1.0Marktüberblick
- 780
- Hersteller von Uhren, Grossuhren, Uhrwerken und Bestandteilen 2024 (BFS STATENT, NOGA 26.52.01–05). Die grosse Mehrheit liegt in der Westschweiz und im Kanton Bern.
- 59 090
- Beschäftigte in der Herstellung von Uhren, Uhrwerken und Bestandteilen 2024 (BFS STATENT), 55 734 Vollzeitäquivalente, 71 pro Betrieb. Die brancheneigene Erhebung zählte Ende September 2025 64 807 Beschäftigte (Arbeitgeberverband der Uhrenindustrie).
- +15,4%
- Veränderung der Beschäftigten von 2020 (51 208) bis 2024 (59 090), BFS STATENT. Die Branchenerhebung zeigt 2025 den ersten Rückgang seit der Pandemie: −1,3% (835 Stellen) in neun Monaten bis September.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 780 Uhrenindustrie & Luxuskomponenten-Unternehmen — Hersteller von Uhren, Grossuhren, Uhrwerken und Bestandteilen 2024 (BFS STATENT, NOGA 26.52.01–05). Die grosse Mehrheit liegt in der Westschweiz und im Kanton Bern..
2.0Branchenüberblick
Die Schweizer Uhrenindustrie macht aus Mikromechanik eine der grössten Exportbranchen des Landes. 2024 zählte das BFS 780 Hersteller von Uhren, Uhrwerken und Bestandteilen mit 59 090 Beschäftigten (STATENT), 15,4% mehr als 2020; mit 71 Beschäftigten pro Betrieb ist sie weit konzentrierter als die meisten Schweizer Branchen. Die Uhrenexporte erreichten 2025 CHF 25,6 Mrd., 1,7% weniger (BAZG und FH). Die USA, inzwischen der grösste Markt, blieben übers Jahr trotz Zollschock etwa stabil, während die Exporte nach China in zwei Jahren um mehr als einen Drittel gesunken sind.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Weltweite Führungsposition und das Label «Swiss made»
- Abhängigkeit von wenigen Exportmärkten
- Erholung im zweiten Halbjahr 2025 (Swatch +4,7% zu konstanten Kursen)
- Schwache Nachfrage in China (Exporte in zwei Jahren um über einen Drittel gesunken)
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Firmenbewertung Uhrenindustrie & Luxuskomponenten Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 5.0 - 7.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 6.5 - 10.0×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Neuenburg
246 Uhren- und Komponentenhersteller mit 12 544 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT, NOGA 26.52), die meisten aller Kantone; Swatch Group (Neuenburg), Sellita (La Chaux-de-Fonds) und Nivarox-FAR (Le Locle) haben hier ihren Sitz.
Genf
117 Betriebe mit 11 395 Beschäftigten; Rolex, Patek Philippe und Richemont (Bellevue) haben hier ihren Sitz.
Jura
107 Betriebe mit 4 310 Beschäftigten, überwiegend kleine Zulieferer.
Bern
91 Betriebe mit 8 614 Beschäftigten, einschliesslich Berner Jura und Biel.
Waadt
79 Betriebe mit 5 396 Beschäftigten; Audemars Piguet hat ihren Sitz in Le Chenit.
Freiburg
8 Betriebe mit 8 786 Beschäftigten, die höchste Durchschnittsgrösse aller Kantone.
Solothurn
17 Betriebe mit 4 768 Beschäftigten.
Tessin
36 Betriebe mit 2 285 Beschäftigten.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Uhren- oder Komponentenunternehmen in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt Schweizer Uhrenindustrie und Luxuskomponenten bei 6,5–10,0× EBITDA in Transaktionen und 5,0–7,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Zulieferer mit einzigartigem Know-how, mehreren Markenkunden und zertifizierter Produktion liegen am oberen Ende; von einer Marke oder vom Inhaber abhängige Betriebe tiefer.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Uhrenzulieferers?
Käufer bewerten: (1) einzigartiges technisches Know-how; (2) Zahl und Stabilität der Markenkunden; (3) qualifizierte Uhrmacher und Werkzeugmacher; (4) Maschinen und Zertifizierungen; (5) das Risiko von Kurzarbeit und Auftragsschwankungen; (6) die Abhängigkeit vom Inhaber.
▶Wie gross ist die Schweizer Uhrenindustrie?
2024 zählte das BFS 780 Hersteller von Uhren, Uhrwerken und Bestandteilen mit 59 090 Beschäftigten. Die Branchenerhebung zählte Ende September 2025 64 807 Beschäftigte. Die Uhrenexporte betrugen 2025 CHF 25,6 Mrd.
▶Welches sind die wichtigsten Schweizer Uhrenunternehmen?
Swatch Group (Neuenburg), Rolex und Patek Philippe (Genf), Richemont (Bellevue) und Audemars Piguet (Le Chenit) sind die grössten Marken; Sellita (La Chaux-de-Fonds) und Nivarox-FAR (Le Locle) sind wichtige Uhrwerk- und Komponentenhersteller.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Uhrenindustrie?
Fünf Trends: (1) Exporte 2025 um 1,7% gesunken; (2) US-Zoll von 39% auf 15% gesenkt; (3) der erste Beschäftigungsrückgang seit der Pandemie; (4) Margen unter Druck; (5) Eigentümerwechsel wie Rolex–Bucherer und Baume & Mercier.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Uhrenzulieferers?
Die grössten Risiken sind: (1) die Abhängigkeit von einer oder zwei Marken; (2) sinkende Aufträge und Kurzarbeit; (3) der Verlust wichtiger Uhrmacher; (4) Währungs- und Goldpreiseffekte; (5) die Abhängigkeit vom Inhaber. Die Due Diligence sollte Kundenkonzentration, Auftragsbestand, Personal, Maschinen und Margen prüfen.
▶Wie wirkten sich die US-Zölle auf die Schweizer Uhrenindustrie aus?
Die USA erhoben ab dem 1. August 2025 einen Zusatzzoll von 39% auf Schweizer Waren, später rückwirkend auf den 14. November 2025 auf 15% begrenzt. Übers ganze Jahr blieben die Exporte in die USA etwa stabil, während die Gesamtexporte um 1,7% sanken.
▶Wo ist die Schweizer Uhrenindustrie angesiedelt?
Gemäss BFS-Zahlen 2024: Neuenburg hat die meisten Betriebe (246, mit 12 544 Beschäftigten), gefolgt von Genf (117; 11 395), Jura (107; 4 310), Bern (91; 8 614), Waadt (79; 5 396), Tessin (36; 2 285), Solothurn (17; 4 768) und Freiburg (8; 8 786).