau und Garten; (2) Wachstum von OBI; (3) LANDI kommt in die Stadt; (4) das Wetter bestimmt den Umsatz; (5) weniger, aber grössere Baumschulen.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Schweizer Gartencenters?
Die Hauptrisiken sind: (1) das Wetter; (2) saisonaler Geldfluss und Personaleinsatz; (3) verderbliche Ware; (4) Preiskampf mit Ketten und Onlineshops; (5) die Abhängigkeit von der Inhaberschaft. Die Due Diligence sollte Land- und Mietverhältnisse, den Zustand der Gewächshäuser, Energiekosten, Warenabschreibungen und den Umsatz nach Monaten prüfen.
▶Was geschah mit den Do-it-+-Garden-Filialen der Migros?
Die Migros suchte im November 2024 neue Betreiber für ihre 45 Do-it-+-Garden-Standorte, fand aber keinen Käufer für die ganze Kette. Die OBI-Gruppe übernahm am 1. Juli 2025 die Filialen in Carouge und Nyon, lokale LANDI-Genossenschaften übernahmen Bern Wankdorf und Buchs, und die übrigen Filialen sollten bis Ende Juni 2025 schliessen.
▶Wo sind die Schweizer Gartencenter und Baumschulen angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024 hat die Westschweiz am meisten Gartencenter, Floristen und Baumschulen (410, mit 1 930 Beschäftigten), gefolgt von Zürich (308; 1 805), Bern und Solothurn (307; 1 619), der Ostschweiz (300; 1 107), der Nordwestschweiz (228; 997), der Zentralschweiz (192; 727) und dem Tessin (65; 201).