1.0Marktüberblick
- 402
- Telekommunikationsbetriebe 2024 (BFS STATENT, NOGA 61.10–61.90: leitungsgebundene, drahtlose, Satelliten- und sonstige Telekommunikation).
- 25 423
- Beschäftigte in der Telekommunikation 2024 (BFS STATENT), 23 462 Vollzeitäquivalente; zwei Drittel arbeiten in Bern und Solothurn, wo Swisscom ihren Sitz hat.
- -1,1%
- Veränderung der Beschäftigung 2024 (BFS STATENT); die Beschäftigung liegt 12,5% unter dem Höchststand von 29 065 im Jahr 2015. Der Schweizer Umsatz von Swisscom sank 2025 um 1,4% und jener von Sunrise um 1,1%, Salt wuchs um 4,4%.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 402 Telekommunikation & Konnektivitaet-Unternehmen — Telekommunikationsbetriebe 2024 (BFS STATENT, NOGA 61.10–61.90: leitungsgebundene, drahtlose, Satelliten- und sonstige Telekommunikation)..
2.0Branchenüberblick
Die Schweizer Telekommunikation ist ein reifer Markt, den drei Netzbetreiber dominieren. Swisscom erzielte 2025 in der Schweiz CHF 7,87 Mrd., 1,4% weniger als 2024: Der Telekomumsatz sank um 2,3% auf CHF 5,15 Mrd., während die IT-Dienstleistungen für Geschäftskunden um 2% auf knapp CHF 1,22 Mrd. wuchsen. Sunrise, seit der Abspaltung von Liberty Global im November 2024 an der SIX kotiert, meldete einen Umsatz von CHF 2,98 Mrd. (-1,1%) und ein bereinigtes EBITDAaL von CHF 1,01 Mrd. Salt steigerte den Umsatz um 4,4% auf CHF 1,185 Mrd., getragen von 110 000 neuen Mobilfunkkunden und Preiserhöhungen, bei einem EBITDAaL von CHF 514 Mio.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Hochwertige Fest- und Mobilfunknetze
- Gesättigter Markt mit rückläufigen Breitband- und TV-Anschlüssen bei Swisscom
- Glasfaseranschlüsse ersetzen Kupfer und Koaxialkabel
- Preiswettbewerb im Mobilfunk und Breitband
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Firmenbewertung Telekommunikation & Konnektivitaet Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 5.0 - 7.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 6.5 - 9.5×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Bern und Solothurn
47 Betriebe mit 16 944 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT), 66,6% der Telekombeschäftigung der Schweiz; Swisscom hat ihren Sitz in Ittigen, Quickline in Nidau und Swiss Fibre Net in Bern.
Zürich
102 Betriebe mit 4 351 Beschäftigten; Sunrise hat ihren Sitz in Opfikon, Init7 in Winterthur und iWay in Zürich.
Westschweiz
74 Betriebe mit 2 270 Beschäftigten; Salt hat ihren Sitz in Prilly und VTX in Pully.
Zentralschweiz
52 Betriebe mit 499 Beschäftigten.
Nordwestschweiz
34 Betriebe mit 814 Beschäftigten.
Ostschweiz
24 Betriebe mit 442 Beschäftigten.
Tessin
17 Betriebe mit 82 Beschäftigten.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Telekomunternehmen in der Schweiz wert?
Die Multiplikatorentabelle von ValIndex setzt Schweizer Telekomdienste bei 6,5–9,5× EBITDA in Transaktionen und 5,0–7,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Anbieter mit eigenen Glasfasernetzen, tiefer Abwanderung und Geschäftskunden liegen am oberen Ende; von Wholesale-Zugang abhängige Wiederverkäufer am unteren.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Telekom- oder Internetanbieters?
Käufer bewerten: (1) das Eigentum an Glasfaser- oder Kabelinfrastruktur; (2) Abonnentenzahlen und Abwanderung; (3) den Anteil von Geschäftskunden mit langen Verträgen; (4) Wholesale-Vereinbarungen; (5) den Kapitalbedarf für Netzmodernisierungen; (6) das Risiko schrumpfender TV- und Festnetzerträge.
▶Wie gross ist der Schweizer Telekommarkt?
Die drei Betreiber erzielten 2025 in der Schweiz rund CHF 12 Mrd.: Swisscom CHF 7,87 Mrd., Sunrise CHF 2,98 Mrd. und Salt CHF 1,185 Mrd. Das BFS zählt 402 Telekommunikationsbetriebe mit 25 423 Beschäftigten (2024).
▶Welches sind die wichtigsten Schweizer Telekombetreiber?
Die Netzbetreiber sind Swisscom in Ittigen, Sunrise in Opfikon und Salt in Prilly. Zu den kleineren Anbietern gehören Init7 in Winterthur, Quickline in Nidau, Swiss Fibre Net in Bern, iWay in Zürich und VTX in Pully.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Telekommunikation?
Fünf Trends: (1) das Urteil, das die Glasfaserbusse gegen Swisscom aufhebt; (2) sinkende Schweizer Umsätze bei Swisscom und Sunrise; (3) Wachstum beim Herausforderer Salt; (4) mehr Mobilfunk-, aber weniger Breitband- und TV-Anschlüsse; (5) Sunrise als unabhängige kotierte Gesellschaft.
▶Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Schweizer Telekomunternehmens?
Die Hauptrisiken sind: (1) Preiswettbewerb im Mobilfunk und Breitband; (2) regulatorische und rechtliche Änderungen, vor allem bei der Glasfaser; (3) alternde Netze mit Investitionsbedarf; (4) die Abhängigkeit von Wholesale-Preisen; (5) rückläufige TV- und Festnetzerträge. Die Due Diligence sollte Netzzustand, Abwanderung, Vertragsbedingungen, Investitionspläne und Wholesale-Verträge prüfen.
▶Worum geht es im Glasfaserstreit zwischen Swisscom und der Wettbewerbskommission?
Im Dezember 2023 stellte die Wettbewerbskommission fest, dass Swisscom mit ihrer Punkt-zu-Multipunkt-Bauweise beim Glasfaserausbau eine marktbeherrschende Stellung missbraucht habe, und verhängte eine Busse von CHF 18 Mio. Im Oktober 2026 hob das Bundesverwaltungsgericht Verfügung und Busse auf, weil Swisscom auf dem von der Kommission abgegrenzten Markt nicht marktbeherrschend sei. Das Urteil kann beim Bundesgericht angefochten werden; rund 170 000 Anschlüsse sind weiterhin blockiert.
▶Wo sind die Schweizer Telekomunternehmen angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024 entfallen auf Bern und Solothurn 66,6% der Telekombeschäftigung (47 Betriebe, 16 944 Beschäftigte), gefolgt von Zürich (102; 4 351), der Westschweiz (74; 2 270), der Nordwestschweiz (34; 814), der Zentralschweiz (52; 499), der Ostschweiz (24; 442) und dem Tessin (17; 82).